Skigebiet Stubaital Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von G-Punkt
Großes Skigebiet auf 3000m Höhe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Anreise
---------------
Die Anreise zum Stubaital sieht auf der Karte ziemlich leicht aus, ganz so einfach ist es aber nicht, dafür sorgt die Geldgier der österreichischen Behörden. Am billigsten ist es, wenn man über Garmisch-Partenkirchen anreist. Nach dem Grenzübergang fährt man eine gut ausgebaute Landstraße ins Tal hinab. Hier muß man dann allerdings das erste Mal aufpassen. Anstatt der Beschilderung Richtung Innsbruck zu folgen, die einen automatisch auf die kostenpflichtige Autobahn führt, muß man in Zirl vor eben dieser links abbiegen. Dann geht es durch die Stadt, aber auch hier sind die Straßen gut ausgebaut und man verliert nicht allzu viel Zeit, dafür spart man aber Geld. Die zweite Falle kommt drei Kilometer nach Innsbruck. Hier darf man nicht der Beschilderung ins Stubaital folgen, die geht nämlich auf die Brennerautobahn und man muß für nur eine Station ordentlich Maut zahlen. Statt dessen folgt man der Beschilderung nach Matrei, diese Straße ist wegen ihres Kurvenreichtums sowieso viel schöner. Befolgt man diese Tips nicht, zahlt man schon eine halbe Tankfüllung nur für die Benutzung der kurzen Autobahnabschnitte, der Zeitgewinn liegt bei etwa einer halben Stunde.
Reist man aus der Gegend um Freiburg an, lohnt sich der Grenzübertritt hinter Lindau am Bodensee. Hier kann man sich eine 10-Tages-Vignette kaufen und in ganz Österreich fahren. Außer auf den Mautpflichtigen Teilstrecken, die nicht gerade selten sind. Der 14km lange Arlberg-Tunnel auf dieser Strecke beispielsweise muß mit weiteren 19,- DM bezahlt werden. Selbstverständlich eröffnet einem das die Beschilderung erst nach der Abfahrt zur Paßstraße, schließlich ist Österreich ja ein armes Land. Die Vignette hat den Vorteil, daß man Innsbruck sehr gut umgehen kann. Nach dem Brennerdreieck nimmt man gleich die erste Abfahrt, dann zahlt man keinen Maut und fährt den Rest Landstraße.
Außerdem sollte man drauf achten, immer Schneeketten dabei zu haben, erstens, weil man sie brauchen könnte, zweitens, weil die Polizei in Österreich sehr viel Wert drauf legt, daß deutsche Touristen sicher durch ihr Land fahren ;-)
Man kann also bereits bei der Anreise ordentlich geschröpft werden, muß aber nicht sein, befolgt man die Tips.
Das Stubaital
----------------
Die beidenm Hauptorte im Stubaital sind Fulpmes und Neustift. Wer zum Stubaier Gletscher will, sollte in Neustift oder einem der Orte hinter diesem Dorf wohnen, sonst wird der Weg zu weit. Diese Orte heißen Milders, Schaller, Krößbach oder Gasteig. Hier sind im Gegensatz zum Hauptort die Pensionspreise etwas günstiger, allerdings ist man auch etwas weiter ab vom Schuß. Ansonsten gibt es für jeden Geschmack eine Unterkunft. Die breite Masse sind 3-Sterne-Hotels, es gibt aber auch ein Fünf-Sterne-Hotel oder Pensionen. Die Preise sind Durchschnitt, wer Halbpension bucht, wird abends mit üppigen Mahlzeiten versorgt.
Skiverleih
-------------
In Neustift selber und in zwei Vororten gibt es Intersportgeschäfte, in denen man sich Skier ausleihen kann, wenn man sie sich denn nicht selbst mitgebracht hat. Das geht sehr problemlos vonstatten, vom Schuhe probieren bis zur Einstellung der Bindung wird man perfekt betreut. Ein kompletter Satz Skier für fünf Tage kostet in der billigsten Variante „Basic“ 600 ÖS, also knapp 90,- DM.
Außerdem kann man das alles auch oben am Gletscher ausleihen, denn auch hier gibt es zwei Intersportgeschäfte, die allerdings nicht ganz so billig sind. Selbstverständlich kann man auch alles rund ums Snowboard ausleihen.
Der Skipaß
--------------
Als nächstes braucht man einen Skipaß. Auch diesen kann man im Dorf kaufen oder an der Talstation erstehen. Die Preise liegen in der Hauptsaison für 5 Tage bei 1810,- ÖS für Erwachsene, eine Tageskarte kostet 430,- ÖS. In der Nebensaison kommt man billiger weg. Für fünf Tage sind hier 1630,- ÖS zu berappen, für den Tagespaß 380,- ÖS. Natürlich gibt es noch tausend andere Tarife, die am besten im Internet einzusehen sind.
Die Fahrt zum Gletscher
------------------------------
Hat man alles lebensnotwendige besorgt, kann man sich erst mal schlafen legen, um am nächsten morgen fit zu sein. Nachdem man sich warm eingepackt hat, begibt man sich zum Gletscher. Das kann man entweder mit dem Auto machen. Dann dauert die Fahrt etwa 15-20 Minuten. Auf dem riesigen Parkplatzareal fahren ständig kostenlose Pendelbusse, die einen fast bis an die Liftgondel bringen.
Oder man nutzt den kostenlosen Skibus. Dieser fährt etwa jede halbe Stunde im Tal ab, bei der Rückfahrt nach Bedarf. Dieser hat den Vorteil, daß es eben nichts kostet, allerdings ist er nach zwei Stationen voll und wer in den Orten hinter Neustift Quartier bezogen hat, bekommt keine Chance mehr einen Sitzplatz zu ergattern. Die über halbstündige Fahrt im Stehen zu verbringen ist wie man sich vorstellen kann, kein Zuckerlecken.
Die Talstation
------------------
Ist man an der Talstation Mutterberg angekommen, wo man im übrigen auch übernachten kann, allerdings sicher nicht billig, Hat man die Wahl zwischen zwei Gondelbahnen, der Eisgratbahn und der Gamsgartenbahn. Beide fahren bis zur Mittelstation parallel, danach trennen sich ihre Wege zum Eisgrat auf 2900m oder zum Gamsgarten auf 2600m.
Die Mittelstation ist später Endpunkt vieler Skistrecken.
Das Skigebiet
-----------------
Oben angekommen warten auf den insgesamt vier Gletschern unzählige Lifts, darunter 2 Sechserlifte, 1 Viererlift und 3 Doppelsesselbahnen. Dazu kommen noch einige Schlepp- und Übungslifte und natürlich die Gondelbahnen. Die Sechserlifte haben den großen Vorteil, daß sie einen Windschutz haben, Schneestürme auf über 3000m Höhe machen einem also fast nix aus.
Pisten gibt es auch reichlich, sieben blaue, fünf rote und fünf schwarze Pisten warten mit einigen Variationen auf. Zusätzlich gibt es noch drei Skirouten, darunter die 10km lange hochalpine Talabfahrt „Wilde Grubn“.
Für noch mehr Abwechslung sorgen Carvingpisten, zwei Slalomstrecken, eine Geschwindigkeitsmeßstrecke, ein Snowboard-Funpark mit Halfpipe und ein Eiskletterturm. Bis man alle Pisten wenigstens einmal unter die Bretter genommen hat, dauert es also schon seine Zeit. Hinzu kommt der wunderbare Ausblick über die Tiroler Berge von der Jochdohle aus. Hier kann man bis nach Italien schauen, gute Sicht vorausgesetzt.
Der Andrang
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In der Hauptsaison tummeln sich bis zu 11 000 Menschen auf dem Gletscher, in der Nebensaison sind es immerhin noch 3 000. Es ist unbedingt zu empfehlen, in der Nebensaison zu fahren, die Schlangen vor den Lifts halten sich zwar in Grenzen, auf den Pisten herrscht aber auch bei 3 000 Mann Hochbetrieb. Der Exitus erwartet einen dann in den Restaurants, die schon in der Nebensaison überbesetzt sind, vor allem in der Mittagspause der Skischule von 12 bis 13 Uhr.
Die Gastronomie
---------------------
Die Hauptanlaufstelle für hunrige Mäuler ist der Gamsgarten. Hier gibt es ein großes Selbsbedienungsrestaurant und eines mit Bedienung. Die Preise halten sich in Grenzen, die Auswahl ist reichlich vorhanden, von Germknödeln über Nudelgerichte bis hin zum saftigen Steak gibt es alles, was der Gaumen begehrt.
Auch im Eisgrat gibt es ein Restaurant, dazu kommt die Dresdner Hütte an der Mittelstation, die eher ein gemütliches Ambiente bietet und nicht so überlaufen ist.
Ab Februar 2001 wird dann das höchste österreichische Restaurant aufmachen, die Jochdohle 3000 auf 3150m Höhe, daß aber nur bei guter Witterung geöffnet sein wird.
Die Skischule
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In Neustift befindet sich auch das Büro der Skischule. Insgesamt 170 Skilehrer werden hier beschäftigt, die aber nicht ständig gleichzeitig im Einsatz sind. Für jeden Grad an Erfahrung bietet die Skischule Hilfe, um sein Können zu verbessern. Anfängerkurse werden also ebenso angeboten wie fünf verschiedene Fortgeschrittenen-Kurse und ein Profikurs. Die Kurse beginnen täglich um 10 Uhr und enden um 15 Uhr, inklusive einer Stunde Mittagspause.
Leider kommt es immer wieder vor, daß Nachzügler zwei oder drei Tage später hinzustoßen und damit den Lernfluß unterbrechen oder bremsen. Aber auch diese Gäste wollen eben untergebracht werden und da läßt sich so etwas nicht vermeiden.
Die Skilehrer sind indes alle sehr freundlich und vermitteln ihr Wissen sehr gut, wie es sich gehört. Zum Abschluß des Kurses findet dann noch ein Skirennen der einzelnen Gruppen statt. Abends ist in einer Dorfkneipe dann die Preisverleihuung. Neben Medaillen für die ersten drei Plätze kann man auch Pokale für den Tagessieg ergattern. Ein sehr schönes Schmankerl und die Fotos , die am Anfang des Kurses und beim Rennen geschossen werden sorgen für ordentlich Erinnerungsstoff.
Neben dieser Attraktion werden in unregelmäßigen Abständen auch andere Programme geboten wie beispielsweise eine Fackelwanderung mit anschließender Einkehr zum Glühweintrinken.
Das Kinderparadies
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Wer kleine Kinder hat, braucht sich um diese keine Gedanken zu machen. Sie sind entweder im Kindergarten am Gamsgarten gut untergebracht, oder besuchen ebenfalls einen Skikurs. Es ist herrlich zu beobachten, wie die kleinen Knirpse völlig unerschrocken die Berge runterheizen und sich nicht mal etwas tun. Es ist eben das beste Alter, um das Skifahren zu lernen und Eltern sollten dieses Angebot unbedingt nutzen. Die Betreuung durch die Skilehrerinnen, die auch eine Ausbildung als Kindergärtner haben, ist ausgezeichnet und durch das abgesperrte Terrain können die Kleinen ungestört üben.
Das Wetter
--------------
Bei bis zu 3000m Höhe ist es selbstverständlich, daß das Wetter teilweise nicht so angenehm ist wie im Tal, wo Temperaturen um den Gefrierpunkt vorherrschen. Hier oben sind so –10° C im Winter die Regel, ab und zu ist es auch bis –20°C kalt, dann sollte man sich vor allem bei starkem Wind warm anziehen, denn das ist äußerst unangenehm. Die Gegenleistung ist dafür eine Schneegarantie von Oktober bis Juni, eigentlich liegt das ganze Jahr Schnee, während man im Tal schon kämpfen muß.
Trotzdem kommt es des öfteren zu Gletschersperren, sei es wegen zu starken Windes oder wegen Lawinengefahr. In diesem Falle bekommt man eine Gutschrift, die man bis zum nächsten Winter wieder einlösen kann. Wer an solchen Tagen trotzdem nicht aufs Skifahren verzichten kann, hat in Neustift die Möglichkeit auf den „Elfer“ hochzufahren. Hier stehen neben der Zweierbahn vom Tal auch zwei Schlepplifte zur Verfügung, um die beiden blauen und die zwei roten Pisten unter die Kufen zu nehmen. Ein besonderer Höhepunkt sind hier die Schlittenabfahrten und das Nachtrodeln, die einen Heidenspaß machen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Eine Auffahrt kostet 100 ÖS, das Leihen eines Schlittens 70 ÖS.
Als weitere Alternative gibt es das Skigebiet Schlick in Fulpmes. Hier ist schon eine größere Auswahl an Pisten geboten, nämlich 3 Blaue, 5 Rote und 2 Schwarze. Auch hier gibt es eine lange Talabfahrt zum Rodeln.
Die Wetterverhältnisse auf dem Gletscher und dem Schlick werden ständig über das Kabelnetz ins Fernsehen übertragen, 24 Std. am Tag, man kann sich also schon morgens beim Aufstehen ein Bild über das Wetter machen und sich dementsprechend anziehen oder gleich liegen bleiben.
Das Skidepot
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Eine sehr nützliche Einrichtung vor allem für Busfahrer ist das Skidepot am Mutterberg. Für 20 ÖS am Tag kann man hier seine Skier oder das Snowboard abgeben und auf Wunsch sogar über Nacht warten lassen. Auch die Skistiefel kann man gegen einen geringen Obolus über Nacht trocknen lassen, allerdings bieten die Hotels in Neustift dafür auch genügend Räume.
Oben auf dem Gletscher ist auch ein Depot, das ist aber nicht empfehlenswert, denn ist der Gletscher mal gesperrt, sitzt die Ausrüstung oben fest und man kommt nicht ran, besonders ärgerlich am letzten Tag des Urlaubs, dann muß sie sich nachschicken lassen.
Apres Ski
------------
Um ca. 16.30 Uhr ist Schluß, dann sollte man sich zur Talfahrt begeben. An der Talstation gibt es dann schon zwei Apres Ski-Lokalitäten, die mit heftiger Baßmusik um die Gunst des vergnügungssüchtigen Skifahrers werben. Um 17.30 fährt der letzte Skibus, danach muß man für einen Fahrer sorgen. Oder man fährt gleich ins Dorf, dort ist es aber schwerer, etwas entsprechendes zu finden. Erst abends steppt dort in den verschiedenen Discos wie „Hully Gully“, „Rumpl Disco“ oder dem „Nachtkastl“ der Bär. Auch Bars wie der „Dorf-Pub“ und urige Kneipen wie der „Holzknecht“ sind im Angebot, alles in allem ist es aber ein Familienfreundliches Skigebiet, das nicht wie Ischgl alles auf Apres Ski setzt.
Fazit
------
Das Stubaital bietet für jeden Geschmack ausreichend Nahrung und Abwechslung, nicht zuletzt durch die drei verschiedenen Skigebiete. Wer nur auf Apres Ski abfährt, sollte fern bleiben, für Skifahrer ist es aber das ideale Skigebiet. Der Gletscher ist leider etwas überlaufen und das Wetter schlägt doch manchmal heftige Kapriolen, was zu häufig zu Sperrungen führt. Dafür hat man das ganze Jahr Schnee und muß nicht zittern, daß der Skiurlaub der Sonne zum Opfer fällt.
G.
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Die Anreise zum Stubaital sieht auf der Karte ziemlich leicht aus, ganz so einfach ist es aber nicht, dafür sorgt die Geldgier der österreichischen Behörden. Am billigsten ist es, wenn man über Garmisch-Partenkirchen anreist. Nach dem Grenzübergang fährt man eine gut ausgebaute Landstraße ins Tal hinab. Hier muß man dann allerdings das erste Mal aufpassen. Anstatt der Beschilderung Richtung Innsbruck zu folgen, die einen automatisch auf die kostenpflichtige Autobahn führt, muß man in Zirl vor eben dieser links abbiegen. Dann geht es durch die Stadt, aber auch hier sind die Straßen gut ausgebaut und man verliert nicht allzu viel Zeit, dafür spart man aber Geld. Die zweite Falle kommt drei Kilometer nach Innsbruck. Hier darf man nicht der Beschilderung ins Stubaital folgen, die geht nämlich auf die Brennerautobahn und man muß für nur eine Station ordentlich Maut zahlen. Statt dessen folgt man der Beschilderung nach Matrei, diese Straße ist wegen ihres Kurvenreichtums sowieso viel schöner. Befolgt man diese Tips nicht, zahlt man schon eine halbe Tankfüllung nur für die Benutzung der kurzen Autobahnabschnitte, der Zeitgewinn liegt bei etwa einer halben Stunde.
Reist man aus der Gegend um Freiburg an, lohnt sich der Grenzübertritt hinter Lindau am Bodensee. Hier kann man sich eine 10-Tages-Vignette kaufen und in ganz Österreich fahren. Außer auf den Mautpflichtigen Teilstrecken, die nicht gerade selten sind. Der 14km lange Arlberg-Tunnel auf dieser Strecke beispielsweise muß mit weiteren 19,- DM bezahlt werden. Selbstverständlich eröffnet einem das die Beschilderung erst nach der Abfahrt zur Paßstraße, schließlich ist Österreich ja ein armes Land. Die Vignette hat den Vorteil, daß man Innsbruck sehr gut umgehen kann. Nach dem Brennerdreieck nimmt man gleich die erste Abfahrt, dann zahlt man keinen Maut und fährt den Rest Landstraße.
Außerdem sollte man drauf achten, immer Schneeketten dabei zu haben, erstens, weil man sie brauchen könnte, zweitens, weil die Polizei in Österreich sehr viel Wert drauf legt, daß deutsche Touristen sicher durch ihr Land fahren ;-)
Man kann also bereits bei der Anreise ordentlich geschröpft werden, muß aber nicht sein, befolgt man die Tips.
Das Stubaital
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Die beidenm Hauptorte im Stubaital sind Fulpmes und Neustift. Wer zum Stubaier Gletscher will, sollte in Neustift oder einem der Orte hinter diesem Dorf wohnen, sonst wird der Weg zu weit. Diese Orte heißen Milders, Schaller, Krößbach oder Gasteig. Hier sind im Gegensatz zum Hauptort die Pensionspreise etwas günstiger, allerdings ist man auch etwas weiter ab vom Schuß. Ansonsten gibt es für jeden Geschmack eine Unterkunft. Die breite Masse sind 3-Sterne-Hotels, es gibt aber auch ein Fünf-Sterne-Hotel oder Pensionen. Die Preise sind Durchschnitt, wer Halbpension bucht, wird abends mit üppigen Mahlzeiten versorgt.
Skiverleih
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In Neustift selber und in zwei Vororten gibt es Intersportgeschäfte, in denen man sich Skier ausleihen kann, wenn man sie sich denn nicht selbst mitgebracht hat. Das geht sehr problemlos vonstatten, vom Schuhe probieren bis zur Einstellung der Bindung wird man perfekt betreut. Ein kompletter Satz Skier für fünf Tage kostet in der billigsten Variante „Basic“ 600 ÖS, also knapp 90,- DM.
Außerdem kann man das alles auch oben am Gletscher ausleihen, denn auch hier gibt es zwei Intersportgeschäfte, die allerdings nicht ganz so billig sind. Selbstverständlich kann man auch alles rund ums Snowboard ausleihen.
Der Skipaß
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Als nächstes braucht man einen Skipaß. Auch diesen kann man im Dorf kaufen oder an der Talstation erstehen. Die Preise liegen in der Hauptsaison für 5 Tage bei 1810,- ÖS für Erwachsene, eine Tageskarte kostet 430,- ÖS. In der Nebensaison kommt man billiger weg. Für fünf Tage sind hier 1630,- ÖS zu berappen, für den Tagespaß 380,- ÖS. Natürlich gibt es noch tausend andere Tarife, die am besten im Internet einzusehen sind.
Die Fahrt zum Gletscher
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Hat man alles lebensnotwendige besorgt, kann man sich erst mal schlafen legen, um am nächsten morgen fit zu sein. Nachdem man sich warm eingepackt hat, begibt man sich zum Gletscher. Das kann man entweder mit dem Auto machen. Dann dauert die Fahrt etwa 15-20 Minuten. Auf dem riesigen Parkplatzareal fahren ständig kostenlose Pendelbusse, die einen fast bis an die Liftgondel bringen.
Oder man nutzt den kostenlosen Skibus. Dieser fährt etwa jede halbe Stunde im Tal ab, bei der Rückfahrt nach Bedarf. Dieser hat den Vorteil, daß es eben nichts kostet, allerdings ist er nach zwei Stationen voll und wer in den Orten hinter Neustift Quartier bezogen hat, bekommt keine Chance mehr einen Sitzplatz zu ergattern. Die über halbstündige Fahrt im Stehen zu verbringen ist wie man sich vorstellen kann, kein Zuckerlecken.
Die Talstation
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Ist man an der Talstation Mutterberg angekommen, wo man im übrigen auch übernachten kann, allerdings sicher nicht billig, Hat man die Wahl zwischen zwei Gondelbahnen, der Eisgratbahn und der Gamsgartenbahn. Beide fahren bis zur Mittelstation parallel, danach trennen sich ihre Wege zum Eisgrat auf 2900m oder zum Gamsgarten auf 2600m.
Die Mittelstation ist später Endpunkt vieler Skistrecken.
Das Skigebiet
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Oben angekommen warten auf den insgesamt vier Gletschern unzählige Lifts, darunter 2 Sechserlifte, 1 Viererlift und 3 Doppelsesselbahnen. Dazu kommen noch einige Schlepp- und Übungslifte und natürlich die Gondelbahnen. Die Sechserlifte haben den großen Vorteil, daß sie einen Windschutz haben, Schneestürme auf über 3000m Höhe machen einem also fast nix aus.
Pisten gibt es auch reichlich, sieben blaue, fünf rote und fünf schwarze Pisten warten mit einigen Variationen auf. Zusätzlich gibt es noch drei Skirouten, darunter die 10km lange hochalpine Talabfahrt „Wilde Grubn“.
Für noch mehr Abwechslung sorgen Carvingpisten, zwei Slalomstrecken, eine Geschwindigkeitsmeßstrecke, ein Snowboard-Funpark mit Halfpipe und ein Eiskletterturm. Bis man alle Pisten wenigstens einmal unter die Bretter genommen hat, dauert es also schon seine Zeit. Hinzu kommt der wunderbare Ausblick über die Tiroler Berge von der Jochdohle aus. Hier kann man bis nach Italien schauen, gute Sicht vorausgesetzt.
Der Andrang
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In der Hauptsaison tummeln sich bis zu 11 000 Menschen auf dem Gletscher, in der Nebensaison sind es immerhin noch 3 000. Es ist unbedingt zu empfehlen, in der Nebensaison zu fahren, die Schlangen vor den Lifts halten sich zwar in Grenzen, auf den Pisten herrscht aber auch bei 3 000 Mann Hochbetrieb. Der Exitus erwartet einen dann in den Restaurants, die schon in der Nebensaison überbesetzt sind, vor allem in der Mittagspause der Skischule von 12 bis 13 Uhr.
Die Gastronomie
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Die Hauptanlaufstelle für hunrige Mäuler ist der Gamsgarten. Hier gibt es ein großes Selbsbedienungsrestaurant und eines mit Bedienung. Die Preise halten sich in Grenzen, die Auswahl ist reichlich vorhanden, von Germknödeln über Nudelgerichte bis hin zum saftigen Steak gibt es alles, was der Gaumen begehrt.
Auch im Eisgrat gibt es ein Restaurant, dazu kommt die Dresdner Hütte an der Mittelstation, die eher ein gemütliches Ambiente bietet und nicht so überlaufen ist.
Ab Februar 2001 wird dann das höchste österreichische Restaurant aufmachen, die Jochdohle 3000 auf 3150m Höhe, daß aber nur bei guter Witterung geöffnet sein wird.
Die Skischule
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In Neustift befindet sich auch das Büro der Skischule. Insgesamt 170 Skilehrer werden hier beschäftigt, die aber nicht ständig gleichzeitig im Einsatz sind. Für jeden Grad an Erfahrung bietet die Skischule Hilfe, um sein Können zu verbessern. Anfängerkurse werden also ebenso angeboten wie fünf verschiedene Fortgeschrittenen-Kurse und ein Profikurs. Die Kurse beginnen täglich um 10 Uhr und enden um 15 Uhr, inklusive einer Stunde Mittagspause.
Leider kommt es immer wieder vor, daß Nachzügler zwei oder drei Tage später hinzustoßen und damit den Lernfluß unterbrechen oder bremsen. Aber auch diese Gäste wollen eben untergebracht werden und da läßt sich so etwas nicht vermeiden.
Die Skilehrer sind indes alle sehr freundlich und vermitteln ihr Wissen sehr gut, wie es sich gehört. Zum Abschluß des Kurses findet dann noch ein Skirennen der einzelnen Gruppen statt. Abends ist in einer Dorfkneipe dann die Preisverleihuung. Neben Medaillen für die ersten drei Plätze kann man auch Pokale für den Tagessieg ergattern. Ein sehr schönes Schmankerl und die Fotos , die am Anfang des Kurses und beim Rennen geschossen werden sorgen für ordentlich Erinnerungsstoff.
Neben dieser Attraktion werden in unregelmäßigen Abständen auch andere Programme geboten wie beispielsweise eine Fackelwanderung mit anschließender Einkehr zum Glühweintrinken.
Das Kinderparadies
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Wer kleine Kinder hat, braucht sich um diese keine Gedanken zu machen. Sie sind entweder im Kindergarten am Gamsgarten gut untergebracht, oder besuchen ebenfalls einen Skikurs. Es ist herrlich zu beobachten, wie die kleinen Knirpse völlig unerschrocken die Berge runterheizen und sich nicht mal etwas tun. Es ist eben das beste Alter, um das Skifahren zu lernen und Eltern sollten dieses Angebot unbedingt nutzen. Die Betreuung durch die Skilehrerinnen, die auch eine Ausbildung als Kindergärtner haben, ist ausgezeichnet und durch das abgesperrte Terrain können die Kleinen ungestört üben.
Das Wetter
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Bei bis zu 3000m Höhe ist es selbstverständlich, daß das Wetter teilweise nicht so angenehm ist wie im Tal, wo Temperaturen um den Gefrierpunkt vorherrschen. Hier oben sind so –10° C im Winter die Regel, ab und zu ist es auch bis –20°C kalt, dann sollte man sich vor allem bei starkem Wind warm anziehen, denn das ist äußerst unangenehm. Die Gegenleistung ist dafür eine Schneegarantie von Oktober bis Juni, eigentlich liegt das ganze Jahr Schnee, während man im Tal schon kämpfen muß.
Trotzdem kommt es des öfteren zu Gletschersperren, sei es wegen zu starken Windes oder wegen Lawinengefahr. In diesem Falle bekommt man eine Gutschrift, die man bis zum nächsten Winter wieder einlösen kann. Wer an solchen Tagen trotzdem nicht aufs Skifahren verzichten kann, hat in Neustift die Möglichkeit auf den „Elfer“ hochzufahren. Hier stehen neben der Zweierbahn vom Tal auch zwei Schlepplifte zur Verfügung, um die beiden blauen und die zwei roten Pisten unter die Kufen zu nehmen. Ein besonderer Höhepunkt sind hier die Schlittenabfahrten und das Nachtrodeln, die einen Heidenspaß machen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Eine Auffahrt kostet 100 ÖS, das Leihen eines Schlittens 70 ÖS.
Als weitere Alternative gibt es das Skigebiet Schlick in Fulpmes. Hier ist schon eine größere Auswahl an Pisten geboten, nämlich 3 Blaue, 5 Rote und 2 Schwarze. Auch hier gibt es eine lange Talabfahrt zum Rodeln.
Die Wetterverhältnisse auf dem Gletscher und dem Schlick werden ständig über das Kabelnetz ins Fernsehen übertragen, 24 Std. am Tag, man kann sich also schon morgens beim Aufstehen ein Bild über das Wetter machen und sich dementsprechend anziehen oder gleich liegen bleiben.
Das Skidepot
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Eine sehr nützliche Einrichtung vor allem für Busfahrer ist das Skidepot am Mutterberg. Für 20 ÖS am Tag kann man hier seine Skier oder das Snowboard abgeben und auf Wunsch sogar über Nacht warten lassen. Auch die Skistiefel kann man gegen einen geringen Obolus über Nacht trocknen lassen, allerdings bieten die Hotels in Neustift dafür auch genügend Räume.
Oben auf dem Gletscher ist auch ein Depot, das ist aber nicht empfehlenswert, denn ist der Gletscher mal gesperrt, sitzt die Ausrüstung oben fest und man kommt nicht ran, besonders ärgerlich am letzten Tag des Urlaubs, dann muß sie sich nachschicken lassen.
Apres Ski
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Um ca. 16.30 Uhr ist Schluß, dann sollte man sich zur Talfahrt begeben. An der Talstation gibt es dann schon zwei Apres Ski-Lokalitäten, die mit heftiger Baßmusik um die Gunst des vergnügungssüchtigen Skifahrers werben. Um 17.30 fährt der letzte Skibus, danach muß man für einen Fahrer sorgen. Oder man fährt gleich ins Dorf, dort ist es aber schwerer, etwas entsprechendes zu finden. Erst abends steppt dort in den verschiedenen Discos wie „Hully Gully“, „Rumpl Disco“ oder dem „Nachtkastl“ der Bär. Auch Bars wie der „Dorf-Pub“ und urige Kneipen wie der „Holzknecht“ sind im Angebot, alles in allem ist es aber ein Familienfreundliches Skigebiet, das nicht wie Ischgl alles auf Apres Ski setzt.
Fazit
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Das Stubaital bietet für jeden Geschmack ausreichend Nahrung und Abwechslung, nicht zuletzt durch die drei verschiedenen Skigebiete. Wer nur auf Apres Ski abfährt, sollte fern bleiben, für Skifahrer ist es aber das ideale Skigebiet. Der Gletscher ist leider etwas überlaufen und das Wetter schlägt doch manchmal heftige Kapriolen, was zu häufig zu Sperrungen führt. Dafür hat man das ganze Jahr Schnee und muß nicht zittern, daß der Skiurlaub der Sonne zum Opfer fällt.
G.
21 Bewertungen, 2 Kommentare
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15.02.2002, 12:29 Uhr von denjuandemarco
Bewertung: sehr hilfreichsteht alles drin, sehr gut...
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15.02.2002, 12:28 Uhr von ch_zocker
Bewertung: sehr hilfreichgute Meinung, kannst ja auch mal bei mir reinschauen, würde mich freuen
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