Siemens S55 Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von hoschmid

Designer-Ei mit toller Füllung…

Pro:

Klein, handlich, leicht, Farbdisplay sehr gut lesbar, Plyphone Klingeltöne, Funktionen, tolle Cam

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es war wieder mal soweit. Angesichts der wachsenden Anzahl an Foto und Multimediahandys in meinem Freundeskreis machte ich mir ernsthafte Gedanken über den Kauf eines neuen Handys. Zuerst dachte ich über das kommende Nokia 3650 nach, doch zum einen war mir dieses zu groß (noch größer und schwerer als das 6310) und andererseits mit empfohlenen 450EUR auch etwas zu teuer. Daher entschied ich mich, in Erinnerung an die guten Erfahrungen mit dem guten alten Siemens S25, für das nagelneue Siemens S55.

Ich schreibe hier einen ausführlichen Bericht, da ich aussagen wie „Ich lasse die Daten weg, die kann man eh bei Siemens nachlesen“ wirklich nicht mag. Schließlich soll man hier doch aus den Berichten richtig schlau werden und nicht noch was weiß ich wohin gucken müssen, um die gewünschte Info zu finden!

Handy Vorgeschichte:
Philips Genie ~ Siemens S25 ~ Ericsson T28s ~ Nokia 6210 ~ Nokia 6310 ~ S55

~~~~ Verpackung **/*** ~~~~
11x15x6 cm Schachtel, in silbrig schimmernden Blautönen gehalten, ziemlich schlicht, bis auf den großen pinken Aufdruck „S55“. Irgendwie schwer aber erstaunlich klein. Macht Lust auf mehr :-)

~~~~ Lieferumfang ****/***** ~~~~
Hier schlägt Siemens in gewohnter Weise Nokia. Als einer Weniger legt Siemens dem Top-Modell seiner Produktreihe gleich ein (RS232) Datenkabel bei. Das sucht man bei Nokia vergebens.

LU:
* Datenkabel
* Software CD
* Handy
* Akku
* Akku-Abdeckung
* Ladegerät (NICHT multinational einsetzbar, da nur 230V AC)
* Kurz-Bedienungsanleitung(en)

Für das nicht in z.B. den Staaten einsetzbare Ladegerät gibt’s einen Punkt Abzug.

~~~~ Technische Daten *****/***** ~~~~
Hier kann das kleine Siemens-Ei eindeutig punkten. Es gibt quasi nichts, was nicht schon „on board“ wäre. An Funktionen und technischer Ausstattung vermisst man absolut nichts. Von IR über Bluetooth über Polyphonie bis hin zum Farbdisplay ist alles vorhanden.

* Trialband (GSM900/1800/1900)
* Sprachkodierung: Triple Rate
* Gewicht: 81g
* Volumen: 69cm³
* Maße: 101 x 42 x 18mm
* Antenne integriert
* Akku: 700mAh
* Display: 101x80px, 256 Farben (fixe Palette), hochauflösend
* Speicher: 921kB FlexMem – nicht erweiterbar
* Wap: 2.0, = Wap in Farbe
* PC-Sync: Ja, via XTND Connect
* Eingebautes Modem: Ja, CSD bis 14,4kbps
* GPRS
* IRDA
* Bluetooth

~~~~ Design & Bedienelemente *****/****** ~~~~
Nun, wie oben schon beschrieben, das S55 ist wirklich ein sehr sehr kompaktes Handy. Es ist sehr leicht und liegt gut in der Hand, selbst beim Telefonieren. Und das ist für ein Gerät dieser Größe nicht selbstverständlich.
Display…: Im Standby-Modus wird oben links die Empfangsstärke, oben rechts die verbleibende Akkuleistung und ggf. dazwischen aktivierte Optionen wie IR, Bluetooth, etc. angezeigt. Unten links ist Raum für einen frei definierbaren Hotkey, unten rechts zeigt das Display „Menü“ an. Über den beiden Softkeys kann man noch Datum sowie Uhrzeit und einen etwaig aktivierten Alarm/Wecker anzeigen lassen.
An Bedienelementen findet der Benutzer folgendes:
An der linken Gehäuseseite befindet sich eine +/- Wippe zur Regulierung der Gesprächs bzw. Freisprechlautstärke sowie zum Auslösen der Kamera (wenn angesteckt).
Auf der rechten Seite befindet sich die Taste fürs eingebaute Diktiergerät.
Direkt unter dem Display befindet sich mittig eine 4-Wege Wippe sowie links und rechts von dieser die Display Tasten, deren Funktion je nach der darüber am Display angezeigten Funktion wechselt.
Recht weit außen linkt und rechts liegen dann, ziemlich in einer Linie mit Wippe und Softkeys die Taste für die Rufannahme (links) sowie Auflegen/Ausschalten (rechts).
Unter den eben beschriebenen Elementen liegen die Zifferntasten, fischschuppenartig angeordnet (was * und # ziemlich mickrig ausfallen lässt).
Das Besondere: Die Tasten haben zueinander keinen Abstand, was Siemens einerseits die Möglichkeit gibt trotz des kleinen Gehäuses eine ausreichende Tastengröße zu erzielen, und andererseits einfach …hmm…nun, einfach geil aussieht.
In der von mir getesteten Version hat als Farbe „Ice blue“, was meint: Die Display-Einfassung ist in sehr dunklem Blau gehalten, die Zifferntasten in hellem grau, die Navigationstasten in Chrom und der Rest des Gehäuses in einem edlen graublau. Sieht alles in allem sehr gut aus, finde ich.
Die Aussagen anderer Nutzer, dass das Gerät sich billig anfühle oder wirke kann ich absolut nicht bestätigen. Ein Nokia wirkt auch nicht „edler“, und die Chrom-Applikationen sehen sowieso um längen besser aus, als das, was die Konkurrenz bietet.

~~~~ Bedienung *****/******* ~~~~
Bei der Bedienung verlässt sich Siemens auf Bewährtes. Es gibt keine Experimente. Ein Druck auf den Softkey „Menü“ öffnet ein Menü mit neun Symbolen (die intelligenterweise auch mit den 9 Zifferntasten angesteuert werden können).

Die da wären:
* Adressbuch
* Ruflisten
* Surf & Fun
* Organizer
* Meldungen (eMail, SMS, MMS)
* Profile
* Extras
* Dateisystem
* Einstellungen

In diesen groben Gruppen ist alles zu finden, es gibt eigentlich so gut wie keine „Fehlgriffe“ in den Menüs. Durch die Siemens typische interne Nummernvergabe kann z.B. mit „Menü ~ 9-2-2“ ganz schnell der Vibracall ein- oder ausgeschaltet werden. Nur als Beispiel. Wer etwas Übung hat, navigiert so extrem schnell durch die Menüs.
Zwar ist die 9er Gruppierung nichts neues (das kennen wir schon von Ericsson T68 oder Nokia 7650) aber es ist effektiv – besser als das 1:1 übernommene Menüsystem des Nokia 7210 – so schön bunt es auch immer sein mag.
Wählt man dann einen Menüpunkt an und betätigt den Softkey über dem „Auswahl“ steht, so wechselt man eine Menüebene tiefer; hier bietet sich die altbekannte Struktur von untereinander aufgelisteten Einträgen, die mit der Auswahlwippe angewählt werden können, und wieder mit dem Softkey „Auswahl“ bestätigt werden. Ich glaube, jetzt kennt ihr das Prinzip, ne? ~g~

Einige kleine Schönheitsfehler hat aber auch dieses Menüsystem:
Die „Auswahl“ oder „Öffnen“ Felder der Softkeys werden nicht logisch platziert. Mal sind die links, mal rechts. Geht man z.B. über den rechten „Menü“ Softkey ins Menü, so hat man immer noch rechts „Auswahl“, wenn man dann in die Einstellungen geht, ist auch dort der rechte Softkey mit „Auswahl“ belegt.
Geht man jedoch ins Dateisystem, so kann man die Ordner auf einmal nur mit dem linken Softkey öffnen und gelangt mit dem rechten in ein Kontextmenü. LOL. Das ist mir nicht wirklich verständlich. Aber vielleicht ist das mit der nächsten Softwareversion (V6.0) gelöst.

Über die Bedienung der Foto-Funktion berichte ich weiter unten.

Leider geht die Bedienung etwas auf Kosten des Designs. Durch die fließenden Formen des Handys z.B. sind die „abheben“ sowie die „auflegen“ Taste fast zu klein ausgefallen und zudem schwer ertastbar. Gleiches gilt für * und #, wenngleich diese (Siemens typisch) eigentlich nur beim SMS/MMS-Schreiben oder zum Stummschalten und der Tastensperre benötigt werden.
Die Softkeys sind relativ „scharf“. Sie sind spitz zulaufend, was bei langer Benutzung und empfindlichen Usern evtl. zu schmerzenden Fingern führen könnte. Die Formgebung ist dafür sehr funktionell wenn man immer von der 4Wege-Navi ausgeht.
Die linke und rechte Seitentaste hätte ich mir etwas tiefer im Gehäuse liegend gewünscht, man kommt leicht mal an ohne das beabsichtigt zu haben. Dies würde ich aber nicht als Mangel bezeichnen, man muss einfach das Handling etwas lernen.

Was ich noch besonders hilfreich und toll finde, ist die Tatsache, dass man den Zifferntasten 0-9 nicht nur (bei längerem drücken) eine Rufnummern, sondern fast jegliche Andere Telefonnummer zuweisen kann. Halte ich auf meinem S55 z.B. „9“ gedrückt so fragt es mich, ob ich GPRS aktivieren wolle. Auf „1“ habe ich die Mobilbox, auf „2“ bis „8“ Telefonnummern. Das alles ist frei definierbar und sehr einfach zu bedienen. Genial!

Alles in allem ein ausgereiftes Bedienkonzept ohne größere Mängel. Etwas feilen kann Siemens natürlich noch, aber eben nur zur Perfektionierung.

~~~~ Ruftöne und FUN *****/***** ~~~~
Eines vorweg: Das S55 ist als Business-Handy konzipiert. Es verzichtet auf sinnlose Spiele usw. Stattdessen ist ein (ebenso sinnloses) Trainingsprogramm fürs Büro (Java-Anwendung) installiert, weiters ein Unit-Converter sowie eine Weltuhr. Das war’s zum Thema FUN. Durch die Java-Fähigkeit des Gerätes kann aber jegliches andere Spiel oder andere Anwendungen entweder per PC oder WAP-Push geladen werden.
Nun zu einem meiner Favoriten: Den Ruftönen. Die installierten Töne könnt ihr getrost rauslöschen. Mit Ausnahme des „Siemens Swing“ sind diese entweder nervtötend, langweilig oder einfach nur ätzend. Ich hätte mir das schon etwas mehr erwartet. Nicht quantitativ sondern qualitativ. An der Wiedergabequalität kann man allerdings nicht rummeckern! Der Lautsprecher ist ein LAUT-Sprecher, die Qualität ist super und die Wiedergabe von Midi oder MMF-Files erfolgt anstandslos uns genial gut. Im Internet sind passende Dateien zu Hauf zu finden, für jeden ist was dabei. Und wer z.B. das Grunzen seines Liebsten als SMS-Ton haben will, kann das mit dem PC aufnehmen, dort konvertieren in MMF und am Handy abspielen lassen.

Aber Achtung: MIDI und MMF (*.mid, *.mmf) benötigen ca. zwischen 7kB und 50kB des knappen Speichers. Ich würde daher nicht mehr Ruftöne laden, als tatsächlich in Verwendung sind!

Etwas störend finde ich nur, dass es keinen einzigen guten SMS-Benachrichtigungston gibt. Entweder sind sie zu leise, zu nervig, und ich will ja auch nicht gleich das gesamte Austin-Powers Theme hören, nur weil man ne Message reinflattert! Der gute alte Nokia „piep-pieeep“ hätte hier nicht geschadet.

Apropos Nokia: Die schwachen 4-Stimmigen Nokia-Tröten sollten sich hinter dem Siemens verstecken! Das Siemens gibt MIDI-Files nämlich mit bis zu 16 Stimmen wieder!

~~~~ Bilder & Display ****/******* ~~~~
Noch mal: Das S55 ist ein Business-Handy. Als solches wurde nicht das größte Augenmerk auf ein fototaugliches Display gemacht, sondern auf ein lesbares Farbdisplay. Und das hat das S55 defakto. Das Display kann, wie oben erwähnt, 256 Farben mit fixer Palette darstellen. Leider führt das bei manchen Bildern zu unerwünschten und hässlichen „dithering“ Effekten. Das sind Farbverschiebungen, die aus Handys Wunsch uns die Bilder möglichst naturgetreu wiederzugeben, entstehen. Wie gesagt, mit Tricks und ein bisschen Know-how zum Thema Bildbearbeitung kann man die Hintergrundbilder die man seinem S55 spendieren möchte so adaptieren, dass sie auch am Handy-Display genial aussehen.
Auf diversen Seiten (links siehe unten) kann man fix-fertige Hintergrundbilder, Animationen und Logos downloaden.
Das S55 kann *.GIF, *.BMP sowie *.JPG Bilder anzeigen, die im Format 101x80 Pixel vorliegen sollten. Das Logo kann auch eine maximale Größe wie o.a. haben. Das Handy kann Ein- und Ausschaltanimationen wiedergeben (wie z.B. sie diverse Netzbetreiber, z.B. O² verwenden), Bildschirmschoner, Hintergrundbilder sowie Betreiberlogos sind ebenfalls möglich. Bildschirmschoner sind übrigens nichts anderes als Animierte GIFs (*.GIF).
Über so genannte „Farbschemata“ kann man dem Menüsystem einen Hauch von Personalisierung geben, solche Profile kann man aus dem Internet laden und muss sie lediglich im Handy unter „Color scheme“ ablegen.

Ich bin alles in allem vom Display überzeugt und finde es gut. Es ist scharf, bietet sehr guten Kontrast und Ausleuchtung, und da ich eine Digicam habe stören mich die wenigen Farben nicht wirklich.
Fairerweise muss man aber natürlich zugeben, dass die Mitstreiter von Nokia displaymässig auf ganz anderem Niveau agieren (man denke ans 7210). Da liegen Welten dazwischen!

~~~~ Extras ****/**** ~~~~
* Wecker
* Rechner
* Währungs-Rechner
* Stoppuhr
* Countdown
* Sprachkommandos
* Fernsynchronisation

Ist glaube ich alles klar mit den Extras! Nichts Weltbewegendes – nur über die FernSync kann ich nicht berichten! Die Sprachkommandos sind heutzutage auch nicht wirklich etwas Besonderes. Mann kann z.B. per Tastendruck und „Neue SMS sagen“ gleich in eine neue SMS gelangen. Wer’s braucht…. Gleiches gilt für die Sprachwahl. Die jeweiligen oft gewählten Nummern auf den Zifferntasten ersparen manchen Ärger mit nicht erkannten Sprachkommandos (im Auto z.B.).

~~~~ Datenanbindung *******/******* ~~~~
Das S55 Unterstützt alle gängigen Standards mit Ausnahme von HSCSD (High Speed Circuit Switched Data). Da momentan fast alle Netzbetreiber GPRS anbieten halte ich dies allerdings für kein Problem dem Beachtung geschenkt werden sollte.

Möglichkeit mit dem Telefon zu interagieren (neben drücken der Tasten ;-))
* Bluetooth
* Infrarot
* Seriell (RS232 über Datenkabel)
* Seriell (USB über Datenkabel)

Sendestandards
* GPRS (General Packed Radio System)
* CSD (Cicruit Switched Data)
* Faxmodem bis 14,4kbps
* GSM (telefonie)

Die Kommunikation zwischen Handy und Organizer (Compaq iPaq) gestaltet sich problemlos und ohne nervige Töne oder Bestätigungen wie bei vergleichbaren Nokia Handys. Dies kann per IR oder BT erfolgen, ebenso zwischen S55 und PC oder S55 und Drucker.
Alles in allem wieder mal alles „on board“ was der geschäftige Businessman von heute benötigt, zuverlässig und stabil, einfach zu bedienen. Gut gemacht, Siemens!

Kleines Manko:
Für den MMS-Versand (hier in Österreich zumindest) muss GPRS dauerhaft aktiviert sein. Will heißen, dass das Gerät dauerhaft per GPRS im Netz eingebucht sein muss. Das kostet massenhaft Akku-Leistung. Im Test lief das S55 nur noch einen Tag lang pro Ladung.

~~~~ Akku ****/****** ~~~~
Siemens spricht von 300h Standby und 6h Gesprächszeit. Das kann ich leider nicht nachvollziehen. In der Praxis wird aber auch von keinem anderen Gerät erreicht, was im Prospekt steht. Die Hersteller geben hier Werte an, die bei der Standbyzeit einem Szenario nach „Handy 5m vom Sendeturm entfernt ohne jeglichen Tastendruck oder Anruf“ entsprechen. So was hat mit realem Betrieb meiner Meinung nach absolut nichts mehr zu tun. Hier im Gebirge hält der Akku mit normalem Telefonbetrieb, SMS, eMail-Abruf, etwas surfen usw. ca. drei Tage am Stück, dann muss man die nächste Steckdose aufsuchen.

Reale Werte: 80h Standby & 2h Gespräch
Das bezieht sich auf normale Telefonnutzung ohne Akku-Schonung oder extrem gutem Empfang.

Erzielbare werte (geschätzt): 150h Standby (bei fast keinen Telefonaten). Wobei man ja bedenken sollte, dass selbst „nur“ 150 Stunden schon fast einer Woche (!) entsprechen!

Sollte mein Akku in absehbarer Zeit (momentan noch sehr neu und noch nicht auf 100% Leistung) in der Zukunft stark abweichen von meinen jetzigen Angaben, so werde ich das berichtigen.

~~~~ Messaging ******/****** ~~~~
Wer sich einmal an die etwas gewöhnungsbedürftigen Taten gewöhnt hat, wird das S55 lieben! Neben superlangen SMS (760 Zeichen) stehen E-Mail, MMS und EMS zur Verfügung.

SMS:
760 Zeichen, T9 unterstützt, automatische Sprachumschaltung beim Schreiben

MMS:
Bild & Ton können eingefügt werden, mehrere Seiten werden unterstützt, direkter Zugriff aufs integrierte Dateisystem möglich. Genaue Angaben kann ich aber erst machen, wenn MMS von der breiten Masse mal akzeptiert ist. Momentan sind die Endgeräte rar. Falls jemand von euch Interesse hat – und auch ein MMS-Handy, könnten wir untereinander mal ein paar Test-MMS versenden.

E-Mail:
Das S55 kann bis zu 5 E-Mail Konten verwalten. Und damit meine ich keine pseudo-eMail Abfrage via WAP sondern einen echten E-Mail Client. Dieser lässt sich ähnlich wie Outlook konfigurieren und lädt sodann die E-Mails direkt vom Server. Bedingt kann man sogar die Attachments speichern und die Bilder angucken. Allerdings nur begrenzt, manchmal funktionierte bei mir das Speichern der Attachments nicht.

Kleines Manko: Es können nicht alle E-Mail Konten (bei mir sind’s 4) auf einmal abgerufen werden, sondern nur einzeln. Das ist etwas mühsam, da man immer zuerst das gewünschte Konto aktivieren muss.

~~~~ Dateisystem, Adressbuch & PC-Abgleich *******/******** ~~~~
Wie gleicht man ein Nokia und ein Siemens Handy ab, ohne gleich alles noch mal eingeben zu müssen??
Ganz einfach, über Outlook. Nokia Daten rein ins Outlook, und raus aus Outlook rein ins S55 – in Kurzform zumindest.

Siemens liefert eine Mini-CD (Achtung an alle die ein Slot-IN Laufwerk ihr Eigen nennen) mit. Diese beinhaltet die Siemens Datasuite, die Software XTEND PC zum Outlook-Abgleich sowie einen Treiber der das S55 als Laufwerk am PC sichtbar macht.

Siemens Data Suite:
Hier können die Telefonparameter, die WAP und GPRS-Einstellungen, Klingeltöne, Profile, das Adressbuch usw. Editiert werden. Sehr ähnlich der Nokia PC-Suite.

XTEND PC:
Einfacher Abgleich zwischen PC und Handy. Funktioniert problemlos, man sollte nur vorher einstellen, dass „Vorname, Nachname“ vom PC auch als solches und nicht als „Vorname Nachname“ übernommen werden…

Adressbuch (S55 intern):
Kann alle Daten aus Outlook aufnehmen.
Vorname, Nachname, Tel, Tel/Büro, Fax1, Fax2, E-Mail 1,2,3, Geburtstag, Jahrestag, URL, usw, usf.
Besonderheit: Jedem Namen kann z.B. ein Bild aus dem Dateisystem zugeordnet werden (meine beste Freundin hat schon angekündigt, mich demnächst zu killen ~fg~). Sieht einfach witzig aus, wenn man das Gesicht desjenigen sieht, der anruft.
Jeder Kontakt kann einer eigenen Benutzergruppe zugeordnet werden, jeder Benutzergruppe wiederum ein Symbol sowie ein eigener Rufton.
Man kann zwischen Telefonbuch sowie Adressbuch wählen. Das Telefonbuch unterliegt allerdings den üblichen Beschränkungen der SIM-Karte wie Ladezeiten, kurze Namen und begrenzter Kapazität.

Dateisystem:
Insgesamt NUR 921kB.
An sich mag 1MB Speicher für ein Handy viel anmuten, ist es aber nicht.

5 Hintergrundbilder á 7kB = 35kB
10 Ruftöne á 15kB = 150kB
3 Java-Spiele á 20kB = 60kB
20SMS = 40kB
3 hochauflösende Fotos = 120kB
= 405kB und der halbe Speicher ist voll.
Bedenkt man dann noch, dass sich den restlichen Speicher die Ordnerstruktur, EMS-Symbole und Sounds sowie das Adressbuch und der Organizer teilen, so kann sich auch der Laie vorstellen, dass es bald eng wird.

Fazit: Sparen wo’s geht. Nur notwendige Klingeltöne, Bilder rasch auf den PC laden, nicht zu viele Spiele installieren.
Für mich persönlich stellt das keinen Mangel dar, da ich ca. 5 Ruftöne, keine Spiele und wenige Bilder am Handy habe. Einen Grossteil nimmt das Adressbuch ein, einen anderen die Bilder meiner Freunde die ich angezeigt haben will, wenn diese anrufen.
Positiv ist wiederum, dass man sich den wenigen Speicher der zur Verfügung steht aber selbst einteilen kann! Das geht bei einem Nokia 7210 meines Wissens nicht ganz so gut.
Aber bei einem Gerät dieser Preisklasse hätte ich mir einen Slot für eine Speicherkarte alla SD-Card oder XD-Card schon erwartet.

~~~~ Kamera ---/--- ~~~~
War zum Zeitpunkt meines Kaufes leider nicht lieferbar. Wird demnächst nachgesandt. Ich bin schon gespannt!


~~~~~~~ FAZIT ~~~~~~~
Erreichte Punkte:
57 von 68
NOTE: ~2~

Note Zwei….aber nur, wenn man die Punktwertung lehrermäßig gründlich und nüchtern betrachtet. Für mich erhält das S55 eine 1, denn es erfüllt, wie die meisten Produkte die ich kaufe, genau meine Erwartungen und Ansprüche. Ich brauche oft eine Mobile Datenanbindung, schreibe und empfange E-Mails, sende täglich viele SMS (ca. 10) und trage nicht gerne einen Klotz am Bein. Zudem ist das Design für mich sehr wichtig, ebenso die Bedienfreundlichkeit. Und in all diesen Punkten ist das S55 momentan so gut wie ungeschlagen.

Abzüge gibt’s eigentlich zusammenfassend nur fürs schwache Display sowie den kleinen Speicher (der aber für Termine und Adressen MEHR als reichlich ist!!)

~~~~ LINKS ~~~~
usp-forum.de (alles zu Siemens Handys)
my-siemens.de (Siemens Seite für Siemens User)
s55-world.net (spezielle S55 Seite)
mobile-mag.de (Magazin speziell für Mobile-User)

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