Multicatch Lebend-Mausefalle Testbericht

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Erfahrungsbericht von Mattes1203

Die Brombeergallmilbe: Ursache für rote Früchte

Pro:

?

Kontra:

?

Empfehlung:

Ja

Obstgarten
An Brombeeren tritt häufiger ein Schadbild auf, das auf den ersten Blick für eine Reifeverzögerung gehalten werden kann. Die Früchte verfärben sie nur rot, schmecken sauer und sind ungenießbar. Tatsächlich wird dieser Schaden von der Brombeergallmilbe hervorgerufen. Die versteckt zwischen den Einzelbeeren der Brombeerfrucht lebenden Tiere sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Die Milbe überwintert in den Knospenschuppen der Triebe und in den nicht geernteten Fruchtmumien. Von hier aus wird im Frühjahr der Neuaustrieb besiedelt. Um den Befall zu verringern, sind befallene Früchte zu vernichten und die Brombeerruten im Herbst zurückzuschneiden. Bei wiederholt starkem Befall ist im Frühjahr, wenn die neuen ranken eine Länge vom etwa 15 cm erreicht haben, die Bekämpfung mit dem rapsölhaltigen Präparat „Schädlingsfrei Naturen“ ratsam.
Stachelbeer- und Schwarze Johannisbeersträucher sollten auf Erstbefall und Amerikanischem Stachelbeermehltau kontrolliert werden. Sind junge Triebspitzen oder Blattbüschel mit einem leicht mehligen Belag überzogen, so sind diese auszuschneiden. Zur chemischen Bekämpfung sind „Saprol Neu“ bzw. „Pilzfrei Saprol Neu“ (0,15%, 14 Tage Wartezeit) und Netzschwefelpräparate (0,40%, sieben Tage Wartezeit) zugelassen. Bei Neupflanzung sollte widerstandsfähigen Sorten Vorzug gegeben werden. Als widerstandsfähig gelten u. a. die Stachelbeersorten „Invicta“, „Greenfinch“, „Risulfa“, „Reverta“, „Reflamba“ und die Schwarzen Johannisbeersorten „Ben Lomond“, „Ometa“, „Risager“, „Tenah“ und „Titania“.
Die Moniliakrankheit des Steinobstes wird von zwei nahe verwandten Pilzen hervorgerufen, so daß sie auch in zwei verschiedenen Krankheitsbildern – als Spitzendürre oder als Fruchtfäule – auftritt. Dabei kommt der Spitzendürre die weitaus größere Bedeutung zu. Besonders anfällig sind Sauerkirschen der Sorte Schattenmorelle, aber auch Ziergehölze, wie das Mandelbäumchen, werden häufig befallen.
Der Pilz, der die Spitzendürre verursacht, dringt während der Blütezeit, auch wenn die Blütenblätter noch geschlossen sind, in die Blüte ein und führt zunächst zu ihrem Absterben. Über die Blütenstiele dringt der Pilz in das Holz ein und breitet sich weiter aus. Als Folge sterben ganze Zweige mit deren Blättern ab. Wird nichts gegen die Ausbreitung der Krankheit unternommen, so kann der ganze Baum eingehen. Bei feuchter Witterung während der Blüte ist die Gefahr einer Ausbreitung der Krankheit besonders groß.
Erkrankte Zweige sind sorgfältig auszuschneiden, d. h. mindestens 20 cm das gesunde Holz. Das befallene Schnittholz ist zu vernichten. Empfindliche Sorten können zwei- bis dreimal mit Baycor – Spritzpulver (0,15%, 21 Tage Wartezeit) oder „Saprol Neu“ bzw. „Pilzfrei Saprol Neu“ (0,15%, sieben Tage Wartezeit) während der Blütezeit behandelt werden. Diese Präparate sind nicht bienengefährlich. Die Spritzungen sind an trockenen Pflanzen durchzuführen, und zwar am besten in den Abendstunden und nur bei Windstille.
An Apfelbäumen sollte ab Ende April auf Apfelmehltau geachtet werden. Bei Befall sind die neuen Blätter an der Triebspitze kahnförmig zusammengefaltet und mit einem auffälligen grauweißen, mehlartigen Belag überzogen. Diese erkrankten Triebspitzen sollten ausgeschnitten werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Ziergarten
Der Birnengitterrost, der in den letzten Jahren sehr stark aufgetreten ist, ist ein wirtswechselnder Rostpilz. Als Winterwirt sind verschiedene Wacholderarten (Juniperus sabina, Juniperus chinesis und Juniperus virginiana) bekannt. Der Pilz überwintert in Wacholdertrieben, die bei Befall spindelförmig verdickt sind. Im April brechen an solchen Befallstellen zunächst warzige braune Sporenlager hervor. Bei regen schwellen sie zu auffälligen gallertartigen, orange – braunen Zäpfchen an, von denen Sporen abgeschieden werden. Bei Trockenheit werden diese durch wind über mehrere hundert Meter vefrachtet. Bei Feuchtigkeit können Insekten die Überträger sein. Sind Sporen auf Birnenblätter gelangt, entstehen dort etwa ab Mitte Mai orangefarbene Blattflecken und im Hochsommer (Juli / August) zapfenförmige Wucherungen auf den Blattunterseiten. Aus diesen Wucherungen werden gelbliche Sporen entlassen, die wiederum auf anfällige Juniperus – Arten gelangen müssen, um den Entwicklungszyklus zu schließen.
Es is daher jetzt erforderlich, die anfälligen Wacholder – Arten an Trieben und am Stamm zu kontrollieren und Befallstellen auszuschneiden oder stark befallene Pflanzen ganz zu entfernen. Befallene Wacholderpflanzen kümmern über mehrere Jahre, bevor sie absterben.

Gemüsegarten
In einigen Gemüsearten können die wurmartigen Maden von Gemüsefliegen erheblichen Schaden anrichten. Nach den ersten wärmeren Frühlingstagen ist mit dem Flug der Kleinen Kohlfliege, Möhrenfliege, Zwiebelfliege und Wurzelfliege (auch Bohnenfliege genannt) zu rechnen.
Die Kleine Kohlfliege schädigt als Made die Wurzeln von Kohlgewächsen, Radies und Rettich. Die Überwinterung der Kohlfliege erfolgt im Puppenstadium auf vorjährig befallenen Flächen. Ab Ende April – etwa zur zeit der Roßkastanienblüte – schlüpft sie aus den Winterpuppen und fliegt ihre Wirtspflanzen an. Dort werden winzige weiße Eier an den Wurzelhälsen abgelegt. Nach einigen Tagen schlüpfen die Maden und fressen an den wurzeln. Jungpflanzen können so stark befallen sein, daß sie plötzlich welken und absterben. Besonders anfällig sind Blumenkohl, Kohlrabi, Chinakohl, Radies und Rettich. Eine wirksame Bekämpfungsmaßnahme ist die rechtzeitige Abdeckung der Saaten oder Pflanzungen mit Vlies oder Gemüsefliegennetzen. Biegsame Stahlstäbe eignen sich zum Bau von Vlies- oder Netztunneln. Seitenränder müssen sorgfältig eingegraben oder mit sandgefüllten Beuteln beschwert werden. Die Maschenweite des Netzes sollte nicht größer als 1,6 Millimeter sein, damit Gemüsefliegen nicht hindurchschlüpfen können. Bei Kopfkohl und Blumenkohl ist die Abdeckung etwa vier Wochen vor der Ernte zu entfernen.
Die Möhrenfliege schädigt in gleicher weise Möhren, Sellerie und Petersilie. Die Maden hinterlassen rostbraune Fraßgänge am Wurzelkörper. Vlies- oder Netztunnel schützen vor Befall. Mit dem Auftreten der Möhrenfliege ist ab Ende April bis in den Herbst hinein zu rechnen. Bei Sellerie sollte die Abdeckung ca. vier Wochen vor der Ernte entfernt werden.
Im April etwa zur zeit der Löwenzahnblüte ist mit dem Flug der Zwiebelfliege zu rechnen. Zwiebeln und Porree können ebenfalls mit Vlies oder Gemüsefliegennetzen vor Befall bewahrt werden.
Mit Wurzelfliegen ist ebenfalls ab April zu rechnen. Ihre Maden können Wurzeln von Buschbohnen, Stangenbohnen und Gurken, aber auch die Stangen des Bleichspargels schädigen. Stallmist lockt Wurzelfliegen besonders an. Deshalb sollte bei diesen Kulturen im Frühjahr kein Stallmist eingearbeitet werden. Der Schutz von Bohnen und Gurken kann mit Vlies oder Gemüsefliegennetzen erfolgen. Da die Wurzelfliege ihre Eier bevorzugt in Erdspalten ablegt, kann im Spargelbeet der Befall durch regelmäßiges Glattstreichen der Dämme verringert werden. Ganz verhindert wird der Befall, wenn die Spargeldämme mit schwarzer Folie oder schwarzem Vlies bedeckt werden. Durch die schwarze Farbe der Folie wird die Bodenerwärmung verbessert, das verfärben des zu spät gestochenen Bleichspargels verhindert und der Unkrautwuchs auf dem Damm unterdrückt.

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