Siemens S55 Testbericht

ab 13,87
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von dottigross_juliaa

Wunderwerk der Technik!!!

Pro:

Design, (Kamera), zahlreiche Funktionen

Kontra:

Kamera/Blitz mit schlechter Ladezeit, dunkles Farbdisplay

Empfehlung:

Ja

Zwei Jahren waren vorbei und ein neuer Handy-Vertrag stand ins Haus und da man sich ja sonst nichts gönnt, sollte es auch ein neues Handy sein. Ich persönlich bin ja der Meinung, mit einem Handy sollte man telefonieren können. Störungsfrei, überall und günstig. Aber meine bessere Hälfte ist da anderer Meinung und da schon fünf andere Kollegen das neue Siemens S55 bestellt hatten, wollte auch er dieses Wunderwerk der Technik. Was soll ich euch sagen... Das Handy kam und Dotti schnappt sich das kleine (101 x 46 x 19 mm), 85 g schwere Gerät und führte es in die Testphase ein...


Aussehen
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Das Aussehen ist wohl Geschmackssache und sollte nicht überbewertet werden. Doch ich habe das Siemens S55 mit den anderen Neuerscheinungen auf dem Markt verglichen und fand das elegante Design wirklich gelungen. Die runden Formen und das kompakte Material finde ich super und ich würde kein anderes wählen. Anfangs kam es mir sehr klein vor und ich denke auch jetzt noch, dass es gerade für große Männerhände sehr unhandlich ist. Aber mein Lebensabschnittsgefährte widerspricht mir hier lautstark.

Die Tasten sind von der Hartschale etwas abgesetzt, so das sie sehr griffig sind. Trotzdem liegt die Bedienoberfläche auf einer Ebene. Mmmh, es ist schwer zu beschreiben, aber ich finde die Tasten sehr handlich und wesentlich angenehmer zu handhaben als bei meinem eigenen Handy, einem Alcatel One Touch. Einzig die Auswahltaste - ein flacher Joystick (Kippschalter) - ist ziemlich gewöhnungsbedürftig und ich bin überzeugt, dass große Daumen hier ihre Schwierigkeiten haben. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass es von der Firma Hama eine passende Ledertasche für 14,99 EUR gibt, die in Höhe des Joysticks eine praktische Ausbuchtung hat. Die original Siemens-Ledertasche und diverse No-Name-Produkte hatten diesen Vorteil nicht.

Der Bildschirm ist recht groß, aber sehr dunkel und im Stand-by-Modus erkennt man die abgebildeten Informationen wie Datum und Uhrzeit nur sehr schlecht. Nimmt man das Handy jedoch in Betrieb, ist das Display im beleuchteten Zustand gut erkennbar. Trotzdem halte ich gerne eine Hand als Sonnenblende über das Handy, wenn ich die Anzeige ablesen möchte. Wie die meisten neueren Handys hat das S55 einen Farbbildschirm, was mir von Anfang an gefiel und mich etwas neidisch machte. Ich glaube, wer einmal so ein Handy hatte, möchte nicht mehr zur Schwarz-Weiß-Anzeige zurück kehren.


Technisches
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Hier ein paar trockene technische Daten:
Gewicht: 85 g
Größe: 101 x 46 x 19 mm (69 ccm)
Li-Ion Akku: 700 mAh
Betriebstemp.: -10 bis 55 Grad C
SIM-Karte: 3,0 Volt
Akkukapazität: Stand-by 60 bis 300 Stunden oder 100 bis 360 Minuten Gesprächszeit
Ladezeit: ca. 2 Stunden
PREIS: 99,95 (mit zweijähriger Vertragsverlängerung bei T-D1)

Im Lieferumfang sind die QuickPic IQP-500-Camera (+ Kameratasche und Trageriemen), Software (Siemens Data Suite), ein Datenkabel (COM1-Schnittselle) und ein sehr handliches und leichtes Ladegerät sowie ein Li-Ion-Akku (700 mAh) enthalten, der anfangs komplett entladen war und erst einmal zwei Stunden an die Steckdose angeschlossen werden musste. Laut Betriebsanleitung soll der volle Akku zwischen 60 und 300 Stunden Stand-by-Zeit oder 100 bis 360 Minuten Gesprächszeit leisten. Nun, wir haben es nicht gestoppt, aber da wir anfangs viel mit dem Handy rumgespielt und -probiert haben, können wir behaupten, dass uns die Betriebszeit recht lange vorkam und wir wirklich zufrieden sind. Bei einer durchschnittlichen Telefonbenutzung von ca. dreimal am Tag und eine restliche Stand-by-Zeit, hielt unser Akku fast zwei Wochen. Ein Bekannter von uns meinte, dass bei seinem Handy ein mehrmaliges Aufladen und Entladen (etwa 4 bis 5 Zyklen) nötig war, bis diese maximalen Ladezeiten erreicht werden konnten. Also nicht gleich verzagen, sondern einfach ein paar Ladevorgänge abwarten, bis sich der Akku *eingearbeitet* hat.

Neben den gängigen Funktionen eines Telefons, hat das Siemens S55 natürlich ein paar herausragende Eigenschaften. So kann man damit auch im Internet surfen (WAP), E-Mails verschicken, SMS und MMS (Multimedia Messaging Service - verschicken von Texten, Bildern/Fotos und auch Tönen) erhalten und verschicken, CB-Dienste empfangen, Games spielen und zahlreiche Funktionen wie Wecker, Rechner, Währungsrechner, Stoppuhr, Weltzeituhr, Countdown, Freisprechfunktion, Diktiergerät und... und... und.. Doch das Highlight ist wohl die aufsteckbare QuickPic-Camera IQP-500. In diesem Zusammenhang sind natürlich folgende Features wichtig: Infrarotschnittstelle und Bluetooth-Schnittstelle.


Erfahrung
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Natürlich kann ich jetzt nicht alle Tools und Eigenschaften einzeln erklären. Ich möchte ein paar Dinge heraus heben, die mir besonders aufgefallen sind oder gefallen haben.

Die Sprachqualität des Handys steht denen anderer Geräte um nichts nach. Uns ist kein Rauschen, kein Knacken, rein gar nichts störend aufgefallen. Die Verbindung war bis jetzt jedesmal einwandfrei, wobei dies wohl eher am Provider liegen wird. Trotzdem: Aus dieser Sicht ist das Handy absolut empfehlenswert. Beim SMS-Schreiben kann die T9-Funktion (Texterkennung) abgeschaltet werden, was uns grundsätzlich lieber ist. Das Eintippen geht ohne Probleme vonstatten.

Natürlich müssen einige Grundeinstellungen nach Inbetriebnahme des Handys vorgenommen werden. Helligkeit und Kontrast des Displays, Lautstärke und Melodien, Tastatureinstellungen usw. nimmt man direkt über das Handy vor. Erstaunlich ist jedoch, dass man auch viele Details über den Computer einstellen kann. So ist das Handy wie ein externes Laufwerk aufgebaut. Über den Explorer am PC kann man nun diverse Ordner anlegen, in die man Dateien, wie Klingeltöne, Bilder und Animationen hinein legt. Über die beigefügte Software *Siemens Data Suite* kann man dann das Adress- und Telefonbuch benützen. Das Telefonbuch ist übrigens auf der SIM-Card gespeichert, während das Adressbuch (bis 500 Einträge möglich!!) auf dem Handy abgelegt wird. Die Benutzung des PCs erleichtert viele Einstellungen ungemein. Gerade das Adressbuch ist sehr praktisch. So kann man über den PC neben Telefon-, Fax und Handynummer auch die komplette Adresse und sogar das Geburtsdatum mit Erinnerungsfunktion und ein Foto des jeweiligen Gesprächspartners einprogrammieren. Außerdem kann man zwei E-Mail-Adressen speichern und die URL des Gesprächspartners. Eine tolle Sache!! Natürlich kann man die Daten auch mühsam über die Handytastatur eingeben. Aber warum sollte man sich quälen, wenn man einen PC mit COM1-Schnittstelle besitzt?
Falls ihr bei der Datenübertragung vom PC zum Handy mit der Siemens Data Suit-Software Probleme haben solltet, überprüft mal eure COM1-Schnittstelle. Wir hatten diese nämlich ausgeschaltet und dadurch kam keine Verbindung zum Handy zustande. Es dauerte eine Weile bis wir den Fehler entdeckten.

Was kann man noch über PC machen? Nun, es gibt noch sehr viele Spielereien. Ein paar Beispiele: Wollt ihr ein Hintergrundbild auf eurem Display haben? Kein Problem, über PC könnt ihr eines runterladen, bearbeiten und aufs Handy übertragen. Genauso kann man mit Klingeltönen (midi und mmf) verfahren. Einfach runterladen, bearbeiten (beschneiden) und rauf aufs Handy. Die individuellen Klingeltöne hören sich über Handylautsprecher natürlich etwas blechern an. Kein Verlgeich zu den PC-Boxen. Trotzdem haben sie eine gute Qualität. Ich würde aber jedem empfehlen, einen auffallenden und grellen Ton zu wählen. Musik, die langsam oder leise beginnt, eignet sich nicht so gut als Rufzeichen. So würden sie bei lauter Umgebung kaum zu hören sein.

Wenn das Handy am PC angeschlossen ist, kann man am Computer natürlich auch eine SMS eingeben - was wesentlich praktischer ist - und sie auch gleich über Handyleitung verschicken. Natürlich kann man ankommende SMS auch auf den PC übertragen und dort bequem lesen. Ich finde diese Funktion jedoch übertrieben. Bevor ich das Handy anschließe, habe ich die SMS schneller per Handy-Display abgerufen. Auch das Schreiben erledige ich lieber übers Telefon oder benütze gleich einen Free-SMS-Anbieter übers Internet. Aber das kann jeder halten wie er will.

*Bluetooth* ist eine raffinierte Sache. Hier die offizielle Beschreibung der Gebrauchsanleitung: *Bluetooth ist eine Kurzstreckenfunkverbindung, die drahtlose Kommunikation zwischen verschiedenen, mit Bluetooth ausgestatteten Endgeräten erlaubt.* - Nun, im Klartext heißt das, dass man zum Beispiel ein bluetoothfähiges Headset benützen kann. Dazu muss man das Headset und das Handy aufeinander abstimmen und kann nun im Umkreis von ca. 10 m ohne Handykontakt telefonieren. Der Unterschied zum üblichen Headset besteht eigentlich darin, dass man kein Kabelsalat mehr hat. Es kommuniziert also drahtlos und komfortabler. Der Nachteil: das Headset kostet 160.- EUR!!! Das ist es uns aber nicht wert und so werden wir auf dieses exklusives Gerät wohl verzichten.

Jetzt kommt’s - mein Lieblingsthema: der Fotoapparat. Die QuickPic-Camera wird an der Unterseite des Handys aufgesteckt. Sie hat eine maximale Auflösung von 640 x 480 Pixel (VGA) und eine Farbtiefe von 24 Bit. Das Bildformat ist in jpg angegeben und der Linsendurchmesser auf 2 mm (effektiv). Eine Blende von 2,8 ist vorhanden und eine automatische Belichtung von sage und schreibe 1/4000 bis 1/8 Sekunde, was man per Hand kaum noch halten kann. Die Energieversorgung erfolgt über den Akku des Mobiltelefons, was ein Nachteil ist. Sobald nämlich der Ladebalken am Display nur noch die Hälfte anzeigt, funktioniert die Kamera nicht mehr. Dann wird folgende Fehlermeldung angezeigt: Geringe Akkukapazität - Kamera deaktiviert. Ein großes Manko also. Wann hat man das Handy schon mal voll aufgeladen? Meistens ist es ja halb leer, oder? Der Blitz ist auch nicht so der Hit. Er soll zwar eine Reichweite von 2 m haben, aber er hat eine sehr lange Ladezeit. So dauert es schon mal fünf bis zehn Sekunden, bis sich der Blitz hochgefahren hat. Die Größe der Kamera ist jedoch erwähnenswert. Sie ist nur 66,2 x 42,8 x 18,3 mm (inkl. Stecker) groß und hat ein Gewicht von nur 35 g.
Die Bildqualität ist jedoch sehr gut. Wir haben ein Motiv fotografiert, dass vor dem hellen Fenster stand. Sowohl mit als auch ohne Blitz war das Foto einwandfrei. Seltsamerweise hat man kaum einen Unterschied gesehen. Dieses Foto kann man nun über die Telefonleitung auf ein anderes MMS-fähiges Handy schicken oder auch direkt als E-Mail-Anhang auf einen PC. Man kann das Bild aber auch von Handy zu Handy über Bluetooth übertragen, wenn das andere Handy nicht weiter als etwa 10 Meter entfernt ist. Außerdem liegt ein Kabel bei, mit dem man diese Bilddateien auch auf einen fremden PC laden kann. Puh! Das ist jetzt sicherlich etwa zu viel auf einmal, oder? Aber ich kann eines zusammenfassend sagen: Es gibt fast nichts, was man mit dem Handy nicht machen kann. Es ist ein Wunderwerk der Technik!!!


Fazit
++++

Eine Spielerei, sicherlich, und gerade der Fotoapparat hält nicht so viel wie er verspricht. Aber stellt euch mal vor, ihr habt einen Autounfall und gerade keine Kamera dabei. Dann könnt ihr immerhin noch hoffen, dass der Akku mehr als halb voll ist, um ein Beweisfoto zu schießen. Naja, und den restlichen Schnick-Schnack... ähm.... hey, Leute, man(n) gönnt sich ja sonst nichts... und telefonieren kann man mit dem Ding ja schließlich auch... ;-))))

In diesem Sinne... alles bleibt anders... eure Dotti

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