Das Geheimnis des Kartenmachers (gebundene Ausgabe) / Rainer Maria Schröder Testbericht
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Erfahrungsbericht von orlan
Die Welt der Karten
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Inhalt
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Mehr aus Übermut als aus bösem Willen verunglimpft der Malerlehrling Caspar Sebald gegen Ende des 15. Jahrhunderts einen einflussreichen Domherrn aus Augsburg. Doch die Strafe folgt auf dem Fuße. Zwei Tage Wasserkerker kosten den Jungen fast das Leben und ein weiterer Tag am Pranger lässt seine Schande für alle Einwohner Augsburgs offenbar werden.
In der Folge verliert er seine Lehrstelle und auch sein Bruder und sein Vater, der die Schänke „Zum Schwarzen Hahn“ betreibt, haben nur noch Verachtung für ihn übrig. So muss Caspar jeden Tag im Schwarzen Hahn sein ganz besonderes Talent zur Schau stellen. Er kann selbst Dinge, die er nur kurz gesehen hat, fotografisch im Gedächtnis behalten und detailgetreu nachzeichnen. Den geringen Gauklerlohn, den er von den Gästen für seine Künste erhält, streicht allerdings sein Vater ein.
Schließlich bietet der Kupferstecher und Kartenzeichner Bartholomäus Wolkenstein Caspars Vater an, den Jungen zu sich in die Lehre zu nehmen. Caspar ist überglücklich, endlich von zu Hause fort zu kommen. Er stürzt sich voller Eifer in die neue Arbeit und erweist sich als gelehriger Schüler.
Mit der Zeit kommt aber immer mehr der Verdacht in ihm auf, sein Meister verberge dunkle Geheimnisse vor ihm. Strengstens ist es Caspar und der Haushälterin Klara verboten, einen stets verschlossenen Raum zu betreten, den Meister Wolkenstein sein Sanctum nennt. Außerdem besteht er darauf, dass Klara und Caspar Kastilisch lernen und er erteilt seinem Lehrling sogar Fechtunterricht.
Seine kirchenkritischen Äußerungen, insbesondere zum Ablasshandel und zum wenig gottgefälligen Verhalten der kirchlichen Würdenträger, bringen Meister Wolkenstein jedoch zunehmend in Schwierigkeiten. Der ehrgeizige Bruder Donatus meldet diese „Ketzerei“ der Inquisition, die dem Tun des Kupferstechers nachgehen will. Auch Caspar gerät in die Mühlen des strengen Ermittlungsverfahrens. Doch der Fürsprache von Pater Erasmus, des Priors des örtlichen Klosters, ist es zu verdanken, dass vorerst nichts Schlimmeres passiert.
Schließlich wird Meister Wolkenstein jedoch von seiner Vergangenheit eingeholt, seine Geheimnisse werden offenbar und er, Caspar und Klara geraten in größte Gefahr. Und zu allem Überfluss beschließt auch noch die Inquisition, endlich zuzuschlagen.
Meine Meinung
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„Das Geheimnis des Kartenmachers“ ist ein durchaus spannender historischer Roman, der sich von seiner Geschichte und insbesondere von seinem Erzählstil her vor allem an jugendliche Leser richtet.
Man kann hautnah miterleben, wie der junge Caspar von einem eher verschüchterten und schwer gedemütigten Jungen zu einem selbst- und verantwortungsbewussten jungen Mann wird. Zu Beginn ist sein Leben eher langweilig, doch dann wird es abwechslungsreich, spannend und abenteuerlich, so wie Caspar es sich schon immer gewünscht hat und wie es sich wahrscheinlich so ziemlich jeder Junge (und sicherlich auch manches Mädchen) erträumt. Insofern kann man sich sehr gut in den Hauptcharakter des Buches hineinversetzen, mit ihm leiden, aber auch mit ihm Abenteuer erleben.
Dem Autor gelingt es geschickt, Caspar und damit auch seine Leser recht lange im Dunkeln tappen zu lassen, was die Geheimnisse des Kartenzeichners Meister Wolkenstein angeht. Und selbst als Caspar und Klara das meiste erfahren, behält ihr Meister doch immer noch einige Dinge für sich.
Das Buch lebt insbesondere von der Spannung, die sich daraus ergibt, dass dem Kartenzeichner Bartholomäus Wolkenstein und damit auch Caspar und Klara von zwei Seiten Gefahr droht, nämlich zum einen von übereifrigen Kirchenmännern und der Inquisition und zum anderen von Mächten aus Meister Wolkensteins Vergangenheit. Dadurch wird die Geschichte auch nie eintönig. Sie bleibt jedoch immer verständlich und wird nie so kompliziert, dass man – denke ich zumindest – auch als jüngerer Leser kaum Probleme haben sollte, der Geschichte zu folgen. Dafür sorgt auch der relativ einfache Erzählstil und die Beschränkung der handelnden Personen auf eine recht übersichtliche Anzahl.
Außerdem ist das Buch natürlich auch noch pädagogisch wertvoll, denn man lernt, wie wichtig Freundschaften sind und erfährt, welch ein Segen es ist, fremde Sprachen zu erlernen und Bücher lesen zu können, um einen Blick über den Tellerrand zu werfen.
Alles in allem ist „Das Geheimnis des Kartenmachers“ ein spannendes, unterhaltsames Jugendbuch mit historischen Flair, das sich durchaus zu lesen lohnt. Aus diesem Grund erhält es von mir als Bewertung auch gute vier Sterne.
Daten
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Das Geheimnis des Kartenmachers / Schröder, Rainer M.
Arena Verlag, 2006 (2. Auflage)
ISBN: 3-401-02242-3
Preis: 7,95 Euro
44 Bewertungen, 12 Kommentare
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12.07.2009, 00:29 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich. LG Just86
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27.06.2009, 13:58 Uhr von Kleinnightwish
Bewertung: sehr hilfreichganz viele liebe grüße von der angi ;)
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27.06.2009, 13:21 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
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27.06.2009, 12:54 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße und ein schönes Wochenende!
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27.06.2009, 12:10 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH für deinen guten Bericht,wünsche dir ein schönes Wochenende.LG Bernd
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27.06.2009, 09:51 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich , freue mich über Gegenlesung liebe Grüße Sigi
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27.06.2009, 09:05 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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27.06.2009, 03:32 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichsende dir liebe Wochenendgrüße
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27.06.2009, 02:20 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir ein schönes wochenende lg. petra
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27.06.2009, 01:20 Uhr von rob1980
Bewertung: sehr hilfreichtoller bericht, freue mich auf gegenlesungen...lg rob1980
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27.06.2009, 01:04 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich. LG Marina
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27.06.2009, 00:14 Uhr von taeler
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! LG
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