Asmodee Die Werwölfe von Düsterwald Testbericht

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ab 9,81
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Tubenquetscher

Immer wenn es dunkel wird...

5
  • Präsentation:  gut
  • Schwierigkeitsgrad:  leicht
  • Spaßfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie
  • Spieldauer:  kurz, unter 30 Minuten
  • Das Spiel für:  Gelegenheitsspieler
  • Spielerzahl:  mehr als 6 erforderlich

Pro:

Spiel für viele Mitspieler, preiswert

Kontra:

einer kann nicht mitspielen (Spielleiter) :-)

Empfehlung:

Ja

...dann kommen sie um das einst kleine und friedliche Dorf von Düsterwald unsicher zu machen. Sie schleichen durch die engen Gassen und durch finstere Winkel und suchen sich ihr nächstes Opfer aus und nur das fahle Mondlicht wird ihr Zeuge sein oder etwa nicht? Vielleicht ist da das kleine Mädchen, das zu später Stunde noch wach ist und einfach nicht schlafen kann und ihren Augen nicht traut als sie blinzelnd dunkle Schatten bemerkt, die im Dorfe zu Düsterwald umherschleichen und sicher rechnen die Werwölfe auch nicht mit der Hexe die genau weiss wer Opfer der Werwölfe werden wird. Nur sie vermag es ein einziges Mal ihre Kräfte dafür zu nutzen um einen Heiltrank zu brauchen und eine arme Seele vor dem elendigen Tod zu bewahren und nur Sie kann auch einmal jemanden vergiften...

Das klingt fast wie ein spannender Krimi oder ein packendes Abenteuer? Ist es im Prinzip auch.


[Vorbereitung]
Zwischen 8-18 Spielerinnen und Spieler finden sich in einem Stuhl- oder Sitzkreis zusammen. Einer von Ihnen wird als Spielleiter ernannt, der das Geschehen überwacht und zu Spielbeginn jedem verdeckt eine Charakterkarte gibt (außers ich selbst) die man niemandem zeigen darf. Der Spielleiter sollte genau entscheiden welche Sonderkarten mit verteilt werden und welche ggf. nicht mitspielen.
Anhand der verteilten Karten zeigt sich, wer des Nachts zum Werwolf mutiert und wer ein friedlicher Dorfbewohner ist. Unter den Dorfbewohner kann man auch einige Sonderrollen vorfinden die dann spezielle Fähigkeiten besitzen die das Spiel etwas spannender, leichter oder kurz gesagt interessanter gestallten.


[Ziel des Spieles]
Die Werwölfe streben die Alleinherrschaft an und wollen alle anderen Dorfbewohner beseitigen. Wen wundert es da, dass die Dorfbewohner genau das Gegenteil wollen, also alle Werwölfe unter ihnen beseitigen, um wieder friedlich dem Tagewerk nachgehen zu können.


[Spielablauf]
Der Spielleiter verkündet das es Nacht wird. Alle Spieler müssen nun die Augen schließen. Nach und nach ruft er dann verschiedene Rollen auf die dann die Augen öffnen dürfen und eine Aktion durchführen können. Je nachdem welche Sonderkarten mit verteilt wurden ruft er dann mehr oder weniger verschiedene Rollen auf.
Ganz sicher werden die Werwölfe aufgerufen. Nur wer ein Werwolf ist darf dann die Augen öffnen. Gemeinsam verständigen sie sich dann mit Handzeichen oder Blickkontakt auf ein Opfer und haben dann schon ihre Aufgabe erfüllt und dürfen die Augen wieder schließen.

Auf jeden Fall sollte immer die Seherin mitspielen. Wenn die Seherin vom Spielleiter aufgerufen wird darf sie auf eine Person zeigen deren Identität sie dann erfährt (Dorfbewohner oder Werwolf). Hier empfehle ich, dass der Spielleiter ihr in der ersten Nacht 2 Handzeichen und deren Bedeutung vorgibt: Faust für Dorfbewohner und 2 Finger für Werwolf. Danach gibt er ihr durch das eine oder andere Handzeichen zu verstehen, welche Identität ein Spieler hat. Wichtig ist auf jedenfall, dass nur die Seherin dies erfährt.
Sind alle Rollen aufgerufen worden die des Nachts etwas tun dürfen, leitet der Spielleiter den Morgen ein. Alle dürfen die Augen öffnen aber wenn es ein Opfer gegeben hat, darf diese Person nicht mehr mitspielen und rückt dann am besten ein wenig aus dem Kreis heraus.

Beispiel für das morgendliche Erwachen: \"Nach einer langen Nacht dürfen nun alle die Augen wieder öffnen. Leider hat es diese Nacht ein Opfer gegeben und einer von euch erlebt diesen Morgen nicht. Es ist XXXX (je nachdem wem die Werwölfe ausgesucht haben)\"
Das Opfer deckt dann seine Charakterkarte auf und somit wissen alle wem es getroffen hat (normalen Dorfbewohner oder Sonderrolle).

Nun dürfen alle den weiteren \"Tag\" nutzen um darüber zu diskutieren wer ein Werwolf sein könnte, z.B. wenn man in der Nacht etwas gehört hat (Rascheln von Kleidung, räuspern, etc.).
Eventuell hat sogar jemand, der eine Sonderrolle spielt näherer Informationen über die Werwölfe erhalten (z.B. die Seherin).

Ganz interessant ist natürlich das tagsüber jeder von jedem glaubt er sei ein Dorfbewohner. Hier können also die Werwölfe auch ganz aktiv andere grundlos beschuldigen und sich ihrer Haut wehren. Der Spielleiter sollte allen genügend Gelegenheit geben sich eine Meinung zu bilden und dann den Abend einleiten. Jeder hat nun eine Stimme. Da alle gleichzeitig abstimmen müssen, streckt jeder einen Arm in die Höhe und auf ein Zeichen des Spielleiters zeigen dann alle möglichst gleichzeitig auf jemanden von dem sie glauben er sei ein Werwolf (oder auch nicht). Derjenige auf den die meisten zeigen, scheidet dann aus dem Spiel aus und deckt seine Charakterkarte auf und dann wird es wieder Nacht im Düsterwald...


[Sonderrollen]
--> Hexe:
Sie erfährt wer Opfer der Werwölfe wird. Dadurch bekommt sie eine wichtige Information: Sie kennt jemanden, der ganz sicher kein Werwolf sein kann! 1x im Spiel kann sie je einen Heiltrank brauen der ein Opfer in dieser Nacht vor dem Tod bewahrt, sie kann aber auch jemanden vergiften, der dann neben dem Opfer der Werwölfe mit aus dem Spiel ausscheidet. Natürlich macht so ein Gift nur Sinn wenn die Hexe einen konkreten Verdacht hat, wer ein Werwolf sein könnte.

--> kleines Mädchen:
In der Nacht darf sie die Werwölfe heimlich beobachten. Dabei sollte sie möglichst nicht von Ihnen gesehen werden, denn sonst wird sie das nächste Opfer werden. Am besten blinzelt sie, um die Werwölfe heimlich zu beobachten.

--> Jäger:
Stirbt er, darf er mit seinem letzten Atemzug noch einen tödlichen Schuß abfeuern und jemanden mit in den Tod reißen.

--> Seherin:
In der Nacht erfährt sie die Identität eines Mitspielenden.

--> Armor:
Zu Spielbeginn bestimmt er zwei Verliebte. Er darf auch sich selbst und jemand anderen bestimmen. Stirbt im Laufe des Spieles einer der Verliebten, stirbt der andere aus Liebeskummer mit. Der Spielleiter muss in der ersten Nacht darauf achten, die Liebenden aufzurufen, die sich dann erkennen und wieder einschlafen dürfen.
Es kann auch passieren, dass sich dabei ein Werwolf in einen Dorfbewohner verliebt. Beide können das Spiel gewinnen, wenn nur sie am Ende am Leben bleiben.

--> Dieb:
Spielt der Dieb mit, so werden mehr Rollenkarten ausgeteilt, es bleiben zwei Rollenkarten in der Mitte liegen, von denen der Dieb sich eine nehmen und gegen seine eigene Karte austauschen kann. (Der Dieb kann nicht mitspielen wenn es 17-18 Mitspielende gibt, weil es ja nur 18 Charakterkarten gibt )

-->Hauptmann:
Vor der ersten Nacht kann einer der Spieler zum Hauptmann gewählt werden. Bei der abendlichen Abstimmung zählt seine Stimme doppelt. Sollte der Hauptmann sterben, ernennt er mit seinem letzten Atemzug einen Nachfolger.


[Fazit]
Die Werwölfe von Düsterwald ist ein richtig tolles, interaktives und unterhaltsames Gruppenspiel. Es ist manchmal sehr überraschend zu erfahren wer welche Positionen vertritt und wie jeder spielt und sich behauptet und alles tut um nicht aufzufallen und das nächste Opfer zu werden oder eben gerade deshalb für die anderen zu auffällig ist. Es kommt auf jeden Fall zu vielen spannenden Interpretationen und einer Menge Spaß.

Ganz besonders stimmungsvoll ist das Spiel bei Kerzenlicht oder schwacher Beleuchtung und passender, spannungsgeladener oder auch ruhiger Musik im Hintergrund. Als Spielleiter sollte man entweder gut reden können oder das Spiel bereits kennen. Beides ist natürlich von Vorteil. Vieles hängt halt auch von der Stimmung ab, die der Spielleiter verbreitet.

Ich selbste spiele \"Werwölfe\" immer wieder gern und oftmals bleibt es dabei nicht bei einer Partie.
Im Jahre 2003 stand dieses geniale Spiel sogar auf der Auswahlliste zum \"Spiel des Jahres\", konnte sich aber nicht gegen \"Alhambra\" durchsetzen.

Im empfehle dieses Spiel uneingeschränkt weiter und vergebe die Höchstbewertung: 5 Sterne!

spielerische Grüße
Tubenquetscher
...der sich auch schon mal im Düsterwald herumgetrieben hat ;-)


[sonstiges]
Hersteller: Asmodee
Autor: Philippe des Pallieres/Herve Marly
Spielerzahl: 8 - 18
Alter: ab 10 Jahre
Dauer: 30 Minuten
Preis: € 7,37 www.ab-zur-kasse.de / € 7,50 www.adamspielt.de / ca. € 8,00 - 9,50 im gut sortierten Spielegeschäft

[P.S.]
Besonders gut gefällt mir die kleine handliche Verpackung, die man sogar in die Hosentasche stecken könnte (kann ich aber nicht empfehlen).
Die Spielanleitung ist wirklich gut und verständlich geschrieben und das Spiel ist für jeden gut geeignet. Auch Leute sich anfangs noch nicht so für das Spiel begeistern können, sind durchaus nach 1-2 Runden positiv überrascht.

11 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    30.12.2006, 12:55 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    geniales Spiel! Und sehr guter Bericht! lg Jonas

  • Mauli

    12.08.2005, 15:06 Uhr von Mauli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe es auch schon einmal gespielt, leider aber erst einmal, da man ja immer ein paar mehr Leute dazu braucht. Das eine mal war's aber super witzig, auch wenn ich schon in der dritten Runde getötet wurde. Ich war ein unschuldiger Dorfbewohner, de