Schweinske Restaurant Hamburg Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von diva68
Die Diva meckert: "Schweinkram!"
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Vor einigen Monaten habe ich schon einmal meinen Frust über die Kette, die den Namen „Restaurant“ nicht verdient hat, abgelassen: Das Schweinske. Heute nun, ein paar (enttäuschende) Schweinske-Besuche später, möchte ich etwas differenzierter an das Thema herangehen. (Anmerkung: Meine Erfahrungen beziehen sich hauptsächlich auf das Schweinske in der Hummelsbüttler Straße!)
*** Das „schweinische“ Konzept ***
Auf der Schweinske-Homepage habe ich mir ein paar Hintergrundinfos besorgt und mich über das Konzept schlaugemacht. Dort erfahre ich, dass es Schweinske seit 1983 in Hamburg gibt (also noch etwas für die Nostalgiewochen...) und man vier Alleinstellungsmerkmale bündeln will:
1. Die Speisen stammen ausnahmslos vom Schwein
2. Absolute Tiefstpreise bei Top-Qualität
3. Sehr lange Öffnungszeiten mit warmer Küche
4. Äußerst schneller und freundlicher Service
Zu 1. Wie man einem Blick in die Speisekarte entnehmen kann, gibt es durchaus auch Gerichte mit Geflügel wie Pute oder Huhn.
Zu 2. Die Preise sind wirklich sehr moderat, jedoch die Speisen sind geschmacklich ebenso unter Niveau.
Zu 3. In Ordnung. Da gibt es nichts zu meckern...
Zu 4. ...dafür aber hier! Ich habe selten solch ein unfreundlich-gelangweiltes Servicepersonal erlebt wie im Schweinske Hummelsbüttler Landstrasse.
Also, was nützen gute Vorsätze, wenn sie nicht gelebt werden?
Ich gebe zu, das gilt auch für mich.
Denn ich hatte mir geschworen, nie wieder einen Fuß ins Schweinske zu setzen, weil ich jedes Mal enttäuscht wurde. Da meine Gefährtin jedoch von Zeit zu Zeit gern dort frühstückt (wegen der dicken Brötchen) und der Kühlschrank auch keine wirklich attraktive Alternative bieten konnte, ließ ich mich vor einigen Tagen wieder einmal zu einem Schweinske-Besuch hinreißen.
Wir betraten den zu dieser Tageszeit (10:30 Uhr) recht leeren, aber nicht minder verräucherten, Laden und setzten uns an exponierte Stelle. Also an einen Tisch, der auch in Sichtweite der Bedienung ist...man ist ja Kummer gewohnt.
*** Ein Blick auf die Speisekarte ***
- Frühstück -
gibt es in Variationen von € 1,50 bis € 4,70. Darin sind, je nach Geschmack, Brötchen, Vollkornbrot, Butter, Honig, Marmelade, Nutella, Wurst, Zwiebelmett, geräucherter Schinken oder geräucherte Putenbrust, Schnittkäse, Camembert, gekochtes Spiegel- oder Rührei enthalten.
Speziell für die Zwerge gibt es das Kinderfrühstück (bis 12 Jahre): 1/2 Brötchen mit Nutella, 1 kleine Schale Honigpops, 1 Glas Landmilch oder Trinkschokolade, 1 Überraschungsei für € 3,00.
- Kaffee & Co. -
Tasse/Becher Kaffee für € 0,60 – 1,50, Milchkaffee für € 1,75- 2,40 je nach Größe, Espresso für € 1,50, Cappuccino für € 1,80 und sogar Heiße Milch mit Honig für € 1,40
- Salate -
Vom einfachen Tomatenteller mit Zwiebelringen für € 3,00 über die ewige Bauern-/Chef-/Nizza-Salat-Kombi für € 5,40 bis hin zum Schweinske-Salat-Highlight, dem Menorca-Salat mit frisch gegrilltem Putenfleisch für € 6,10.
Einfache - Pasta-Gerichte - kosten um die 4-5 Euro.
Unter - „Gegrilltes“ - finden wir das „Sparschwein“ (Nürnberger Bratwürstchen mit Salatbeilage) für € 2,90 und das „Filetschwein“ (mit Zwiebeln und Champignons, Kräuterbutter, Pommes frites und Salatbeilage) für € 8,30. Dazwischen weitere Schweine-Gerichte mit weiteren seltsamen Namen, über die ich schon lange nicht mehr lachen kann.
Unter - „Geschmortes“ - tauchen der gute alte deutsche Schweinebraten mit Bratensoße, Pommes frites und Salatbeilage für € 5,30 auf, sowie das Rundstück warm, eine weitere fiese Variante deutscher Esskultur, nämlich Schweinebraten mit Bratensoße auf Brötchen für € 3,75.
- „Geflügeltes“ - lese ich auf der Karte. Von der „Solo-Pute“ für € 5,20 bis zur „Fritz-Pute“ (paniertes Putenschnitzel mit Pommes frites und Salatbeilage) für € 6,20 wiederholt sich der ganze Schweinkram als Geflügelvariation.
Unter - „Schweinis & Putis -“ findet sich laut Schweinske-Speisekarte „Unsere Antwort auf den Hamburger“. Preisgünstig auch diesmal: das „Schweini“ (Brötchen mit Kasseler, Krautsalat und Remouladensoße) gibt es schon für € 2,00 und selbstverständlich gibt es auch ein entsprechendes „Puti“ (Brötchen mit gegrilltem Putenfleisch, Tomate und Remouladensoße), das allerdings etwas teurer ist (€ 2,60).
Mein Blick schweift über die Rubrik - „Erdäpfel“ -. Nein, wie originell. Grillkartoffeln in diversen Varianten von € 2,30 bis 4,60. Leider schmeckte bisher keine so gut, dass ich sie mir erneut bestellen würde. Ganz schlimm war die Grillkartoffel mit Blattspinat und Champignons in Sahnesoße, mit Käse überbacken. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob es sich wirklich um eine Kartoffel handelte, die da vor mir auf dem Teller lag...geschmeckt hat sie danach jedenfalls nicht.
Das – Dessertangebot - ist passend zur übrigen Speisekarte: einfach. Apfelstrudel, warm mit Schlagsahne/Vanilleeis, Rote Grütze, Kaiserschmarrn, Vanilleeis mit heißen Kirschen, Germknödel. Preislich o.k.: € 1,50 – 3,00
*** Service ***
Worüber ich mich jedesmal erneut aufregen kann/muss, jedenfalls im Schweinske Hummelsbüttler Straße, ist die Bedienung. Ich habe bisher nur beim Aldi an der Kasse solche unmotivierten, gelangweilten Damen gesehen. Beim Aldi hab ich dafür ja noch Verständnis, aber im Gastro-Bereich sollte man etwas anderes erwarten dürfen. Ich bekomme jedesmal das Gefühl, die Bedienung nimmt es mir persönlich übel, wenn ich etwas bestelle. Meine \"spezielle Freundin\" brachte es sogar schon mal fertig, uns die Getränke erst nach dem Essen zu bringen. Ich glaub, das war reine Schikane.
*** Interieur ***
Laut Firmenprofil ist der Ladenbau des Schweinske so konzipiert, dass er im Gegensatz zu Fastfood-Ketten (!) nicht kalt und steril wirkt, andererseits aber auch keine Hemmschwellen aufbaut, die von dem Betreten eines Restaurants abhalten könnten. Aha. Die teilweise originellen Wandmalereien, auf denen Prominente zu Schweinen mutiert dargestellt sind (im wirklichen Leben ist es wohl eher umgekehrt), verströmen schon eine gewisse Leichtigkeit und Lockerheit. Schade, dass diese Botschaft nicht auch von den Servicekräften transportiert wird.
*** Publikum ***
Wer geht ins Schweinske? „Alle!“ kündet die Homepage. Veggies wohl eher nicht. Ich zukünftig auch nicht mehr, jedenfalls nicht in die Filiale in der Hummelsbüttler Straße. Naja, Schweinske wird`s verkraften können. Denn noch rennen wirklich viele Leute dorthin. Was in dem hier erwähnten Schweinske auffällt, ist die unangenehm hohe Zahl der BILD-Zeitungsleser. Also noch etwas, was einem den Appetit verderben kann.
*** Fazit ***
Im Grunde ist das Schweinske das Spiegelbild deutscher Esskultur: für ganz wenig Geld schnell und viel essen. Die Speisekarte ist nur auf den ersten Blick vielfältig, bietet aber keine wirklichen Spezialitäten. Das Kreativste daran sind, meiner Meinung nach, nur die Bezeichnungen (\"Kleine Morgenferkelei\", \"Spar-Schwein\", \"Italo-Schwein\" etc.). Die Frage ist, ob die relativ niedrigen Preise die mindere Qualität der Gerichte rechtfertigen.
Unser Frühstück kommt, und wir sind wieder einmal erstaunt darüber, wie lieb- und kommentarlos uns die Teller vor den Latz geknallt werden. Meine Gefährtin ermahnt mich höflich – dicke Brötchen hin oder her – sie beim nächsten Mal daran zu erinnern, dass wir hier nicht mehr hingehen wollen.
*** Das „schweinische“ Konzept ***
Auf der Schweinske-Homepage habe ich mir ein paar Hintergrundinfos besorgt und mich über das Konzept schlaugemacht. Dort erfahre ich, dass es Schweinske seit 1983 in Hamburg gibt (also noch etwas für die Nostalgiewochen...) und man vier Alleinstellungsmerkmale bündeln will:
1. Die Speisen stammen ausnahmslos vom Schwein
2. Absolute Tiefstpreise bei Top-Qualität
3. Sehr lange Öffnungszeiten mit warmer Küche
4. Äußerst schneller und freundlicher Service
Zu 1. Wie man einem Blick in die Speisekarte entnehmen kann, gibt es durchaus auch Gerichte mit Geflügel wie Pute oder Huhn.
Zu 2. Die Preise sind wirklich sehr moderat, jedoch die Speisen sind geschmacklich ebenso unter Niveau.
Zu 3. In Ordnung. Da gibt es nichts zu meckern...
Zu 4. ...dafür aber hier! Ich habe selten solch ein unfreundlich-gelangweiltes Servicepersonal erlebt wie im Schweinske Hummelsbüttler Landstrasse.
Also, was nützen gute Vorsätze, wenn sie nicht gelebt werden?
Ich gebe zu, das gilt auch für mich.
Denn ich hatte mir geschworen, nie wieder einen Fuß ins Schweinske zu setzen, weil ich jedes Mal enttäuscht wurde. Da meine Gefährtin jedoch von Zeit zu Zeit gern dort frühstückt (wegen der dicken Brötchen) und der Kühlschrank auch keine wirklich attraktive Alternative bieten konnte, ließ ich mich vor einigen Tagen wieder einmal zu einem Schweinske-Besuch hinreißen.
Wir betraten den zu dieser Tageszeit (10:30 Uhr) recht leeren, aber nicht minder verräucherten, Laden und setzten uns an exponierte Stelle. Also an einen Tisch, der auch in Sichtweite der Bedienung ist...man ist ja Kummer gewohnt.
*** Ein Blick auf die Speisekarte ***
- Frühstück -
gibt es in Variationen von € 1,50 bis € 4,70. Darin sind, je nach Geschmack, Brötchen, Vollkornbrot, Butter, Honig, Marmelade, Nutella, Wurst, Zwiebelmett, geräucherter Schinken oder geräucherte Putenbrust, Schnittkäse, Camembert, gekochtes Spiegel- oder Rührei enthalten.
Speziell für die Zwerge gibt es das Kinderfrühstück (bis 12 Jahre): 1/2 Brötchen mit Nutella, 1 kleine Schale Honigpops, 1 Glas Landmilch oder Trinkschokolade, 1 Überraschungsei für € 3,00.
- Kaffee & Co. -
Tasse/Becher Kaffee für € 0,60 – 1,50, Milchkaffee für € 1,75- 2,40 je nach Größe, Espresso für € 1,50, Cappuccino für € 1,80 und sogar Heiße Milch mit Honig für € 1,40
- Salate -
Vom einfachen Tomatenteller mit Zwiebelringen für € 3,00 über die ewige Bauern-/Chef-/Nizza-Salat-Kombi für € 5,40 bis hin zum Schweinske-Salat-Highlight, dem Menorca-Salat mit frisch gegrilltem Putenfleisch für € 6,10.
Einfache - Pasta-Gerichte - kosten um die 4-5 Euro.
Unter - „Gegrilltes“ - finden wir das „Sparschwein“ (Nürnberger Bratwürstchen mit Salatbeilage) für € 2,90 und das „Filetschwein“ (mit Zwiebeln und Champignons, Kräuterbutter, Pommes frites und Salatbeilage) für € 8,30. Dazwischen weitere Schweine-Gerichte mit weiteren seltsamen Namen, über die ich schon lange nicht mehr lachen kann.
Unter - „Geschmortes“ - tauchen der gute alte deutsche Schweinebraten mit Bratensoße, Pommes frites und Salatbeilage für € 5,30 auf, sowie das Rundstück warm, eine weitere fiese Variante deutscher Esskultur, nämlich Schweinebraten mit Bratensoße auf Brötchen für € 3,75.
- „Geflügeltes“ - lese ich auf der Karte. Von der „Solo-Pute“ für € 5,20 bis zur „Fritz-Pute“ (paniertes Putenschnitzel mit Pommes frites und Salatbeilage) für € 6,20 wiederholt sich der ganze Schweinkram als Geflügelvariation.
Unter - „Schweinis & Putis -“ findet sich laut Schweinske-Speisekarte „Unsere Antwort auf den Hamburger“. Preisgünstig auch diesmal: das „Schweini“ (Brötchen mit Kasseler, Krautsalat und Remouladensoße) gibt es schon für € 2,00 und selbstverständlich gibt es auch ein entsprechendes „Puti“ (Brötchen mit gegrilltem Putenfleisch, Tomate und Remouladensoße), das allerdings etwas teurer ist (€ 2,60).
Mein Blick schweift über die Rubrik - „Erdäpfel“ -. Nein, wie originell. Grillkartoffeln in diversen Varianten von € 2,30 bis 4,60. Leider schmeckte bisher keine so gut, dass ich sie mir erneut bestellen würde. Ganz schlimm war die Grillkartoffel mit Blattspinat und Champignons in Sahnesoße, mit Käse überbacken. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob es sich wirklich um eine Kartoffel handelte, die da vor mir auf dem Teller lag...geschmeckt hat sie danach jedenfalls nicht.
Das – Dessertangebot - ist passend zur übrigen Speisekarte: einfach. Apfelstrudel, warm mit Schlagsahne/Vanilleeis, Rote Grütze, Kaiserschmarrn, Vanilleeis mit heißen Kirschen, Germknödel. Preislich o.k.: € 1,50 – 3,00
*** Service ***
Worüber ich mich jedesmal erneut aufregen kann/muss, jedenfalls im Schweinske Hummelsbüttler Straße, ist die Bedienung. Ich habe bisher nur beim Aldi an der Kasse solche unmotivierten, gelangweilten Damen gesehen. Beim Aldi hab ich dafür ja noch Verständnis, aber im Gastro-Bereich sollte man etwas anderes erwarten dürfen. Ich bekomme jedesmal das Gefühl, die Bedienung nimmt es mir persönlich übel, wenn ich etwas bestelle. Meine \"spezielle Freundin\" brachte es sogar schon mal fertig, uns die Getränke erst nach dem Essen zu bringen. Ich glaub, das war reine Schikane.
*** Interieur ***
Laut Firmenprofil ist der Ladenbau des Schweinske so konzipiert, dass er im Gegensatz zu Fastfood-Ketten (!) nicht kalt und steril wirkt, andererseits aber auch keine Hemmschwellen aufbaut, die von dem Betreten eines Restaurants abhalten könnten. Aha. Die teilweise originellen Wandmalereien, auf denen Prominente zu Schweinen mutiert dargestellt sind (im wirklichen Leben ist es wohl eher umgekehrt), verströmen schon eine gewisse Leichtigkeit und Lockerheit. Schade, dass diese Botschaft nicht auch von den Servicekräften transportiert wird.
*** Publikum ***
Wer geht ins Schweinske? „Alle!“ kündet die Homepage. Veggies wohl eher nicht. Ich zukünftig auch nicht mehr, jedenfalls nicht in die Filiale in der Hummelsbüttler Straße. Naja, Schweinske wird`s verkraften können. Denn noch rennen wirklich viele Leute dorthin. Was in dem hier erwähnten Schweinske auffällt, ist die unangenehm hohe Zahl der BILD-Zeitungsleser. Also noch etwas, was einem den Appetit verderben kann.
*** Fazit ***
Im Grunde ist das Schweinske das Spiegelbild deutscher Esskultur: für ganz wenig Geld schnell und viel essen. Die Speisekarte ist nur auf den ersten Blick vielfältig, bietet aber keine wirklichen Spezialitäten. Das Kreativste daran sind, meiner Meinung nach, nur die Bezeichnungen (\"Kleine Morgenferkelei\", \"Spar-Schwein\", \"Italo-Schwein\" etc.). Die Frage ist, ob die relativ niedrigen Preise die mindere Qualität der Gerichte rechtfertigen.
Unser Frühstück kommt, und wir sind wieder einmal erstaunt darüber, wie lieb- und kommentarlos uns die Teller vor den Latz geknallt werden. Meine Gefährtin ermahnt mich höflich – dicke Brötchen hin oder her – sie beim nächsten Mal daran zu erinnern, dass wir hier nicht mehr hingehen wollen.
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