Schokolade Spiel Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von Anonym126
Harter Kampf!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Geburtstagsfeiern werden friedlich und feierlich begannen, so sollte es wenigstens sein. Doch wenn ich mich an die Kindergeburtstage aus früheren Zeiten erinnere, so fallen mir sofort Spiele ein, die den kleinen Gästen oftmals so einiges an Einsatz und Durchsetzungsvermögen abverlangten, wollten sie nicht zu kurz kommen. Eines dieser anstrengenden und doch heiss geliebten Spiele war das Schokoladenspiel, das wir damals aber Schokoladenwettessen nannten.
Vorbereitungen:
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Eine Tafel Vollmilchschokolade wurde vorher dick mit Zeitungspapier umwickelt und mehrmals mit Kordel und vielen Knoten verschnürt. Es wurden ein Paar Handschuhe, ein Schal, eine Mütze, ein Messer und eine Gabel zurecht gelegt. Dann brauchte man noch einen Würfel und eine möglichste kratzfeste Unterlage oder einen unempfindlichen Tisch.
Spielregel:
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Wer mit dem Spiel beginnt kann vorher festgelegt werden, doch meistens ist es der jüngste Teilnehmer in der Runde. Es wird reihum, im Uhrzeigersinn, gewürfelt, wobei der einzige Würfel immer weitergegeben werden muss. Wer eine Sechs würfelt schnappt sich Mütze, Schal und Handschuhe, zieht alles an und darf dann versuchen mit Messer und Gabel die Kordel und das Papier zu lösen. Wer die pure Schokolade erreicht, darf sich mit dem Besteck Stückchen abschneiden und aufessen. Das kann der Spieler so lange tun, bis der nächste Teilnehmer eine Sechs gewürfelt hat. Dann ist der nämlich an der Reihe. Mütze, Schal, Handschuhe und Besteck wechseln den Besitzer und weiter geht der Versuch, die leckere Schokolade zu erreichen. Das Spiel ist beendet, wenn das letzte Schokoladenbröckchen aufgegessen wurde. Mehr als acht Teilnehmer sollten es nicht sein, da das Spiel dann zu hektisch und unkontrolliert wird.
Das Spiel:
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Meistens wurden bei diesem Spiel einige Tränen vergossen. Nicht etwa weil sich jemand geschnitten oder mit der Gabel gepieckt hatte sondern meistens weil immer kleinere Kinder dabei waren, die nicht so geschickt im Umgang mit Messer und Gabel waren oder auch nicht so schnell die Kleidung anziehen konnte und dadurch oft zu kurz kamen. Ich fand dieses Spiel immer wahnsinnig aufregend. Alles musste furchtbar schnell gehen und die Spannung war manchmal kaum auszuhalten. Bei acht Teilnehmern kann man sich ja gut vorstellen, wie schnell die Sechser gewürfelt werden können und dann besteht das Ganze manchmal nur noch daraus, sich Mütze und Schal herunterzureissen und kaum hat man beides an, ist schon der nächste Sechserkandidat am Zug.
Bei diesem Spiel wurde nur gebrüllt. Vom ersten Würfeln an, ertönte ein Mordsgeschrei und Anfeuerungsrufe. Stühle wurden überflüssig, auf denen saß keiner mehr. Die Köpfe hochrot, wurde um ein Stückchen Schokolade gekämpft. Messer und Gabel blitzen und blinkten und wurden einander aus den Händen gerissen. Heute wundere ich mich, dass damals nicht wirklich etwas passiert ist. Doch trotz der Begeisterung passten alle auf und es verletzte sich niemand.
Der Tisch und der Boden ähnelte bald einem Schlachtfeld. Überall lagen Papierschnipsel und Kordelreste herum und auch die heiß umkämpfte Schokolade wurde vor lauter Begeisterung unabsichtlich auf dem Fussboden plattgetreten. Es war einfach das schönste Spiel auf einem Kindergeburtstag. Die Begeisterung kannte aber überhaupt keine Grenzen mehr wenn, aus weiser Voraussicht, eine zweite Tafel Schokolade vorbereitet worden war. Es war der helle Wahnsinn!
Und doch gab es oft Tränen und ich weiss noch genau, dass ich leider auch nicht zu den großen \"Abräumern\"zählte. Irgendwie hatte ich nie so recht Glück. Vielleicht war ich auch zu langsam, wer weiss! Jedenfalls ging die meiste Schokolade immer an mir vorbei und ich musste tatenlos mit ansehen, wie andere Glückspilze genüßlich vor meinen Augen Stück für Stück im Mund verschwinden schliessen. Das war ganz schön hart, kann ich nur sagen. Die Mütter der Geburtstagskinder kannten dieses Elend aber bereits aus jahrelanger Erfahrung und versorgten die Zukurzgekommenen nach dem Spiel mit einer extra Portion Schokolade. Doch die schmeckte eigenartigerweise (*g*) nicht so gut, obwohl es dieselbe Sorte war.
Seit dem mein Sohn diesem Spielalter entwachsen ist, habe ich dieses Schokoladenspiel nicht mehr gespielt und ich hatte es auch schon fast vergessen. Um so mehr freut es mich, dass dieses unterhaltsame Spiel anscheinend weitergegeben wurde und auch heute noch bei den Kindern sehr beliebt ist. Ich könnte mir allerdings denken, dass das Schokoladenwettessen auch noch bei Erwachsenen Begeisterung auslösen könnte. In kleiner, geselliger und lustiger Runde ist es bestimmt ein toller Partygag.
Liebe Grüße
Catty
Vorbereitungen:
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Eine Tafel Vollmilchschokolade wurde vorher dick mit Zeitungspapier umwickelt und mehrmals mit Kordel und vielen Knoten verschnürt. Es wurden ein Paar Handschuhe, ein Schal, eine Mütze, ein Messer und eine Gabel zurecht gelegt. Dann brauchte man noch einen Würfel und eine möglichste kratzfeste Unterlage oder einen unempfindlichen Tisch.
Spielregel:
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Wer mit dem Spiel beginnt kann vorher festgelegt werden, doch meistens ist es der jüngste Teilnehmer in der Runde. Es wird reihum, im Uhrzeigersinn, gewürfelt, wobei der einzige Würfel immer weitergegeben werden muss. Wer eine Sechs würfelt schnappt sich Mütze, Schal und Handschuhe, zieht alles an und darf dann versuchen mit Messer und Gabel die Kordel und das Papier zu lösen. Wer die pure Schokolade erreicht, darf sich mit dem Besteck Stückchen abschneiden und aufessen. Das kann der Spieler so lange tun, bis der nächste Teilnehmer eine Sechs gewürfelt hat. Dann ist der nämlich an der Reihe. Mütze, Schal, Handschuhe und Besteck wechseln den Besitzer und weiter geht der Versuch, die leckere Schokolade zu erreichen. Das Spiel ist beendet, wenn das letzte Schokoladenbröckchen aufgegessen wurde. Mehr als acht Teilnehmer sollten es nicht sein, da das Spiel dann zu hektisch und unkontrolliert wird.
Das Spiel:
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Meistens wurden bei diesem Spiel einige Tränen vergossen. Nicht etwa weil sich jemand geschnitten oder mit der Gabel gepieckt hatte sondern meistens weil immer kleinere Kinder dabei waren, die nicht so geschickt im Umgang mit Messer und Gabel waren oder auch nicht so schnell die Kleidung anziehen konnte und dadurch oft zu kurz kamen. Ich fand dieses Spiel immer wahnsinnig aufregend. Alles musste furchtbar schnell gehen und die Spannung war manchmal kaum auszuhalten. Bei acht Teilnehmern kann man sich ja gut vorstellen, wie schnell die Sechser gewürfelt werden können und dann besteht das Ganze manchmal nur noch daraus, sich Mütze und Schal herunterzureissen und kaum hat man beides an, ist schon der nächste Sechserkandidat am Zug.
Bei diesem Spiel wurde nur gebrüllt. Vom ersten Würfeln an, ertönte ein Mordsgeschrei und Anfeuerungsrufe. Stühle wurden überflüssig, auf denen saß keiner mehr. Die Köpfe hochrot, wurde um ein Stückchen Schokolade gekämpft. Messer und Gabel blitzen und blinkten und wurden einander aus den Händen gerissen. Heute wundere ich mich, dass damals nicht wirklich etwas passiert ist. Doch trotz der Begeisterung passten alle auf und es verletzte sich niemand.
Der Tisch und der Boden ähnelte bald einem Schlachtfeld. Überall lagen Papierschnipsel und Kordelreste herum und auch die heiß umkämpfte Schokolade wurde vor lauter Begeisterung unabsichtlich auf dem Fussboden plattgetreten. Es war einfach das schönste Spiel auf einem Kindergeburtstag. Die Begeisterung kannte aber überhaupt keine Grenzen mehr wenn, aus weiser Voraussicht, eine zweite Tafel Schokolade vorbereitet worden war. Es war der helle Wahnsinn!
Und doch gab es oft Tränen und ich weiss noch genau, dass ich leider auch nicht zu den großen \"Abräumern\"zählte. Irgendwie hatte ich nie so recht Glück. Vielleicht war ich auch zu langsam, wer weiss! Jedenfalls ging die meiste Schokolade immer an mir vorbei und ich musste tatenlos mit ansehen, wie andere Glückspilze genüßlich vor meinen Augen Stück für Stück im Mund verschwinden schliessen. Das war ganz schön hart, kann ich nur sagen. Die Mütter der Geburtstagskinder kannten dieses Elend aber bereits aus jahrelanger Erfahrung und versorgten die Zukurzgekommenen nach dem Spiel mit einer extra Portion Schokolade. Doch die schmeckte eigenartigerweise (*g*) nicht so gut, obwohl es dieselbe Sorte war.
Seit dem mein Sohn diesem Spielalter entwachsen ist, habe ich dieses Schokoladenspiel nicht mehr gespielt und ich hatte es auch schon fast vergessen. Um so mehr freut es mich, dass dieses unterhaltsame Spiel anscheinend weitergegeben wurde und auch heute noch bei den Kindern sehr beliebt ist. Ich könnte mir allerdings denken, dass das Schokoladenwettessen auch noch bei Erwachsenen Begeisterung auslösen könnte. In kleiner, geselliger und lustiger Runde ist es bestimmt ein toller Partygag.
Liebe Grüße
Catty
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