Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2008
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Erfahrungsbericht von winterspiegel
Shrek lässt nach
Pro:
Verbesserte Computergrafik, Synchronstimmen im Original und bei der deutschen Fassung
Kontra:
Flickenteppich von kunterbunt zusammengesetzten Handlungsabläufen, nur sehr wenige gelungene spaßige Momente, ideen- und überraschungsarm
Empfehlung:
Ja
Der zweite Versuch von der Spielbergfirma DreamWorks - nach dem eher mittelmäßigen „Antz“ - in der Abteilung reiner Computeranimierter Filme Fuß zu fassen, war praktisch sofort ein sensationeller Erfolg seitens der Zuschauer. Obwohl mit dem Abenteuern des giftgrünen Ogers Shrek ja eigentlich nur legendäre Disney-Streifen persifliert wurden, und die eigentliche Story auch nicht unbedingt vor genialem Einfallsreichtum strotzte, witterte man hier sofort Oberwasser, da man bisher hinter dem großen Rivalen Disney immer nur hinterher hecheln konnte.
Ein zweiter Teil war demnach unvermeidlich, denn die Verantwortlichen ahnten hier eine fette Goldgrube, deren Potenzial wohl genutzt werden sollte, solange die Pixelhelden noch relativ frisch in der Erinnerung des Publikums -, und sicher auch, ehe die Konkurrenz von Pixar und Co. geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen im Stande war. Sehr schnell (übereilt?) wurde eine überkandidelte Fortsetzungsstory aus dem Boden gestampft, die dann in Verbindung mit einer noch mal verbesserten Technik, im besten Falle den ersten Teil noch einmal übertrumpfen sollte.
- HANDLUNG
Shrek und seine Angetraute Fiona sind aus ihren Flitterwochen zurück. Zu Hause holt die beiden frisch vermählten allerdings der harte Alltag schneller wieder ein, als sie sich das wohl gedacht hatten. Nicht genug, dass der nervige Esel sich wieder mit Nachdruck zurückmeldet, auch eine Einladung von Fionas Eltern - dem König und der Königin - an ihren Hof, bringt das junge Eheglück schon bald darauf stark ins wanken. Obwohl Shrek überhaupt keine Lust dazu hat, sich von den Schwiegereltern unter die Lupe nehmen zu lassen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als gute Mine zum bösen Spiel zu machen und dem Wunsch Fionas nachzukommen, die weite Reise anzutreten.
Am Hofe ist die Enttäuschung dann auch dementsprechend groß, als der tollpatschige Shrek seine Aufwartung macht. Vor allem der König macht aus seiner Unzufriedenheit gegenüber seinem neuen Schwiegersohn keinen Hehl, sodass sich die gegenseitige Abneigung immer weiter hochschaukelt. Da kommt die gute Fee ins Spiel, dessen Sohn Prinz Charming eine üble Niederlage bei der Brautwerbung um Fiona einstecken musste. Sie erpresst den König dazu mitzuhelfen, die frisch Verheirateten wieder auseinander zubringen. Als das Anheuern eines Meuchelmörders in Katergestalt nicht zum gewünschten Erfolg führt, lässt sie sich etwas anderes, noch raffinierteres einfallen. Dazu mixt die gute Fee, die ihren Namen alles andere als Ehre macht, einen Liebesaubertrank der Fiona untergeschoben werden soll, damit diese dann den ungehobelten Annäherungsversuchen von Prinz Charming auf den Leim gehen soll.
Alles scheint im Interesse der Intriganten ihren Verlauf zu nehmen, und Shrek findet sich schon damit ab, dass er sich ohne seine Frau auf die Heimreise aufmachen muss. Doch hier haben die Beteiligten die Rechnung ohne den Esel mit der großen Klappe- und den zum Verbündeten werdenden gestiefelten Kater gemacht. Aber auch von einer anderen Person, von der man es nicht unbedingt geglaubt hätte, bekommen unsere Freunde unerwartete Rückendeckung...
- KRITIK
FAR FAR AWAY scheint nicht nur das Königreich zu sein, in dem sich wieder jede Menge bekannte und neue Figuren herumtummeln, sondern auch der Handlungszusammenhang mit dem die Macher versuchten eine Fortsetzung des Oscargekrönten Erstlings aus der Taufe zu heben. Bei mir verdichtete sich nach dem zugegebenerweise wirkungsvollen Auftakt der ersten Minuten, aber immer stärker der Eindruck einer lieblosen, unkalkulierbaren Sturzgeburt. Einige Leute schienen sich aufs gerade Wohl markante Stellen aus bekannten Filmen der letzten Zeit herausgepickt zu haben, um diese dann ein weiteres Mal auf ihren parodistischen Gehalt abzuklopfen, und dann die eigentliche Geschichte mehr oder weniger um diese daraus resultierenden Gags herumzuformieren. Alles andere als Rund, oder gar aus einem Guss wirkt deshalb das eingebrachte Geschehen; sondern viel eher haarsträubend, konstruiert und bar jeglichen klaren Zusammenhangs.
Das wird vor allem gegen Ende sehr deutlich, als sich wirr zusammengesetzte Handlungsabläufe immer öfters die Klinke in die Hand geben, und somit überdeutlich wird, dass die Rechte irgendwie nicht mehr wusste, was die Linke letztendlich tat. Da wird gewiss so manch´ im Ansatz wirklich gelungener Scherz, nur noch mit einem gezwungenen lächeln quittiert werden, weil man einfach insgesamt nie wirklich überrascht -, geschweige den von der Story so richtig vereinnahmt wurde. Die noch mit am besten funktionierende Idee der Autoren – Shrek in einen Menschen zu verwandeln – war leider auch viel zu durchschaubar, da ja Ähnliches im ersten Film schon mit Fiona in umgekehrter Folge geschehen war, und deshalb ein spürbarer, unfreundlicher Hauch von Recycling bzw. Einfallslosigkeit, durch den mehr als unglücklichen Handlungsablauf wehte.
Die Rechner unterstützten Bilder sind dagegen wieder zweifellos eine Augenweide, und müssen sich keinesfalls hinter Werken wie etwa „Finding Nemo“ verstecken. Der technische Fortschritt speziell im Vergleich noch zur Erstauflage ist jedenfalls in jedem einzelnen Bild zu erkennen. Nochmals verbesserte Oberflächenstrukturen und überzeugendere Beleuchtung im Animationsablauf, garantieren ein sehr ansehnliches Festmahl für die Sinne. Vor allem aber ist eine unglaubliche Aufwertung in Richtung Realitätsnähe, bei den Gesichtszügen der „menschlichen“ Figuren zu erkennen. Diese wirken wohl auch auf Grund dessen so lebensnah, da man die mimischen Züge und das Aussehen der Originalsprecher als Vorbild verwendete. Das Ergebnis auf die Trickfiguren bezogen, ist dann schon richtiggehend verblüffend zu nennen.
Die deutschen Stimmen von Sascha Hehn, Randolf Kronberg sowie Ester Schweins sind insgesamt recht gelungen und harmonisch eingefangen, wenngleich sie an die Originalstimmen von Mike Myers, Eddie Murphy und Cameron Diaz usw. dann doch insgesamt nicht wirklich herankommen. Hier bietet speziell die DVD natürlich die hervorragende Möglichkeit, das ganze Szenario mit der stimmlichen Präsenz der vorwiegend US-amerikanischen Superstars nochmals durchzuspielen.
- FILMDATEN
Laufzeit: ca. 89 Minuten
Bildformat: 1.85:1 (Anamorph Widescreen)
Tonformat: Dolby Digital 5.1 Deutsch / Englisch / Österreichisch / Türkisch
Untertitel: Deutsch / Englisch / Türkisch
- ANMERKUNG ZUR DVD, DEN VERSCHIEDENEN VERSIONEN, UND DEN EXTRAS
Mit der Veröffentlichung der DVD hat der Animationsfan erst einmal die Qual der Wahl: Es erscheint eine Single-Version, die neben den Features wie Audiokommentar, Making of, Vorstellung des gestiefelten Katers sowie der US-Synchronsprecher und ein Filmmusik-Special, noch die weniger interessanten Extras wie Produktionsnotizen, ein paar technische Fehler, Web-Links, Bilder zum Ausdrucken, Trailer, das „Weit Weit Weg Tagblatt“, Eastereggs, DreamWorks Kids, einer Menge Spiele und andere Zusätze für das eher jüngere Publikum enthält.
Mit der 2-Disc-Spezial Edition kann man sich für ein paar Euros mehr dann noch auf einer separaten Silberscheibe die volle Dröhnung an Hintergrundmaterial geben.
Zeitgleich kommt eine „Shrek Collection“, in der die Teile 1 und 2 als Einzelscheiben enthalten sind. Wer zu Teil 1 den Audiokommentar und weitere Extras auch noch dazuhaben will, der muss sich aber nach wie vor schon an die schon erschienene „Oscar Edition“ halten.
Das Bonusgeschenk schlechthin und die Nummer, die mir persönlich am meisten Spaß gemacht hatte, ist der Exklusiv auf Shrek 2 DVD erhältliche (auf SE sowie Single) „Far Far Away Idol“ Sängerwettbewerb. Hier treten die Animationsfiguren in einem meist brüllend komischen Wettstreit gegeneinander an, in dem sie bekannte Lieder und Evergreens zum Besten geben. Hier kommt zumindest für wenige Minuten jene exzellente Stimmung auf, wie ich sie mir eigentlich schon für den Hauptfilm eigentlich gewünscht hätte. Auf eine eigens dafür angelegte Webseite, in der man über den Sieger abstimmen kann, wird auch noch zusätzlich hingewiesen.
Bild und Ton sind - wie bei Computerunterstützten, rein digitalen Werken dieser Machart sowieso Standart – erste Klasse. Da dürften sich Filmfreunde mit einer dementsprechend verfügbaren großen Bildfläche, schon mal einen besonderen Genuss versprechen. Der Musikscore wurde wie es sich für eine derartige Großproduktion gehört, per großem Orchester leinwandwirksam eingespielt, und zeigt sich somit auch von seiner allerbesten Seite.
Die Extras laufen auf Wunsch mit deutschen oder englischen Untertiteln.
- FAZIT
Die Solo-DVD-Version bietet nach meiner Einschätzung ein wirklich ausreichendes und einigermaßen ausgewogenes Bonusprogramm für große und kleine Fans des tollkühnen, wenn auch etwas anderen Filmhelden aus dem Sumpf. Die meisten Infos zu der Entstehung erfährt der Interessierte zweifelsohne im Audiokommentar, der von den Regisseuren mit einiger Sachkenntnis und viel Hintergrundstorys sehr unterhaltend dargeboten wurde. Vervollständigt wird das Extraangebot durch eine Fülle von weiteren Features, die für die meisten Filmgucker wohl ausreichend erscheinen. Wer nicht genug vom Oger und seinen tierischen Freunden bekommt, der greift dann halt zur Spezial Edition mit Extrascheibe.
Der Handlungsablauf dieses weiteren Aktes um Wirrungen und Irrungen von Familienbanden, Freundschaften und Neidern, zündete meiner Ansicht nach leider noch weniger als der erste Auftritt. Die faszinierenden Computergrafiken konnten da leider nicht vollständig die Ideenlosigkeit überdecken, die auch mit zumindest nett eingebrachten Filmparodien, respektablen Sprechern und charmantem Flair versucht einen vom Gegenteil zu überzeugen. Das A und O ist halt immer noch die eigentliche Story, die Geschichte, das Geschehen, dass das Ganze im Idealfall dann zu einem vollständigen Leinwandereignis werden lässt. In diesem wichtigen Bereich haben sich die Shrek-Macher dann doch viel zu sehr auf den Lorbeeren ausgeruht, mit denen sie nach dem ersten Aufguss von allen Seiten her geradezu überschüttet wurden.
Dass die Konkurrenz (hier natürlich an vorderster Front Pixar) nicht schläft, zeigt sich schon in der Ankündigung des auf den ersten Blick wirklich fabelhaft aussehenden Streifens „Die Unglaublichen“ (The Incredibles). Da sich die langsam von der Disney Company lösende Vorzeige-Animations-Schmiede in der Disziplin des Geschichtenerzählens sowieso keine blöße zu geben scheint, muss sich die DreamWorks Kreativwerkstatt aber langsam etwas anstrengen, da ja eine weitere, dritte Auflage von Shrek, Fiona und dem redseligen Esel fest in der Planung steht.
Vier Sterne bei der Bewertung – ja, aber auch nur wegen der guten und abwechslungsreichen Silberscheibenausgabe. Ein reiner Filmbericht hätte aber gnadenlos die Benotung viel weiter in den Keller gezogen.
© winterspiegel für Ciao & Yopi
Ein zweiter Teil war demnach unvermeidlich, denn die Verantwortlichen ahnten hier eine fette Goldgrube, deren Potenzial wohl genutzt werden sollte, solange die Pixelhelden noch relativ frisch in der Erinnerung des Publikums -, und sicher auch, ehe die Konkurrenz von Pixar und Co. geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen im Stande war. Sehr schnell (übereilt?) wurde eine überkandidelte Fortsetzungsstory aus dem Boden gestampft, die dann in Verbindung mit einer noch mal verbesserten Technik, im besten Falle den ersten Teil noch einmal übertrumpfen sollte.
- HANDLUNG
Shrek und seine Angetraute Fiona sind aus ihren Flitterwochen zurück. Zu Hause holt die beiden frisch vermählten allerdings der harte Alltag schneller wieder ein, als sie sich das wohl gedacht hatten. Nicht genug, dass der nervige Esel sich wieder mit Nachdruck zurückmeldet, auch eine Einladung von Fionas Eltern - dem König und der Königin - an ihren Hof, bringt das junge Eheglück schon bald darauf stark ins wanken. Obwohl Shrek überhaupt keine Lust dazu hat, sich von den Schwiegereltern unter die Lupe nehmen zu lassen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als gute Mine zum bösen Spiel zu machen und dem Wunsch Fionas nachzukommen, die weite Reise anzutreten.
Am Hofe ist die Enttäuschung dann auch dementsprechend groß, als der tollpatschige Shrek seine Aufwartung macht. Vor allem der König macht aus seiner Unzufriedenheit gegenüber seinem neuen Schwiegersohn keinen Hehl, sodass sich die gegenseitige Abneigung immer weiter hochschaukelt. Da kommt die gute Fee ins Spiel, dessen Sohn Prinz Charming eine üble Niederlage bei der Brautwerbung um Fiona einstecken musste. Sie erpresst den König dazu mitzuhelfen, die frisch Verheirateten wieder auseinander zubringen. Als das Anheuern eines Meuchelmörders in Katergestalt nicht zum gewünschten Erfolg führt, lässt sie sich etwas anderes, noch raffinierteres einfallen. Dazu mixt die gute Fee, die ihren Namen alles andere als Ehre macht, einen Liebesaubertrank der Fiona untergeschoben werden soll, damit diese dann den ungehobelten Annäherungsversuchen von Prinz Charming auf den Leim gehen soll.
Alles scheint im Interesse der Intriganten ihren Verlauf zu nehmen, und Shrek findet sich schon damit ab, dass er sich ohne seine Frau auf die Heimreise aufmachen muss. Doch hier haben die Beteiligten die Rechnung ohne den Esel mit der großen Klappe- und den zum Verbündeten werdenden gestiefelten Kater gemacht. Aber auch von einer anderen Person, von der man es nicht unbedingt geglaubt hätte, bekommen unsere Freunde unerwartete Rückendeckung...
- KRITIK
FAR FAR AWAY scheint nicht nur das Königreich zu sein, in dem sich wieder jede Menge bekannte und neue Figuren herumtummeln, sondern auch der Handlungszusammenhang mit dem die Macher versuchten eine Fortsetzung des Oscargekrönten Erstlings aus der Taufe zu heben. Bei mir verdichtete sich nach dem zugegebenerweise wirkungsvollen Auftakt der ersten Minuten, aber immer stärker der Eindruck einer lieblosen, unkalkulierbaren Sturzgeburt. Einige Leute schienen sich aufs gerade Wohl markante Stellen aus bekannten Filmen der letzten Zeit herausgepickt zu haben, um diese dann ein weiteres Mal auf ihren parodistischen Gehalt abzuklopfen, und dann die eigentliche Geschichte mehr oder weniger um diese daraus resultierenden Gags herumzuformieren. Alles andere als Rund, oder gar aus einem Guss wirkt deshalb das eingebrachte Geschehen; sondern viel eher haarsträubend, konstruiert und bar jeglichen klaren Zusammenhangs.
Das wird vor allem gegen Ende sehr deutlich, als sich wirr zusammengesetzte Handlungsabläufe immer öfters die Klinke in die Hand geben, und somit überdeutlich wird, dass die Rechte irgendwie nicht mehr wusste, was die Linke letztendlich tat. Da wird gewiss so manch´ im Ansatz wirklich gelungener Scherz, nur noch mit einem gezwungenen lächeln quittiert werden, weil man einfach insgesamt nie wirklich überrascht -, geschweige den von der Story so richtig vereinnahmt wurde. Die noch mit am besten funktionierende Idee der Autoren – Shrek in einen Menschen zu verwandeln – war leider auch viel zu durchschaubar, da ja Ähnliches im ersten Film schon mit Fiona in umgekehrter Folge geschehen war, und deshalb ein spürbarer, unfreundlicher Hauch von Recycling bzw. Einfallslosigkeit, durch den mehr als unglücklichen Handlungsablauf wehte.
Die Rechner unterstützten Bilder sind dagegen wieder zweifellos eine Augenweide, und müssen sich keinesfalls hinter Werken wie etwa „Finding Nemo“ verstecken. Der technische Fortschritt speziell im Vergleich noch zur Erstauflage ist jedenfalls in jedem einzelnen Bild zu erkennen. Nochmals verbesserte Oberflächenstrukturen und überzeugendere Beleuchtung im Animationsablauf, garantieren ein sehr ansehnliches Festmahl für die Sinne. Vor allem aber ist eine unglaubliche Aufwertung in Richtung Realitätsnähe, bei den Gesichtszügen der „menschlichen“ Figuren zu erkennen. Diese wirken wohl auch auf Grund dessen so lebensnah, da man die mimischen Züge und das Aussehen der Originalsprecher als Vorbild verwendete. Das Ergebnis auf die Trickfiguren bezogen, ist dann schon richtiggehend verblüffend zu nennen.
Die deutschen Stimmen von Sascha Hehn, Randolf Kronberg sowie Ester Schweins sind insgesamt recht gelungen und harmonisch eingefangen, wenngleich sie an die Originalstimmen von Mike Myers, Eddie Murphy und Cameron Diaz usw. dann doch insgesamt nicht wirklich herankommen. Hier bietet speziell die DVD natürlich die hervorragende Möglichkeit, das ganze Szenario mit der stimmlichen Präsenz der vorwiegend US-amerikanischen Superstars nochmals durchzuspielen.
- FILMDATEN
Laufzeit: ca. 89 Minuten
Bildformat: 1.85:1 (Anamorph Widescreen)
Tonformat: Dolby Digital 5.1 Deutsch / Englisch / Österreichisch / Türkisch
Untertitel: Deutsch / Englisch / Türkisch
- ANMERKUNG ZUR DVD, DEN VERSCHIEDENEN VERSIONEN, UND DEN EXTRAS
Mit der Veröffentlichung der DVD hat der Animationsfan erst einmal die Qual der Wahl: Es erscheint eine Single-Version, die neben den Features wie Audiokommentar, Making of, Vorstellung des gestiefelten Katers sowie der US-Synchronsprecher und ein Filmmusik-Special, noch die weniger interessanten Extras wie Produktionsnotizen, ein paar technische Fehler, Web-Links, Bilder zum Ausdrucken, Trailer, das „Weit Weit Weg Tagblatt“, Eastereggs, DreamWorks Kids, einer Menge Spiele und andere Zusätze für das eher jüngere Publikum enthält.
Mit der 2-Disc-Spezial Edition kann man sich für ein paar Euros mehr dann noch auf einer separaten Silberscheibe die volle Dröhnung an Hintergrundmaterial geben.
Zeitgleich kommt eine „Shrek Collection“, in der die Teile 1 und 2 als Einzelscheiben enthalten sind. Wer zu Teil 1 den Audiokommentar und weitere Extras auch noch dazuhaben will, der muss sich aber nach wie vor schon an die schon erschienene „Oscar Edition“ halten.
Das Bonusgeschenk schlechthin und die Nummer, die mir persönlich am meisten Spaß gemacht hatte, ist der Exklusiv auf Shrek 2 DVD erhältliche (auf SE sowie Single) „Far Far Away Idol“ Sängerwettbewerb. Hier treten die Animationsfiguren in einem meist brüllend komischen Wettstreit gegeneinander an, in dem sie bekannte Lieder und Evergreens zum Besten geben. Hier kommt zumindest für wenige Minuten jene exzellente Stimmung auf, wie ich sie mir eigentlich schon für den Hauptfilm eigentlich gewünscht hätte. Auf eine eigens dafür angelegte Webseite, in der man über den Sieger abstimmen kann, wird auch noch zusätzlich hingewiesen.
Bild und Ton sind - wie bei Computerunterstützten, rein digitalen Werken dieser Machart sowieso Standart – erste Klasse. Da dürften sich Filmfreunde mit einer dementsprechend verfügbaren großen Bildfläche, schon mal einen besonderen Genuss versprechen. Der Musikscore wurde wie es sich für eine derartige Großproduktion gehört, per großem Orchester leinwandwirksam eingespielt, und zeigt sich somit auch von seiner allerbesten Seite.
Die Extras laufen auf Wunsch mit deutschen oder englischen Untertiteln.
- FAZIT
Die Solo-DVD-Version bietet nach meiner Einschätzung ein wirklich ausreichendes und einigermaßen ausgewogenes Bonusprogramm für große und kleine Fans des tollkühnen, wenn auch etwas anderen Filmhelden aus dem Sumpf. Die meisten Infos zu der Entstehung erfährt der Interessierte zweifelsohne im Audiokommentar, der von den Regisseuren mit einiger Sachkenntnis und viel Hintergrundstorys sehr unterhaltend dargeboten wurde. Vervollständigt wird das Extraangebot durch eine Fülle von weiteren Features, die für die meisten Filmgucker wohl ausreichend erscheinen. Wer nicht genug vom Oger und seinen tierischen Freunden bekommt, der greift dann halt zur Spezial Edition mit Extrascheibe.
Der Handlungsablauf dieses weiteren Aktes um Wirrungen und Irrungen von Familienbanden, Freundschaften und Neidern, zündete meiner Ansicht nach leider noch weniger als der erste Auftritt. Die faszinierenden Computergrafiken konnten da leider nicht vollständig die Ideenlosigkeit überdecken, die auch mit zumindest nett eingebrachten Filmparodien, respektablen Sprechern und charmantem Flair versucht einen vom Gegenteil zu überzeugen. Das A und O ist halt immer noch die eigentliche Story, die Geschichte, das Geschehen, dass das Ganze im Idealfall dann zu einem vollständigen Leinwandereignis werden lässt. In diesem wichtigen Bereich haben sich die Shrek-Macher dann doch viel zu sehr auf den Lorbeeren ausgeruht, mit denen sie nach dem ersten Aufguss von allen Seiten her geradezu überschüttet wurden.
Dass die Konkurrenz (hier natürlich an vorderster Front Pixar) nicht schläft, zeigt sich schon in der Ankündigung des auf den ersten Blick wirklich fabelhaft aussehenden Streifens „Die Unglaublichen“ (The Incredibles). Da sich die langsam von der Disney Company lösende Vorzeige-Animations-Schmiede in der Disziplin des Geschichtenerzählens sowieso keine blöße zu geben scheint, muss sich die DreamWorks Kreativwerkstatt aber langsam etwas anstrengen, da ja eine weitere, dritte Auflage von Shrek, Fiona und dem redseligen Esel fest in der Planung steht.
Vier Sterne bei der Bewertung – ja, aber auch nur wegen der guten und abwechslungsreichen Silberscheibenausgabe. Ein reiner Filmbericht hätte aber gnadenlos die Benotung viel weiter in den Keller gezogen.
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