Sequoia Nationalpark Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von MOFFt
GIGANTEN DER WÄLDER
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
An kaum einen anderen Platz findet man derartige Riesen, die Jahrtausende überstanden haben und Dimensionen erlangt haben die uns winzig erscheinen lassen.
Vielleicht haben einige von Euch schon meine Berichte vom "Grand Canyon Nationalpark" sowie vom "Death Valley NP" gelesen - da beide sehr positiv aufgefasst wurden und ich nebenbei gerne über meine Reiseorte (Amerika-Urlaub im Sept. 98) schreibe war es wohl vorherzusehen dass ein weiterer Nationalpark folgen musste - und hier ist er ...
... ganz frisch ... direkt aus dem sonnigen Kalifornien ... nur für Euch ... Sequoiaaaaaaaaa Nationalpark!
1) Allgemeines
2) Eindrücke / Erlebnisse
3) Tipps
_____ ALLGEMEINES _____
Der Sequoia National Park (NP) sowie der Kings Canyon NP (die eigentlich in einem Atemzug erwähnt werden können) sind zwei aneinandergrenzende Naturgebiete im sonnigen Kalifornien (Sierra Nevada).
Von den zwei riesigen Parks sind nur relativ kleine Abschnitte im Süd-Westen per Auto auf sehr kurvenreichen Straßen erkundbar, deshalb sollte man unbedingt eine Anfahrt aus Richtung Westküste Kaliforniens wählen - außer man hat vor das Gebiet Tage, Wochen oder Monate zu durchforsten per Boot oder zu Fuß.
Da wir (6 Personen) vorhatten nur den Sequoia NP zu besichtigen, wählten wir (von San Francisco kommend) eine Strecke über Santa Cruz, Fresno, Visalia bis wir auf den kurvenreichen Freeway 198 abbogen und schließlich "Ash Mountain Entrance" (ca. 10 US-Dollar Eintritt pro Auto) erreichten.
Hier befindet sich auch das "Visitor Center" welches man in jedem NP vorfindet und unbedingt zwecks Informationen aufsuchen sollte.
Nachdem wir uns ausreichend informiert hatten und uns einige interessante Punkte aus den zahllosen Sehenswürdigkeiten herausgepickt hatten, die man auch per Auto erreichen konnte hielt uns nichts mehr und wir stürzten uns in die gigantischen Wälder des Sequoia National Parks.
Und hier kommen wir auch schon zu meinen persönlichen Eindrücken, die Dir wie ich meine den Park besser näher bringen können.
_____ EINDRÜCKE / ERLEBNISSE _____
Sequoia + Kings Canyon NP liegt wie gesagt zwischen der Westküste Kaliforniens und dem wenige hundert Kilometer weiter östlich gelegenen Death Valley NP.
Bereits die Anfahrt bzw. die spätere Weiterfahrt in den Osten versetzt einen in großes Staunen.
Es ist unglaublich in welch kurzen Abständen (teilweise nur wenige Stunden Autofahrt) sich die Umgebung derart krass ändern kann. Angefangen von einer traumhaften Küstenstrasse (Freeway Nr. 1 - ein absolutes Muss) fährt man von Stränden, Küsten, Klippen in Richtung Osten und kommt zunehmend in eine Gegend die wir von unseren Breitengraden kennen (Bäume, Seen, Flüsse, einige Berge).
Doch spätestens im Sequoia NP sieht man Bäume, deren Dimension man bei uns nur erahnen kann (von der Größe etwa vergleichbar mit Kirchtürmen).
Die Parks sind übersäht mit Wäldern, riesigen Bäumen, klaren Seen und Flüssen welche aus den hohen Bergen gespeist werden, die den größten Teil der Fläche in einer Gebirgskette von Norden nach Süden durchziehen.
Diese bis zu 5.000 Meter hohen Berge sind auch der Grund, warum nur ein Teil im Westen auf Straßen befahrbar ist - der Rest ist durchzogen mit Flüssen und einigen Trials die sich durch das Gebirge schlängeln.
Darum mussten wir auch bei unserer Weiterreise den gesamten Park südlich umfahren um bis zu unserem nächsten Ziel "Death Valley" zu kommen..
Straßenverhältnisse:
Die wenigen Straßen sind durchwegs sehr kurvig und schlängeln sich elegant durch die majestätisch emporragenden Giganten.
Allein die Farbkombination der rotbraunen Baumrinde und den grünen Pflanzen, sowie der dazwischen verlaufenden schwarz-grauen Strasse ist einige Fotos wert - ohne besondere fotographische Kenntnisse kann hier jeder "Postkarten-fotos" schießen.
Etwas Vorsicht beim Fahren ist angebracht, da viele Straßenabschnitte durch Wurzeln oder Erdhänge (Abhänge) uneben sind. Besser und stressfreier ist es sicher einige Pausen zu nehmen um die Gegend in Ruhe betrachten zu können.
Auch sollte man sich im Visitorcenter (oder vorher schon) über befahrbare bzw. unbefahrbare Straßenabschnitte informieren, da einige Gebirgsstrassen nur im Sommer befahrbar sind.
Giant Forest:
Dieser Teil des Sequoia NP trägt seinen Namen zu Recht - hier findet man die größten Bäume (im Volumen gemessen) die man auf Erden finden kann.
Viele Bäume stehen bereits seit mehreren tausend Jahren unverwüstlich an ihrer Position und nahmen ständig an Umfang und Höhe zu.
Es gibt sogar Passagen an denen die Straße direkt durch einen Baum führt. Ein Foto vom eigenen Mietauto in einem solchen "Baumtunnel" sollte man nicht vergessen!
General Sherman Tree:
Giant Sequoia - der wohl größte Baum den man finden kann.
In schätzungsweise über 5.000 Jahren erreichte dieser Gigant eine Höhe von etwa 90 Metern - es gibt zwar noch höhere Bäume (Coast Redwood) mit bis zu kapp 120 Metern aber im Volumen ist dieser Baum der größte.
Dieser Baum befindet sich in einem Bereich, der zu Fuß abgegangen werden muss (von einem Parkplatz in wenigen Gehminuten erreichbar).
Ist man an vielen Plätzen der Nationalparks Mutterseelen allein, findet man hier Touristen aus allen Ländern (auch einige deutschsprachige).
Man geht fast ausschließlich mit Blick nach oben (und wahrscheinlich offenen Mund :-) zwischen den Riesen durch.
Baumquerschnitte lassen einen die Durchmesser - bis zu 6 Meter sind keine Seltenheit - schätzen, man darf zwar nur mehr einige Meter zum General Sherman Tree ran aber eine Kette von 15 Leuten reicht sicherlich nicht mehr aus den Baumstumpf zu umgreifen.
Man kann nur hoffen nicht von einem Tannenzapfen dieser Riesen getroffen zu werden - das war mein Gedanke als ich meinen Schuh zwecks Vergleich auf dem Foto neben einen solchen stellte und bemerkte dass der Zapfen wohl Schuhgröße 46 oder größer haben musste :-)
Mono Rock:
Nach 400 Höhenmetern Aufstieg über in den Fels gehauenen Stufen kommt man zu einem Aussichtspunkt (ca. 2.000 Hm) von den man einen großen Teil des Parkes überblicken sollte - leider spielte uns an diesem Tag das Wetter einen Streich und wir konnten wegen Nebels nur wenige Meter grauen Schleier sehen - zumindest eine körperliche Einlage!
Bildmaterial zufolge ist dieser Aufstieg bei Schönwetter jedoch absolut empfehlenswert.
Zur Weiterfahrt wählten wir selbige Strecke wieder zurück, weiter Richtung Süden (nächste größere Ort/Stadt Bakersfield).
Wie wir erst später festgestellt hatten, wäre auch eine Einfahrt etwas weiter nördlich (von Fresno) in den Kings Canyon möglich um dann direkt in den Sequoia NP zu gelangen und an unserer Eintritt/Austritt-Stelle wieder die Parks zu verlassen.
_____ TIPPS _____
Kleidung/Ausrüstung:
Vorher informieren:
Visitor-Center und Eintrittskarten (allgemein):
Wenn man vorhaben sollte mehrere Nationalparks auf seiner Reise zu erkunden, lohnt es sich bereits ab dem fünften NP ein Kombi-Ticket zu kaufen.
Um etwa 50-60 US-Dollar pro Auto erhält man Zugang zu allen Nationalparks (gültig ist dieses Ticket schätzungsweise mehrere Wochen/Monate)
Da ich als Österreicher mit Bergen, Seen und Wäldern vertraut bin (wenn auch nicht in diesen Ausmaßen), war der Sequoia Nationalpark weniger spektakulär wie zb. ein Grand Canyon NP, da er aber leicht auf Route San Francisco - Grand Canyon - L.A einzubinden ist, bzw. fast am Weg liegt sollte man sich einen Tag Zeit nehmen und die gute Luft der Wälder genießen.
Wer längere Zeit abschalten will, Berge und Wälder durchziehen will kann dies hier ebenso tun.
Ich fand die Dimensionen am imposantesten und kann diese(n) Park(s) jedem naturbezogenen Urlauber ans Herz legen.
Ich hoffe dieser Bericht entspricht abermals Euren Erwartungen und würde mich freuen über zahlreiche Kommentare!
seeya - heute schon geMOFFt ?
Vielleicht haben einige von Euch schon meine Berichte vom "Grand Canyon Nationalpark" sowie vom "Death Valley NP" gelesen - da beide sehr positiv aufgefasst wurden und ich nebenbei gerne über meine Reiseorte (Amerika-Urlaub im Sept. 98) schreibe war es wohl vorherzusehen dass ein weiterer Nationalpark folgen musste - und hier ist er ...
... ganz frisch ... direkt aus dem sonnigen Kalifornien ... nur für Euch ... Sequoiaaaaaaaaa Nationalpark!
1) Allgemeines
2) Eindrücke / Erlebnisse
3) Tipps
_____ ALLGEMEINES _____
Der Sequoia National Park (NP) sowie der Kings Canyon NP (die eigentlich in einem Atemzug erwähnt werden können) sind zwei aneinandergrenzende Naturgebiete im sonnigen Kalifornien (Sierra Nevada).
Von den zwei riesigen Parks sind nur relativ kleine Abschnitte im Süd-Westen per Auto auf sehr kurvenreichen Straßen erkundbar, deshalb sollte man unbedingt eine Anfahrt aus Richtung Westküste Kaliforniens wählen - außer man hat vor das Gebiet Tage, Wochen oder Monate zu durchforsten per Boot oder zu Fuß.
Da wir (6 Personen) vorhatten nur den Sequoia NP zu besichtigen, wählten wir (von San Francisco kommend) eine Strecke über Santa Cruz, Fresno, Visalia bis wir auf den kurvenreichen Freeway 198 abbogen und schließlich "Ash Mountain Entrance" (ca. 10 US-Dollar Eintritt pro Auto) erreichten.
Hier befindet sich auch das "Visitor Center" welches man in jedem NP vorfindet und unbedingt zwecks Informationen aufsuchen sollte.
Nachdem wir uns ausreichend informiert hatten und uns einige interessante Punkte aus den zahllosen Sehenswürdigkeiten herausgepickt hatten, die man auch per Auto erreichen konnte hielt uns nichts mehr und wir stürzten uns in die gigantischen Wälder des Sequoia National Parks.
Und hier kommen wir auch schon zu meinen persönlichen Eindrücken, die Dir wie ich meine den Park besser näher bringen können.
_____ EINDRÜCKE / ERLEBNISSE _____
Sequoia + Kings Canyon NP liegt wie gesagt zwischen der Westküste Kaliforniens und dem wenige hundert Kilometer weiter östlich gelegenen Death Valley NP.
Bereits die Anfahrt bzw. die spätere Weiterfahrt in den Osten versetzt einen in großes Staunen.
Es ist unglaublich in welch kurzen Abständen (teilweise nur wenige Stunden Autofahrt) sich die Umgebung derart krass ändern kann. Angefangen von einer traumhaften Küstenstrasse (Freeway Nr. 1 - ein absolutes Muss) fährt man von Stränden, Küsten, Klippen in Richtung Osten und kommt zunehmend in eine Gegend die wir von unseren Breitengraden kennen (Bäume, Seen, Flüsse, einige Berge).
Doch spätestens im Sequoia NP sieht man Bäume, deren Dimension man bei uns nur erahnen kann (von der Größe etwa vergleichbar mit Kirchtürmen).
Die Parks sind übersäht mit Wäldern, riesigen Bäumen, klaren Seen und Flüssen welche aus den hohen Bergen gespeist werden, die den größten Teil der Fläche in einer Gebirgskette von Norden nach Süden durchziehen.
Diese bis zu 5.000 Meter hohen Berge sind auch der Grund, warum nur ein Teil im Westen auf Straßen befahrbar ist - der Rest ist durchzogen mit Flüssen und einigen Trials die sich durch das Gebirge schlängeln.
Darum mussten wir auch bei unserer Weiterreise den gesamten Park südlich umfahren um bis zu unserem nächsten Ziel "Death Valley" zu kommen..
Straßenverhältnisse:
Die wenigen Straßen sind durchwegs sehr kurvig und schlängeln sich elegant durch die majestätisch emporragenden Giganten.
Allein die Farbkombination der rotbraunen Baumrinde und den grünen Pflanzen, sowie der dazwischen verlaufenden schwarz-grauen Strasse ist einige Fotos wert - ohne besondere fotographische Kenntnisse kann hier jeder "Postkarten-fotos" schießen.
Etwas Vorsicht beim Fahren ist angebracht, da viele Straßenabschnitte durch Wurzeln oder Erdhänge (Abhänge) uneben sind. Besser und stressfreier ist es sicher einige Pausen zu nehmen um die Gegend in Ruhe betrachten zu können.
Auch sollte man sich im Visitorcenter (oder vorher schon) über befahrbare bzw. unbefahrbare Straßenabschnitte informieren, da einige Gebirgsstrassen nur im Sommer befahrbar sind.
Giant Forest:
Dieser Teil des Sequoia NP trägt seinen Namen zu Recht - hier findet man die größten Bäume (im Volumen gemessen) die man auf Erden finden kann.
Viele Bäume stehen bereits seit mehreren tausend Jahren unverwüstlich an ihrer Position und nahmen ständig an Umfang und Höhe zu.
Es gibt sogar Passagen an denen die Straße direkt durch einen Baum führt. Ein Foto vom eigenen Mietauto in einem solchen "Baumtunnel" sollte man nicht vergessen!
General Sherman Tree:
Giant Sequoia - der wohl größte Baum den man finden kann.
In schätzungsweise über 5.000 Jahren erreichte dieser Gigant eine Höhe von etwa 90 Metern - es gibt zwar noch höhere Bäume (Coast Redwood) mit bis zu kapp 120 Metern aber im Volumen ist dieser Baum der größte.
Dieser Baum befindet sich in einem Bereich, der zu Fuß abgegangen werden muss (von einem Parkplatz in wenigen Gehminuten erreichbar).
Ist man an vielen Plätzen der Nationalparks Mutterseelen allein, findet man hier Touristen aus allen Ländern (auch einige deutschsprachige).
Man geht fast ausschließlich mit Blick nach oben (und wahrscheinlich offenen Mund :-) zwischen den Riesen durch.
Baumquerschnitte lassen einen die Durchmesser - bis zu 6 Meter sind keine Seltenheit - schätzen, man darf zwar nur mehr einige Meter zum General Sherman Tree ran aber eine Kette von 15 Leuten reicht sicherlich nicht mehr aus den Baumstumpf zu umgreifen.
Man kann nur hoffen nicht von einem Tannenzapfen dieser Riesen getroffen zu werden - das war mein Gedanke als ich meinen Schuh zwecks Vergleich auf dem Foto neben einen solchen stellte und bemerkte dass der Zapfen wohl Schuhgröße 46 oder größer haben musste :-)
Mono Rock:
Nach 400 Höhenmetern Aufstieg über in den Fels gehauenen Stufen kommt man zu einem Aussichtspunkt (ca. 2.000 Hm) von den man einen großen Teil des Parkes überblicken sollte - leider spielte uns an diesem Tag das Wetter einen Streich und wir konnten wegen Nebels nur wenige Meter grauen Schleier sehen - zumindest eine körperliche Einlage!
Bildmaterial zufolge ist dieser Aufstieg bei Schönwetter jedoch absolut empfehlenswert.
Zur Weiterfahrt wählten wir selbige Strecke wieder zurück, weiter Richtung Süden (nächste größere Ort/Stadt Bakersfield).
Wie wir erst später festgestellt hatten, wäre auch eine Einfahrt etwas weiter nördlich (von Fresno) in den Kings Canyon möglich um dann direkt in den Sequoia NP zu gelangen und an unserer Eintritt/Austritt-Stelle wieder die Parks zu verlassen.
_____ TIPPS _____
Kleidung/Ausrüstung:
Vorher informieren:
Visitor-Center und Eintrittskarten (allgemein):
Wenn man vorhaben sollte mehrere Nationalparks auf seiner Reise zu erkunden, lohnt es sich bereits ab dem fünften NP ein Kombi-Ticket zu kaufen.
Um etwa 50-60 US-Dollar pro Auto erhält man Zugang zu allen Nationalparks (gültig ist dieses Ticket schätzungsweise mehrere Wochen/Monate)
Da ich als Österreicher mit Bergen, Seen und Wäldern vertraut bin (wenn auch nicht in diesen Ausmaßen), war der Sequoia Nationalpark weniger spektakulär wie zb. ein Grand Canyon NP, da er aber leicht auf Route San Francisco - Grand Canyon - L.A einzubinden ist, bzw. fast am Weg liegt sollte man sich einen Tag Zeit nehmen und die gute Luft der Wälder genießen.
Wer längere Zeit abschalten will, Berge und Wälder durchziehen will kann dies hier ebenso tun.
Ich fand die Dimensionen am imposantesten und kann diese(n) Park(s) jedem naturbezogenen Urlauber ans Herz legen.
Ich hoffe dieser Bericht entspricht abermals Euren Erwartungen und würde mich freuen über zahlreiche Kommentare!
seeya - heute schon geMOFFt ?
17 Bewertungen, 1 Kommentar
-
10.04.2002, 14:59 Uhr von hpmaier
Bewertung: sehr hilfreichEine tolle Gegend, der Südwesten !
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