Ravensburger Scotland Yard Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von Hajott
Hunting Mister X
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Mein neuer Bericht handelt von dem Gesellschaftsspiel „Scotland Yard“. Ich oute mich hiermit als absoluten Fan von Gesellschaftsspielen.
„Scotland Yard“ ist schon etwas älteren Datums – es wurde im Jahr 1983 zum „Spiel des Jahres“ gekürt und ist damit in guter Gesellschaft von Spielen wie „Die Siedler von Catan“, „Manhattan“, „Carcassonne“ oder „Elfenland“ (diese wurden allerdings alle in wesentlich späteren Jahren mit dieser Auszeichnung prämiert).
Nichts desto trotz ist es nach wie vor eines meiner Lieblingsspiele.
Beschreibung des Spiels
*****************************
Die Spielfläche stellt – grob gesehen – einen Stadtplan von London dar. Auf diesem Stadtplan ist ein Verkehrsnetz, bestehend aus unterschiedlichen Beförderungsarten (Taxi, Bus und Underground). Die einzelnen Stationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt und sind durch Linien unterschiedlicher Farbe miteinander verbunden:
Weiß = Taxi
Blau = Bus
Rot = Underground (U-Bahn)
Auch die Stationen enthalten die gleichen Farben. Jede Haltestelle beinhaltet die Farbe Weiß, das heißt, jede dieser Stationen kann per Taxi erreicht werden. Nicht alle, aber doch noch viele Stationen beinhalten zusätzlich die Farbe Blau – diese können per Bus erreicht werden. Die Bus-Stationen sind weiter voneinander entfernt und durch blaue Linien miteinander verbunden, das heißt mit dem Bus können größere Strecken zurückgelegt werden.
Am seltensten kommen Underground-Stationen vor – sie sind über die gesamte Spielfläche verteilt; mit der U-Bahn können dadurch sehr große Strecken zurückgelegt werden.
Ich habe übrigens eine Neuauflage des Spiels, in der Ur-Version waren die Farben anders (Taxi = Gelb, Bus = Grün, Underground war auch damals schon Rot). Dies aber nur am Rande.
Drei bis sechs Spieler ab acht Jahre.
Das Spielprinzip
******************
Einer der Spieler repräsentiert den so genannten „Mister X“, die restlichen Spieler repräsentieren „Detektive“, die „Mister X“ jagen bzw. fangen müssen. Alle gegen einen – oder einer gegen alle; je nachdem, aus welchem Blickwinkel man das betrachten möchte. Hierzu bedienen sich alle Spieler der drei möglichen Verkehrsmittel Taxi, Bus und Underground.
Zu Beginn des Spiels zieht jeder Spieler eine Startposition (hierfür sind kleine Kärtchen im Spiel, wo die Nummern der Stationen draufstehen. Jeder „Detektiv“ stellt seine Spielfigur auf seine Startposition. „Mister X“ zieht verdeckt – dazu gleich mehr.
Um die Verkehrsmittel benutzen zu können, müssen die Spieler mit entsprechenden Tickets bezahlen. Zu Beginn des Spiels erhält jeder „Detektiv“ 10 Taxi-Tickets, 8 Bus-Tickets und 3 Underground-Tickets. Je nachdem, auf welcher „Haltestelle“ man steht, kann man unter Umständen nicht alle Verkehrsmittel benutzen und muss zum Beispiel zunächst mal mit dem Taxi fahren, um an eine Bus- oder Underground-Haltestelle zu kommen.
„Mister X“ erhält zu Beginn des Spiels weit weniger Tickets, aber jeder „Detektiv“, der einen Zug macht, muss sein entsprechendes Ticket an ihn abtreten. So kann es durchaus sein, dass bei den „Detektiven“ im Verlauf des Spiels Engpässe auftreten – vor allem die 3 Underground-Tickets sind relativ schnell aufgebraucht. Bei „Mister X“ kommen solche Engpässe nicht vor, wird er doch von den „Detektiven“ gut mit Tickets versorgt.
Weiter oben habe ich geschrieben, dass „Mister X“ verdeckt fährt. Dies bedeutet, dass keiner der Detektive weiß, wo er sich befindet. Lediglich das Verkehrsmittel, das er benutzt, wird bekannt gegeben. Der Spieler, der den „Mister X“ repräsentiert, muss seine Züge aufschreiben. Hierfür gibt es eine spezielle Vorrichtung, in die ein Blatt Papier eingelegt wird. Dieses Papier wird von einer Plastik-Abdeckung mit Löchern verdeckt. Jedes dieser Löcher repräsentiert einen Zug – hier schreibt „Mister X“ die Stationen hin, auf die er fährt und verdeckt das Ganze dann mit dem entsprechenden Ticket.
Damit die „Detektive“ nicht im Dunkeln tappen, ist „Mister X“ verpflichtet, sich in bestimmten Abständen zu zeigen. Das heißt alle paar Züge wird „Mister X“ für kurze Zeit sichtbar und die „Detektive“ wissen, wo er sich befindet. Danach wird er wieder unsichtbar, und der einzige Hinweis darauf, wo er sich befinden könnte, sind die Tickets, die er benutzt, um von einem Ort zum anderen zu kommen.
Kommt ein „Detektiv“ auf ein Feld, auf dem sich „Mister X“ befindet, hat dieser verloren. Anders herum ist das Spiel nach 24 Zügen beendet.
„Mister X“ hat noch einige weitere Vorteile: Er bekommt so genannte „Black Tickets“, das sind Joker, die er an Stelle von „normalen“ Tickets einsetzen kann. Mit einem „Black Ticket“ kann er jedes Verkehrsmittel benutzen, aber die Detektive wissen nicht, welches. Die Anzahl der „Black Tickets“ ist limitiert – für jeden „Detektiv“ bekommt „Mister X“ ein „Black Ticket“. Beispiel: Vier Mitspieler, einer ist „Mister X“, die anderen drei sind „Detektive“. In diesem Fall bekommt „Mister X“ drei „Black Tickets“. Bei sechs Mitspielern (ein „Mister X“, fünf „Detektive“) bekommt „Mister X“ fünf „Black Tickets“.
Diese Black Tickets haben auch noch eine andere Bewandtnis. Mit diesen kann „Mister X“ (und nur er) bestimmte Boot-Routen auf der Themse benutzen, um seinen Verfolgern zu entkommen. Auch hierfür muss er dann ein „Black Ticket“ einlösen.
Darüber hinaus bekommt „Mister X“ zwei „Doppelbonus“-Karten. Mit diesen kann er zwei Züge auf einmal machen (zum Beispiel, wenn ihm ein Verfolger dicht auf den Fersen ist) – hierfür muss er dann allerdings auch zwei Tickets einlösen. Zwei Doppelbonus-Karten bedeutet, dass „Mister X“ zweimal im Spiel zwei Züge auf einmal machen kann.
Absprachen zwischen den „Detektiven“ (wer fährt wohin, wo könnte „Mister X“ sein? usw.) sind sinnvoll und ausdrücklich erwünscht. Teamarbeit ist also gefordert.
Inhalt des Spiels
*******************
Eine Spielfläche (Stadtplan von London) mit den Stationen
Fünf farbige Figuren („Detektive“) und eine farblose Figur („Mister X“)
Zwei Doppelbonus-Karten
125 Tickets (54 x Taxi, 43 x Bus, 23 x Underground, 5 x „Black Ticket“)
Eine Art Schild, welches sich „Mister X“ vor die Augen hängen kann, damit die „Detektive“ nicht sehen, wo er hinschaut. Das sieht im Prinzip so ähnlich aus, wie das Schild von einer Baseball-Cap (nur ohne Mütze :-) ).
18 Startkarten, von welchen jeder Spieler zu Beginn eine zieht und die – wie der Name schon sagt – die jeweilige Startposition darstellen.
Strategie
********
„Mister X“ fängt immer an und muss sich erstmals nach seinem dritten Zug zeigen (also bevor die „Detektive“ ihren dritten Zug gemacht haben). Da ganz zu Anfang die „Detektive“ völlig im Dunkeln tappen, ist es sinnvoll, wenn alle Detektive nach dem zweiten Zug auf günstigen Positionen stehen (zum Beispiel „Underground“), um dann schnell in die Gegend zu kommen, wo „Mister X“ sich aufhält. Das Ganze ist aber auch immer von den gezogenen Startpositionen abhängig, also zum Beispiel wie gut sind die „Detektive“ über das Spielfeld verteilt? Usw.
Danach kann man versuchen, ihn von mehreren Seiten „in die Zange“ zu nehmen. Anhand der Tickets, die „Mister X“ benutzt, müssen sie versuchen, herauszufinden, wo er sich aufhält.
Umgekehrt kann „Mister X“ direkt nachdem er sich zeigen musste, ein „Black Ticket“ benutzen, um die „Detektive“ ein wenig in die Irre zu führen. Beispiel: Wenn er sich auf einer U-Bahn-Station zeigen muss und direkt danach U-Bahn fährt, dann gibt es eigentlich nur zwei, maximal drei Möglichkeiten, wohin er gefahren ist. Verwendet er dagegen ein „Black Ticket“, dann könnte er genauso gut Bus oder Taxi gefahren sein – oder vielleicht doch U-Bahn?
Als „Detektiv“ kann man eventuell aus den Schreibbewegungen des „Mister X“ die Zahlen erahnen, die er niederschreibt. Zumindest könnte man sehen, ob er eine zwei- oder eine dreistellige Zahl aufschreibt. Wenn ich den „Mister X“ spiele, bin ich daher dazu übergegangen, bei zweistelligen Zahlen eine „Null“ vorne anzuhängen, damit ich immer dreistellige Zahlen aufschreibe. Auch die Kopfhaltung beim Überlegen ist für „Mister X“ nicht unwichtig. Obwohl er den Sichtschutz vor den Augen hat, könnte man schon an der Kopfhaltung erkennen, in welche Richtung er ungefähr schaut. Also öfter mal vielleicht den Kopf in die eine und die Augen dann in die andere Richtung wenden ... ;-)
Mein persönlicher Eindruck/Meine Erfahrungen
*****************************************************
Mir gefällt an diesem Spiel vor allem die Tatsache, dass hier Teamwork gefragt ist. Die „Detektive“ müssen zusammenarbeiten, um „Mister X“ einfangen zu können. Umgekehrt ist es für „Mister X“ meistens sehr amüsant, diese Gespräche mit einem Pokerface zu verfolgen und seine eigene Strategie danach auszurichten.
Ich persönlich spiele sehr gerne den „Mister X“, denn es macht mir großen Spaß, die anderen Mitspieler in die Irre zu führen. Auf der anderen Seite macht es aber genauso viel Spaß, gemeinsam mit den anderen Mitspielern den „Verbrecher“ zu jagen.
Am besten ist es, wenn möglichst viele Spieler mitspielen. Zu dritt (ein „Mister X“ und zwei „Detektive“) wird man kaum eine Chance haben, innerhalb von 24 Zügen den „Mister X“ zu stellen. Hier kann man aber das Spiel dergestalt modifizieren, dass jeder Spieler gleich zwei „Detektive“ repräsentiert (steht auch so in der Spielanleitung).
Und eine kleine Sache ist auch dabei, die mir nicht so gefällt. Der Stadtplan ist relativ chaotisch aufgebaut. Es ist nicht unbedingt gewährleistet, dass zum Beispiel die Station 50 sich in unmittelbarer Nähe von Station 49 oder 51 befindet (dieses Beispiel ist jetzt fiktiv, aber davon gibt es einige).
In 80 % aller Fälle, in denen ich das Spiel gespielt habe, hat übrigens Mister X gewonnen.
Das Spiel ist bei „Ravensburger“ erschienen und kostet rund 25 EUR.
Fazit
******
Das Spiel ist mittlerweile fast schon ein „Klassiker“. Allerdings hat es meiner Meinung nach nichts von seinem Reiz verloren, und es hat einen riesengroßen Spaßfaktor. Die Spielzeit ist nicht allzu lange – ich würde sagen, so an die 60 Minuten. Allerdings verbietet es ja keiner, das Spiel auch mehrmals hintereinander zu spielen. ;-) Ich kann es sehr empfehlen und vergebe deswegen auch klare fünf Sterne – trotz des etwas chaotischen Stadtplans (der aber nur zu Beginn des Spiels mit dem Suchen der Anfangsstationen etwas aufhält).
„Scotland Yard“ ist schon etwas älteren Datums – es wurde im Jahr 1983 zum „Spiel des Jahres“ gekürt und ist damit in guter Gesellschaft von Spielen wie „Die Siedler von Catan“, „Manhattan“, „Carcassonne“ oder „Elfenland“ (diese wurden allerdings alle in wesentlich späteren Jahren mit dieser Auszeichnung prämiert).
Nichts desto trotz ist es nach wie vor eines meiner Lieblingsspiele.
Beschreibung des Spiels
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Die Spielfläche stellt – grob gesehen – einen Stadtplan von London dar. Auf diesem Stadtplan ist ein Verkehrsnetz, bestehend aus unterschiedlichen Beförderungsarten (Taxi, Bus und Underground). Die einzelnen Stationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt und sind durch Linien unterschiedlicher Farbe miteinander verbunden:
Weiß = Taxi
Blau = Bus
Rot = Underground (U-Bahn)
Auch die Stationen enthalten die gleichen Farben. Jede Haltestelle beinhaltet die Farbe Weiß, das heißt, jede dieser Stationen kann per Taxi erreicht werden. Nicht alle, aber doch noch viele Stationen beinhalten zusätzlich die Farbe Blau – diese können per Bus erreicht werden. Die Bus-Stationen sind weiter voneinander entfernt und durch blaue Linien miteinander verbunden, das heißt mit dem Bus können größere Strecken zurückgelegt werden.
Am seltensten kommen Underground-Stationen vor – sie sind über die gesamte Spielfläche verteilt; mit der U-Bahn können dadurch sehr große Strecken zurückgelegt werden.
Ich habe übrigens eine Neuauflage des Spiels, in der Ur-Version waren die Farben anders (Taxi = Gelb, Bus = Grün, Underground war auch damals schon Rot). Dies aber nur am Rande.
Drei bis sechs Spieler ab acht Jahre.
Das Spielprinzip
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Einer der Spieler repräsentiert den so genannten „Mister X“, die restlichen Spieler repräsentieren „Detektive“, die „Mister X“ jagen bzw. fangen müssen. Alle gegen einen – oder einer gegen alle; je nachdem, aus welchem Blickwinkel man das betrachten möchte. Hierzu bedienen sich alle Spieler der drei möglichen Verkehrsmittel Taxi, Bus und Underground.
Zu Beginn des Spiels zieht jeder Spieler eine Startposition (hierfür sind kleine Kärtchen im Spiel, wo die Nummern der Stationen draufstehen. Jeder „Detektiv“ stellt seine Spielfigur auf seine Startposition. „Mister X“ zieht verdeckt – dazu gleich mehr.
Um die Verkehrsmittel benutzen zu können, müssen die Spieler mit entsprechenden Tickets bezahlen. Zu Beginn des Spiels erhält jeder „Detektiv“ 10 Taxi-Tickets, 8 Bus-Tickets und 3 Underground-Tickets. Je nachdem, auf welcher „Haltestelle“ man steht, kann man unter Umständen nicht alle Verkehrsmittel benutzen und muss zum Beispiel zunächst mal mit dem Taxi fahren, um an eine Bus- oder Underground-Haltestelle zu kommen.
„Mister X“ erhält zu Beginn des Spiels weit weniger Tickets, aber jeder „Detektiv“, der einen Zug macht, muss sein entsprechendes Ticket an ihn abtreten. So kann es durchaus sein, dass bei den „Detektiven“ im Verlauf des Spiels Engpässe auftreten – vor allem die 3 Underground-Tickets sind relativ schnell aufgebraucht. Bei „Mister X“ kommen solche Engpässe nicht vor, wird er doch von den „Detektiven“ gut mit Tickets versorgt.
Weiter oben habe ich geschrieben, dass „Mister X“ verdeckt fährt. Dies bedeutet, dass keiner der Detektive weiß, wo er sich befindet. Lediglich das Verkehrsmittel, das er benutzt, wird bekannt gegeben. Der Spieler, der den „Mister X“ repräsentiert, muss seine Züge aufschreiben. Hierfür gibt es eine spezielle Vorrichtung, in die ein Blatt Papier eingelegt wird. Dieses Papier wird von einer Plastik-Abdeckung mit Löchern verdeckt. Jedes dieser Löcher repräsentiert einen Zug – hier schreibt „Mister X“ die Stationen hin, auf die er fährt und verdeckt das Ganze dann mit dem entsprechenden Ticket.
Damit die „Detektive“ nicht im Dunkeln tappen, ist „Mister X“ verpflichtet, sich in bestimmten Abständen zu zeigen. Das heißt alle paar Züge wird „Mister X“ für kurze Zeit sichtbar und die „Detektive“ wissen, wo er sich befindet. Danach wird er wieder unsichtbar, und der einzige Hinweis darauf, wo er sich befinden könnte, sind die Tickets, die er benutzt, um von einem Ort zum anderen zu kommen.
Kommt ein „Detektiv“ auf ein Feld, auf dem sich „Mister X“ befindet, hat dieser verloren. Anders herum ist das Spiel nach 24 Zügen beendet.
„Mister X“ hat noch einige weitere Vorteile: Er bekommt so genannte „Black Tickets“, das sind Joker, die er an Stelle von „normalen“ Tickets einsetzen kann. Mit einem „Black Ticket“ kann er jedes Verkehrsmittel benutzen, aber die Detektive wissen nicht, welches. Die Anzahl der „Black Tickets“ ist limitiert – für jeden „Detektiv“ bekommt „Mister X“ ein „Black Ticket“. Beispiel: Vier Mitspieler, einer ist „Mister X“, die anderen drei sind „Detektive“. In diesem Fall bekommt „Mister X“ drei „Black Tickets“. Bei sechs Mitspielern (ein „Mister X“, fünf „Detektive“) bekommt „Mister X“ fünf „Black Tickets“.
Diese Black Tickets haben auch noch eine andere Bewandtnis. Mit diesen kann „Mister X“ (und nur er) bestimmte Boot-Routen auf der Themse benutzen, um seinen Verfolgern zu entkommen. Auch hierfür muss er dann ein „Black Ticket“ einlösen.
Darüber hinaus bekommt „Mister X“ zwei „Doppelbonus“-Karten. Mit diesen kann er zwei Züge auf einmal machen (zum Beispiel, wenn ihm ein Verfolger dicht auf den Fersen ist) – hierfür muss er dann allerdings auch zwei Tickets einlösen. Zwei Doppelbonus-Karten bedeutet, dass „Mister X“ zweimal im Spiel zwei Züge auf einmal machen kann.
Absprachen zwischen den „Detektiven“ (wer fährt wohin, wo könnte „Mister X“ sein? usw.) sind sinnvoll und ausdrücklich erwünscht. Teamarbeit ist also gefordert.
Inhalt des Spiels
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Eine Spielfläche (Stadtplan von London) mit den Stationen
Fünf farbige Figuren („Detektive“) und eine farblose Figur („Mister X“)
Zwei Doppelbonus-Karten
125 Tickets (54 x Taxi, 43 x Bus, 23 x Underground, 5 x „Black Ticket“)
Eine Art Schild, welches sich „Mister X“ vor die Augen hängen kann, damit die „Detektive“ nicht sehen, wo er hinschaut. Das sieht im Prinzip so ähnlich aus, wie das Schild von einer Baseball-Cap (nur ohne Mütze :-) ).
18 Startkarten, von welchen jeder Spieler zu Beginn eine zieht und die – wie der Name schon sagt – die jeweilige Startposition darstellen.
Strategie
********
„Mister X“ fängt immer an und muss sich erstmals nach seinem dritten Zug zeigen (also bevor die „Detektive“ ihren dritten Zug gemacht haben). Da ganz zu Anfang die „Detektive“ völlig im Dunkeln tappen, ist es sinnvoll, wenn alle Detektive nach dem zweiten Zug auf günstigen Positionen stehen (zum Beispiel „Underground“), um dann schnell in die Gegend zu kommen, wo „Mister X“ sich aufhält. Das Ganze ist aber auch immer von den gezogenen Startpositionen abhängig, also zum Beispiel wie gut sind die „Detektive“ über das Spielfeld verteilt? Usw.
Danach kann man versuchen, ihn von mehreren Seiten „in die Zange“ zu nehmen. Anhand der Tickets, die „Mister X“ benutzt, müssen sie versuchen, herauszufinden, wo er sich aufhält.
Umgekehrt kann „Mister X“ direkt nachdem er sich zeigen musste, ein „Black Ticket“ benutzen, um die „Detektive“ ein wenig in die Irre zu führen. Beispiel: Wenn er sich auf einer U-Bahn-Station zeigen muss und direkt danach U-Bahn fährt, dann gibt es eigentlich nur zwei, maximal drei Möglichkeiten, wohin er gefahren ist. Verwendet er dagegen ein „Black Ticket“, dann könnte er genauso gut Bus oder Taxi gefahren sein – oder vielleicht doch U-Bahn?
Als „Detektiv“ kann man eventuell aus den Schreibbewegungen des „Mister X“ die Zahlen erahnen, die er niederschreibt. Zumindest könnte man sehen, ob er eine zwei- oder eine dreistellige Zahl aufschreibt. Wenn ich den „Mister X“ spiele, bin ich daher dazu übergegangen, bei zweistelligen Zahlen eine „Null“ vorne anzuhängen, damit ich immer dreistellige Zahlen aufschreibe. Auch die Kopfhaltung beim Überlegen ist für „Mister X“ nicht unwichtig. Obwohl er den Sichtschutz vor den Augen hat, könnte man schon an der Kopfhaltung erkennen, in welche Richtung er ungefähr schaut. Also öfter mal vielleicht den Kopf in die eine und die Augen dann in die andere Richtung wenden ... ;-)
Mein persönlicher Eindruck/Meine Erfahrungen
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Mir gefällt an diesem Spiel vor allem die Tatsache, dass hier Teamwork gefragt ist. Die „Detektive“ müssen zusammenarbeiten, um „Mister X“ einfangen zu können. Umgekehrt ist es für „Mister X“ meistens sehr amüsant, diese Gespräche mit einem Pokerface zu verfolgen und seine eigene Strategie danach auszurichten.
Ich persönlich spiele sehr gerne den „Mister X“, denn es macht mir großen Spaß, die anderen Mitspieler in die Irre zu führen. Auf der anderen Seite macht es aber genauso viel Spaß, gemeinsam mit den anderen Mitspielern den „Verbrecher“ zu jagen.
Am besten ist es, wenn möglichst viele Spieler mitspielen. Zu dritt (ein „Mister X“ und zwei „Detektive“) wird man kaum eine Chance haben, innerhalb von 24 Zügen den „Mister X“ zu stellen. Hier kann man aber das Spiel dergestalt modifizieren, dass jeder Spieler gleich zwei „Detektive“ repräsentiert (steht auch so in der Spielanleitung).
Und eine kleine Sache ist auch dabei, die mir nicht so gefällt. Der Stadtplan ist relativ chaotisch aufgebaut. Es ist nicht unbedingt gewährleistet, dass zum Beispiel die Station 50 sich in unmittelbarer Nähe von Station 49 oder 51 befindet (dieses Beispiel ist jetzt fiktiv, aber davon gibt es einige).
In 80 % aller Fälle, in denen ich das Spiel gespielt habe, hat übrigens Mister X gewonnen.
Das Spiel ist bei „Ravensburger“ erschienen und kostet rund 25 EUR.
Fazit
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Das Spiel ist mittlerweile fast schon ein „Klassiker“. Allerdings hat es meiner Meinung nach nichts von seinem Reiz verloren, und es hat einen riesengroßen Spaßfaktor. Die Spielzeit ist nicht allzu lange – ich würde sagen, so an die 60 Minuten. Allerdings verbietet es ja keiner, das Spiel auch mehrmals hintereinander zu spielen. ;-) Ich kann es sehr empfehlen und vergebe deswegen auch klare fünf Sterne – trotz des etwas chaotischen Stadtplans (der aber nur zu Beginn des Spiels mit dem Suchen der Anfangsstationen etwas aufhält).
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