House Of God (Taschenbuch) / Samuel Shem Testbericht
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Erfahrungsbericht von elly7486
eine LÜGE vom Mythos der GÖTTER IN WEISS...
Pro:
realitätsnah
Kontra:
für mich nicht
Empfehlung:
Ja
Dieser Roman wurde und wird als Pflichtlektüre eines jeden angehenden Mediziners gehandelt,es ist Kult.
So habe auch ich mich mit diesem Buch vertraut gemacht, und möchte hiermit meine Eindrücke schildern.
Es vermittelt ihnen den Schock der Erkenntnis und bietet ihnen zugleich Trost bei ihren hippokratischen Bemühungen.
Nicht,dass wir uns hier falsch verstehen,es handelt sich nicht um ein medizinisches Fachbuch.
Es ist vielmehr ein Roman,der den Alltag von sechs jungen Ärzten beschreibt,die ihr erstes praktisches Klinikjahr im "House of God",so heißt das amerikanische Krankenhaus,erleben.Anfangs sind sie voller Idealismus,getrieben von dem Wunsch,Menschen zu helfen und zu heilen.
Doch sehr schnell werden sie vom ärztlichen Alltag eingeholt,zu dunkel sind die Schattenseiten der modernen Medizin,zu rauh die Wirklichkeit.
Sie reagieren zynisch,manche verzweifeln,andere schützen sich,indem sie gleichgültig werden.
In flüssiger,unterhaltsamer und zugleich spannender Ich-Form aus der Sicht des dreißigjährigen angehenden Arztes Roy Basch erzählt,erfährt der Leser,wie das Klinikleben aussieht,liest von Vorgesetzten und Patienten,von Freundschaften,Familienleben und Liebe.
Dieser Einblick ist sehr bissig dargestellt und mit einer unverblümten Desillusion des ärztlichen Mythos gleichzusetzen.Jedoch,die Personen,die wir während des Lesens kennenlernen,sind keineswegs unsympathisch.Aber die Dinge werden brutal beim Namen genannt.
Der Leser wird darüber aufgeklärt,was ein Gomer ist.Gomer ist ein Akronym:Get out of my Emergency Room - raus aus meiner Notaufnahme.Mit Gomers sind alte kranke Leute gemeint,die zig mal im Jahr ins Krankenhaus aufgenommen werden müssen.©Newspaper
Zum besseren Verständnis,hier ein Ausschnitt aus dem Buch:
"Gomers sind keine netten, alten Leute.Gomers sind Wesen,die das verloren haben,was ein menschliches Leben ausmacht.Sie wollen sterben, und wir lassen sie nicht sterben.Wir sind grausam zu den Gomers ,und sie sind grausam zu uns,indem sie mit Zähnen und Klauen gegen unsere Versuche ankämpfen,sie zu retten.Sie quälen uns,wir quälen sie."
Ich habe diese Stelle nicht abgetippt,weil mir nichts mehr einfiel,was ich sonst hätte schreiben können,sondern damit meine Leser sich ein Bild machen können,was sie beim Lesen des Buches erwartet.
Es ist nicht nur für den medizinischen Laien starker Tobak,erschreckend,erschütternd und abstoßend.
Es ist schockierend.
Das ganze Buch ist ein einziger Schock.
Und man braucht Tage ,um es zu verdauen.
Denn mit dem Lesen stirbt eine Illusion.
Der ärztliche Mythos wird demontiert.
Zartbesaitete Seelen sollten lieber die Finger von diesem Buch lassen,und lieber bei Frau Pilcher lesen.
Aber es wird auch deutlich,dass die Ärzteschaft gar nicht so abgebrüht ist -sie versuchen sich zu schützen.Mit Zynismus und an den Tag gelegte Gleichgültigkeit.Sonst könnten sie nicht überleben.Sie würden schlicht und ergreifend daran zu Grunde gehen.Es ist eben nicht so,dass man.wenn man in anderer Leute Bauch herumgewühlt hat,oder Jemand unter der Hand verblutet ist,Feierabend macht und zur Tagesordnung übergeht.
Zu Beginn des Buches wird der Leser mit der Ärzte- Hierarchie und den Arbeitsbedingungen in einem amerikanischen Krankenhaus vertraut gemacht.
Laut Verlag soll dieses Buch dazu beigetragen haben,dass sich die Arbeitsbedingungen der Jungärzte in ihrem ersten Jahr erheblich verbessert haben.
Den Schluss des Buches bildet auf zehn Seiten ein "Wörterbuch",in dem zum besseren Verständnis die medizinischen Fachbegriffe erklärt werden.
Der Autor Samuel Shem heißt im richtigen Leben Dr.Stephan Bergmann.Er ist Professor für Psychiatrie.Sein Buch "House of God" wurde von Dr.Heidrun Adler aus dem amerikanischen übersetzt.
Erschienen ist es 1978.
Die Taschenbuchausgabe ist im Knaur-Verlag erhältlich,hat die Orginallänge von 488 Seiten.
Preis:9,90 EUR
ISBN:3-426-60906-1
Das Buch gibt es in verschiedenen Cover-Farben.Ich habe die gelbe Edition.Soweit ich weiss,gibt es noch eine blaue und eine grüne,warum das so ist,entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich möchte noch einmal betonen,dass das Werk den Alltag in einem amerikanischen Krankenhaus schildert.
Aufatmen?
Amerika ist weit weg?
Ich denke,so weit weg ist Amerika nicht.
Liebe Grüße
elly7486
PS: Röschtlschleibfähler dieynen dähr ahlgämaynen Belüstigundg!!
41 Bewertungen, 10 Kommentare
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08.01.2007, 01:19 Uhr von luxusklasse1
Bewertung: sehr hilfreichsh +lg
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07.01.2007, 20:59 Uhr von diana75
Bewertung: sehr hilfreich** W*Ü*N*S*C*H*E** D*I*R** E*I*N** F*R*O*H*E*S** N*E*U*E*S** J*A*H*R** LG** D*I*A*NA** 75**
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04.01.2007, 19:05 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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03.01.2007, 01:33 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichsh + Gesundes, schönes Neues Jahr! LG Anett
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02.01.2007, 15:18 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreichEin toller Bericht! Alles Gute für 2007° Bine
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02.01.2007, 05:52 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan ;>))))
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02.01.2007, 04:49 Uhr von christin0172
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich, kannst ja mal bei mir vorbeiguggen. ansonsten wünsche ich dir schöne tage im neuen Jahr
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02.01.2007, 00:47 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir ein gesundes neues jahr. l. g. petra
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02.01.2007, 00:40 Uhr von dalaralein
Bewertung: sehr hilfreichsh, absätze würden das lesen erleichtern ;)
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02.01.2007, 00:38 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreichlieber Gruß Petra
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