Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Taschenbuch) / Bastian Sick Testbericht

ab 2,66
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Erfahrungsbericht von lieblingsbabe

Existiert deutsche Rechtschreibung?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Allgemein
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\"Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod\" von Bastian Sick hab ich mir gekauft als ich auf der Suche war nach einem Buch, das mich zum Lachen bringt ohne dass ich dabei verblöde. Das Buch handelt so ganz allgemein von der deutschen Sprache, besser gesagt von der deutsche Rechtschreibung und wirft auf dem Rückband schonmal einige Fragen auf.
Heisst es Pizzas oder Pizzen?
Gewinkt oder gewunken?
Storys oder Stories?
Ich dachte kaum, dass ich bei dem Kauf viel falsch machen würde. Selbst wenn das Buch absoult unlustig wär, so würde ich immerhin was lernen. Gezahlt hab ich dafür 8,90 Euro in der Buchhandlung. Gedruckt wurde es vom KIWI-Verlag und hat 229 Seiten.


Inhalt
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Das Buch gilt das Wegweiser durch die deutsche Sprache und als erstes behandelt der Autor die sclimmsten und typischsten Fehler der Deutschen: Den Dativ und den Genetiv. Wir lernen, dass es nicht \"Wegen dem Lärm\", sondern \"Wegen des Lärms\" heisst. Das lässt sich relativ einfach abhaken, falls man es noch nicht wusste. Danach bekommt der Leser kurz gesagt, dass man Apostrophen nicht willkürlich setzen kann. Selbst wenn man Helga heisst und eine Strandbude aufgebaut hat, kann man die nicht einfach \"Helga\'s Cocktail\'s Bar\" nennen.
Nach ein paar Lapalien und typischen Fehlern, kommen wir nach der Hälfte des Buches allerdings zu weitaus tieferen Abgründen der deutschen Sprache. Behandelt werden jetzt \"unsichtbare Amerikanismen\" und ich hab gelernt, dass ich durchaus folgenden Satz als richtig anerkennen muss:
\"Ich erinnere das nicht\". Aha. Genauso kann ich fragen \"Erinnerst du letzte Weihnachten?\"
Das Buch fängt spätestens nach den zweiten Drittel an den Durchschnittsdeutschen komplett zu verwirren. Ich weiss jetzt zwar, dass ich niemals sagen darf \"Das türkisene Wasser schäumt\", bin aber vom Rest sowas von verwirrt und durcheinander, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe weiterzulesen.

Vor allen Dingen, weil der Autor Fehler, der er auf Seite 13 noch angeprangert hat, auf Seite 27 bereits selbst tut. Für den Leser absolut verwirrend.


Fazit
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Mit einem \"Wegweiser durch die deutsche Sprache\" hat das Buch wenig bis gar nichts zu tun. Hier wird lediglich versucht Fehler zu suchen, die eigentlich keine sind, wenn nicht irgendwer sich mal ausgedacht hätte, dass es doch welche sind. Das Buch hat mir vor allen Dingen Kopfschmerzen bereitet und mich vollkommen durcheinander gebracht. Von einem Wegweiser erwarte ich, dass er Ordnung bringt und nicht alles über einen Haufen wirft und sich am Ende dann noch selbst widerspricht.

Von mir gibts einen Stern, weil es teilweise doch zumindest etwas lustig ist.

30 Bewertungen