Der dunkle Spiegel (Taschenbuch) / Andrea Schacht Testbericht

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Erfahrungsbericht von margy
der giftmord
Pro:
s.o.
Kontra:
s.o.
Empfehlung:
Ja
Daten zum Buch:
Erschienen: 08.2005
Aus der Reihe: «Blanvalet Taschenbücher»
ISBN-10: 3-442-36280-6
ISBN-13: 9783442362806
Einband: kartoniert/broschiert
Sonstiges: 18,5 cm
Erschienen bei: Blanvalet
Seitenzahl: 368
Gewicht: 281 g
Preis: 8,50 €
Inhaltsangabe:
Kurzbeschreibung
Köln im Jahr des Herrn 1376. Sind die selbstbewussten Frauen des Beginen-Konvents am Eigelstein etwa Ketzerinnen und Giftmischerinnen? Die junge Begine Almut Bossart, Witwe eines Baumeisters, macht sich kühn an die Aufklärung des Giftmordes im Haus eines Weinhändlers. Doch nicht nur die Neugier treibt sie ¿ es steht zu befürchten, dass die Inquisition sie selbst für die Tat verfolgen wir
Zur Autorin:
Andrea Schacht: Andrea Schacht, Jahrgang 1956, war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die aufmüpfige Kölner Begine Almut Bossart haben auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern erobert. Andrea Schacht lebt mit ihrem Mann und zwei anspruchsvollen Katzen, Mira und MouMou, in der Nähe von Bonn.
Inhalt in eigenen Worten:
Wir erleben Köln im Mittelalter des Jahres anno 1376. Zu früh verstarb der Ehemann der jungen Frau Almut Bossart. Da die Frau nicht alleine leben möchte, verdingst sie sich in das Beginenkloster Eigelstein in Köln.Hier trifft sie auf einen sehr frommen Priester, der sehr zu ihrem Argwohn die Meinung vertritt, dass Frauen nichts in einer Kirche zu sagen hätten. Dann geschieht ein sehr mysteriöser Mord. Im Haus eines Weinhändlers im Ort stirbt ein junger Mann. Erst seit kurzer Zeit war er erkrankt und Almut kümmerte sich um ihn. Mit ihrer Fürsorge wollte sie ihn heilen und brachte ihm selbstgebrauten Hustensaft. Das aber, so glauben die Leute, ist die junge Beginin eine Mörderin. Almut macht sich auf den Weg, ihre Unschuld zu beweisen.
Leseprobe:
Die Aprilnacht war ungewöhnlich kühl, und feuchter Dunst zog vom Fluss herauf durch die Gassen. Der Mann trug einen langen, schwarzen Umhang, dessen Kapuze sein Gesicht völlig überschattete. Er ging mit eiligen Schritten, doch bemühte er sich keinerlei Geräusche zu verursachen, um nicht etwa einen rechtschaffenen Bürger aus seinem wohlverdienten Schlaf zu reißen. Auch auf eine Laterne hatte er verzichtet, und dann musste er innehalten, um in den finsteren Gassen seinen Weg zu finden. Endlich erreichte er das Haus, welches das Ziel seines nächtlichen Ausflugs war. Die Wolke, die bisher den Mond verhüllt hatte, war weitergezogen und das kalte Licht, das nun die graue, steinerne Hauswand erhellte, erleichterte es dem Vermummten, mit dem Schlüssel das Tor zum Hof zu öffnen. Nur ein leises Knarren erriet sein Eindringen. Vorsichtig lehnte er das Tor wieder an, verschloss es aber nicht.
Schreibstil:
Ganz genau, sehr detailliert und in Bilder fassend schildert Andrea Schacht Gedanken, Gefühle, Handlungen und Ereignisse, Landschaft und Personen. Nichts bleibt für den Leser unentdeckt, unklar und im Nebel. Alles läuft wie ein Film vor dem geistigen Auge ab, ist spannend, interessant und zieht in den Bann, so dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte. Vor allem die liebevollen, bis in jede Einzelheit nuancierten Darstellungen sind sehr faszinierend. Die Welt des Mittelalters in der Stadt Köln erwacht wieder einmal zu neuem Leben und riss mich mitten rein in die Ereignisse und den Giftanschlag des jungen Gastes des Weinhändlers.
Cover:
In verschiedenen Rottönen erstrahlt der obere Teil des Buchumschlages. Wie durch ein Fernrohr von oben herab schaue ich auf 7 Frauen. Im unteren Viertel erstreckt sich Köln im Mittelalter.
Meinung:
Der Inhalt, der eine Liebesromanze zwischen Nonne Almut und Pater Ivo, aber auch eine Kriminalgeschichte beinhaltet, ist sehr flüssig geschrieben. Andrea Schacht widmet sich den Frauen der damaligen Zeit, deren Leben in der Knechtschaft der Männer schwierig verlief. Es bringt Vergnügen, den Roman zu lesen. Mit sehr viel Dichte und Atmosphäre erzählt die Schriftstellerin über die Herstellung von Arznei und des Duftwassers. So ist es rundherum ein sehr unterhaltsames Buch mit sehr viel Witz durch Spitzzüngigkeit, humorvoll außerdem, spritzig und versprüht sehr viel Menschliches. In dem Roman dreht es sich um einen Krimi im Mittelalter des 14. Jahrhunderts. Almut, die Begine, hebt sich mit Wortgefechten hervor, von Homosexualität ist hier die Rede. Mit sehr viel Liebe und Hingabe für Details erspinnt sich Andrea Schacht immer wieder tolle Geschichten. Ich empfand niemals Langeweile beim Lesen des Stoffes. Almut sticht heraus als sehr resolute und selbstbewusste Frau ihrer Zeit, ist immer mit Widerworten dabei, gibt sich aufsässig. Mit ihrem losen Mundwerk und ihrer Neugierde, die niemand zu bändigen weiß, stürzt sie sich immer wieder in Schwierigkeiten. Die Schilderungen sind lebendig wie in all ihren Romanen, ich stand mittendrin als Frau Schacht über das Treiben in den steinernen Gassen und Märkten, das Leben und den Ablauf der Tage der Beginen erzählte. Alles das wirkt real, wirklichkeitsgetreu, anschaulich und glaubwürdig. So kommt Frohsinn und immer eine gute Stimmung auf. Spannend und durchstrukturiert ist der Inhalt der Geschichte von Beginn an bis zum Schluss. Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Band der Trilogie der Krimireihe. Sehr gut recherchiert beschreibt die Schriftstellerin das Mittelalter Kölns 1376 und das verzaubert ungemein. Das Ganze schillert farbenfroh und brilliant mit Hingabe zu jedem einzelnen Detail.
Erschienen: 08.2005
Aus der Reihe: «Blanvalet Taschenbücher»
ISBN-10: 3-442-36280-6
ISBN-13: 9783442362806
Einband: kartoniert/broschiert
Sonstiges: 18,5 cm
Erschienen bei: Blanvalet
Seitenzahl: 368
Gewicht: 281 g
Preis: 8,50 €
Inhaltsangabe:
Kurzbeschreibung
Köln im Jahr des Herrn 1376. Sind die selbstbewussten Frauen des Beginen-Konvents am Eigelstein etwa Ketzerinnen und Giftmischerinnen? Die junge Begine Almut Bossart, Witwe eines Baumeisters, macht sich kühn an die Aufklärung des Giftmordes im Haus eines Weinhändlers. Doch nicht nur die Neugier treibt sie ¿ es steht zu befürchten, dass die Inquisition sie selbst für die Tat verfolgen wir
Zur Autorin:
Andrea Schacht: Andrea Schacht, Jahrgang 1956, war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die aufmüpfige Kölner Begine Almut Bossart haben auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern erobert. Andrea Schacht lebt mit ihrem Mann und zwei anspruchsvollen Katzen, Mira und MouMou, in der Nähe von Bonn.
Inhalt in eigenen Worten:
Wir erleben Köln im Mittelalter des Jahres anno 1376. Zu früh verstarb der Ehemann der jungen Frau Almut Bossart. Da die Frau nicht alleine leben möchte, verdingst sie sich in das Beginenkloster Eigelstein in Köln.Hier trifft sie auf einen sehr frommen Priester, der sehr zu ihrem Argwohn die Meinung vertritt, dass Frauen nichts in einer Kirche zu sagen hätten. Dann geschieht ein sehr mysteriöser Mord. Im Haus eines Weinhändlers im Ort stirbt ein junger Mann. Erst seit kurzer Zeit war er erkrankt und Almut kümmerte sich um ihn. Mit ihrer Fürsorge wollte sie ihn heilen und brachte ihm selbstgebrauten Hustensaft. Das aber, so glauben die Leute, ist die junge Beginin eine Mörderin. Almut macht sich auf den Weg, ihre Unschuld zu beweisen.
Leseprobe:
Die Aprilnacht war ungewöhnlich kühl, und feuchter Dunst zog vom Fluss herauf durch die Gassen. Der Mann trug einen langen, schwarzen Umhang, dessen Kapuze sein Gesicht völlig überschattete. Er ging mit eiligen Schritten, doch bemühte er sich keinerlei Geräusche zu verursachen, um nicht etwa einen rechtschaffenen Bürger aus seinem wohlverdienten Schlaf zu reißen. Auch auf eine Laterne hatte er verzichtet, und dann musste er innehalten, um in den finsteren Gassen seinen Weg zu finden. Endlich erreichte er das Haus, welches das Ziel seines nächtlichen Ausflugs war. Die Wolke, die bisher den Mond verhüllt hatte, war weitergezogen und das kalte Licht, das nun die graue, steinerne Hauswand erhellte, erleichterte es dem Vermummten, mit dem Schlüssel das Tor zum Hof zu öffnen. Nur ein leises Knarren erriet sein Eindringen. Vorsichtig lehnte er das Tor wieder an, verschloss es aber nicht.
Schreibstil:
Ganz genau, sehr detailliert und in Bilder fassend schildert Andrea Schacht Gedanken, Gefühle, Handlungen und Ereignisse, Landschaft und Personen. Nichts bleibt für den Leser unentdeckt, unklar und im Nebel. Alles läuft wie ein Film vor dem geistigen Auge ab, ist spannend, interessant und zieht in den Bann, so dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte. Vor allem die liebevollen, bis in jede Einzelheit nuancierten Darstellungen sind sehr faszinierend. Die Welt des Mittelalters in der Stadt Köln erwacht wieder einmal zu neuem Leben und riss mich mitten rein in die Ereignisse und den Giftanschlag des jungen Gastes des Weinhändlers.
Cover:
In verschiedenen Rottönen erstrahlt der obere Teil des Buchumschlages. Wie durch ein Fernrohr von oben herab schaue ich auf 7 Frauen. Im unteren Viertel erstreckt sich Köln im Mittelalter.
Meinung:
Der Inhalt, der eine Liebesromanze zwischen Nonne Almut und Pater Ivo, aber auch eine Kriminalgeschichte beinhaltet, ist sehr flüssig geschrieben. Andrea Schacht widmet sich den Frauen der damaligen Zeit, deren Leben in der Knechtschaft der Männer schwierig verlief. Es bringt Vergnügen, den Roman zu lesen. Mit sehr viel Dichte und Atmosphäre erzählt die Schriftstellerin über die Herstellung von Arznei und des Duftwassers. So ist es rundherum ein sehr unterhaltsames Buch mit sehr viel Witz durch Spitzzüngigkeit, humorvoll außerdem, spritzig und versprüht sehr viel Menschliches. In dem Roman dreht es sich um einen Krimi im Mittelalter des 14. Jahrhunderts. Almut, die Begine, hebt sich mit Wortgefechten hervor, von Homosexualität ist hier die Rede. Mit sehr viel Liebe und Hingabe für Details erspinnt sich Andrea Schacht immer wieder tolle Geschichten. Ich empfand niemals Langeweile beim Lesen des Stoffes. Almut sticht heraus als sehr resolute und selbstbewusste Frau ihrer Zeit, ist immer mit Widerworten dabei, gibt sich aufsässig. Mit ihrem losen Mundwerk und ihrer Neugierde, die niemand zu bändigen weiß, stürzt sie sich immer wieder in Schwierigkeiten. Die Schilderungen sind lebendig wie in all ihren Romanen, ich stand mittendrin als Frau Schacht über das Treiben in den steinernen Gassen und Märkten, das Leben und den Ablauf der Tage der Beginen erzählte. Alles das wirkt real, wirklichkeitsgetreu, anschaulich und glaubwürdig. So kommt Frohsinn und immer eine gute Stimmung auf. Spannend und durchstrukturiert ist der Inhalt der Geschichte von Beginn an bis zum Schluss. Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Band der Trilogie der Krimireihe. Sehr gut recherchiert beschreibt die Schriftstellerin das Mittelalter Kölns 1376 und das verzaubert ungemein. Das Ganze schillert farbenfroh und brilliant mit Hingabe zu jedem einzelnen Detail.
17 Bewertungen, 6 Kommentare
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04.05.2008, 18:14 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichDa ist wohl der Journalist in dir erwacht LG und Sh
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23.03.2008, 02:17 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir schönes osterfest lg. petra
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22.03.2008, 16:34 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett und ein Frohes Osterfest!
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22.03.2008, 16:04 Uhr von Sarah1509
Bewertung: sehr hilfreichsh Und natürlich ein schönes oster fest
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22.03.2008, 15:58 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSH LG Pet
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22.03.2008, 14:26 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichshh lese gegen
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