Schwebebahn Testbericht

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Erfahrungsbericht von Sonne-in-der-Nacht

>>>...schwebend durch das Tal...<<<

Pro:

einzigartig, zuverlässig, preiswert, schnell

Kontra:

---

Empfehlung:

Ja

Liebe Leser,

es wird Zeit für meinen ersten Bericht in diesem Jahr.
Ich stamme ja aus dem Bergischen Land...und in den Osten hat es mich erst vor 2 Jahren verschlagen.
Die Haupstadt des Bergischen Landes ist Wuppertal. Deshalb werde ich mich heute der bekanntsten Attraktion der Stadt widmen. Wie heisst Wuppertals bekanntes Wahrzeichen? Jawohl, es ist die Schwebebahn! Über dieses markante Gefährt möchte ich euch heute etwas erzählen. Also steigt ein und schwebt mit mir.....


Geschichte
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Im Jahre 1898 wurde mit dem Bau der Schwebebahn begonnen. Im Oktober 1900 machte Kaiser Wilhelm II. persönlich eine Probefahrt mit der Schwebebahn, von Döppersberg bis Vohwinkel. Den „Kaiserwagen“ gibt es übrigens heute noch zu besonderen Anlässen zu sehen! Der 01.03.1901 gilt als Tag der offiziellen Betriebseröffnung (Freigabe der Teilstrecke Zoo-Kluse). Seit 1903 ist die ganze Strecke bis Oberbarmen (Ritterhausen) befahrbar.

Im 2. Weltkrieg wurde die Bahn durch Bombenschäden schwer getroffen, der Rundbetrieb konnte aber 1946 bereits wieder aufgenommen werden..

Im Juli 1950 reiste zu Werbezwecken der Zirkuselefant Tuffi mit der Schwebebahn, bekam Platzangst und hüpfte aus dem Wagen in die Wupper. Dabei verletzte sich der Dickhäuter am Po. Im Laufe der Zeit kamen neue Bahnhöfe dazu, z.B. die Stationen „Alter Markt“ (1967), Ohligsmühle (1982) und Kluse (1999). Mitte der siebziger Jahre wurde der komplette Wagenpark erneuert.

Seit 1998 finden umfangreiche Renovierungsarbeiten und Erneuerungsmassnahmen statt. Deshalb schwebt die Bahn an manchen Tagen nicht.

Der schwerste Unfall der Schwebebahn ereignete sich 1999, als ein Wagen aufgrund eines Metallstückes, welches während der Renovierungsarbeiten auf einer Schiene vergessen wurde, entgleiste und in die Wupper stürzte. 5 Menschen starben, 47 wurden verletzt.
Im Jahr 2001 wurde feierlich der 100. Jahrestag der Wuppertaler Schwebebahn begangen.


Die Strecke und die Stationen
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Die Fahrtstrecke der Wuppertaler Schwebebahn ist genau 13,3 km lang. Sie führt meist am Flusslauf der Wupper entlang und verbindet die Stadtteile Vohwinkel, Elberfeld und Barmen miteinander.
Vom Anfangsbahnhof Vohwinkel bis zum Endbahnhof Oberbarmen sind es insgesamt 20 Haltestationen. Für diesen Weg benötigt man nur 36 Minuten. Dabei beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit 27 km/h, die Höchstgeschwindigkeit der Züge 60 km/h.

Ich kann mir keine schönere Stadrundfahrt vorstellen als mit der Schwebebahn. Von hier oben erhält man die besten „Einblicke“ in das Leben in der Stadt.
Es geht über Wohngebiete, Geschäftsstrassen und Betriebe. Ein beruhigendes Gefühl, von hier auf die oft verstopfte Strasse unter einem blicken zu können.

Früher quietschte es doch recht heftig bei Kurvenfahrten, mittlerweile wurde es leiser, dank neuer Wagen, Pfeiler und Schienen.

Nun also einsteigen... wir fahren die Strecke einmal ab.
Los geht es in Vohwinkel, die weiteren Stationen sind Bruch, Hammerstein, Sonnborner Str., Zoo/Stadion, Varresbecker Str., Westende, Pestalozzistr., Robert-Daum-Platz, Ohligsmühle, Wuppertal Hbf./Döppersberg, Kluse, Landgericht, Völklinger Str., Loher Brücke, Adler Brücke, Alter Markt, Werther Brücke, Wupperfeld und in Oberbarmen heisst es aussteigen.
Die ersten 3,3 km führen „über Land“, deshalb nennt man die Stationen Vohwinkel bis Sonnborner Strasse auch „Landstrecken-Stationen“. Die weitaus grössere Strecke führt über die Wupper. Die vier Stationen Varresbecker Strasse bis Robert-Daum-Platz sind baugleich gestaltet worden, eher funktional nüchtern.
Die Bahnhöfe sind teilweise sehr unterschiedlich in ihrer Gestaltung und Bauweise. So sind einige villenartig im Jugendstil erbaut worden (Werther Brücke), andere nur funktional und kalt (z.B. Robert-Daum-Platz), neuere Stationen im futuristischen Design (z.B. Kluse). Besonders die Station Kluse imponiert mir durch die futuristische und hypermoderne Bauweise.


Über die Stadt Wuppertal
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Die Stadt Wuppertal ist Industriestadt und Dienstleistungszentrum im Bergischen Land. Es ist eine Großstadt im Grünen mit 370.000 Einwohnern. Wuppertal entstand aus den Einzelstädten Barmen und Elberfeld. Die Stadt hat eine eigene Uni, das Tanztheater Pina Bausch, bedeutende Museen (van der Heydt) und wissenschaftliche Einrichtungen.
Inmitten von Nordrhein-Westfalen ist Wuppertal verkehrsgünstig gelegen, mit vielen Autobahnen und den Grosstädten Essen, Köln und Düsseldorf (Flughäfen)in unmittelbarer Nähe.


Verkehrszeiten und Preise
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Ein wichtiges Argument für die Nutzung der Schwebebahn ist deren dichte Verkehrsfolge. So fährt die Bahn wochentags im 3 bzw. 4 Minuten-Takt, samstags alle 5 - 8 Minuten, Sonn-/Feiertags alle 7 - 9 Minuten.
Und das Bahnfahren ist nicht mal so teuer. So beträgt der Fahrpreis für eine einfache Fahrt von Vohwinkel nach Oberbarmen bzw. umgekehrt für Erwachsene 1,80 €, für Kinder 1,15 €.
Für Vielfahrer kann ich ein Tagesticket empfehlen. Damit können bis zu fünf Personen einen Tag lang alle Wuppertaler Busse und Bahnen für 6,55 € benutzen.


Schwebt die Bahn wirklich?
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Nicht ganz...die Bahn „rollt“ mehr hängend mit 27 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über die Stadt. Die Rollen sind oberhalb des Zuges angebracht und daran gleiten die Gondeln an Schienen entlang, die an einem Stahlgerüst aufmontiert sind.
So ein Schwebezug besteht aus 2 Gondeln, die durch ein Knickgelenk für die Kurvenfahrt miteinander verbunden sind.
Die Stahlkonstruktion steht auf 464 Stützpfeilern, die über der Wupper 15m hoch sind, 8m über der Strasse.
Die 13,3km lange ein- und zweigleisige Schienenstrecke ist inkl. Betriebswerk 28km lang. So alle 700 Meter fährt der Zug in die nächste Station ein.
Es sieht schon majestätisch aus, wie die Schwebebahn über das Wupper-Tal entlang(roll-)schwebt.
Noch fahren die Gondeln der Schwebebahn nicht von alleine durch Wuppertal, noch sitzt ein Fahrer im Wagen und steuert, bremst und öffnet bzw. schließt die Türen.
Geplant ist jedoch ein vollkommen automatischer Fahr-Betrieb.

Insgesamt fahren 27 Schwebebahn-Gelenkzüge auf der Strecke, die etwa 3400 Fahrgästen Platz bieten.
Tag für Tag fahren ca. 70 000 Menschen Schwebebahn und gelangen sicher schneller ans Ziel als mit dem Auto.


Fazit
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Die Wuppertaler Schwebebahn ist das imposanteste Verkehrsmittel und die Touristenattraktion schlechthin an der Wupper. Gleichzeitig ist die Bahn wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs in und um Wuppertal. Die Schwebebahn entlastet die Innenstadt maßgeblich vom Autoverkehr. Schnell und bequem gelangt man zu den wichtigsten Punkten in der Stadt.

Seid ihr einmal in der Gegend, gönnt euch eine Fahrt mit der Schwebebahn...sie ist bei Einheimischen und Touris gleichermassen beliebt.


Eine angenehme Zeit wünscht Euch die Sonne, die auch nachts scheint....

108 Bewertungen, 2 Kommentare

  • TheBestGirl

    07.02.2007, 14:07 Uhr von TheBestGirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg sarah

  • Connector

    16.01.2006, 15:09 Uhr von Connector
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!