In meinem Himmel (gebundene Ausgabe) / Alice Sebold Testbericht

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ab 15,62
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Erfahrungsbericht von IchLiebeMarco

Ich war 14, als ich ermordet wurde....

Pro:

spannend, faszinierend, wunderschön beschrieben

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo, liebe Leser 

Heute möchte ich euch wieder ein Buch vorstellen, aber wirklich ein wunderschönes und einige von euch kennen es ja bereits. Ich habe es einmal im Online Angebot von Weltbild gesehen und beschlossen es irgendwann zu lesen, vor einigen Tagen habe ich es dann bei Hugendubel in Berlin gekauft. Ich spreche hier von dem Buch „In meinem Himmel“ von Alice Sebold und es hat 8,95€ gekostet. Inspiriert wurde ich zu diesem Buch von der kurzen Inhaltsangabe, allein zwei Sätze faszinierten mich, aber nun möchte ich es euch vorstellen.

Aussehen
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Ihr erhaltet dieses Buch als Taschenbuchausgabe und es umfasst 382 Seiten mit einer Danksagung, ich war wirklich froh eine günstige Ausgabe bekommen zu haben. Das Design ist hauptsächlich in Blau gehalten und die Zeichnung wurde sehr treffend gewählt. Ein Haus ist abgebildet, um das sich eine Art Himmel bildet, Susies Himmel und es passt genau zum Thema dieses Buches. Man kann es nur als toll beschreiben und ich bin begeistert. Das Design ist schlicht, aber genial und die ISBN ist die 3-442-45836-6, ansonsten lässt sich nur wenig darüber sagen.

Inhalt
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Es wäre ja nun leicht euch die Inhaltsangabe von der Rückseite abzuschreiben, aber davon halte ich nichts und es wäre auch viel zu knapp. Ich möchte euch kurz die einleitenden zwei Sätze berichten. „Mein Nachname war Salmon, also Lachs, wie der Fisch; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde.“ (Seite 9 dieses Buches), lässt einem der letzte Satz nicht das Blut in den Adern gefrieren? Normalerweise können Tote nichts berichten, zumindest glauben wir das, aber in diesem Buch ist es umgekehrt.

Susie wird 1973 als junges Mädchen von einem Nachbarn in einen Hinterhalt auf einem Maisfeld gelockt, vergewaltigt und schließlich ermordet. Für ihre Familie beginnt die schlimmste Zeit ihres Lebens und alle leiden schrecklich. Susie findet sich nun im Himmel wieder, in Ihrem Himmel, denn der Himmel eines jeden Menschen besteht aus seinen eigenen Erinnerungen und Gefühlen und jeder Mensch hat andere. Sie beobachtet nun über viele Jahre ihre Familie und Freunde und wie sie mit dem Schmerz fertig werden und berichtet uns davon, aber auch ihren Mörder, einen Serientäter beobachtet sie. Sie macht sich Gedanken und Sorgen um ihre Familie und lebt mit Ihnen, manchmal kann sie sich Ihnen für Blitzsekunden zeigen und sie fühlt sich einsam, bei dem Gedanken wie allein sie ist, denn sie ist weit weg und kann nicht mehr zurück.

Ihre Mutter verlässt die Familie und die Familie lebt sehr isoliert und all die Jahre können sie Susie nicht vergessen. Auch Susies Himmel ändert sich und sie trifft auf Bekannte und bekommt Freunde im Himmel, doch das ist kein Ersatz für ihre Familie. Sie weiß aber, dass sie sie eines Tages wieder sehen wird. Die Jahre schwinden dahin und alles ändert sich, ihre Leiche hat man bis heute nicht gefunden. Ihr Vater derweil entlarvt den Nachbarn, hat aber keine Beweise, in seinem Wahn hätte er fast einen Unschuldigen geschlagen, derjenige wehrte sich und nun ist er gehbehindert. Susies Mörder derweil ist fortgezogen, doch Susie kann ihrer zerbrochenen Familie nicht helfen. Sie ist stets bei Ihrer Familie, doch nicht zu hören und nicht zu sehen. Doch für wie lang?

Wird die Familie wieder zusammenfinden? Wird ihr Mörder seiner gerechten Strafe überführt und ist Susie noch ein letzter Siegeszug gewährt? Das müsst ihr selber herausfinden.

Die Autorin
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Die Autorin, Alice Sebold studierte an der Syracuse Universität, lebte in Manhattan und Kalifornien und arbeitete für die New York Times und den Chicago Tribune. Sie schrieb zuvor das Werk „Glück gehabt“, dieses Buch hier ist ihr zweites und laut Buch erhielt sie ihr international stürmisch Debüt als Romanautorin. Wochenlang stand es auch dem Platz 1 amerikanische Bestsellerlisten und wurde als Meisterwerk bezeichnet und bejubelt und das von Kritikern und Lesern. Sie lebt mit ihrem Mann, ebenfalls ein Schriftsteller, Glen David Gold in Kalifornien, ihm widmete sie dieses Buch. Momentan schreibt sie ein weiteres Buch.

Meine Erfahrung
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Mein Fazit zu diesem Buch könnte ich auch mit einem einzigen Wort beenden und zwar „Toll“, ich bin regelrecht zusammengezuckt beim Beginn dieses Buches, die Idee ist erschütternd, aber genauso originell und ich wäre nie auf solch eine Idee gekommen. Die Beschreibung ihrer Ermordung war perfekt durchdacht, aber bei der Beschreibung des Mörders konnte man nur Ekel empfinden und das sollte ja eigentlich auch der Sinn sein. Ich fand die Beschreibungen so wunderschön, beispielsweise wie es in Susies Himmel aussieht oder als sich ihr größter Wunsch erfüllte, aber den kann ich euch hier nicht verraten und würde somit einen Teil dieses Buches vorwegnehmen. Die Geschichte ist sowohl realistisch, denn es geschehen tagtäglich solche Morde und wiederum unrealistisch, denn kein Toter berichtet nach seinem Tod von seinem Leben und schaut auf das Leben der Menschen herab, zumindest berichtet uns keiner davon. Dass es aber mit dem Tod nicht völlig vorbei ist mit dem Leben halte ich für wahrscheinlich, ich glaube nicht, dass es dann alles war.

Am meisten fasziniert haben mich die Beschreibungen in diesem Buch. Susie befindet sich in diesem Buch im Himmel, da oben hoch oben über den Wolken und sie blickt hinab auf ihre Familie, sie sitzt in einem Pavillon und schaut von dort herab. Es ist zwar nicht alles schön, aber sie kann sich Ihren Himmel gestalten wie sie möchte. Sehr schön finde ich auch, als sie bestimmte Menschen wieder trifft, trotz allem sind die Beschreibungen am Besten. Man kann wirklich mit ihr mitfühlen und auch, wenn man nicht betroffen ist und es nur eine Geschichte ist, ist man traurig, denn sie hat ein nahezu perfektes Leben verloren. Aber auch mit ihrer Familie hat man großes Mitleid, besonders mit ihrem Vater. Das Buch stimmt schon so düster ein durch die Einleitung und eine kurze Geschichte mit einem Pinguin in einer Schneekugel. Man erwartet irgendwie im Laufe der Zeit gar nicht mehr, dass der Täter gefasst wird, sondern man hofft nur, dass die Familie einen Weg findet den Verlust zu überwinden.

Sie wird nie von ihrer Familie vergessen werden, das weiß sie, aber sie würde sich freuen, wenn ihre Familie wieder ein annähernd normales Leben führen könnte und sie dabei in guter Erinnerung behält. Ich kann euch sagen, bei manchen Sätzen lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken und es ist sehr traurig, wie es mit der Familie weiter geht verrate ich euch aber nicht. Ich konnte mich nicht von diesem Buch lösen, denn es ist auch sehr leicht zu lesen und sieht von endlosen Beschreibungen ab, was ich von Vorteil empfinde. Ich finde, man lebt direkt mit diesem Buch, denn es ist wirklich toll und es ist genau so, wie ich es von einem Buch erwarte, sachlich und dabei doch an vielen Stellen unwirklich, bezaubernd, geisterhaft, aber dennoch fassbar. Ich empfehle es euch mit allen Sternen weiter.
Fazit
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Ein absolut empfehlenswertes Buch, für das ich die Bestnote vergebe.

Ich danke euch für das Lesen, Bewerten und Kommentieren meines Testberichtes. Hoffentlich konnte ich euch auf alles eine Antwort geben, für weitere Fragen stehe ich euch aber jederzeit zur Verfügung.

34 Bewertungen, 2 Kommentare

  • campimo

    27.05.2005, 00:44 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe es mir jetzt auch bestellt!

  • nicky82

    26.05.2005, 19:17 Uhr von nicky82
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller bericht lg nicky