Seen in Deutschland Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von maertens
Ostseefeeling nur 30 km von Berlin
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als ich vor drei Jahren nach Berlin zog, guckte ich mich im Sommer nach Badeseen um und erkundete Gewässer sowohl in Berlin als auch in der Umgebung. Die meisten Berliner Badegewässer waren mir entweder zu verschmutzt, zumindest vom Augenschein her, zu übervölkert, hatten keine anständige Liegewiese oder einen Strand und waren ohne FKK-Bereich.
Mit Blick auf die Landkarte entdeckte ich nach einiger Zeit die Ruhlsdorfer Seen, seither ist der Bernsteinsee in Ruhlsdorf (einen „Ruhlsdorfer See“ als solchen gibt es nicht).
Warum ist dieser See nun unser Favorit für heiße Tage geworden?
Entfernung/Anfahrt:
Ruhlsdorf liegt unweit der A 11 Richtung Stettin, also nordöstlich von Berlin. Vom Berliner Ring aus nimmt man die dritte Abfahrt (Lanke) und fährt in Richtung Prenden, von dort nach Ruhlsdorf. In Ruhlsdorf biegt man nach Sophienstädt ab und fährt nach dem Ortsausgang zwischen zwei Seen hindurch. Der See rechterhand ist der Bernsteinsee. Hier gibt es eine Einfahrt zum Strand sowie Parkplatz. Von unserer Wohnung in Pankow bis zum See benötigen wir ca. 30 Minuten mit dem Auto, insgesamt werden es wohl so ca. 20 Kilometer sein.
Mit der Bahn ist die Anfahrt auch möglich, wenn auch langwieriger: S-Bahn oder Regionalbahn bis Bernau und dann mit dem Bus 890 bis Ruhlsdorf.
der See:
Der Bernsteinsee ist ein ca. 25 Hektar großer künstlicher See, wie viele Seen um Ruhlsdorf herum. Sie sind aus ehemaligen Kiesgruben entstanden. Und es entstehen noch immer neue.
Der Bernsteinsee besitzt klares Wasser, von fern scheint der See dunkelgrün. Das liegt wohl an den tief liegenden Wasserpflanzen. Die Sichttiefe beträgt ca. 5 Meter, wenn man von den Trübungen am Strand absieht. Deshalb gibt es auch einige Angebote zu Tauchgängen in den Ruhlsdorfer Seen. Wetter und Wasserqualität kann man hier abrufen: http://www.maerkischeallgemeine.de/?loc=6_6_1_18 Da der See ziemlich tief zu sein scheint, ist die Temperatur des Wassers auch in den größten Hitzeperioden immer angenehm frisch.
Am See gibt es drei größere Strände, wovon der größte kostenpflichtig ist. Alle Strände sind bis zu 100 Meter breit und bestehen aus wunderbar feinem und weichem goldgelben Sand.
Der kostenpflichtige Teil des Sees ist im Sommer hoffnungslos überlaufen und laut. Vor allem die nahen Großstädter, die keinen Meter laufen wollen, kommen hier her. Hier hat man allerdings den Vorteil, auch einen Imbissstand zu haben, an dem man sich mit Getränken und Speisen versorgen kann.
Die beiden anderen Strände sind groß genug, um keine Platzangst aufkommen zu lassen. Man hat die Möglichkeit, sich entweder in die pralle Sonne zu legen, oder im Schatten der Kiefern des nahen Forstes Sonnenschutz zu suchen.
Hier ist man von Publikum auch etwas lockerer, ob man seine Badehose anbehält oder nicht spielt hier keine Rolle. Es gibt hier allerdings keine Infrastruktur. Das bedeutet also, den Picknickkorb zu packen. Leider hat die Lockerheit auch einige Nachteile, denn neben zahlreichen Hunden gibt es auch ein kleines Müllproblem, von den Besuchern hausgemacht natürlich. Aber beides ist nicht dermaßen vordergründig, um vom Besuch des Sees abzuraten.
Mein Tipp: Auto in Sophienstädt stehen lassen und zu Fuß oder mit dem Rad durch den Wald bis zum Bernsteinsee radeln. Vorteil: Man ist schnell dort und hat fürs Auto einen Platz im Schatten.
Verpflegung:
Eigentlich gibt es da nur ein Highlight, nämlich den Kulturbahnhof. Hier kann man gepflegte Erlebnisgastronomie genießen. (http://www.kultourbahnhof.de/frame.html) Das Angebot reicht von Schaubacken über Hundeschlittenrennen bis hin zu „Eiszauberei“.
An weiteren Verpflegungsmöglichkeiten sieht es nach meinem Kenntnisstand nicht allzu gut aus. Spontan fällt mir nur das Eiskaffee „Conny“ ein, die Gaststätte Eilhardt und der „Alte Krug“. In Sophienstädt gibt es noch einen Getränkeladen. Das war’s auch schon und ist auch nicht sonderlich empfehlenswert.
Weitere Highlights in der Umgebung:
Ruhlsdorf hat nicht nur den einen See, sondern weitere. Interessant für sog. Wassersportler ist der Ruhlesee, auch einer alten Kiesgrube, mit einer Wasserskianlage. Nun, mir würde der Krach und die Naturverschandelung zwar gegen den Strich gehen, aber wer es mag. Von April bis Oktober kann sich der geneigte Leser dem zweifelhaften Vergnügen widmen, auf 920 Metern mit 30 km/h übers Wasser zu brausen.
Die Preise:
Erste Stunde inkl. Doppelski und Schutzweste 10,- €
weitere Verlängerungsstunde 8,- €
Jahreskarteauf Anfrage
Wer sich weitergehend informieren will hier ein Link: http://www.wake-and-camp.de/wasserski/wasserski.html
An diesem See gibt es außerdem einen Campingplatz. Auch dazu gibt einen Link: http://www.wake-and-camp.de/camping/camping.html
Ruhlsdorf ist umgeben von tiefen Wäldern des Biosphärenreservates Schorfheide. Wer nach Ruhe benötigt, oder gar Pilze und Beeren suchen will, ist hier richtig. Wer ein wenig Geschick besitzt, kann in den Wäldern, Mooren und Seen der Umgebung eine Reihe von seltenen Wildtieren beobachten, wie Schwarzstorch, Biber, Großtrappe und Rotbauchunke sind hier zu hause. In den Wäldern kann man auf Rot- und Schwarzwild, ja sogar auf Elche treffen. Der „Wildpark Schorfheide“ in der Nähe kann da für Familien mit Kindern ein weiteres Highlight sein.
Etwas weiter entfernt das Kloster Chorin mit seiner beeindruckenden Backsteinarchitektur und das Schiffshebewerk Niederfinow, welches als Fahrstuhl für Schiffe 36 Meter Höhenunterschied zwischen dem Oder-Havel-Kanal und der Alten Oder ausgleicht.
Ein besonderes Erlebnis dürfte die Fahrt mit der sog. Heidekrautbahn sein. Sie fährt an wenigen Tagen im Jahr von Berlin nach Basdorf, Groß Schönebeck und Wandlitz. Über Fahrzeiten und Tarife kann man sich unter www.heidekrautbahn.de finden. Telefonisch kann man Gleiches unter Tel.: (033397) 7 26 56 erfragen
Unterkunft:
Neben dem angesprochenen „Familiencampingplatz Ruhlesee“ gibt es weitere Übernachtungsmöglichkeiten. Zu nennen wäre das Feriendorf Dorado, die Ferienpension „Dachsbau“. Preiswerter kann man im evangelischen Rüstzeitheim „Haus der Begegnung“ oder in Privatpensionen übernachten. Zur Qualität kann ich nichts sagen, da ich die 25 minütige Heimfahrt nach Berlin bisher vorzog.
Fazit:
Bei meinen Recherchen musste ich mit Erschrecken feststellen, dass es mit der Idylle am Bernsteinsee bald vorbei sein könnte. Hier soll der protzige „Erholungspark Barnim“ entstehen. Es soll eine Anlage mit Hotel, subtropischer Badelandschaft und Mehrzweckhallen entstehen. Da kann man nur hoffen, dass es nicht so weit kommt. Bis dahin wird Ruhlsdorf jedoch meine erste Adresse sein, wenn es um einen gepflegten Tag am Strand im Adamskostüm geht.
Mit Blick auf die Landkarte entdeckte ich nach einiger Zeit die Ruhlsdorfer Seen, seither ist der Bernsteinsee in Ruhlsdorf (einen „Ruhlsdorfer See“ als solchen gibt es nicht).
Warum ist dieser See nun unser Favorit für heiße Tage geworden?
Entfernung/Anfahrt:
Ruhlsdorf liegt unweit der A 11 Richtung Stettin, also nordöstlich von Berlin. Vom Berliner Ring aus nimmt man die dritte Abfahrt (Lanke) und fährt in Richtung Prenden, von dort nach Ruhlsdorf. In Ruhlsdorf biegt man nach Sophienstädt ab und fährt nach dem Ortsausgang zwischen zwei Seen hindurch. Der See rechterhand ist der Bernsteinsee. Hier gibt es eine Einfahrt zum Strand sowie Parkplatz. Von unserer Wohnung in Pankow bis zum See benötigen wir ca. 30 Minuten mit dem Auto, insgesamt werden es wohl so ca. 20 Kilometer sein.
Mit der Bahn ist die Anfahrt auch möglich, wenn auch langwieriger: S-Bahn oder Regionalbahn bis Bernau und dann mit dem Bus 890 bis Ruhlsdorf.
der See:
Der Bernsteinsee ist ein ca. 25 Hektar großer künstlicher See, wie viele Seen um Ruhlsdorf herum. Sie sind aus ehemaligen Kiesgruben entstanden. Und es entstehen noch immer neue.
Der Bernsteinsee besitzt klares Wasser, von fern scheint der See dunkelgrün. Das liegt wohl an den tief liegenden Wasserpflanzen. Die Sichttiefe beträgt ca. 5 Meter, wenn man von den Trübungen am Strand absieht. Deshalb gibt es auch einige Angebote zu Tauchgängen in den Ruhlsdorfer Seen. Wetter und Wasserqualität kann man hier abrufen: http://www.maerkischeallgemeine.de/?loc=6_6_1_18 Da der See ziemlich tief zu sein scheint, ist die Temperatur des Wassers auch in den größten Hitzeperioden immer angenehm frisch.
Am See gibt es drei größere Strände, wovon der größte kostenpflichtig ist. Alle Strände sind bis zu 100 Meter breit und bestehen aus wunderbar feinem und weichem goldgelben Sand.
Der kostenpflichtige Teil des Sees ist im Sommer hoffnungslos überlaufen und laut. Vor allem die nahen Großstädter, die keinen Meter laufen wollen, kommen hier her. Hier hat man allerdings den Vorteil, auch einen Imbissstand zu haben, an dem man sich mit Getränken und Speisen versorgen kann.
Die beiden anderen Strände sind groß genug, um keine Platzangst aufkommen zu lassen. Man hat die Möglichkeit, sich entweder in die pralle Sonne zu legen, oder im Schatten der Kiefern des nahen Forstes Sonnenschutz zu suchen.
Hier ist man von Publikum auch etwas lockerer, ob man seine Badehose anbehält oder nicht spielt hier keine Rolle. Es gibt hier allerdings keine Infrastruktur. Das bedeutet also, den Picknickkorb zu packen. Leider hat die Lockerheit auch einige Nachteile, denn neben zahlreichen Hunden gibt es auch ein kleines Müllproblem, von den Besuchern hausgemacht natürlich. Aber beides ist nicht dermaßen vordergründig, um vom Besuch des Sees abzuraten.
Mein Tipp: Auto in Sophienstädt stehen lassen und zu Fuß oder mit dem Rad durch den Wald bis zum Bernsteinsee radeln. Vorteil: Man ist schnell dort und hat fürs Auto einen Platz im Schatten.
Verpflegung:
Eigentlich gibt es da nur ein Highlight, nämlich den Kulturbahnhof. Hier kann man gepflegte Erlebnisgastronomie genießen. (http://www.kultourbahnhof.de/frame.html) Das Angebot reicht von Schaubacken über Hundeschlittenrennen bis hin zu „Eiszauberei“.
An weiteren Verpflegungsmöglichkeiten sieht es nach meinem Kenntnisstand nicht allzu gut aus. Spontan fällt mir nur das Eiskaffee „Conny“ ein, die Gaststätte Eilhardt und der „Alte Krug“. In Sophienstädt gibt es noch einen Getränkeladen. Das war’s auch schon und ist auch nicht sonderlich empfehlenswert.
Weitere Highlights in der Umgebung:
Ruhlsdorf hat nicht nur den einen See, sondern weitere. Interessant für sog. Wassersportler ist der Ruhlesee, auch einer alten Kiesgrube, mit einer Wasserskianlage. Nun, mir würde der Krach und die Naturverschandelung zwar gegen den Strich gehen, aber wer es mag. Von April bis Oktober kann sich der geneigte Leser dem zweifelhaften Vergnügen widmen, auf 920 Metern mit 30 km/h übers Wasser zu brausen.
Die Preise:
Erste Stunde inkl. Doppelski und Schutzweste 10,- €
weitere Verlängerungsstunde 8,- €
Jahreskarteauf Anfrage
Wer sich weitergehend informieren will hier ein Link: http://www.wake-and-camp.de/wasserski/wasserski.html
An diesem See gibt es außerdem einen Campingplatz. Auch dazu gibt einen Link: http://www.wake-and-camp.de/camping/camping.html
Ruhlsdorf ist umgeben von tiefen Wäldern des Biosphärenreservates Schorfheide. Wer nach Ruhe benötigt, oder gar Pilze und Beeren suchen will, ist hier richtig. Wer ein wenig Geschick besitzt, kann in den Wäldern, Mooren und Seen der Umgebung eine Reihe von seltenen Wildtieren beobachten, wie Schwarzstorch, Biber, Großtrappe und Rotbauchunke sind hier zu hause. In den Wäldern kann man auf Rot- und Schwarzwild, ja sogar auf Elche treffen. Der „Wildpark Schorfheide“ in der Nähe kann da für Familien mit Kindern ein weiteres Highlight sein.
Etwas weiter entfernt das Kloster Chorin mit seiner beeindruckenden Backsteinarchitektur und das Schiffshebewerk Niederfinow, welches als Fahrstuhl für Schiffe 36 Meter Höhenunterschied zwischen dem Oder-Havel-Kanal und der Alten Oder ausgleicht.
Ein besonderes Erlebnis dürfte die Fahrt mit der sog. Heidekrautbahn sein. Sie fährt an wenigen Tagen im Jahr von Berlin nach Basdorf, Groß Schönebeck und Wandlitz. Über Fahrzeiten und Tarife kann man sich unter www.heidekrautbahn.de finden. Telefonisch kann man Gleiches unter Tel.: (033397) 7 26 56 erfragen
Unterkunft:
Neben dem angesprochenen „Familiencampingplatz Ruhlesee“ gibt es weitere Übernachtungsmöglichkeiten. Zu nennen wäre das Feriendorf Dorado, die Ferienpension „Dachsbau“. Preiswerter kann man im evangelischen Rüstzeitheim „Haus der Begegnung“ oder in Privatpensionen übernachten. Zur Qualität kann ich nichts sagen, da ich die 25 minütige Heimfahrt nach Berlin bisher vorzog.
Fazit:
Bei meinen Recherchen musste ich mit Erschrecken feststellen, dass es mit der Idylle am Bernsteinsee bald vorbei sein könnte. Hier soll der protzige „Erholungspark Barnim“ entstehen. Es soll eine Anlage mit Hotel, subtropischer Badelandschaft und Mehrzweckhallen entstehen. Da kann man nur hoffen, dass es nicht so weit kommt. Bis dahin wird Ruhlsdorf jedoch meine erste Adresse sein, wenn es um einen gepflegten Tag am Strand im Adamskostüm geht.
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