Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von ahaefner
Ein Muss!
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
nachdem ich mir den Film bereits im Kino angesehen hatte, war die DVD für mich ein MUSS. Warum, das könnt Ihr hier lesen...
...zur Handlung...
Unser Titelheld Shrek ist ein Eigenbrötler, der seinen ungerechtfertigten Ruf als schreckliches Monster dazu nutzt, in „seinem“ Sumpf das Leben in Ruhe und Einsamkeit zu genießen. Er ist ein Oger, riesig, hässlich und grün, der sich dringend einmal um die Etikette kümmern müsste.
Mit der Idylle ist es plötzlich vorbei, als die vom bösen Lord Farquaad vertriebenen Märchenfiguren vor seinem Haus Zuflucht suchen. Dazu gesellt sich dann auch noch ein magischer Esel, der in einem fort für Unterhaltung sorgt. Um seine wohlverdiente Ruhe einzufordern, macht sich Shrek zusammen - etwas unfreiwillig ;-) - mit dem Esel als Begleiter auf den Weg in Farquaads Fürstentum.
Dort gerät er in ein Ritter-Turnier, was er mal eben gewinnt. Als Sieger darf er dann für den zwergenwüchsigen Farquaad die wundervolle Prinzessin Fiona aus den Fängen eines fürchterlichen Drachen retten. Also machen sich Shrek und der hyperaktive Esel auf den Weg, hinein in ein Abenteuer, das selbst berufsmäßige Abenteurer wie "Indiana Jones" oder "Lara Croft" vor Neid erblassen lassen würde.
Herrlich groteske Einfälle, wie eine "Matrix"-Parodie oder eine verliebte Drachenlady, paaren die Autoren mit einem gesunden Schuss Romantik, permanenter Action und haarscharfen Dialogen. Auch beim mehrfachen Ansehen gefallen mir die zwischen Shrek und dem immerfort plappernden Esel stattfindenden, maschinengewehrfeuerartigen Wortgefechte, die der Esel des öfteren für sich entscheiden kann.
Sprechende Esel, Drachen und Prinzessinnen - das kann doch nur ein Märchen sein, oder? Nun ja, nicht wirklich; zwar ist die Story des Filmes in einer Märchenwelt angesiedelt und es kommen auch einige typische Märchenelemente vor, eigentlich ist der Film aber eher eine Parodie, nicht nur auf Märchen, sondern auch auf moderne Filme, wie zum Beispiel "Matrix". Und auch wenn der Film von der FSK keine Altersbeschränkung auferlegt bekommen hat, so ist m.E. dennoch kein Kinderfilm; viele Gags dürften die kleineren noch nicht verstehen und auch platzende Vögel sind sicherlich nicht für jedes Kind geeignet...
Dass der Dreamworks-Boss Jeffrey Katzenberg, einstiger (und dort vor einigen Jahren entlassene) Top-Manager bei Disney, mit diesem Film privaten Rachegelüsten fröhnt, wird mehr als deutlich und ist mittlerweile vielfach erörtert worden. Das alleine aber wäre nicht sonderlich interessant - steckte hinter der penetranten, fast schon zwanghaften Art, in der sich Shrek in seiner ersten halben Stunde in eindeutiger Opposition zu Disney positioniert nicht noch viel mehr, nämlich eine knallharte Verkaufsstrategie, deren Ziel es nur sein kann, Disney von dessen Monopolstellung abzulösen.
Von der ersten Minute an ist Shrek voller Zitate und Anspielungen auf die Disney-Filme, bzw. auf Disneyland – und das manchmal scharf am Rande eines Copyright-Prozesses. Vor allem der Klassiker ‚Schneewittchen und die 7 Zwerge’ muss gleich mehrfach herhalten, von der Märchenbuch-Einleitung angefangen über den sprechenden Spiegel bis zu einem Auftritt von Schneewittchen im Glassarg. ‚Cinderella’ geht's nicht anders, wobei ihr Schloss, das auch zum Wahrzeichen von Disneyland und zum Logo des Konzern wurde, in Shrek zur Festung mutiert. ‚Pinocchio’ gibt ein Gastspiel, und selbst auf weniger bekannte Kurzfilme aus den 1930ern wie die ‚drei kleinen Schweinchen’ wird angespielt.
Vor allem aber spart man nicht mit Seitenhieben auf vertraute Schemata der Disney-Filme - was sogar in einem Gesangsverbot gipfelt: Als Shrek zusammen mit dem Esel loszieht, um widerwillig zur Rettung der Prinzessin zu schreiten und der Esel anhebt, den an dieser Stelle eigentlich unvermeidlichen ersten Song anzustimmen, gibt's eins auf die Schnauze. Prinzessin Fiona dagegen liefert sich ein nettes Duett mit einem kleinen Vögelchen, das dann beim hohen C zerplatzt.
Aber auch ohne die Schläge unter die Gürtellinie von Disney macht "Shrek" rundherum Spaß. Es wird persifliert was das Zeug hält, die Tricktechnik ist beeindruckend und die Charaktere sind erfrischend mehrdimensional gezeichnet.
Der Film ist in allen Belangen perfekt umgesetzt: technisch zeigt er das, was mit Computeranimation heute möglich ist, die Handlung ist fesselnd und zugleich unglaublich komisch, und auch die Charaktere sind ausgeprägt. Kein Wunder, daß sich im Original so klangvolle Namen wie Mike Myers (Shrek), Cameron Diaz (Fiona) oder Eddie Murphy (Donkey der Esel...) verpflichten ließen. Mehr kann man von einem Film einfach nicht erwarten, also kaufen!
...noch ein paar Worte zum Sound...
Auch der Soundtrack weckt Emotionen. Rufus Wainwright, die Proclaimers und vor allen Dingen die Eels haben allesamt ansprechende, sehnsüchtige Melodien verfasst. Dana Glovers "It Is You (I Have Loved)" ist die erlesene Hochglanz-Ballade dieses Soundtracks, aber sie ist besser als die meisten anderen, und bei John Powells Orchesterstück "True Love's First Kiss", das die entscheidenden Szenen begleitet, wünscht man sich, dass eine zusammenhängende Komposition diesen Soundtrack gestalten würde. Smash Mouth liefert eine Version von "I'm A Believer" der Monkees, hier ein Stück voll von Grooves und knackigen HipHop Beats, und Leslie Carter (Schwester von Aaron und Nick) bietet eine kesse Interpretation bei dem an Britney Spears erinnernden "Like Wow!". Der Soundtrack quetscht auch noch den letzten Tropfen aus dem bis zum Überdruss gespielten Smash-Mouth-Hit "All Star", aber ansonsten ist ein gelungenes Gleichgewicht erreicht worden zwischen bezaubernden, aber nicht zu edlen Pop-Hits, und den ausgereiften Songs, die sich aber durchaus auch noch in junge Gehörgänge einschleichen können
Nun endlich zur DVD selbst:
Wie üblich, verfügt auch diese DVD über ein Hauptmenü, das nach dem Einlegen in den Player automatisch startet. Von dort kann man dann entweder den Film abspielen, sich bestimmte Szenen aussuchen oder in die weiteren Menüs gelangen! Nahezu alle Menüs, wie auch die Übergänge sind animiert und mit lustigen Kommentaren der Protagonisten des Filmes versehen. Zum Schreien finde ich den Esel, der Esel ständig durchs Bild hüpft, solange man sich nicht entscheiden kann.
Im Audio-Menü kann man wählen, in welcher Sprache man sich diesen Geniestreich der Firma DreamWorks ansehen möchte. Zur Wahl stehen hier Deutsch und Englisch und das Ganze, wie nahezu schon üblich, auch in Dolby Digital. Die Untertitel können ebenfalls auf deutsch oder englisch eingestellt werden.
Mehr gibt es zur Bedienung der DVD nicht zu sagen, daher komme ich nun zum Bonusmaterial, das für meine Begriffe allerdings nicht so ganz gelungen ist. Es besteht aus:
- SHREK bei der Sumpf-Karaoke-Party (alternatives Ende): Eine exklusiv für die DVD animierte, nie im Kino gezeigte Karaoke-Party mit Shrek und allen Figuren aus dem Film – für mich das Highlight des Bonusmaterials
- Behind the Scenes (untertitelt, über die Technik von Shrek)
- Shreks ReVoice Studio (DVD-ROM, nur am PC): Damit kann der Zuschauer seine Lieblingscharaktere selbst synchronisieren – leider funktioniert dieses an meinem PC nicht, obwohl der erforderliche Interactive Player installiert ist
- animierte Interviews mit der "Presse": Interviews mit Shrek, dem Esel und Prinzessin Fiona (untertitelt)
- Produktionsnotizen (übersetzt)
- Biografien von Stab und Besetzung (übersetzt)
- Audio-Kommentar der Produzenten (untertitelt)
- Internationale Synchronbeispiele (untertitelt)
- verschiedene interaktive Spiele (die sich m.E. den Titel „Spiel“ nicht verdient haben und nur wenig für Abwechslung sorgen): ein Ratespiel, Figuren Morphen und „Dekoriere den Pfefferkuchenmann"
Zu guter Letzt noch ein paar technische Details:
- Spieldauer: 86 Minuten
- Regionalcode: k.A.
- ohne Altersbeschränkung freigegeben
- Dolby Digital und 16:9 fähig
- Bildformat: 1,85:1 (anamorph)
Auch, wenn mich der Bonus nicht unbedingt vom Hocker gehauen hat – die DVD gehört in jeden Schrank ! Also, kaufen (z.B. bei Amazon für EUR 24.99, teilweise schon gebraucht für knapp 19 EUR zu haben – obwohl ich nicht verstehen kann, dass man diese Scheibe wieder abgibt...)
Viel Spaß beim Schlapplachen
© Andreas (04.08.2001 / 31.03.2002 / 19.06.2002)
77 Bewertungen, 11 Kommentare
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27.08.2002, 11:35 Uhr von olaiaga
Bewertung: sehr hilfreichHab den auch bereits, allerdings nur als VHS, finde ich trotzdem genial wie Deinen Bericht Bye olaiaga
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04.08.2002, 13:16 Uhr von kenam
Bewertung: sehr hilfreichsn - einfach Kult.
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26.07.2002, 12:26 Uhr von alteSchwedin
Bewertung: sehr hilfreichIch hab mir die DVD letztens mit meinem Freund ausgeliehen und wir haben Shrek auf Deutsch und Englisch gesehen und immer noch nicht wirklich genug...
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18.07.2002, 10:01 Uhr von Joebln
Bewertung: sehr hilfreichFilmgeschichte - sag ich da nur
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29.05.2002, 02:33 Uhr von ArthurDent
Bewertung: sehr hilfreichcooler Film, toller Bericht
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24.05.2002, 21:55 Uhr von Madame
Bewertung: sehr hilfreichich hab ihn auf DVD gesehen, stark!
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17.05.2002, 13:59 Uhr von Jarco
Bewertung: sehr hilfreichHatte mir den Film im Kino angetan. Echt ein Klasseteil! Ciao Enrico
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17.05.2002, 11:36 Uhr von political
Bewertung: sehr hilfreichVor allem die prominenten Synchronstimmen machen das besondere dieses Films aus, wie ich meine! lg chris
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29.04.2002, 17:18 Uhr von kasmodiah
Bewertung: sehr hilfreichder film ist echt super
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09.04.2002, 01:01 Uhr von Schnecke999
Bewertung: sehr hilfreichDamals im Kino habe ich mich sooo gekugelt vor Lachen... *g* Vielleicht hole ich mir den ja auch noch auf DVD... Gruß Schnecke999
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03.04.2002, 18:05 Uhr von SexyEva
Bewertung: sehr hilfreichDer Film ist echt klasse
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