Ravensburger Scotland Yard Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von EtogTheOne
Mr. X, Where Are You
Pro:
Spielidee, fördert Komunikation, Denken von Nöten, lässt Adrenalin aufkommen
Kontra:
Mr. X hat es recht schwer
Empfehlung:
Ja
Nachdem der Sommer 2004 nicht so das ist, was man sich vielleicht von einem Sommer so vorstellt und man sich eigentlich viel lieber in weite Ferne sehnt, einem aber mal wieder das Geld oder einfach die Zeit (der Urlaub) fehlt, muss es doch etwas geben, dass man auch an diesen eher regnerischen Tagen machen kann.
Gibt es auch, man spielt einfach wie wir Gesellschaftsspiele und schlägt sich damit die Nächte um die Ohren. Sie machen meistens Spaß, lassen sich drinnen Spielen und fördern die Gesellschaft, wie ihr Name ja bereits vermuten lässt. Genau aus diesem Grund dachte ich mir, dass es mal Zeit ist eine kleine Testberichtreihe zu genau diesem Thema zu starten und euch zu zeigen, was wir in den letzten Tagen und Wochen immer so gespielt haben.
Den Anfang möchte ich mit einem Spiel machen, welches nun bereits über 20 Jahre auf dem Buckel hat, mit einem Spiel, welches bereits im Jahr 1983 erschien und dort den Kritikerpreis „Spiel des Jahres“ erhielt. Den Anfang macht die Jagt auf Mr. X in „Scotland Yard“ aus dem Ravensburger Verlag.
..:::.. Spielidee ..:::..
Ganz London ist in Angst, bereits seit einiger Zeit treibt eine unbekannte Person ihr Unwesen und klaut kleinen Kindern den Schnuller, älteren Damen den Regenschirm und den Jugendlichen die Skateboards. Nebenbei raubt diese Person auch mal ein paar Banken oder Juweliere aus und wirklich keiner ist vor ihr sicher. Da jedoch keiner einen Schimmer hat, wer diese Person ist wird sie von allen Einwohnern Londons nur „Mr. X“ genannt.
Klar, dass bei soviel diebischem Einfallsreichtum Scotland Yard nicht fern ist, diese haben nämlich bereits die Verfolgung per Taxi, Bus und U-Bahn aufgenommen, man will ja schließlich so undercover wie nur möglich sein, und versuchen Mr. X zu finden. Dieser ist allerdings nicht nur im verbergen seiner Identität ein wahres Genie, sondern schafft es auch immer wieder in den dunklen Gassen des nächtlichen Londons unterzutauchen, keine leichte Aufgabe für die Detektive des Scotland Yards.
Zum Glück gibt es ja noch die aufmerksame Bevölkerung, die Scotland Yard immer wieder mit hilfreichen Tipps versorgen, so dass sie zumindest öfters mal wissen, wo sich Mr. X gerade aufhält, sowie mit welchen Verkehrsmitteln er unterwegs ist. Wird es Scotland Yard gelingen ihn anhand dieser Hinweise zu schnappen oder kann Mr. X ein weiteres mal entkommen?
..:::.. Spielvorbereitung ..:::..
Ihr schlüpft nun entweder in die Rolle von Mr. X oder von einem Detektiv des Scotland Yards. Schnappt euch eine Spielfigur eurer Wahl (Mr. X erhält immer die durchsichtige) und zieht einen Startpunkt aus den dafür vorgesehenen Karten. Jeder von euch erhält nun die für ihn vorgesehene Anzahl an Taxi-, Bus und U-Bahntickets (Detektive: 10x Taxi, 8x Bus, 4x U-Bahn ; Mr. X: 4x Taxi, 3x Bus, 3x U-Bahn) und stellt, mit Ausnahme von Mr. X, seine Figur auf sein Startfeld.
Mr. X erhält nun noch zusätzlich 2 Tickets mit denen er 2mal hintereinander fahren kann, sowie so viele Blacktickets (das sind Tickets mit denen er überall mit fahren kann, ohne dass die Detektive wissen womit) wie Detektive da sind. Zusätzlich erhält er noch die Mr. X Tarnkappe, sowie eine Tafel zum Aufschreiben seiner Züge. Nun kann es auch schon losgehen.
..:::.. Spielverlauf ..:::..
Ziel des Spiels ist es, wie ihr euch wohl schon denken könnt, Mr. X zu fangen, bzw. als Mr. X in einer gewissen Anzahl an Zügen nicht erwischt zu werden. Es gewinnen entweder alle Detektive oder nur Mr. X, wodurch sich die Detektive durch taktisches Zusammenspiel einen Vorteil verschaffen können.
Eine Runde wird immer von Mr. X begonnen, dieser sagt seinen Mitspielern, was für ein Ticket er nimmt, trägt den Punkt auf den er fährt in seine Tafel ein und legt anschließend sein Ticket über das Feld, in dass er seine Position eingetragen hat. Nun folgen die Detektive, die ebenfalls eins ihrer Tickets wählen, je nachdem womit sie fahren wollen, dies an Mr. X reichen und dann mit ihrer Spielfigur aufs neue Feld fahren. Hierbei muss allerdings aufgepasst werden, dass z.B. mit Bustickets nur von und auf Feldern mit Bushaltestellen abgefahren, bzw. angehalten werden kann und auch nur, wenn dort eine Buslinie existiert. Es darf immer nur von einer Haltestelle (Bus, Taxi oder U-Bahn) zur nächsten gefahren werden.
Damit die Detektive wenigstens Ansatzweise wissen, wo sich Mr. X befindet, muss dieser sich zwischen durch immer mal zeigen, dies geschieht immer nach gewissen Zügen in gewissen Runden, welche auf seiner Tafel jedoch markiert sind. Er nimmt sich dann seine Spielfigur und stellt diese auf das Feld, wo er gerade ist.
Neben den normalen Tickets hat Mr. X, wie ihr ja bereits gelesen habt, auch noch zwei 2mal Tickets, sowie eine gewisse Anzahl an Blacktickets. Mit den 2mal Tickets kann Mr. X in einer Runde gleich 2 Züge machen, wodurch er also in brenzlichen Situationen schneller vor den Detektiven fliehen kann. Die Blacktickets dienen dazu, dass die Detektive nicht wissen, welches Verkehrsmittel Mr. X benutzt hat. Dieser kann auch mit deren Hilfe als einziger mit der Fähre über den Fluss fahren.
Das Spiel endet, sobald Mr. X geschnappt wurde oder nach einer gewissen Anzahl von Zügen seitens Mr. X. Im ersten Falle gewinnen alle Detektive, im 2. Falle nur Mr. X. Somit jagen also alle zusammen Mr. X und beratschlagen sich gegenseitig.
..:::.. Meinung zum Spiel ..:::..
Scotland Yard hat auch nach nun mehr als 20 Jahren nichts von seinem Reiz verloren. Das Spiel macht immer noch unheimlich Spaß und sorgt für viele Stunden ohne Langeweile.
Das Spielfeld ist sehr schön gestaltet und zeigt einen Stadtplan von London, die Spielfiguren sind aus Plastik und nichts besonders. Auch die Tickets sind nichts besonders, bestehen sie doch nur aus Pappe und einer Aufschrift, womit man fahren darf, welche aber recht ansprechend ist.
Eine Partie Scotland Yard benötigt ca. 30-60 Minuten, je nachdem, wie schnell Mr. X geschnappt wird (oder auch nicht geschnappt wird). Ich finde, dass dies für solch ein Spiel eine angemessene Spieldauer ist. Es kann zwar nicht eben mal als Pausenfüller gespielt werden, doch sollte man für eine Partie auch öfters mal Zeit haben. Da es nicht schnell langweilig wird können auch gut mehre Partien nacheinander gespielt werden.
Das Spielen von Scotland Yard fordert taktisches Denken, sowie eine gewisse Absprache unter den Detektiven, damit diese ihr Ziel, Mr. X zu fangen, erreichen. Auch von Mr. X ist viel taktisches Denken erfordert, jedoch ist dieser komplett auf sich alleine gestellt.
Somit fühlt sich dieser das ganze Spiel über verfolgt, er ist es ja auch und ein wenig Adrenalin kommt in dem Spieler des Mr. X auf. Jetzt bloß keinen Fehler machen. Was haben die Anderen als nächstes vor? Wo fahre ich hin, ohne erwischt zu werden? Wirklich sehr nervenzerreisend, am liebsten würde man anfangen auf seinen Fingernägeln zu kauen.
Auch die Detektive haben während des Spiels eindeutig ihren Spaß. Sie müssen versuchen Mr. X geschickt einzukreisen, so dass dieser nicht entkommen kann. Dafür müssen sie viel miteinander absprechen und müssen vor allem logisch und taktisch Denken und darauf achten, dass ihre Tickets nicht ausgehen, denn dann können sie nicht mehr weiter ziehen.
Was man jedoch als negativen Punkt aufzählen könnte ist, dass es Mr. X doch recht schwierig hat, vor allem bei 4-5 Detektiven, die ihn jagen. Bei unseren Spieleabenden von diesem Sommer ist es Mr. X in bestimmt nun 15 Partien noch nie gelungen zu gewinnen, immer schaffen es die Detektive, aber wer weiß, vielleicht schafft es ja doch mal einer.
..:::.. Tipps und Tricks ..:::..
Da die Detektive zu Beginn des Spiels ja noch keinen blassen Schimmer haben, wo sich Mr. X aufhält sollten sie sich erstmal quer übers Spielfeld verteilen, dabei sollten sie allerdings versuchen mit ihrem 2. Zug auf eine U-Bahnstations-Feld zu ziehen, da man von diesen am schnellsten von A nach B kommt und somit zügig bei Mr. X ist, der sich im 3. Zug das erstemal zeigen muss.
Ebenfalls sollten die Detektive sich gegenseitig absprechen, sie spielen mit einander, nicht gegeneinander. Somit sollten sie schauen, wie sie am besten Mr. X einkreisen können, so dass dessen Spielraum möglichst gering wird. Auch sind Spekulationen über die gemachten Züge vom Mr. X nicht verkehrt, jedoch sollten diese immer erst nach dem Zug von Mr. X geschehen, da dieser ja ebenfalls mithören kann und somit vielleicht auf Ideen gebracht wird, die er sonst nicht gehabt hätte oder von gewissen Ideen abgehalten wird.
Auch Mr. X sollte aufpassen, dass es für ihn nicht zu brenzlich wird. Er sollte nicht den Fehler machen und sich von den Detektiven in einen Randbereich der Karte drängen zu lassen, da man dort meistens nur schwer wieder wegkommt und das einzige mögliche Verkehrsmittel oft das Taxi ist. Ebenfalls sollte Mr. X immer bedenken, dass er die 2mal Tickets, sowie die Blacktickets besitzt und davon auch regen Gebrauch machen, am besten nachdem er sich zeigen musste oder wenn es wirklich brenzlich wird.
Ansonsten kann ich immer nur sagen, überlegt euch eure Schritte gut, denkt drüber nach, denn nur wer gut überlegen kann, der kann bei Mr. X auch gewinnen.
..:::.. Fazit ..:::..
Scotland Yard macht auch im Jahr 2004 genauso viel Spaß, wie es im Jahr 1996 und bestimmt auch im Jahr 1983 gemacht hat. Vom Thema her ist es recht zeitlos, da es wohl immer Verbrechen und Verbrecher geben wird. Es wird so schnell auch nicht langweilig.
Lediglich die Tatsache, dass es Mr. X wirklich schwer hat, trübt den Spielspaß ein bisschen, kann aber auch gleichzeitig ein großer Ansporn sein. Für mich ist dies auf jeden Fall kein Grund einen Stern abzuziehen und so erhält dieses Spiel, wenn auch knapp, die volle Punktzahl.
Somit kann ich euch das Spiel nur empfehlen, wenn ihr gerne ein bisschen überlegt und euch mal das Adrenalin ins Blut steigen soll, dann versucht es mal mit diesem Spiel. Ich wünsche jetzt schon mal viel Spaß auf dem nächsten Spieleabend.
..:::.. Infos ..:::..
Spielname: Scotland Yard
Verlag: Ravensburger
Escheinungsjahr: 1983
Spieleranzahl: 3-6
empf. Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-60 Minuten
Preis: ca. 30€
P.S. Ich schreibe meine Berichte sowohl für ciao (Etog) als auch für yopi (EtogTheOne)
Gibt es auch, man spielt einfach wie wir Gesellschaftsspiele und schlägt sich damit die Nächte um die Ohren. Sie machen meistens Spaß, lassen sich drinnen Spielen und fördern die Gesellschaft, wie ihr Name ja bereits vermuten lässt. Genau aus diesem Grund dachte ich mir, dass es mal Zeit ist eine kleine Testberichtreihe zu genau diesem Thema zu starten und euch zu zeigen, was wir in den letzten Tagen und Wochen immer so gespielt haben.
Den Anfang möchte ich mit einem Spiel machen, welches nun bereits über 20 Jahre auf dem Buckel hat, mit einem Spiel, welches bereits im Jahr 1983 erschien und dort den Kritikerpreis „Spiel des Jahres“ erhielt. Den Anfang macht die Jagt auf Mr. X in „Scotland Yard“ aus dem Ravensburger Verlag.
..:::.. Spielidee ..:::..
Ganz London ist in Angst, bereits seit einiger Zeit treibt eine unbekannte Person ihr Unwesen und klaut kleinen Kindern den Schnuller, älteren Damen den Regenschirm und den Jugendlichen die Skateboards. Nebenbei raubt diese Person auch mal ein paar Banken oder Juweliere aus und wirklich keiner ist vor ihr sicher. Da jedoch keiner einen Schimmer hat, wer diese Person ist wird sie von allen Einwohnern Londons nur „Mr. X“ genannt.
Klar, dass bei soviel diebischem Einfallsreichtum Scotland Yard nicht fern ist, diese haben nämlich bereits die Verfolgung per Taxi, Bus und U-Bahn aufgenommen, man will ja schließlich so undercover wie nur möglich sein, und versuchen Mr. X zu finden. Dieser ist allerdings nicht nur im verbergen seiner Identität ein wahres Genie, sondern schafft es auch immer wieder in den dunklen Gassen des nächtlichen Londons unterzutauchen, keine leichte Aufgabe für die Detektive des Scotland Yards.
Zum Glück gibt es ja noch die aufmerksame Bevölkerung, die Scotland Yard immer wieder mit hilfreichen Tipps versorgen, so dass sie zumindest öfters mal wissen, wo sich Mr. X gerade aufhält, sowie mit welchen Verkehrsmitteln er unterwegs ist. Wird es Scotland Yard gelingen ihn anhand dieser Hinweise zu schnappen oder kann Mr. X ein weiteres mal entkommen?
..:::.. Spielvorbereitung ..:::..
Ihr schlüpft nun entweder in die Rolle von Mr. X oder von einem Detektiv des Scotland Yards. Schnappt euch eine Spielfigur eurer Wahl (Mr. X erhält immer die durchsichtige) und zieht einen Startpunkt aus den dafür vorgesehenen Karten. Jeder von euch erhält nun die für ihn vorgesehene Anzahl an Taxi-, Bus und U-Bahntickets (Detektive: 10x Taxi, 8x Bus, 4x U-Bahn ; Mr. X: 4x Taxi, 3x Bus, 3x U-Bahn) und stellt, mit Ausnahme von Mr. X, seine Figur auf sein Startfeld.
Mr. X erhält nun noch zusätzlich 2 Tickets mit denen er 2mal hintereinander fahren kann, sowie so viele Blacktickets (das sind Tickets mit denen er überall mit fahren kann, ohne dass die Detektive wissen womit) wie Detektive da sind. Zusätzlich erhält er noch die Mr. X Tarnkappe, sowie eine Tafel zum Aufschreiben seiner Züge. Nun kann es auch schon losgehen.
..:::.. Spielverlauf ..:::..
Ziel des Spiels ist es, wie ihr euch wohl schon denken könnt, Mr. X zu fangen, bzw. als Mr. X in einer gewissen Anzahl an Zügen nicht erwischt zu werden. Es gewinnen entweder alle Detektive oder nur Mr. X, wodurch sich die Detektive durch taktisches Zusammenspiel einen Vorteil verschaffen können.
Eine Runde wird immer von Mr. X begonnen, dieser sagt seinen Mitspielern, was für ein Ticket er nimmt, trägt den Punkt auf den er fährt in seine Tafel ein und legt anschließend sein Ticket über das Feld, in dass er seine Position eingetragen hat. Nun folgen die Detektive, die ebenfalls eins ihrer Tickets wählen, je nachdem womit sie fahren wollen, dies an Mr. X reichen und dann mit ihrer Spielfigur aufs neue Feld fahren. Hierbei muss allerdings aufgepasst werden, dass z.B. mit Bustickets nur von und auf Feldern mit Bushaltestellen abgefahren, bzw. angehalten werden kann und auch nur, wenn dort eine Buslinie existiert. Es darf immer nur von einer Haltestelle (Bus, Taxi oder U-Bahn) zur nächsten gefahren werden.
Damit die Detektive wenigstens Ansatzweise wissen, wo sich Mr. X befindet, muss dieser sich zwischen durch immer mal zeigen, dies geschieht immer nach gewissen Zügen in gewissen Runden, welche auf seiner Tafel jedoch markiert sind. Er nimmt sich dann seine Spielfigur und stellt diese auf das Feld, wo er gerade ist.
Neben den normalen Tickets hat Mr. X, wie ihr ja bereits gelesen habt, auch noch zwei 2mal Tickets, sowie eine gewisse Anzahl an Blacktickets. Mit den 2mal Tickets kann Mr. X in einer Runde gleich 2 Züge machen, wodurch er also in brenzlichen Situationen schneller vor den Detektiven fliehen kann. Die Blacktickets dienen dazu, dass die Detektive nicht wissen, welches Verkehrsmittel Mr. X benutzt hat. Dieser kann auch mit deren Hilfe als einziger mit der Fähre über den Fluss fahren.
Das Spiel endet, sobald Mr. X geschnappt wurde oder nach einer gewissen Anzahl von Zügen seitens Mr. X. Im ersten Falle gewinnen alle Detektive, im 2. Falle nur Mr. X. Somit jagen also alle zusammen Mr. X und beratschlagen sich gegenseitig.
..:::.. Meinung zum Spiel ..:::..
Scotland Yard hat auch nach nun mehr als 20 Jahren nichts von seinem Reiz verloren. Das Spiel macht immer noch unheimlich Spaß und sorgt für viele Stunden ohne Langeweile.
Das Spielfeld ist sehr schön gestaltet und zeigt einen Stadtplan von London, die Spielfiguren sind aus Plastik und nichts besonders. Auch die Tickets sind nichts besonders, bestehen sie doch nur aus Pappe und einer Aufschrift, womit man fahren darf, welche aber recht ansprechend ist.
Eine Partie Scotland Yard benötigt ca. 30-60 Minuten, je nachdem, wie schnell Mr. X geschnappt wird (oder auch nicht geschnappt wird). Ich finde, dass dies für solch ein Spiel eine angemessene Spieldauer ist. Es kann zwar nicht eben mal als Pausenfüller gespielt werden, doch sollte man für eine Partie auch öfters mal Zeit haben. Da es nicht schnell langweilig wird können auch gut mehre Partien nacheinander gespielt werden.
Das Spielen von Scotland Yard fordert taktisches Denken, sowie eine gewisse Absprache unter den Detektiven, damit diese ihr Ziel, Mr. X zu fangen, erreichen. Auch von Mr. X ist viel taktisches Denken erfordert, jedoch ist dieser komplett auf sich alleine gestellt.
Somit fühlt sich dieser das ganze Spiel über verfolgt, er ist es ja auch und ein wenig Adrenalin kommt in dem Spieler des Mr. X auf. Jetzt bloß keinen Fehler machen. Was haben die Anderen als nächstes vor? Wo fahre ich hin, ohne erwischt zu werden? Wirklich sehr nervenzerreisend, am liebsten würde man anfangen auf seinen Fingernägeln zu kauen.
Auch die Detektive haben während des Spiels eindeutig ihren Spaß. Sie müssen versuchen Mr. X geschickt einzukreisen, so dass dieser nicht entkommen kann. Dafür müssen sie viel miteinander absprechen und müssen vor allem logisch und taktisch Denken und darauf achten, dass ihre Tickets nicht ausgehen, denn dann können sie nicht mehr weiter ziehen.
Was man jedoch als negativen Punkt aufzählen könnte ist, dass es Mr. X doch recht schwierig hat, vor allem bei 4-5 Detektiven, die ihn jagen. Bei unseren Spieleabenden von diesem Sommer ist es Mr. X in bestimmt nun 15 Partien noch nie gelungen zu gewinnen, immer schaffen es die Detektive, aber wer weiß, vielleicht schafft es ja doch mal einer.
..:::.. Tipps und Tricks ..:::..
Da die Detektive zu Beginn des Spiels ja noch keinen blassen Schimmer haben, wo sich Mr. X aufhält sollten sie sich erstmal quer übers Spielfeld verteilen, dabei sollten sie allerdings versuchen mit ihrem 2. Zug auf eine U-Bahnstations-Feld zu ziehen, da man von diesen am schnellsten von A nach B kommt und somit zügig bei Mr. X ist, der sich im 3. Zug das erstemal zeigen muss.
Ebenfalls sollten die Detektive sich gegenseitig absprechen, sie spielen mit einander, nicht gegeneinander. Somit sollten sie schauen, wie sie am besten Mr. X einkreisen können, so dass dessen Spielraum möglichst gering wird. Auch sind Spekulationen über die gemachten Züge vom Mr. X nicht verkehrt, jedoch sollten diese immer erst nach dem Zug von Mr. X geschehen, da dieser ja ebenfalls mithören kann und somit vielleicht auf Ideen gebracht wird, die er sonst nicht gehabt hätte oder von gewissen Ideen abgehalten wird.
Auch Mr. X sollte aufpassen, dass es für ihn nicht zu brenzlich wird. Er sollte nicht den Fehler machen und sich von den Detektiven in einen Randbereich der Karte drängen zu lassen, da man dort meistens nur schwer wieder wegkommt und das einzige mögliche Verkehrsmittel oft das Taxi ist. Ebenfalls sollte Mr. X immer bedenken, dass er die 2mal Tickets, sowie die Blacktickets besitzt und davon auch regen Gebrauch machen, am besten nachdem er sich zeigen musste oder wenn es wirklich brenzlich wird.
Ansonsten kann ich immer nur sagen, überlegt euch eure Schritte gut, denkt drüber nach, denn nur wer gut überlegen kann, der kann bei Mr. X auch gewinnen.
..:::.. Fazit ..:::..
Scotland Yard macht auch im Jahr 2004 genauso viel Spaß, wie es im Jahr 1996 und bestimmt auch im Jahr 1983 gemacht hat. Vom Thema her ist es recht zeitlos, da es wohl immer Verbrechen und Verbrecher geben wird. Es wird so schnell auch nicht langweilig.
Lediglich die Tatsache, dass es Mr. X wirklich schwer hat, trübt den Spielspaß ein bisschen, kann aber auch gleichzeitig ein großer Ansporn sein. Für mich ist dies auf jeden Fall kein Grund einen Stern abzuziehen und so erhält dieses Spiel, wenn auch knapp, die volle Punktzahl.
Somit kann ich euch das Spiel nur empfehlen, wenn ihr gerne ein bisschen überlegt und euch mal das Adrenalin ins Blut steigen soll, dann versucht es mal mit diesem Spiel. Ich wünsche jetzt schon mal viel Spaß auf dem nächsten Spieleabend.
..:::.. Infos ..:::..
Spielname: Scotland Yard
Verlag: Ravensburger
Escheinungsjahr: 1983
Spieleranzahl: 3-6
empf. Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-60 Minuten
Preis: ca. 30€
P.S. Ich schreibe meine Berichte sowohl für ciao (Etog) als auch für yopi (EtogTheOne)
6 Bewertungen, 1 Kommentar
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26.07.2004, 18:07 Uhr von Zigarrenlukas10
Bewertung: sehr hilfreichhab das spiel auch zu hause und bin sehr zufrieden damit. lg
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