Two Dogs Testbericht

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ab 63,60
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  gut
  • Wirkungsgrad:  hoch

Erfahrungsbericht von Daverigger

Ich esse keine Hunde ... ich trinke sie !

Pro:

Witzige und interessante Idee, guter Geschmack, für Import recht günstiger Preis, Aufmachung und präsentation im Web

Kontra:

Könnte noch einen Tick günstiger sein, ein größeres Füllmaß wäre auch ganz nett

Empfehlung:

Ja

Als ich neulich vor dem Import-Regal des Getränkehandels meines Vertrauens stand, wurde ich eines „Neulings“ gewahr, der ohne großes Federlesen meine gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Flasche grün, der Inhalt auch, aber milchig. Und so etwas steht mitten im Regal der Importbiere? Dieses „Ding aus einer anderen Welt“ musste ich mir sofort näher ansehen!

Die Flasche selbst ist wie gesagt grün, die enthaltene Flüssigkeit leicht milchig, durch das grüne Glas wirkt dieser Effekt noch um einiges stärker. Das Etikett klärt den lesewilligen Durstigen schnell auf, um was es sich bei „Two Dogs“ handelt.
Ein Import-Getränk aus Australien, gebraut wie Bier, vom Geschmack her jedoch eher wie Limonade. Genauso die Konsistenz und der Geruch. Der rückwärtige Aufdruck enthüllt schnell das Geheimnis dieses mysteriösen Getränks, nimmt ihm jedoch nicht das gewisse Etwas: „Two Dogs“ wird aus Hopfen, Malz und Limonen gebraut. Kein Weizen, keine Gerste, nein, nur ein paar kleine säuerlich-grünliche Früchtchen.

Da mich die optische Aufmachung sofort ansprach kaufte ich mir probeweise eine Flasche des Getränks, um den Inhalt einem geschmacklichen Test zu unterziehen. Die beiden Hunde auf dem Etikett erinnern entfernt an Boxer, und die Zitrone in der diese sich befinden verstärkt den Eindruck von Erfrischung. Wahnsinn! Also nichts wie ab zur Kasse. Dort angekommen war ich überrascht, für eine Flasche mit ca. 330ml Importprodukt nur 98 Cent zahlen zu müssen. Gängigere Biere kosten leicht 1,30 und mehr pro Flasche, wenn man sie einzeln und nicht im 4er oder 6er-Pack kauft. Überrascht und erfreut über den günstigen Kauf stellte ich die Flasche daheim erst einmal in den Kühlschrank. Die Pfandmarke (25 Cent Einwegpfand) liegt wohl hier auch noch irgendwo rum ...

Zeitsprung!

Das Zischen beim Öffnen der kleinen Flasche vermittelt Entspannung und genau so stimmt mich auch der leicht süßliche, frische Duft, der mir sofort entgegenströmt. Entfernt zitronig, eher wie Limette mutet der sinnliche Rauch an, der aus dem Flaschenhals strömt. Kurz gepustet und vorsichtig angesetzt. Der erste Schluck ist schließlich der entscheidende, denn wenn dieser schmeckt, schmecken die anderen auch! Auf meiner Zunge schlug der wunderbare kühle Geschmack von Limetten sofort Wurzeln, um sich mit einer feinen alkoholischen Note zu verbinden und schließlich aus dem Aroma von Bier einen ganz besonderen Geschmack zu erzeugen, den ich wirklich sehr genossen habe.

Frisch schmeckt „Two Dogs“ unumstritten, wenn es denn gut gekühlt ist. Die Limetten verleihen diesem Getränk, welches Bier nicht nur in der Machart sondern auch in der Menge des enthaltenen Alkohols ähnelt, einen ganz bestimmten, verwegenen Geschmack. Es schmeckt recht spritzig, dies jedoch ohne besonders ins Säuerliche zu driften, erfrischt und schmeichelt den Gaumen angenehmerweise bei jedem Schluck. Klebrig ist es erstaunlicherweise kaum, auch die Konsistenz ähnelt wirklich eher einer gewöhnlichen Limonade als Bier.
Unterschätzen darf man dieses Gebräu jedoch keinesfalls, denn wie das Etikett deutlich zeigt, sind in „Two Dogs“ ca. 4,5% Alkohol enthalten. Diese spürt man recht schnell, auch wenn man normalerweise viel verträgt. Ich habe die Flasche nach einem reichhaltigen Abendessen genossen, nicht besonders schnell, sondern jeden einzelnen Schluck voll auskostend. Dennoch stieg mir „Two Dogs“ ein ganz kleines Bisschen in den Kopf. Mit „normalem“ Bier passiert mir das nach einem Drittelliter nicht, egal ob Altbier oder Pils. Vorsicht ist beim Genuss dieses Getränks also geboten!
Aber auch der Preis lädt offensichtlicher Weise nicht zum sinnlosen betrinken ein, denn 0,98 Cent sind zwar für ein 0,33L-Fläschchen Import noch recht günstig, aber trotz seiner Wirkung muss man schon einiges intus haben, um richtig betrunken zu sein. Das kann man auch billiger und einfacher haben.
„Two Dogs“ ist eher zum Genießen da als zum Exen!

Um es bei einer Mahlzeit zu trinken hat Two Dogs einen zu eigenen Geschmack, weswegen ich davon abrate. Das ist ähnlich wie mit einem guten Rotwein. Ist das Essen selbst würzig oder hat es einfach nur einen guten Eigengeschmack übertüncht dieser alles, und der besondere, volle Geschmack des Weines oder, in diesem Falle, des Biers, ist dahin. Daher lieber bis nach dem Essen warten und zum Abschluss und zur Verdauung genießen.
Ich würde auch kein Bier wie Kilkenny zum Essen trinken. Da ist ein Pils oder ein Altbier besser geeignet!

Erhältlich ist Two Dogs natürlich nicht nur einzeln, sondern glücklicherweise auch in 4er oder 6er-Packs, eingebettet in Pappe. Beim Kauf dieser Packs spart man in der Regel ein paar Cent, weswegen ich mir beim nächsten Getränkeeinkauf einen 6er besorgen werde. Andere Abfüllgrößen neben den 330ml sind mir leider nicht bekannt, eigentlich schade, denn von Asahi-Bier (Japan) gibt es schließlich schon recht handliche und optisch schön aufgemachte 2L-Pötte. Dummerweise schmeckt das Bier selbst ziemlich ekelhaft ...

Ein kleiner Tipp: Die Seite www.Twodogs.com ist einfach genial und den Besuch 100%ig wert! Dort findet man, wenn man sich dafür interessiert, massenweise Informationen über den Erfinder von „Two Dogs“, seine beiden Hunde und wie das Getränk in Rekordzeit vom lokalen Gag zum Weltweiten Exportschlager avancierte.


Wie lautet nun mein Fazit? Natürlich Empfehle ich „Two Dogs“ in jeder Beziehung!
Der Geschmack des Getränks hat mich voll überzeugt. Diese herrlich fruchtige Frische hat was und schmeckt gekühlt einfach wunderbar, auch wenn es kein Bier im herkömmlichen Sinne ist. Die Farbe ist lustig, die Aufmachung der Flasche mit dem lustigen Hundepfötchen auf dem Kronkorken und dem Design des Etiketts in den Farben grün und Gelb sehr gut gelungen. Zwar ist die Flasche selbst ein wenig dünn, d.h. so rabiat wie mit einer Altbier-Flasche sollte man damit nicht umgehen, aber das hat schließlich nichts mit dem Genuss des Getränkes zu tun!

Von mir gibt es 5 Sterne für ein Bier, das sich mit seinem ungewöhnlichen Namen und seinem tollen Geschmack einen neuen Fan gefangen hat.

25 Bewertungen