Sigma Sport Mirage Evo Pro Frontleuchte Testbericht

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Erfahrungsbericht von SkyMcK

Ja, wir san mi‘m Radel da...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem die ersten 2.000 Kilometer am Wochenende vollendet wurden, möchte ich euch heute meinen sogenannten „Fahrradcomputer“ Sigma BC 600 vorstellen. Fahrradfahren an sich mag ja schon ganz schön sein, aber wenn man schon weitere Strecken absolviert, dann möchte ich bitte schön auch wissen, wieviel es doch nun genau war, fürs eigene Ego sozusagen.

Im Fachgeschäft hatte ich zunächst die Qual der Wahl, da konnte man auch problemlos 100 damals noch Deutsche Mark hinblättern. Für ein bloßes Hobby eine unnötig große Ausgabe wie ich fand, also orientierte ich mich doch eine Preislage tiefer. Und wurde mit dem Sigma BC 600 für 29,95 DM fündig (heute für ca. 15 € zu haben).
Ein unscheinbares kleines schwarzes Ding, das an der Oberseite einen großen gelben Knopf besitzt und an der unteren Seite einen roten. Fast die gesamte Oberfläche nimmt das übersichtliche Display ein. Was hier angezeigt wird, steuert man mit besagten Knöpfen, wobei der rote Knopf zum Durchblättern der einzelnen Funktionen ist, auf die ich gleich zu sprechen komme.

Was er alles kann
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Das Display ist zweigeteilt. Die oberen zwei Drittel nimmt die Anzeige der jeweils gefahrenen Geschwindigkeit ein. Diese zahl ist so groß gehalten, daß sie auch bei schneller fahrt gut einsehbar ist. Nur direkte Sonnenbestrahlung kann das Ablesen da erschweren. Im unteren Drittel folgen nun weitere Funktionen:

GESAMTDISTANZANZEIGE – wie der Name schon sagt, wird hier die bisher zurückgelegte Gesamtstrecke gezeigt. Diese zahl kann nicht versehentlich durch einen falschen Knopfdruck gelöscht werden, da sie nur bei Herausnahme der Batterie erlischt. Dies ist auch gleich der erste Nachteil dieses Fahrradcomputers, zählt er doch nur weiter, so lange die Batterie auch noch genügend Saft hat, danach aber sind alle Daten gelöscht. Da dieser Nachteil aber bei allen Tachometern dieser Art vorhanden ist kommen wir lieber gleich zur nächsten Funktion durch Druck des roten Knopfes. Überdies lassen sich laut Anleitung sämtliche Daten bei Batterieerneuerung per Hand wieder eingeben. Konnte ich allerdings noch nicht nachprüfen.

UHRZEIT – O.k., dazu muß ich wohl nicht viel sagen, hier wird die ganz normale Tageszeit angezeigt. Ganz schön, vor allem für diejenigen, die ungern eine Armbanduhr tragen. Nächste Funktion

TAGESDISTANZ – Hier wird auf 10 Meter genau die jeweils gefahrene Tagesstrecke angezeigt, wobei sich der Stand nicht täglich selbst auf Null setzt, sondern beliebig durch längeres Drücken des gelben Knopfes gelöscht werden kann. Also idealer weise vor Beginn eines Ausfluges, bzw. des Trainings. Auch die nächste Funktion ist von dieser Löschung betroffen und führt zusammen mit diesem Zähler auf Null gesetzt. Die Anzeige ist übrigens auf 99,9 Kilometer beschränkt, danach springt er allein wieder auf Null um und zählt weiter.

FAHRTDAUER

Hier wird ziemlich genau angezeigt, wie lange sich das Rad tatsächlich schon fortbewegt hat. Ziemlich genau deshalb, da die Uhr noch drei Sekunden länger läuft, als sich das Rad dreht, aber da wir ja nicht päpstlicher sein wollen, als der Papst, gleich weiter zur nächsten Funktion.

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT

Etwas für den kleinen Schumi in uns. Hier wird uns die jeweils höchste gefahrene Geschwindigkeit angezeigt. Auch diese Funktion ist der Löschung unterworfen. Hier muß man sich dann entscheiden, will man die gefahrenen 100 Km/h für die Nachwelt aufbewahren, oder doch nur die tägliche Höchstgeschwindigkeit. Keine besonders sinnvolle Funktion, aber durchaus eine nette Spielerei, die mich zumindest am Anfang in Versuchung brachte, doch mal auszutesten, wie schnell man denn mit so einem Fahrrad so fahren kann. Wobei ich es zumindest auf 61 Km/h gebracht habe, allerdings möchte ich jedem davon abraten in diesem Tempo Berge hinab zu rasen (ob mit oder ohne Helm), der kein Profi ist (die Tour de France läßt grüßen). Die Kontrollmöglichkeiten bei diesen Geschwindigkeiten sind einfach minimal.

Eindruck
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So viel zu den Funktionen, die auf alle Fälle für den Hausgebrauch völlig ausreichend sind. Komme ich nun zum heiklen Thema der Montage. Heikel war es zumindest für mich, oder besser wäre es geworden, aber im Rahmen einer Rundüberholung habe ich diesen Anbau gleich mit erledigen erlassen. Wobei ich mir sagen ließ, daß die Montage selbst sehr einfach sei, problematisch sei nur die Programmierung, da der Computer natürlich die genaue Radgröße kennen muß.
Der eigentliche Computer läßt sich im Übrigen auch nach der Montage jederzeit abnehmen. Er wird nur auf einer Plastikschiene eingerastet und kann einfach per Knopfdruck wieder entnommen werden. Die Kabel, die die Daten vom Rad an den Rechner übermitteln stören überhaupt nicht.
Die kleine und knapp gehaltene Montageanleitung läßt kaum Sprachprobleme aufkommen, allerdings auch nur, weil fast alles über Bilder erklärt ist. Wobei leider gesagt werden muß, daß die Eindeutigkeit eine klare Ähnlichkeit mit den Anleitungen aus dem hause IKEA hat, beide sind nicht so einfach zu erschließen bzw. eindeutig.

Batterie
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Leider läuft der Fahrradcomputer Tag und Nacht, er schaltet sich nicht ab, wenn sich das Rad nicht dreht. So ist natürlich klar, daß eine Batterie eine wesentlich kürzere Lebensdauer hat, als wenn er nur dann arbeiten würde, wenn er auch gebraucht wird. Allerdings läuft er bei mir nun schon länger als ein Jahr und das Display leuchtet immer noch genauso deutlich wie zu Anfang. Ich hoffe nur, daß es nicht von einem Tag auf den anderen den Betrieb einstellt.

Negativpunkte
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Neben besagter Batteriegeschichte hatte ich inzwischen schon ein weiteres Problem. So löst sich bei stärkeren Erschütterungen, also z.B. bei längerer Fahrt über Kopfsteinpflaster, das an den Speichen befestigte Meßgerät, was dazu führt, daß nun natürlich keine Ergebnisse mehr ankommen. Die erneute Befestigung ist zwar nur ein kurzer Handgriff, allerdings ließe sich hier vielleicht auch eine andere Lösung finden, um solche Ausfälle zu verhindern. So suchte ich beim ersten derartigen Ausfall die Ursachen überall, nur nicht dort.

Abschließendes Fazit
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Aber trotz dieser beiden Makel möchte ich insgesamt ein gutes Urteil aussprechen, denn für diesen doch vergleichsweise günstigen Preis erhält man wirklich ein gutes Produkt, welches die an es gestellten Aufgaben zufriedenstellend erfüllt.
Viel Spaß also beim Radeln und Hals- und Beinbruch, Euer Marcel alias SkyMcK

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