Multicatch Lebend-Mausefalle Testbericht

Multicatch-lebend-mausefalle
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Erfahrungsbericht von jabberwocky666

Du kriegst die Motten (wieder los)...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

1.) Vorwort
2.) Wie erkenne ich Mottenbefall?
3.) Wie gehe ich gegen Motten vor?
4.) Fazit




1.) Vorwort:

\"Du kriegst die Motten\" ist ein altes Sprichwort, über dessen Herkunft und Bedeutung ich leider nichts Konkretes gefunden habe. Allerdings mußte ich in den letzten Wochen feststellen, daß man Motten schneller bekommt, als einem lieb ist und es sich dabei um sehr sesshafte Gäste handelt.

Dem Ciao-User \"Ebener\" sei Dank gesagt; er wußte die Herkunft des Sprichwortes: \"Dieser Ausspruch ist meines Wissens in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre aufgekommen, jener Hoch-Zeit der Lungentuberkulose, als \"die Motten haben\" soviel bedeutete wie \"an Tbc erkrankt sein\".\" Das Röntgenbild der Lunge sah wohl aus wie von Motten zerfressen...

In Jabber\'s Haushalt tummelt sich ja so manches, was andere Menschen als Ungeziefer bezeichnen würden. Meine 4 Ratten gehören da ebenso dazu wie die von ihnen geliebten Mehlwürmer im Kühlschrank, die im Gemüsefach gleich zwischen den verschiedenen Wurmarten (Tauwurm, Mistwurm, Dendrobena) lagern, die ich als Angler benötige. Auch Fliegenmaden haben im Gemüsefach Platz gefunden. All dieses Ungeziefer ist jedoch nicht störend, da ich es (von den Ratten abgesehen) im Griff habe - jedes Döschen ist gut verschlossen.

Seit 4 Wochen haben sich nun neue Gäste eingefunden, die wir uns vermutlich in Ei- oder Madenform mit dem Rattenfutter oder sonstigen Körnerprodukten ins Haus geschleppt haben.


2.) Unser erster Kontakt mit den Motten fand an einem Abend vor ein paar Wochen statt. Meine Freundin ließ im Wohnzimmer einen Schrei los, der mich alarmierte. Ich eilte zu ihr und sie zeigte auf eine kleine, weiße Made, die gerade aus dem Futternapf im Rattenkäfig kroch. Ich beruhigte sie mit den Worten, daß es sich eben nur um einen kleinen Wurm handeln würde und sich unsere Ratten bestimmt über das Frischfutter freuen würden. Trotzdem bestand sie darauf, daß ich das Tierchen sofort in der Toilette wasser-bestatte. Ich tat, wie man (bzw. Frau) mir geheißen und vergaß die Episode schnell wieder.

Ein paar Tage später herrschte plötzlich Leben in der Bude. Ein paar kleine, unauffällige Falter, ca. 1 cm groß, umschwirrten des Abends unsere Lampen. Auch im Schlafzimmer fanden sich einige dieser netten Tierchen. Ich identifizierte sie zielsicher als \"Dörrobstmotten\", da ich mit dieser Spezies bereits früher bei meiner Ex-Freundin zu tun hatte. Diese gehören neben den Mehlmotten zu den häufigsten Mottenarten. Welche Art Euch tatsächlich heimsucht, ist letztendlich egal; die vorgestellten Mittel sind gegen alle Arten wirksam, die negativen Auswirkungen eines Mottenbefalls sind bei allen Arten ähnlich.

Motten haben leider nicht nur die Angewohnheit, bei Nacht durch die Gegend zu fliegen, sondern sie haben auch ein Faible für Wolle (je edler, je lieber; Angora oder Kaschmir schmeckt am besten). Sie fressen kleine, aber unschöne Löcher in alle Kleidungsstücke aus Wolle. Nachdem sie sich daran gütlich getan haben, paaren sie sich, legen ihre Eier ab und sterben irgendwann einmal den Alterstod. Aus ihren Eiern schlüpfen kleine, gefräßige Raupen (ca. 5mm lang), die bevorzugt an Lebensmittel gehen. Getreideprodukte wie Müsli, Brot etc. wird ebenso geliebt wie Schokolade, Reis, Mehl, Hülsenfrüchte und alles andere, was irgendwie fressbar erscheint. Verschlossene Packungen bilden da keine große Hürde, die Maden fressen sich mühelos durch Papier und Plastik. (@jabberwocky666) Sind die Lebensmittel befallen, erkennt man dies an kleinen Gespinsten in den Packungen sowie an den kleinen schwarzen Punkten (= Kot) im Mehl. Ist dieses Stadium bereits erreicht, hilft nur massives Vorgehen gegen die Flattermänner:


3.) Wie gehe ich gegen Motten vor?

Bei den ersten Anzeichen eines Mottenbefalls sollte man den Tieren die Nahrungsgrundlage entziehen, was leider eine recht kostspielige Angelegenheit ist: Nicht nur sämtliche offensichtlich befallenen Lebensmittel, sondern auch alle anderen Lebensmittel in Papier - oder Plastikverpackungen müssen rigoros entsorgt werden. Danach müssen die Küchenschränke gründlich ausgewaschen werden, um Maden und Eier zu entfernen. Schlecht erreichbare Stellen kann man mit einem Föhn ca. eine Minute heiß anblasen, das tötet alles Leben ab.

Nächster Schritt ist der Gang zum Supermarkt. Hier könnt Ihr Euch alle weggeworfenen Lebensmittel erneut kaufen und gleichzeitig zu jedem Produkt eine fest verschließbare Dose oder ein Glas, in der Ihr das Produkt zukünftig lagert. Dann geht es in den Gang mit den Mitteln gegen Ungeziefer. Gegen Motten werdet Ihr vergeblich nach den altbekannten Mottenkugeln suchen, diese Nepthen-Bomben haben offensichtlich ausgedient. In unserem Real-Markt gab es folgende Produkte zur Auswahl, die wir gleich getestet haben:

- Mottenpapier: Diese Papierstreifen sollen angeblich Motten aus Kleiderschränken vertreiben. Es gibt sie in verschiedenen Duftrichtungen, auch eine geruchslose Version ist vertreten. Wir haben uns für diese entschieden. Zum Preis von 4,69 Euro gab es ca. 12 Blätter der Firma Globol. Diese haben wir in unseren Schränken verteilt, wo sich dann auch gleich der unangenehme Geruch der geruchslosen Blätter breitmachte. Ob sie wirken, können wir nicht sagen; im Schrank haben wir weder vorher noch nachher eine Motte erwischt. Das Geld für dieses Produkt kann man sich jedoch unseres Erachtens sparen. Gemäß eines Kommentars von \"Kayah13\" bei Ciao verursacht dieses Papier auch noch Flecken auf der Kleidung. Besser ist gemäß mehreren Kommentaren wohl ein Stück Zedernholz, das die Tierchen auch vertreiben soll.

- Motten Raus: Ein weiteres Produkt der Firma Globol, mit einem Preis von 6,49 Euro maßlos überteuert. Es soll große Kleiderschränke bis zu 1 cbm zuverlässig von den Tieren befreien, was es mittels eines recht starken Lavendelgeruchs zweifelsfrei versucht. Ob es wirkt, weiß ich nicht (siehe Mottenpapier), doch da danach alle Klamotten nach dem Zeug riechen, werden wir es uns gewiß nicht mehr kaufen.

- Lebensmittel-Mottenfalle: Ebenfalls von Globol und sehr überzeugend! Für 3,99 Euro bekommt man einen wahren Mottenkiller, der deutlich sichtbare Erfolge vorweisen kann. In der Packung sind zwei Fallen enthalten. Diese bestehen aus einem zu einem Dreieck gefalteten Karton, der von innen mit einer stark klebrigen Substanz bedeckt ist. Auf diese Substanz klebt man dann einen kleinen, runden Knopf, der mit Pheromonen getränkt ist. Diesen Lockstoffen können die männlichen Motten offensichtlich nicht widerstehen - sie wollen zum vermeintlichen Weibchen und bleiben dabei an der Substanz kleben. Es folgt ein qualvolles und langes Sterben der Motten, das ein wahrer Tierfreund vielleicht abkürzen sollte. Letztlich heiligt jedoch der Erfolg die Mittel und erfolgreich sind die Fallen wirklich. Sie stehen nun seit zwei Wochen; im Schlafzimmer fanden sich 36 Opfer, in der Küche gar 57 - und nächtlich werden es mehr... Die weiblichen Motten werden so nicht mehr befruchtet und können ergo auch keine Nachfahren mehr produzieren. Sie lassen sich nachts übrigens relativ leicht mit einem Küchenpapier von den Wänden nehmen.


4.) Fazit:

Ungezieferbefall ist nicht schön und außerdem auch kostspielig. Der Kampf gegen die Plagegeister ist mühsam und langwierig, doch er sollte in eigenem Interesse schnellstmöglich aufgenommen werden. Als probates Mittel kann ich eigentlich nur die Fallen nennen, wenn ein Leser noch natürliche, nicht allzu sehr riechende Mittel kennt, wäre ich für einen Kommentar dankbar. (Mittlerweile wurden Cela-Flor (?) und Schlupfwespen genannt, letztere sind für die Wohnung jedoch wohl eher ungeeignet, denke ich).

Untenstehende Bewertung bezieht sich auf die Motten an sich und nicht auf die Mittel dagegen.


Carpe Noctem (zum Erschlagen von Motten?), Euer Jabber

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