BenQ-Siemens S35i Testbericht

Benq-siemens-s35i
ab 249,99
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  gut
  • Akkulaufzeit:  lang

Erfahrungsbericht von tobiw83

Absturz aus 2m!! ja und ??!!

  • Design:  durchschnittlich
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Ausstattung:  durchschnittlich

Pro:

robust, klein

Kontra:

wenig SMS-Speicher, Akku spinnt manchmal

Empfehlung:

Ja

Das Handy von meiner Freundin. Siemens M35i. Es ist kein neues Handy, und mittlerweile erhält man es bei Vertragsabschluss gar nicht mehr, aber wer es gebraucht ersteigert oder es sich anderweitig verschafft, dem will ich hier einige Dinge über dieses Handy vermitteln.


1 Allgemeines
2 Äußeres/Technische Daten
3 Menu-Führung/-Umfang
4 Weitere Features
5 Akku
6 Fazit

1 ALLGEMEINES
Das Siemens M35i gehört zur 35er Serie von Siemens. Wie auch bei anderen Serien ist es so, dass die „M-Variante“ das Outdoor-Handy bezeichnet, die „S-Version“, also das S35, die Business-Version, und die „C-Klasse“ die Kompaktversion darstellt. Das Siemens M35i (wobei das i nur für Internet steht, also WAP), war vor ca. anderthalb bis zwei Jahren der Renner bei einem neuen Vertrag und wurde zumeist kostenlos dem Kunden mitgegeben (oder für ganz geringe Summen wie 1,-DM). Im Vergleich zum S35 fällt noch auf, dass das Display bedeutend kleiner ist.

2 ÄUSSERES
Das M35i kommt in verschiedenen Farben daher, neben der magenta-blauen Variante gibt es noch beispielsweise eine gelbe Ausführung. Bei der Magenta-Variante ist das Handy zweifarbig gehalten, nämlich dunkel- und hellblau. Der Rücken des Akku (sprich der „Deckel“) ist mit einer Art Gummischicht überzogen, die aus dem stinknormalen Telefon eben ein Outdoor-Handy machen. Da aber auch die Schraube zum Öffnen des Deckels aus diesem Stoff ist, wird der Schlitz dieser Schraube durch häufiges Drehen regelrecht „ausgeweidet“, so dass es mit der Zeit immer schwieriger wird, den Deckel vernünftig zu öffnen. Hier sind Handys, bei denen man – wie z.B. bei einem Discman – einfach einen Einrastmechanismus hat, klar im Vorteil.
Wie schon aus der Überschrift ersichtlich wird, machen dem M35 Stöße oder gar ein Fall aus ein bis zwei Metern wirklich nichts aus. Auch Spritzwasser stellt keine große Gefahr für die Funktionsfähigkeit dar.

Die Tasten sind verhältnismäßig breit, aber nicht sehr hervorstehend, und bei längerer Nutzung verschwinden sie immer mehr in der Versenkung. Die Menüführungstasten direkt unter dem Display hingegen sind entschieden dicker, da sie natürlich häufiger benutzt werden.

Im Gegensatz zu Nokia-Handys gibt es keine separate An/Aus-Taste; das Handy wird wie die Mehrzahl der Mobiltelefone durch längeres Drücken einer Taste (hier: die Auflegtaste) aktiviert bzw. ausgeschaltet.

Technische Daten
H 118x T 21x B 46 mm
107g leicht

3 MENÜFÜHRUNG/ -UMFANG
Ich fände es langweilig, jetzt alle einzelnen Menüpunkte aufzuführen, zumal das kaum jemand von hoher Wichtigkeit halten dürfte, aber ich will trotzdem mal die Hauptmenüs auflisten. Als da wären...

1. Internet: WAP-Zugang, allerdings abhängig von Anbieter und Vertragsart!

2. Büro&Freizeit: Hier gibt es Sachen wie Terminkalender, Wecker, Taschenrechner etc. Natülrich auch 4 Spiele, die allerdings mit der Zeit langweilig werden. Hervorzuheben ist \"4 gewinnt\", in der Siemens-Sprache \"Quattropoli\".

3. Meldungen: Siemens-Bezeichung für SMS. Wichtig hierbei: Natürlich ist der Schnellschreibservice T9 vorhanden. Hier muss ich auch eine erste deutliche Kritik am Handy anbringen. Es können in Ein- und Ausgangsordner nur jeweils 10 SMS gespeichert werden, was sehr wenig ist. Die SMS-Länge ist auf 160 Zeichen beschränkt. Allerdings gibt es die Möglichkeit, eines von 25 kleinen Bildern in die SMS einzufügen (z.B. Geburtstagskuchen, Herzen etc.).

4. Ruflisten: Völlig unspektakulär. Hier werden nur alle angerufenen, empfangenen und verpassten Nummern dargestellt.

5. Profile: Hier kann man diverse Einstellungen, die man vorgenommen hat, in einem Profil zusammenfassen und speichern, um es dann schnell aufrufen zu können. Nützlich, wenn man das Handy bei verschiedenen Gelegenheiten dabei hat (falls +nur+ der Ton aus sein soll, falls auch Vibrationsaalarm ausgeschaltet sein soll etc.).

6. Audio: Hier hat man die Möglichkeit, Klingeltöne, Servicetöne, Tastentöne nach Lautstärke und Art einzustellen. Man kann zwar eine Melodie komponieren oder speichern, aber leider nur bis zu einer Länge von 44 Noten und auch nur 1 Mal. D.h., falls man zwei tolle Klingeltöne im Internet oder auf dem Rechner findet und überspielen will, kann nur jeweils einer gespeichert werden. Es gibt 22 verschiedene Klingeltöne, was verhältnismäßig wenig ist.

7. Zeit/Gebühr: Zeigt die Länge des letzten getätigten bzw. empfangenen Anrufes an. Nur für Statistikfans interessant.

8. Rufumleitung: Kann sinnvoll sein. Es werden verschiedene Möglichkeiten angeboten (langes Freizeichen, Besetzt, Kein Netz etc.), bei denen eine Rufumleitung an eine einzugebene Nummer erfolgt.

9. Einstellungen: Das letzte Menü-Kapitel. Hier ändert man Uhr, Menüführung (also kompakt oder ausführlich mit kleinen Grafiken...) etc.

4 WEITERE FEATURES

a) Telefonbuch
Beim M35 gibt es eine spezielle Telefonbuchtaste, mit der man immer sofort ins Telefonbuch gelangt. 150 Einträge können gespeichert werden, und man kann jedem Anrufer sogar eines von kleinen „Calling Symbols“ zuordnen, d.h. beim Anruf dieser Person erscheint im Display z.B. ein Hase, ein lachendes Gesicht oder ähnliches.
Man kann besonders wichtige Leute auch im VIP-Telefonbuch speichern – mit dem Vorteil, dass bei VIP-Anrufen beispielsweise ein anderer Klingelton eingestellt werden kann.

b)Tastenmenü
Man kann den einzelnen Ziffertasten des Handys bestimmte Funktionen zuweisen, z.B. eine bestimmte Person anzurufen oder einen bestimmten Menüpunkt aufzurufen. Speziell bei Sachen, die man häufig tut, z.B. SMS schreiben oder Spiele nutzen (zumal diese im Menü ziemlich sind), macht das Ganze durchaus Sinn.

c) Letzte Anrufe
Betätigt man die große „Anrufen“-Taste, erscheinen die zuletzt angerufenen Personen, sofern die Liste nicht gelöscht wurde.

d) Tastensperre
Durch langes Drücken der Raute-Taste (unten rechts) sperrt bzw. entsperrt man die Tastatur. Anders als beim Nokia-Handy müssen hier keine zwei Tasten gedrückt werden – was allerdings den Nachteil haben kann, dass sich die Tastensperre in der Hosentasche durchaus unbemerkt (de-)aktivieren kann.

e) Das Display des M35 ist zwar kleiner als das des S35, man kann aber trotzdem noch eine Bildschirmgrafik verwenden. Dies geschieht mittels Transfer übers Datenkabel und hat den Nachteil, dass man, wenn ein Logo erst einmal drauf ist, es nicht unmittelbar wieder runter bekommt.

5 AKKU
Der Akku hält verhältnismäßig lang, spielt aber oft verrückt. Den Herstellerangaben traue ich da nicht. Mir passiert es, dass ich das Handy drei Tage (ohne Nächte) anhabe und keinen Anruf tätige und der Akku dann alle ist – auf der anderen Seite habe ich schon kumuliert bestimmt an einem Tag über eine Stunde telefoniert, ohne dass die Akku-Anzeige sich geändert hat. Daher nie der Akku-Grafik volles Vertrauen schenken!

6 FAZIT
Alles in Allem durchaus zu empfehlen, da es für seine Handy-Generation schon ziemlich klein ist und sehr bequem in die Hosentasche passt. Sie hatte mit diesem Handy noch keine Probleme gehabt und ist zufrieden. Gut, es ist nicht mehr das Neuste und wird bald in Vergessenheit geraten, aber es ist doch schön, es zu haben.

9 Bewertungen