BenQ-Siemens C55 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2003
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Summe aller Bewertungen
- Design:
- Qualität & Verarbeitung:
- Ausstattung:
Erfahrungsbericht von coranick
Individualität großgeschrieben
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bisher gehörte ich eher zu den typischen Wenigtelefonierern, es war nur wichtig, stets erreichbar zu sein. Für diesen Zweck war eine Prepaid-Karte ideal und so hatte ich eben auch eine solche. Mittlerweile haben sich die Verhältnisse gründlich geändert, ich muß sehr häufig von unterwegs telefonieren und so blieb nichts anderes übrig, als nach einem Kartenvertrag Ausschau zu halten, denn die Prepaid-Geschichte trieb mir als kostenbewußtem Schwaben regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht ... Und wenn’s dabei noch ein aktuelles Handy quasi hinterher geworfen gibt fällt die Entscheidung, sich vertraglich für zwei Jahre zu binden doch ziemlich leicht. So überlegte ich mir, welche Features das Gerät haben sollte und auf welche ich verzichten kann. Nach intensivem Studium zahlreicher Tests und Berichte entschied ich mich für das Siemens C55 und will im folgenden berichten warum:
Unauffälligkeit
--------------------
Merkwürdige Überschrift, wird sich mancher jetzt wohl denken und in der Tat: Ein Mobiltelefon ist ein Gegenstand, auf den ich gerne verzichten würde wenn ich könnte. Ich arbeite im Außendienst und laufe den ganzen Tag in Anzug und Krawatte rum und das letzte was ich da gebrauchen kann ist ein Prügel von einem Handy, der die Sakkotasche ausbeult wie die fünfundvierziger Magnum mit Schalldämpfer...
Daher hat dieses Gerät gefälligst so klein und so leicht wie möglich zu sein. Das C55 ist ca.109mm lang, 44mm breit, 21mm dick und wiegt mit Akku gerade mal 80 Gramm; die Gehäusekanten sind allesamt stark abgerundet, kein Antennenstummel stört und das Kunststoffgehäuse fühlt sich angenehm griffig an. Beste Voraussetzungen also, um nicht als störend durchzufallen. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist in diesem Zusammenhang das Vorhandensein eines Vibrationsalarmes und der Zuordnung von Ruftönen zu bestimmten Nummern, denn nichts ist grausamer als das nervtötende Gequäke eines Handys im unpassenden Moment. Dazu gleich mehr.
Ausstattung & Technik
-------------------------------
Was muß das Handy alles haben und können? An diesem Kapitel gehen die Meinungen so weit auseinander wie sonst kaum irgendwo, denn jeder hat da andere Vorstellungen und genug ist’s sowieso nie. Schaut man sich die Featureliste mancher Geräte an, so ist man schon fast froh wenn man darauf den Hinweis entdeckt, daß sich das Gerät nebenbei auch noch zum Telefonieren eignet. Meinen Ansprüchen genügt eine kurze Liste: Telefon, SMS, Situationsprofile, Sprachwahl und externer Antennenanschluß fürs Auto, vernünftiges Telefonbuch und Klingeltonzuordnung und vor allem eine einfache „intuitive“ Bedienung. Im wesentlichen war’s das schon, was ich von einem Handy verlange. Zum Fotografieren benutze ich die Kamera, denn mit dieser will ich nicht telefonieren. Internet auf zwei mal drei Zentimetern macht nicht wirklich Spaß und zum Spielen taugt die Handy-Technik nun wirklich nicht, dafür hat man schließlich einen GHz-PC zu Hause... Daher klammere ich diese Bereiche aus meinem Bericht aus, ich kann nicht über etwas berichten worüber ich mangels Notwendigkeit und Interesse nichts weiß.
Die genannten Forderungen erfüllt das C55 selbstverständlich mit Bravour –soweit nichts Besonderes, denn welches moderne Handy kann das nicht. Darüber hinaus bietet es dem der’s braucht noch eine Reihe weiterer Eigenschaften:
- GPRS
- JAVA Wireless Technologie
- WAP-Browser 1.2
- Calling Images – gespeicherte Fotos als Logo oder Bildschirmschoner verwenden
- Terminplaner
- Gruppen-SMS
- EMS (Enhanced Messaging Service)
- austauschbare Oberschale („ClipIt-Cover“)
Die Liste läßt sich fortsetzen, eine detaillierte Produktbeschreibung findet sich unter www.my-siemens.de und ist nicht Gegenstand dieses Erfahrungsberichtes. Auf eine Besonderheit will ich in diesem Zusammenhang jedoch näher eingehen, obwohl ich als „Telefon-Purist“ gerne auf unnötigen Firlefanz verzichte: Die polyphonen Klingeltöne, oft als DAS Highlight des Siemens C55 gepriesen. Und ich muß zugeben, was ich auf den ersten Blick als Kinderspielzeug verspottete entpuppt sich bei konsequenter Benutzung als durchaus hilfreiche Sache. Nicht nur, daß die bereits im Gerät gespeicherten Töne sich in wohltuender Weise aus der Masse hervorheben (ich kann das elende Gequäke der Handys meiner Töchter nicht mehr ertragen), man kann auch eigene Klänge bis zu einer Länge von achtzehn Sekunden aufnehmen, die das Gerät dann als *.wav-Datei abspeichert. Das klingt zwar etwas blechern, meine Hunde Cora und Nick sind aber (über)deutlich wieder zu erkennen und signalisieren so den Anruf eines Familienmitglieds. Von einem solchen „Lautsprecher“ darf man selbstverständlich keine HiFi-Qualität erwarten, die Sprachverständlichkeit ist jedoch allemal gut genug.
So lassen sich voreingestellte oder selbst aufgenommene Sounds jeder Telefonnummer oder auch Anrufergruppe zuweisen, ebenso Meldungen,Termine und CB-Dienste. Ein bekanntes Zitat aus der Literatur kündigt in breitem Schwäbisch den Kommunikationswunsch meines Chefs an, das Quaken einer Ente den Anruf der Schwiegermutter. Ein Schelm wer Böses dabei denkt... Der Phantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Je markanter der Sound, umso eindeutiger gelingt die akustische Identifikation des Anrufers, was vor allem während der Autofahrt die Sicherheit erhöhen kann, da man nicht erst umständlich aufs Display schauen und den Blick von der Fahrbahn nehmen muß um zu erkennen wer da anruft. Das ist der eigentliche praktische Nutzen an der Sache. Mittlerweile betrachte auch ich diese Funktion als DAS Highlight des C55, sie erhöht den Gebrauchswert eines solchen Gerätes beträchtlich und sogar mir macht’s Spaß ;-). Natürlich kann man den SoundManager auch als Mini-Diktiergerät für kurze Notizen verwenden.
Handhabung
------------------
Wie eingangs erwähnt ist die Benutzerfreundlichkeit in der Anwendung eines solchen Produkts für mich sozusagen das Killerkriterium und der Begriff „Benutzerfreundlichkeit“ beinhaltet einen weiten Bereich von Eigenschaften, an denen einfach kein Weg vorbeiführt. Daher ist dies auch der ausführlichste Punkt in meinem Erfahrungsbericht.
Maße und Gewicht stimmen beim C55 und auch der erste Blick auf seine Oberfläche ist vielversprechend: Während andere Hersteller unter Verzicht auf den letzten Rest Ergonomie auch noch das Tastenfeld in ihr berüchtigtes Klodeckeldesign mit einbeziehen bleibt Siemens hier geradezu konservativ. Relativ große Tasten, klassisch angeordnet, bieten vertraute Gewohnheit. Doch keine Rosen ohne Dornen – das Tastenfeld verjüngt sich zum unteren Rand hin, so daß die unterste Reihe für große Finger nicht ganz unproblematisch sein wird. Erstklassig hingegen die drei Bedientasten „Verbindung“, „4-fach-Steuertaste“ und „Ende/zurück“. Ergonomisch sinnvoll aufgeteilt und angeordnet ermöglichen sie die intuitive Navigation durch die Menus, so daß man nur selten ins Handbuch schauen muß. Und wenn man selbiges doch mal zu Rate ziehen muß, so findet man sich dort genau so gut zurecht. Vorbildlich.
Die linke Steuertaste und die Zifferntasten 1-9 lassen sich mit frei wählbaren Funktionen oder Telefonnummern belegen, was der Vereinfachung in der Handhabung weiter entgegenkommt, ebenso wie der satte Druckpunkt aller Tasten, die –wenn gewünscht- bei Betätigung auch klicken oder piepsen können.
Texte gibt man mit der genialen Eingabehilfe T9 ein, ein lernfähiges Wörterbuch leistet hierbei beste Dienste.
Auch die Sprachwahl ist eine feine Sache: Übers Mikrofon nimmt man bis zu zwanzig Kommandos auf und bei aktivierter Sprachwahl ruft das Telefon beispielsweise zu Hause oder in der Firma an. Geradezu unverzichtbar finde ich diese Funktion beim Autofahren in Verbindung mit einer geeigneten Freisprecheinrichtung, ein „Business-Handy“ ohne solche Funktion verdient diesen Namen nicht.
Zu der Gruppe der unverzichtbaren Eigenschaften gehören zumindest für mich auch die Situationsprofile, mit denen man je nach Anforderung Art und Umfang des Alarms festlegen kann: Im Auto darf es durchaus laut bellen, in anderen Situationen genügt ein leichtes Vibrieren in der Kitteltasche absolut. Legt man nun diese Funktionen auf einen Softkey so lassen sich auf diese Weise nahezu sämtliche wesentlichen Geräteeinstellungen mit minimalstem Aufwand verändern, ohne daß man sich dafür durch die Menüs hangeln muß. Das ist einfach Klasse und vereinfacht die Handhabung ungemein!
Der Speicher bietet Platz für insgesamt etwa zweihundertfünfzig Einträge, wie die sich auf SIM-Karte und Telefon verteilen ist mir persönlich ziemlich wurscht, Hauptsache sie sind da. Wer sich als optionales Zubehör ein Datenkabel kauft kann seine Telefonbucheinträge ganz bequem vom PC aus verwalten und von dort auch SMS versenden, Klingeltöne und Logos aufs Handy laden. Aber da bin ich schon wieder im Bereich dessen was ich persönlich als unnötigen Firlefanz bezeichne.
JAVA kann das C55 auch und wer sich partout nicht beherrschen kann, dem bietet sich damit die Möglichkeit zusätzlich zu den bereits im Gerät gespeicherten JAVA-Spielchen weitere herunter zu laden oder gar selber welche zu programmieren, sofern er des Programmierens in JAVA mächtig ist. Doch dies ist bekanntermaßen nicht meine Welt, weshalb ich zu diesen Features auch keine Aussage machen kann.
Genauso wenig zu den Themen WAP und GPRS, denn : siehe ganz oben.
Ein ganz wesentlicher Punkt im Bereich der Handhabung ist auch das Display. Die Qualität desselben beeinflußt den Nutzwert eines Handys ganz erheblich. Damit meine ich nicht, daß es möglichst groß und möglichst farbig sein soll, im Gegenteil: Lieber ein gutes Monochrom- als ein miserables Farb-Display. Und wenn ich schon Kamera und Internet aus dem Handy verbanne,so muß ich beim C55 konsequenterweise auch mit einem Monochrom-Display zufrieden sein. Das Display des C55 gehört in der Tat zu den besseren seine Sorte. Obwohl es mit seiner bernsteinfarbenen Hintergrundbeleuchtung einen ausgezeichneten Kontrast und sehr gute Ablesbarkeit bietet dürfte es ruhig noch ein wenig größer sein.
Als Stromquelle dient ein Lithium-Ionen-Akku mit 700mAh Kapazität, alles andere wäre unzeitgemäß. Dieser soll nach Herstellerangaben zwischen 60 und 300 Stunden Standby-Zeit und 90 bis 300 Minuten Gesprächszeit ermöglichen. Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, im Schnitt muß mein C55 alle vier bis fünf Tage an den Tropf, das ist ganz ok, wenn ich an meinen alten Trium-Prügel denke...
Kritikpunkte
----------------
gibt’s gottlob recht wenige. Einer betrifft trotz des eingangs erwähnten Lobes das Gehäuse, und zwar das Material desselben. Dieses fühlt sich zwar wunderbar griffig an, doch habe ich Zweifel an der Stabilität im Falle eines Falles, buchstäblich. Der Kunststoff ist für meine Begriffe etwas dünn geraten, und die Gehäuseunterschale gibt auf Druck etwas nach. Bis jetzt ist nix passiert und ich spiele mit dem Handy auch nicht Fußball, aber wie gesagt, ich habe meine Zweifel...
Datenkabel aus früheren Baureihen lassen sich beim C55 nicht mehr verwenden, Siemens hat da einfach einen anderen Steckverbinder eingeführt. Auch ein Infrarotport fehlt, der wäre mir zum Datenableich bedeutend lieber als ein Kabel, das erst umständlich eingesteckt werden muß. Vermutlich fiel er dem Rotstift zum Opfer. Und die unterste Tastenreihe dürfte einen Tick breiter sein.
Fazit kurz und knapp
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Mit dem C55 ist Siemens ein guter Wurf gelungen. Es besticht vor allem durch praxisgerechte Funktionen in Verbindung mit geradezu kinderleichter Bedienung und hohem Nutzwert, der nicht zuletzt durch den SoundManager zustande kommt. Beim Abschluß eines Kartenvertrages kriegt man dieses Teil meist ohne weitere Kosten dazu (natürlich finanziert man es über die Gebühren am Ende doch wieder selber), und selbst solo kostet es gerade mal um die hundertachtzig Euro. Da lassen sich die kleinen Kritikpunkte meiner Meinung nach leicht verschmerzen. Wer weder Farbdisplay noch Kamera braucht: Bitteschön, zuschlagen
Unauffälligkeit
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Merkwürdige Überschrift, wird sich mancher jetzt wohl denken und in der Tat: Ein Mobiltelefon ist ein Gegenstand, auf den ich gerne verzichten würde wenn ich könnte. Ich arbeite im Außendienst und laufe den ganzen Tag in Anzug und Krawatte rum und das letzte was ich da gebrauchen kann ist ein Prügel von einem Handy, der die Sakkotasche ausbeult wie die fünfundvierziger Magnum mit Schalldämpfer...
Daher hat dieses Gerät gefälligst so klein und so leicht wie möglich zu sein. Das C55 ist ca.109mm lang, 44mm breit, 21mm dick und wiegt mit Akku gerade mal 80 Gramm; die Gehäusekanten sind allesamt stark abgerundet, kein Antennenstummel stört und das Kunststoffgehäuse fühlt sich angenehm griffig an. Beste Voraussetzungen also, um nicht als störend durchzufallen. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist in diesem Zusammenhang das Vorhandensein eines Vibrationsalarmes und der Zuordnung von Ruftönen zu bestimmten Nummern, denn nichts ist grausamer als das nervtötende Gequäke eines Handys im unpassenden Moment. Dazu gleich mehr.
Ausstattung & Technik
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Was muß das Handy alles haben und können? An diesem Kapitel gehen die Meinungen so weit auseinander wie sonst kaum irgendwo, denn jeder hat da andere Vorstellungen und genug ist’s sowieso nie. Schaut man sich die Featureliste mancher Geräte an, so ist man schon fast froh wenn man darauf den Hinweis entdeckt, daß sich das Gerät nebenbei auch noch zum Telefonieren eignet. Meinen Ansprüchen genügt eine kurze Liste: Telefon, SMS, Situationsprofile, Sprachwahl und externer Antennenanschluß fürs Auto, vernünftiges Telefonbuch und Klingeltonzuordnung und vor allem eine einfache „intuitive“ Bedienung. Im wesentlichen war’s das schon, was ich von einem Handy verlange. Zum Fotografieren benutze ich die Kamera, denn mit dieser will ich nicht telefonieren. Internet auf zwei mal drei Zentimetern macht nicht wirklich Spaß und zum Spielen taugt die Handy-Technik nun wirklich nicht, dafür hat man schließlich einen GHz-PC zu Hause... Daher klammere ich diese Bereiche aus meinem Bericht aus, ich kann nicht über etwas berichten worüber ich mangels Notwendigkeit und Interesse nichts weiß.
Die genannten Forderungen erfüllt das C55 selbstverständlich mit Bravour –soweit nichts Besonderes, denn welches moderne Handy kann das nicht. Darüber hinaus bietet es dem der’s braucht noch eine Reihe weiterer Eigenschaften:
- GPRS
- JAVA Wireless Technologie
- WAP-Browser 1.2
- Calling Images – gespeicherte Fotos als Logo oder Bildschirmschoner verwenden
- Terminplaner
- Gruppen-SMS
- EMS (Enhanced Messaging Service)
- austauschbare Oberschale („ClipIt-Cover“)
Die Liste läßt sich fortsetzen, eine detaillierte Produktbeschreibung findet sich unter www.my-siemens.de und ist nicht Gegenstand dieses Erfahrungsberichtes. Auf eine Besonderheit will ich in diesem Zusammenhang jedoch näher eingehen, obwohl ich als „Telefon-Purist“ gerne auf unnötigen Firlefanz verzichte: Die polyphonen Klingeltöne, oft als DAS Highlight des Siemens C55 gepriesen. Und ich muß zugeben, was ich auf den ersten Blick als Kinderspielzeug verspottete entpuppt sich bei konsequenter Benutzung als durchaus hilfreiche Sache. Nicht nur, daß die bereits im Gerät gespeicherten Töne sich in wohltuender Weise aus der Masse hervorheben (ich kann das elende Gequäke der Handys meiner Töchter nicht mehr ertragen), man kann auch eigene Klänge bis zu einer Länge von achtzehn Sekunden aufnehmen, die das Gerät dann als *.wav-Datei abspeichert. Das klingt zwar etwas blechern, meine Hunde Cora und Nick sind aber (über)deutlich wieder zu erkennen und signalisieren so den Anruf eines Familienmitglieds. Von einem solchen „Lautsprecher“ darf man selbstverständlich keine HiFi-Qualität erwarten, die Sprachverständlichkeit ist jedoch allemal gut genug.
So lassen sich voreingestellte oder selbst aufgenommene Sounds jeder Telefonnummer oder auch Anrufergruppe zuweisen, ebenso Meldungen,Termine und CB-Dienste. Ein bekanntes Zitat aus der Literatur kündigt in breitem Schwäbisch den Kommunikationswunsch meines Chefs an, das Quaken einer Ente den Anruf der Schwiegermutter. Ein Schelm wer Böses dabei denkt... Der Phantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Je markanter der Sound, umso eindeutiger gelingt die akustische Identifikation des Anrufers, was vor allem während der Autofahrt die Sicherheit erhöhen kann, da man nicht erst umständlich aufs Display schauen und den Blick von der Fahrbahn nehmen muß um zu erkennen wer da anruft. Das ist der eigentliche praktische Nutzen an der Sache. Mittlerweile betrachte auch ich diese Funktion als DAS Highlight des C55, sie erhöht den Gebrauchswert eines solchen Gerätes beträchtlich und sogar mir macht’s Spaß ;-). Natürlich kann man den SoundManager auch als Mini-Diktiergerät für kurze Notizen verwenden.
Handhabung
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Wie eingangs erwähnt ist die Benutzerfreundlichkeit in der Anwendung eines solchen Produkts für mich sozusagen das Killerkriterium und der Begriff „Benutzerfreundlichkeit“ beinhaltet einen weiten Bereich von Eigenschaften, an denen einfach kein Weg vorbeiführt. Daher ist dies auch der ausführlichste Punkt in meinem Erfahrungsbericht.
Maße und Gewicht stimmen beim C55 und auch der erste Blick auf seine Oberfläche ist vielversprechend: Während andere Hersteller unter Verzicht auf den letzten Rest Ergonomie auch noch das Tastenfeld in ihr berüchtigtes Klodeckeldesign mit einbeziehen bleibt Siemens hier geradezu konservativ. Relativ große Tasten, klassisch angeordnet, bieten vertraute Gewohnheit. Doch keine Rosen ohne Dornen – das Tastenfeld verjüngt sich zum unteren Rand hin, so daß die unterste Reihe für große Finger nicht ganz unproblematisch sein wird. Erstklassig hingegen die drei Bedientasten „Verbindung“, „4-fach-Steuertaste“ und „Ende/zurück“. Ergonomisch sinnvoll aufgeteilt und angeordnet ermöglichen sie die intuitive Navigation durch die Menus, so daß man nur selten ins Handbuch schauen muß. Und wenn man selbiges doch mal zu Rate ziehen muß, so findet man sich dort genau so gut zurecht. Vorbildlich.
Die linke Steuertaste und die Zifferntasten 1-9 lassen sich mit frei wählbaren Funktionen oder Telefonnummern belegen, was der Vereinfachung in der Handhabung weiter entgegenkommt, ebenso wie der satte Druckpunkt aller Tasten, die –wenn gewünscht- bei Betätigung auch klicken oder piepsen können.
Texte gibt man mit der genialen Eingabehilfe T9 ein, ein lernfähiges Wörterbuch leistet hierbei beste Dienste.
Auch die Sprachwahl ist eine feine Sache: Übers Mikrofon nimmt man bis zu zwanzig Kommandos auf und bei aktivierter Sprachwahl ruft das Telefon beispielsweise zu Hause oder in der Firma an. Geradezu unverzichtbar finde ich diese Funktion beim Autofahren in Verbindung mit einer geeigneten Freisprecheinrichtung, ein „Business-Handy“ ohne solche Funktion verdient diesen Namen nicht.
Zu der Gruppe der unverzichtbaren Eigenschaften gehören zumindest für mich auch die Situationsprofile, mit denen man je nach Anforderung Art und Umfang des Alarms festlegen kann: Im Auto darf es durchaus laut bellen, in anderen Situationen genügt ein leichtes Vibrieren in der Kitteltasche absolut. Legt man nun diese Funktionen auf einen Softkey so lassen sich auf diese Weise nahezu sämtliche wesentlichen Geräteeinstellungen mit minimalstem Aufwand verändern, ohne daß man sich dafür durch die Menüs hangeln muß. Das ist einfach Klasse und vereinfacht die Handhabung ungemein!
Der Speicher bietet Platz für insgesamt etwa zweihundertfünfzig Einträge, wie die sich auf SIM-Karte und Telefon verteilen ist mir persönlich ziemlich wurscht, Hauptsache sie sind da. Wer sich als optionales Zubehör ein Datenkabel kauft kann seine Telefonbucheinträge ganz bequem vom PC aus verwalten und von dort auch SMS versenden, Klingeltöne und Logos aufs Handy laden. Aber da bin ich schon wieder im Bereich dessen was ich persönlich als unnötigen Firlefanz bezeichne.
JAVA kann das C55 auch und wer sich partout nicht beherrschen kann, dem bietet sich damit die Möglichkeit zusätzlich zu den bereits im Gerät gespeicherten JAVA-Spielchen weitere herunter zu laden oder gar selber welche zu programmieren, sofern er des Programmierens in JAVA mächtig ist. Doch dies ist bekanntermaßen nicht meine Welt, weshalb ich zu diesen Features auch keine Aussage machen kann.
Genauso wenig zu den Themen WAP und GPRS, denn : siehe ganz oben.
Ein ganz wesentlicher Punkt im Bereich der Handhabung ist auch das Display. Die Qualität desselben beeinflußt den Nutzwert eines Handys ganz erheblich. Damit meine ich nicht, daß es möglichst groß und möglichst farbig sein soll, im Gegenteil: Lieber ein gutes Monochrom- als ein miserables Farb-Display. Und wenn ich schon Kamera und Internet aus dem Handy verbanne,so muß ich beim C55 konsequenterweise auch mit einem Monochrom-Display zufrieden sein. Das Display des C55 gehört in der Tat zu den besseren seine Sorte. Obwohl es mit seiner bernsteinfarbenen Hintergrundbeleuchtung einen ausgezeichneten Kontrast und sehr gute Ablesbarkeit bietet dürfte es ruhig noch ein wenig größer sein.
Als Stromquelle dient ein Lithium-Ionen-Akku mit 700mAh Kapazität, alles andere wäre unzeitgemäß. Dieser soll nach Herstellerangaben zwischen 60 und 300 Stunden Standby-Zeit und 90 bis 300 Minuten Gesprächszeit ermöglichen. Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, im Schnitt muß mein C55 alle vier bis fünf Tage an den Tropf, das ist ganz ok, wenn ich an meinen alten Trium-Prügel denke...
Kritikpunkte
----------------
gibt’s gottlob recht wenige. Einer betrifft trotz des eingangs erwähnten Lobes das Gehäuse, und zwar das Material desselben. Dieses fühlt sich zwar wunderbar griffig an, doch habe ich Zweifel an der Stabilität im Falle eines Falles, buchstäblich. Der Kunststoff ist für meine Begriffe etwas dünn geraten, und die Gehäuseunterschale gibt auf Druck etwas nach. Bis jetzt ist nix passiert und ich spiele mit dem Handy auch nicht Fußball, aber wie gesagt, ich habe meine Zweifel...
Datenkabel aus früheren Baureihen lassen sich beim C55 nicht mehr verwenden, Siemens hat da einfach einen anderen Steckverbinder eingeführt. Auch ein Infrarotport fehlt, der wäre mir zum Datenableich bedeutend lieber als ein Kabel, das erst umständlich eingesteckt werden muß. Vermutlich fiel er dem Rotstift zum Opfer. Und die unterste Tastenreihe dürfte einen Tick breiter sein.
Fazit kurz und knapp
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Mit dem C55 ist Siemens ein guter Wurf gelungen. Es besticht vor allem durch praxisgerechte Funktionen in Verbindung mit geradezu kinderleichter Bedienung und hohem Nutzwert, der nicht zuletzt durch den SoundManager zustande kommt. Beim Abschluß eines Kartenvertrages kriegt man dieses Teil meist ohne weitere Kosten dazu (natürlich finanziert man es über die Gebühren am Ende doch wieder selber), und selbst solo kostet es gerade mal um die hundertachtzig Euro. Da lassen sich die kleinen Kritikpunkte meiner Meinung nach leicht verschmerzen. Wer weder Farbdisplay noch Kamera braucht: Bitteschön, zuschlagen
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