Skigebiet Zillertal Testbericht

Skigebiet-zillertal
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Erfahrungsbericht von Tobitobe

Da hab ichs gelernt!

Pro:

Schönes Skigebiet für Anfänger

Kontra:

Miese Unterkünfte

Empfehlung:

Ja

1. Das Zillertal
2. Mein Lerngebiet
3. Unterkünfte und Infrastruktur
4. Fazit


1. Das Zillertal

Im März diesen Jahres ging es für mich das erste mal so richtig in den Schnee. Das Ziel war das Zillertal im Herzen Österreichs.
Dabei bietet das Zillertal eine Vielzahl an Bergen, Pisten und Orten, da sich das Tal über viele Kilometer durch die Alpen erstreckt.
Eins vorweg: Ich kann leider nur über die Gerlosplatte berichten, da dies mein einziges Fahrgebiet war...

2. Mein Lerngebiet

Mein erstes mal auf Skiern, oder besser, auf dem Board. Und zwar auf der Duxeralm/Hochkrimml auf der Gerlosplatte.
Im Rahmen eines Wintersportseminars unserer Berufsschule fuhren wir also dorthin.
Anfangs schienen mir die roten (und sogar die blauen) Pisten unwahrscheinlich steil vor. Nach den ersten zwei Tagen auf dem Übungshang, der direkt vor unserer Unterkunft lag, konnte ich schon halbwegs auf dem Board stehen und die Übungspiste abrutschen. Also gings es auf die rote Piste, so unser Skilehrer. Gesagt, getan. Allerdings war die rote Piste für den Anfang doch recht steil und konnte nur mit gelegentlichen Pausen (konnte nur Back fahren) bewältigt werden, während die Könner, und sogar kleine Kids, die Pisten hinabschossen...

Am Ende der Woche konnte ich bereits Kurven fahren und die umliegenden Pisten wurden erkundet und boten für mich als Anfänger genug Herausforderungen zum Lernen:

- Buckelpisten
- \"Tiefschnee\" (nachdem es fast 2 Tage durchgeschneit hatte)
- steile Stücke
- Zeitmessstrecke

Allerdings bin ich der Meinung, dass diese Pisten Fortgeschrittenen oder Profis nicht mehr genügen dürften. Zwar existiert auch eine schwarze Piste, doch eine Piste wird mit der Zeit auch langweilig!

Für Leute, die das gesamte Skigebiet erkunden möchten, gibt es die Möglichkeit, den Skipass zu erweitern und damit alle Pisten befahren zu können, was das Gebiet trotz der nicht immer anspruchsvollen Pisten interessant machen kann.

Kurz zum Wetter:
Wie gesagt war ich im März dort und die ersten Tage war strahlender Sonnenschein und ca. 15°C, wodurch leider der Schnee schmolz und morgens die Pisten vereist waren. Mitte der Woche schneite es jedoch so stark, dass rund 20-30cm Neuschnee lagen, die angenehmes Boarden ermöglichten.

3. Unterkünfte und Infrastruktur

Tja. Das ist der wohl einzige richtige Kritikpunkt an diesem Skigebiet. Hochkrimml hat zwar den unbestreitbaren Vorteil, direkt an der Piste zu liegen (50 Meter bis zum Lift), doch befinden sich außer einem \"Restaurant\", einem Skishop/-verleih und einer Bank keine nennenswerten Attraktionen in diesem Ort. Zwar gibt es die Möglichkeit, mit dem kostenlosen Skibus ins Tal zu fahren, doch aufgrund der unregekmäßigen Fahrzeiten lässt sich das auch nur teilweise bewerkstelligen.
Glücklich ist, wer hier ein Auto hat.

Unsere Unterkunft war eine Art Jugendhotel, doch war die Einrichtung mehr als spartanisch. Die Betten werden dreckig (Milben ahoi), das Fenster wackelig, ein Kleiderschrank würdigte seinen Namen in keinster Weise und das Essen entsprach keinstenfalls den bezahlten 250 Euro.
Zusätzlich machten die Duschen Ärger, da teilweise kein warmes Wasser vorhanden war. Nach einem anstrengenden Boardingtag nicht gerade erfreulich.

Positiv fiel allerdings auf, dass man am Abend nach dem Boarden dermaßen kaputt war, dass man sofort tot ins Bett fiel und nicht mehr viel von den Verhältnissen mitbekam.

Hier kann ich natürlich nur von dieser einen Skihütte sprechen, doch standen neben unserer noch weitere dieser Art.
Im Umkreis von einigen hundert Metern ließen jedoch hübschere Hütten auf ein besseres Innen hoffen...

4. Fazit

Alles in allem denke ich, dass das Skigebiet insbesondere für Anfänger gut geeignet ist. Positiv ist auch die Nähe zur Piste (vorausgesetzt man wohnt nicht im Tal, dann muss man schon eine halbe Stunde Fahrt in Kauf nehmen) und die recht große Pistenauswahl.
Ob das Skigebiet für einen ausgedehnten Familienurlaub taugt, wage ich zu bezweifeln, da hier einfach die Infrastruktur fehlt.

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