In meinem Himmel (gebundene Ausgabe) / Alice Sebold Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Danielle2000
Susie, 14, ermordet
Pro:
einfühlsamer Schreibstil der Autorin, wie mit dem dramatischen Thema umgegangen wird, man kann nicht mehr aufhören zu lesen
Kontra:
doch etwas teuer
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser!
Neulich hat mich mal wieder Lesewahn gepackt und um ihn auch richtig ausleben zu können musste natürlich erst einmal ein neues Buch her. Also hab ich im Internet gestöbert und bin auf IN MEINEM HIMMEL von Alice Sebold gestoßen. Weder die Autorin noch der Titel sagten mir irgend etwas, aber das Cover weckte doch gleich mein Interesse. Auf der Vorderseite des Buches ist nämlich eine Art Schneekugel zu sehen, mit einem kleinen, schnuckeligen Familienhäuschen zu sehen. Doch das Glas der Kugel hat einen Sprung, ja sogar ein Loch. Also las ich den Beschreibungstext zu dem Buch und schon war mein Entschluss gefasst es zu kaufen. Zwei Tage später war es mein und weitere zwei Tage später war ich fertig mit lesen. Es hat mich so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Jetzt muss ich euch aber doch erst mal erzählen worum es in dem Buch überhaupt geht.
Susie Salmon ist 14 Jahre alt, als sie am 6. Dezember 1973 ermordet wird. Sie hat noch zwei jüngere Geschwister, einen Bruder namens Buckley und eine Schwester namens Lindsey.
Gleich am Anfang des Buches trifft sie ihren Nachbarn Mr. Harvey. Dieser lockt sie in eine selbst gebaute Höhle unter dem nahegelegenen Maisfeld, vergewaltigt und ermordet sie. Ihre zerstückelte Leiche \"entsorgt\" er in einem alten Safe, den er in einem örtlichen Schlundloch (ein riesiges Loch in der Erde, in dem massenweise alte Geräte entsorgt werden).
Nun ist Susie also tot und sie berichtet uns, wie sie in den Himmel kommt und wie sie herausfindet, dass der Himmel für jeden anders ist. Das wichtigste aber ist, dass sie von ihrem Himmel aus beobachten kann, was auf der Erde passiert. Sie sieht, wie sich ihre Eltern sorgen machen wo sie bleibt, sieht wie die Polizei nach ihr sucht, wie der Nachbarshund ihren Ellbogen findet und wie die Polizei ihren Eltern mitteilt, dass es keine Hoffnung gibt. Wir, die Leser, erleben zusammen mit Susie mit, wie sich das Leben ihrer Familie und ihrer Freunde verändert, wie sich ihre Eltern mehr und mehr voneinander entfernen, einfach alles, was nach Susies verschwinden auf der Erde vor sich geht.
Wir erleben mit, wie Lindsey damit umgeht das Mädchen mit der verschwunden Schwester zu sein und wie sie erwachsen wird. Wie die Ehe der Eltern am Tod der Tochter zerbricht. Wie der Täter sein Leben einfach weiterlebt und nur der Vater und die übriggebliebene Tochter den Nachbarn für den Täter halten, aber keine Beweise haben. Wie Susie damit zurecht kommt tot zu sein und ihre Familie leiden sieht, ihr aber nicht helfen kann.
All das und noch viel mehr steckt in diesem unwahrscheinlich ergreifenden Buch.
Meine Meinung, was ich dachte und fühlte als ich dieses Buch las:
Als erstes Muss ich sagen, dass die Autorin einen unglaublich realistischen, fesselnden, ergreifenden Schreibstil hat. Das Buch fesselt einen von der ersten Minute an.
Susie erzählt das alles aus ihrer Sicht, mit ihren Gedanken und Gefühlen sehr anschaulich, so dass man sich wirklich in die Situation hineinversetzt fühlt und anfängt darüber nachzudenken, wie es einem in einer solchen Situation gehen würde: als Opfer, als Freundin, als Schwester oder gar als Elternteil. Man fängt an über das Leben allgemein über das eigene Leben im Besonderen nachzudenken. Kann einem so etwas auch selbst passieren?
Ich habe noch nie ein Buch mit ähnlichem Thema gelesen, aber die Autorin beschreibt die ganze Situation so intensiv, dass ich denke, dass man es nicht viel besser machen könnte.
Alice Sebold geht mit diesem Thema aber so sorgsam um, dass man jetzt nicht sofort Angst hat um sich selbst oder um seine Familie. Ich finde es macht auch große Hoffnung, dass man mit einem solchen oder ähnlichen Schicksalsschlag fertig werden kann. Dass das Leben weitergeht, wenn auch in anderer Art und Weise wie vorher. Ich kann das gar nicht so ausdrücken, wie ich über das Buch denke. Ich kann es nur jedem ans Herz legen und sagen, dass man so unglaublich zu nachdenken angeregt wird.
Noch kurz etwas zur Autorin:
Alice Sebold hat an der Syracuse University studiert, in Manhatten und Kalifornien gelebt und für die New York Times und die Chicago Tribune geschrieben. Nach \"Lucky\" ist \"In meinem Himmel\" ihr zweites Werk und zugleich ihr international stürmisch gefeiertes Debüt als Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Glen David Gold, in Kalifornien.
Und zum Schluss noch ein paar sonstige Daten:
- der Roman erschien im MANHATTEN Verlag (www.manhatten-verlag.de)
- wurde von Almuth Carstens aus dem Amerikaniuschen übersetzt,
- erschien 2002 unter dem Originaltitel \"The lovely Bones\" bei Little, Brown and Company, New York
- 381 Seiten
- Preis: 21,90 Euro
- ISBN: 3-442-54552-8#
Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Bericht einen guten Einblick in das Buch geben und euer Interesse wecken. Ich sage euch, ihr werdet es nicht bereuen wenn ihr diesen Roman lest!
Schöne Grüße,
Dani
Neulich hat mich mal wieder Lesewahn gepackt und um ihn auch richtig ausleben zu können musste natürlich erst einmal ein neues Buch her. Also hab ich im Internet gestöbert und bin auf IN MEINEM HIMMEL von Alice Sebold gestoßen. Weder die Autorin noch der Titel sagten mir irgend etwas, aber das Cover weckte doch gleich mein Interesse. Auf der Vorderseite des Buches ist nämlich eine Art Schneekugel zu sehen, mit einem kleinen, schnuckeligen Familienhäuschen zu sehen. Doch das Glas der Kugel hat einen Sprung, ja sogar ein Loch. Also las ich den Beschreibungstext zu dem Buch und schon war mein Entschluss gefasst es zu kaufen. Zwei Tage später war es mein und weitere zwei Tage später war ich fertig mit lesen. Es hat mich so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Jetzt muss ich euch aber doch erst mal erzählen worum es in dem Buch überhaupt geht.
Susie Salmon ist 14 Jahre alt, als sie am 6. Dezember 1973 ermordet wird. Sie hat noch zwei jüngere Geschwister, einen Bruder namens Buckley und eine Schwester namens Lindsey.
Gleich am Anfang des Buches trifft sie ihren Nachbarn Mr. Harvey. Dieser lockt sie in eine selbst gebaute Höhle unter dem nahegelegenen Maisfeld, vergewaltigt und ermordet sie. Ihre zerstückelte Leiche \"entsorgt\" er in einem alten Safe, den er in einem örtlichen Schlundloch (ein riesiges Loch in der Erde, in dem massenweise alte Geräte entsorgt werden).
Nun ist Susie also tot und sie berichtet uns, wie sie in den Himmel kommt und wie sie herausfindet, dass der Himmel für jeden anders ist. Das wichtigste aber ist, dass sie von ihrem Himmel aus beobachten kann, was auf der Erde passiert. Sie sieht, wie sich ihre Eltern sorgen machen wo sie bleibt, sieht wie die Polizei nach ihr sucht, wie der Nachbarshund ihren Ellbogen findet und wie die Polizei ihren Eltern mitteilt, dass es keine Hoffnung gibt. Wir, die Leser, erleben zusammen mit Susie mit, wie sich das Leben ihrer Familie und ihrer Freunde verändert, wie sich ihre Eltern mehr und mehr voneinander entfernen, einfach alles, was nach Susies verschwinden auf der Erde vor sich geht.
Wir erleben mit, wie Lindsey damit umgeht das Mädchen mit der verschwunden Schwester zu sein und wie sie erwachsen wird. Wie die Ehe der Eltern am Tod der Tochter zerbricht. Wie der Täter sein Leben einfach weiterlebt und nur der Vater und die übriggebliebene Tochter den Nachbarn für den Täter halten, aber keine Beweise haben. Wie Susie damit zurecht kommt tot zu sein und ihre Familie leiden sieht, ihr aber nicht helfen kann.
All das und noch viel mehr steckt in diesem unwahrscheinlich ergreifenden Buch.
Meine Meinung, was ich dachte und fühlte als ich dieses Buch las:
Als erstes Muss ich sagen, dass die Autorin einen unglaublich realistischen, fesselnden, ergreifenden Schreibstil hat. Das Buch fesselt einen von der ersten Minute an.
Susie erzählt das alles aus ihrer Sicht, mit ihren Gedanken und Gefühlen sehr anschaulich, so dass man sich wirklich in die Situation hineinversetzt fühlt und anfängt darüber nachzudenken, wie es einem in einer solchen Situation gehen würde: als Opfer, als Freundin, als Schwester oder gar als Elternteil. Man fängt an über das Leben allgemein über das eigene Leben im Besonderen nachzudenken. Kann einem so etwas auch selbst passieren?
Ich habe noch nie ein Buch mit ähnlichem Thema gelesen, aber die Autorin beschreibt die ganze Situation so intensiv, dass ich denke, dass man es nicht viel besser machen könnte.
Alice Sebold geht mit diesem Thema aber so sorgsam um, dass man jetzt nicht sofort Angst hat um sich selbst oder um seine Familie. Ich finde es macht auch große Hoffnung, dass man mit einem solchen oder ähnlichen Schicksalsschlag fertig werden kann. Dass das Leben weitergeht, wenn auch in anderer Art und Weise wie vorher. Ich kann das gar nicht so ausdrücken, wie ich über das Buch denke. Ich kann es nur jedem ans Herz legen und sagen, dass man so unglaublich zu nachdenken angeregt wird.
Noch kurz etwas zur Autorin:
Alice Sebold hat an der Syracuse University studiert, in Manhatten und Kalifornien gelebt und für die New York Times und die Chicago Tribune geschrieben. Nach \"Lucky\" ist \"In meinem Himmel\" ihr zweites Werk und zugleich ihr international stürmisch gefeiertes Debüt als Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Glen David Gold, in Kalifornien.
Und zum Schluss noch ein paar sonstige Daten:
- der Roman erschien im MANHATTEN Verlag (www.manhatten-verlag.de)
- wurde von Almuth Carstens aus dem Amerikaniuschen übersetzt,
- erschien 2002 unter dem Originaltitel \"The lovely Bones\" bei Little, Brown and Company, New York
- 381 Seiten
- Preis: 21,90 Euro
- ISBN: 3-442-54552-8#
Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Bericht einen guten Einblick in das Buch geben und euer Interesse wecken. Ich sage euch, ihr werdet es nicht bereuen wenn ihr diesen Roman lest!
Schöne Grüße,
Dani
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