Multicatch Lebend-Mausefalle Testbericht

Multicatch-lebend-mausefalle
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Erfahrungsbericht von FredOnly

ÖKO-JÄGER IM BLUMENTOPF

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Den chemischen Pflanzenschutz können Hobbygärtner zum Grossteil vermeiden, wenn sie ´den Nützlingen´ die Arbeit überlassen.

Das weiss jedes Kind: Marienkäfer ernähren sich von Blattläusen. Wenn die Rosen verlaust sind, lässt der junge Naturforscher ein gepunktetes Tierchen auf den Finger krabbeln, um es mitten in einer läusekolonie zu deponieren. Was für die Kids Spielerei und für die Käfer ein gefundenes Fressen ist, macht das Prinzip des biologischen Pflanzenschutzes deutlich. Nicht synthetisches Gift beseitigt den un liebsamen Schädling, sondern sein natürlicher Feind.

Bei zweidrittel der 70 heimischen Marienkäferarten stehen Blattläuse ganz oben auf der Speisekarte. Der bekannteste unter ihnen, der Siebenpunkt-Marienkäfer, vertilgt rund 4000 Läuse während seines Lebens, und selbst seine Larven bringen es noch auf 800. Der Nachteil: Marienkäfer lassen sich kaum gezielt für den Pflanzenschutz einsetzen, da sie nur sehr schwer von Menschenhand zu züchten sind.

Gallmücken und Florfliegen hingegen lassen sich mit einfachen Mitteln vermehren. Beide Nützlinge können daher über den Handel bezogen werden, um den Läusen in Haus und Garten zu Leibe zu rücken.

Ursprünglich wurde diese Art der Schädlingsbekämpfung für Profigärtner entwickelt. Nicht nur Läuse lassen sich auf ökologische Weise bekämpfen, sonder auch ander ´Ungetier´ wie zum Beispiel Spinnmilben und, wie mir ein Gärtner sagte, Trauermücken und Weisse Fliegen! ´Trauer´Mücken und ´Weisse´Fliegen kenne ich unter dieser Bezeichnung allerdings noch nicht... Während Profi-Gärtner ihre Nützlinge in klimatisierten Gewächshäusern auf die Jagd schicken, kann der Hobbygärtner sie für Wintergarten und Blumenfenster einsetzen.

Nützlinge gedeihen nicht in jedem Klima. So sind Florfliegen unempfindlich gegen niedrige Luftfeuchtigkeit. Sie werden daher gegen Läuse an Blumen auf der Fensterbank eingesetzt. Gallmücken brauchen mehr Feuchtigkeit. Sie eignen sich deshalb mehr für den Wintergarten.

Vorbehalte gibt es immer noch gegen den Einsatz von Nutz-Insekten im Haus.- Ich selbst hatte mich gefragt: Hole ich mir mit ihnen nicht zusätzlich \"Ungeziefer\" in die Zimmer? Nach Einholung eingehender infos vor Anschaffung der Öko-Jäger wurden meine Ängste abgebaut: Die Nützlinge halten sich nur da auf, wo sie ihre Nahrung finden. Gallmücken und Schlupfwespen beispielsweise werden von den Ausscheidungen ihrer Opfer angelockt. Nur solange diese noch an den Pflanzen sitzen, bleiben die Nützlinge am Leben.

In vielen Gartencentern gibt es Bestellkarten. Per Post kommen die kleinen Helfer direkt ins Haus.
Ca. 10 Euro für zehn Quadratmeter. Eine genaue Gebrauchsanleitung liegt der ´fliegenden´ Sendung bei.

Noch 2 Kontaktanschriften:
W.Neudorff, Abteilung Nutz-Organismen
31857 Emmerthal, Postfach 1209
und
Öre Bio-Protect
24223 Raisdorf, Kieler Str. 41

Waidmanns Heil!

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