Saw (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Creeptceeper

Let`s Play a Game

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

„Saw“ ist ein Thriller. Wie man ihn noch nie gesehen hat. Außerdem schafft es „Saw“ den Subgenre des Serienkillerfilms, neue Gesichtspunkte abzuverlangen.

„Saw“ beginnt in einem alten Kellergewölbe. Zwei Menschen die sich anscheinend nicht kennen, sind an Rohre gekettet. In der Mitte liegt eine übel zugerichtete Leiche, die ein Diktiergerät und eine Pistole in der Hand hat. Jeder der beiden Gefangen findet in seiner Tasche eine Kassette für ein Diktiergerät. Als sie dieses abspielen, teilt ihnen ein geheimnisvoller Mann mit, dass heute einer der beiden oder sogar beide sterben werden. Scheinbar hat er es besonders auf den Arzt abgesehen. Dieser muss in einer bestimmten Zeit sich selber, oder den anderen umbringen. Als die beiden versuchen, dahinter zu kommen, wer ihnen dass angetan hat, weiß der Arzt bescheid. Der man der sie entführt hat, ist der sogenannte „Jigsaw“ Killer. Der Killer bringt Menschen in Situationen, wo sie nur frei kommen, wenn sie jemand anderes töten oder sich selbst schwer verletzen. Die beiden eingeschlossenen Männer, kriegen aber immer mehr Hinweise wie sie sich befreien können vom Killer zugespielt.

„Saw“ ist das Regiedebüt von James Wan. Er selber schrieb auch an dem Drehbuch zum Film mit. Unterstützung fand er in den Schauspielern Cary Elwes, Monica Potter und Leigh Whannel. Whannel arbeite auch zusammen mit Wan am Drehbuch. Die Darsteller kennt man aus ein paar größeren Hollywoodfilmen, bei den sie aber nie eine Hauptrolle gespielt haben. Der einzig richtig bekannte ist Dany Glover. Dieser wurde bekannt mit der „Lethal Weapon“ Reihe. Auch hier spielt er wieder seine Paraderolle als Polizist.

„Saw“ ist ein Film der nicht gradlinig erzählt wird. Außer der Geschichte mit den beiden in der Zelle, gibt es noch zahlreiche Nebenhandlungen. In diesen geht es darum die Taten des Jigsaw Killers besser zu verstehen. Außerdem erfährt man, wie der Arzt von der Sache gehört hat. Einer der wichtigsten Handlungsstränge ist aber, wie zwei Polizisten den Killer jagen. Doch zum Ende werden alle Handlungsstränge zusammen geführt. Vom Design her erinnert der Film sehr an David Finchers „Sieben“. hier ist auch alles ziemlich dunkel gehalten und mit blauen Farbfiltern versehen. Doch in Vergleich mit „Saw“ wirkt „Sieben“ wie en Kinderfilm. „Saw“ ist härter und auch kompromissloser. Das zeigt sich vor allem bei den „Spielen“ des Killers. Als eine Frau erwacht, hat sie einen Helm auf. Sie erfährt von dem Killer, dass dieser Helm ihn nach einer Minute den Kopf zerschneiden wird. Er ist aber noch so freundlich ihr zu sagen, wo er den Schlüssel versteckt hat. Dieser befindet sich im Magen eines noch Lebenden Mannes. Jetzt heißt es sterben oder töten. Von diesen „Spielen“ kommen noch einige in „Saw“ vor. Doch trotz solcher Dinge, ist der Anteil der Gewalt nicht sehr hoch. Das meiste spielt sich nämlich wie beim „Schweigen der Lämmer“ in der Phantasie ab.

Doch dies Beispiel zeigt glaub ich, eindrucksvoll, wie hart und düster der Film ist. Die Parallelen zu „Sieben“ sind auch daran erkennbar, dass der Schluss von „sieben“ an Boshaftigkeit noch von „Saw“ übertroffen wird. Der Film ist ein höllisch spannender Spießruten Lauf aus Grausamkeiten und Psychoterror. Dieser herrscht besonders in der Zelle der beiden Gefangenen, diese kriegen nämlich Hinweise zugespielt, dass der andere mehr von ihm weiß als er zugeben will oder, dass er lügt. Der Film nimmt auch immer neue Wendungen, so das man nie weiß was im nächsten Augenblick passieren wird. Trotz der Situation der beiden Gefangenen arbeiten die beiden eigentlich gut zusammen, obwohl sie sich eigentlich gegenseitig töten sollen. Der Killer erhöht den Einsatz noch einmal, als er die Familie des Arztes bedroht.

Dany Glover spielt einen Polizisten der nach dem Tod seines Partners den Jigsaw Killer auf jedenfall fangen will. Dieser tötete seinen Partner und fast auch ihn selber. Dabei distanziert er sich von seiner Rolle als netter Polizist aus „Lethal Weapon“. Das ist eine weitere Stärke des Films. Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben worden, aber nur so weit, dass es dem Film nicht schadet. Über den Killer erfährt man nicht viel, außer von seinen grausamen Morden. Dies stimmt nur zum Teil, da er nie jemanden selber umgebracht hat. Er sorgt nur dafür, dass sich jemand Gegenseitig tötet. Sein Motiv erfährt man auch erst zum Schluss. Das Motiv ist zwar nicht wirklich wichtig aber liefert einen guten Grund.

Das Ende des Films ist ein wahrer Hammer. Jeder der denkt das er weiß wer der Killer ist, irrt sich und wird am Schluss eines besseren belehrt. Der Schluss bildet den krönenden Abschluss eines perfekten Films. „Saw“ begeistert über alle Belange. Schauspieler, Design, Härte und die Idee des Films sind einfach nur genial. „Saw“ ist ein harter Film, doch die Härte kommt eher durch die düstere Grundthematik als von dem Blutgehalt. Dieser wird zwar auch ein paar mal erhöht, doch eigentlich ist der Film nicht wirklich blutig. Jeder der „Sieben“ für ein Meisterwerk hält, wird noch mehr Spaß mit „Saw“ haben. Es ist aber zu empfehlen das man gute Nerven mitbringt und einen Magen hat, den so leicht nichts erschüttert. „Saw\" kann man nur schwer in Worte fassen, man muss ihn gesehen haben dann sonst begreift man die ganze Tragweite des Films nicht. „Saw“ ist ein Meisterwerk, nicht mehr und auch nicht weniger.

Originaltitel: Saw
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: James Wan
Darsteller: Tobin Bell
Cary Elwes
Danny Glover
Ken Leung
Dina Meyer
Monica Potter
Shawnee Smith
Leigh Whannell

6 Bewertungen