Das nackte Gesicht (Taschenbuch) / Sidney Sheldon Testbericht

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Erfahrungsbericht von Paukenfrosch

Vom Wahnsinn verfolgt

Pro:

unheimlich spannendes Lesevergnügen für zwischendurch

Kontra:

noch nicht mal 200 Seiten lang

Empfehlung:

Ja

Ich war letztes Wochenende zu Besuch bei meiner Schwester. Ich stöberte in ihrem Bücherregal herum und fand doch tatsächlich einige Bücher, die mich interessierten. Mitgenommen und gelesen habe ich unter anderem:

"Das nackte Gesicht"

von
Sidney Sheldon

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Der Autor
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Sidney Sheldon wurde am 11. Februar 1917 in Chicago (Illinois) geboren und starb am 30. Januar 2007 in Rancho Mirage (Kalifornien). Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor, dessen Karriere 20jährig begann.

Vorerst schrieb er Drehbücher und Musicals. Nicht nur "Bezaubernde Jeanny" und "Hart aber herzlich" haben wir ihm zu verdanken.

Erst mit 50 Jahren veröffentlichte er Bücher, die zum größten Teil auch verfilmt wurden.
Weitere Informationen findet man unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Sidney_Sheldon

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Das Buch
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Sidney Sheldon veröffentlichte bereits 1970 sein Buch "The Naked Face". 1973 erschien das Buch in Deutschland. Seitdem ist es mehrmals von verschiedenen Verlagen veröffentlicht worden, einige Male auch als Doppelroman.
Ursprünglich erschien die deutsche Ausgabe mit dem Titel "Der Arzt und die Unsichtbaren", doch die meisten Veröffentlichungen tragen den Titel "Das nackte Gesicht".

Ich habe ein Taschenbuch vom Goldmann Verlag, in dem sich nicht nur dieser Roman von Sidney Sheldon befindet, sondern auch noch "Zorn der Engel". Das Buch umfaßt insgesamt 608 Seiten, wobei "Das nackte Gesicht" 192 Seiten Platz gefunden hat. Dieses Buch hat die ISBN 3-442-13414-5 und kostet 8 €.

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Klappentext
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Der Psychoanalytiker Dr. Judd Stevens führt in Manhattan eine Praxis. Alles ist in bester Ordnung, bis plötzlich ein Mordversuch auf ihn verübt wird. Doch niemand will ihm glauben, daß sein Leben in größter Gefahr ist…

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Inhalt & Meinung
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John Hanson kommt innerlich zufrieden von einer Sitzung bei seinem Psychoanalytiker Dr. Judd Stevens und wird auf offener Straße, mitten im weihnachtlichen Menschengedränge von hinten erstochen. Am gleichen Tag wird in die Praxis des Arztes eingebrochen und seine Sekretärin brutal ermordet.

Dr. Stevens ist fassungslos und kann sich die grausamen Vorfälle nicht erklären. Die ermittelnden Polizisten hingegen begegnen ihm mit Skepsis. Besonders Lieutenant McGreavy, der wegen eines früheren Vorfalls einen Groll gegen Dr. Stevens zu hegen scheint, macht keinen Hehl daraus, daß er glaubt, Dr. Stevens selbst hätte einen sehr guten Grund, seine Sekretärin und einen seiner Patienten umzubringen.

Man hat sich noch nicht einmal richtig warm gelesen, da hat man schon die ersten beiden Leichen und somit ein großes Rätsel vor sich. Spannender kann ein Einstieg in ein Buch nicht sein, denn natürlich will man wissen, wer der Mörder ist und warum. Vor allem, weil man vor den Morden erzählt bekommt, wer die beiden Opfer sind, so daß man sie sympathisch findet und einem der Mord an ihnen nahe geht.

Fast das ganze Buch über begleitet man Dr. Stevens, der sich, da ihm die Polizei nicht glaubt, nun selbst versucht einen Reim auf die Vorfälle zu machen, zumal er das nächste Opfer zu sein scheint, da ihn ein Auto mit Absicht angefahren hat. Er geht seine Patientenliste durch, kann aber nichts finden, was ihm verdächtig erscheint. Er denkt über die Opfer nach, denn auch hier könnte ein Mordmotiv vorliegen, betrachtet man sich die, für den Leser sehr interessanten, früheren Lebensumstände der Opfer. Hierbei ist es sehr interessant, mit was für Menschen ein Psychoanalytiker es beruflich zu tun bekommt.

So steigt die Spannung ständig, denn dem Leser werden hier nicht nur über den Dr. Möglichkeiten der Täterschaft gegeben, er selbst scheint nämlich einen Schritt vor dem Wahnsinn zu stehen. Überall Rätsel, überall Zweifel, die einen dazu Antreiben, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Das braucht man aber auch gar nicht, denn die knapp 200 Seiten laden förmlich dazu ein, das Buch hintereinanderweg durchzulesen. Der sehr flüssige und mitreißende Schreibstil unterstützt dieses ungemein. Man wird immer kribbliger, denn es folgen nicht nur weitere Einbrüche, sondern auch Morde. Und der Detektiv, den Dr. Stevens engagiert, scheint der Lösung auf die Spur zu kommen.

Das Buch gipfelt in einem Finale, das die Spannung auf die Spitze treibt. Man kann gar nicht mehr so schnell lesen, wie man dem Geschehen folgen möchte. Die Nerven liegen blank, alle Sinne sind auf´s Äußerste gespannt. Man kann kaum atmen, denn was man zu lesen bekommt, schockt einen zu tiefst. Erschöpft sinkt man mit einem Aufatmen zurück, hat man die letzte Seite des Buches endlich gelesen…

Dieser Thriller ist ungemein rasant. Kurz und knapp, aber so was von perfekt. Spannung pur und beste Unterhaltung wird einem mit "Das nackte Gesicht" geboten, so daß es eigentlich keinerlei Grund für Kritik gibt.
Ich gebe daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung mit 5 dicken Sternen!


( Mein Bericht erschien bereits auf Ciao am 31. Mai 2008 )

31 Bewertungen, 13 Kommentare

  • angi3000

    24.07.2008, 11:00 Uhr von angi3000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Gruesse von der Angi!

  • Gozo-Bernie

    21.07.2008, 16:49 Uhr von Gozo-Bernie
    Bewertung: sehr hilfreich

    und wieder ohne wenn und aber sh!

  • Miraculix1967

    21.07.2008, 15:08 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Start in die Woche wünsche ich! SH und LG Miraculix1967

  • Prisca

    21.07.2008, 12:15 Uhr von Prisca
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na ja, ein Buch muss nicht unbedingt lang sein um gut zu sein - ich mag es auch kurz und knackig. LG

  • Flotin6

    21.07.2008, 11:05 Uhr von Flotin6
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Testbericht. lg Flotin

  • anonym

    21.07.2008, 00:36 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ;O) Lieben Gruß Sabrina

  • ingoa09

    21.07.2008, 00:34 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr gut beschrieben! Gruß Ingo

  • senora

    21.07.2008, 00:32 Uhr von senora
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein guter Bericht + LG

  • bigmama

    20.07.2008, 23:45 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anett

  • morla

    20.07.2008, 23:40 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönen abend noch lg. petra

  • anonym

    20.07.2008, 23:39 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich berichtet

  • Baby1

    20.07.2008, 23:16 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Sweeaty

    20.07.2008, 23:11 Uhr von Sweeaty
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein guter bericht! liebe grüße und noch einen schönen restlichen sonntag!!