Sony Ericsson T610 Testbericht

ab 18,30
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von hoschmid

Alu & Klavierlack

5
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  sehr gut

Pro:

Design, Verarbeitung, Features, Display, Sound

Kontra:

Softwarehänger

Empfehlung:

Ja

#Sony Ericsson T610

So meine Lieben, es ist wieder einmal soweit. Die zwei neuesten hochtechnisiertesten Erfahrungsberichte aus den österreichischen Alpen gehen online :-)
Rechtzeitig zur Weihnachtszeit um euch die Entscheidung zum einen oder anderen Technischen Gimmick etwas zu vereinfachen…

**** Kaufentscheidung ****
Die lässt sich eigentlich sehr kurz halten. Das Farbdisplay! Und natürlich die allgemein hochgelobte gute Verarbeitung sowie das Design. Nun, das war die Kaufentscheidung, kommen wir nun mal zu den Punkten ob das Handy auch das hält, was die Werbung verspricht…

**** Verpackung ****
Das Gerät wird ein einer sehr dezent gehaltenen, weißen, rechteckigen Schachtel geliefert deren Stirnseiten im Sony-Ericsson (SE) Grün gehalten sind. Oben am Deckel finden wir das SE-Logo, die Modellbezeichnung sowie eine Abbildung des Gerätes gefolgt von dem Schriftzug \"Quickshare\". Auf der Rückseite befindet sich eine Großaufnahme der Rückseite des Handys, die anderen Seiten sind mit Strichcode, Markennamen, kryptischen Logos sowie kleinen Bildchen überzogen. Die Verpackung unterstreicht die edle Anmutung des Gerätes und deutet schon seine Businessfähigkeiten gekonnt an. Sehr schön.

**** Lieferumfang ****
* das Telefon
* ein Spiegel für Selbstportraits
* ein Putztuch für die schwarze Hochglanzoberfläche
* Ladegerät
* Software-CD
* Bedienungsanleitung
* Akkudeckel & Akku

**** Design 30/30 ****
Nun, vielleicht fragen sich einige, weshalb ich in meiner Wertung das Design des Gerätes so stark einbinde. Design ist ja subjektiv. Dem Einen wird dieses Gerät sehr gut gefallen (so wie meinereiner), der andere wird sich angewidert abwenden. Aber so ist es bei SE-Geräten schon recht lange. Ich bewerte das Design mit vielen Punkten, da ich das Handy auch mal gerne am Tisch liegen habe, da es mir gefällt und ich es nicht als bloßes Mittel zum Zweck, nämlich zum Telefonieren, ansehe, sondern vielmehr als Ausstattungsmerkmal, so wie man sich verschiedene Ringe an die Finger steckt, oder mal ne schöner Hose oder ein teures Hemd anzieht.
Also, was haben sich die SE-Designer einfallen lassen? Von oben betrachtet fällt natürlich die untypische Farbgebung auf. Das Gehäuse teilt sich in zwei Teile, die obere Hälfte, in der sich auch das große Farbdisplay befindet, besteht aus Kunststoff, der hochglänzend schwarz lackiert ist. Zwischen der länglichen Lautsprecheröffnung und dem Display befindet sich silbrig der Sony-Ericsson Schriftzug. Dann folgt das Display, unter dem sich wiederum mittig der 5-wege-Joystick befindet der zum Navigieren durch die Menüs verwendet wird. Links des Joysticks befinden sich zwei Tasten, der linke Softkey und darunter die \"return\"-Taste, rechts des Joysticks befinden sich der rechte Softkey, darunter wiederum die \"C\"-Taste zum Löschen von Einträgen udgl.
Im unteren, silbrigen Teil des Telefons befindet sich der Tastaturblock, der erfrischend geometrisch gehalten ist. Keine exotische Anordnung der Tasten usw.
Auf der linken Seite des Geräts finden sich drei Tasten, eine schwarze die ein Kamera-Symbol trägt und von SE als \"Quickshare-Taste\" bezeichnet wird, und die + und – Taste zum Regeln der Gesprächslautstärke. Auf der rechten Seite des Telefons befindet sich eine einzelne Taste die, aus mir unverständlichem Grunde nur mit dem Zugriff aufs WAP belegt ist. Unten am Telefon finden wir den SE-Systemstecker, oben den ein/aus Schalter sowie den IR-port, und auf der Rückseite des Telefons befindet sich mittig im schwarz glänzenden Kopfteil das 3D-SE Logo, darunter die Kamera-Linse (1:2.8, 33mm), rechts von dieser entweder ein Gummistopfen, ein Spiegel oder die Buchse für die Externe Antenne. Den Abschluss macht der ebenfalls aus Aluminium bestehende Akkudeckel.
Das Design mag etwas gewöhnungsbedüftig scheinen, wirkt allerdings äußerst edel. Bei diesem Gerät knarzt und knackt es nicht (so wie bei Nokias Geräten), hier wackelt nichts, alles sitzt bombenfest und die Tasten weisen einen superben Druckpunkt auf.
Wo mein S55 einen billigen Kunstoffeindruck hinterließ, überzeugt das T610 auf ganzer Linie da das Gerät aus echtem Aluminium besteht!

**** Ausstattung 35/40 ****
* 65.536 Farben DST Display (128x160 Pixel)
* Separate Kamerataste
* 32 Stimmige Polyphone Klingeltöne
* Infrarotanschluß, Bluetooth & eingebautes Modem
* Picture-Phonebook
* USB-Unterstützung, RS232-Unterstützung
* eMail-client
* GPRS, EMS, MMS, SMS (verkettet)
* Trialband (GSM 900, 1800 & 1900)
* Java-Fähig
* Dynamischer Speicher
* Soundrecorder
* Sprachsteuerung
* Stoppuhr, Timer, Bildeditor, Bildeffekte, Kalender, ToDolist
* Codememo

- Maße: 102x44x19mm
- Gewicht: 95g
- Von SE angegebene Akkulaufzeiten: 14h Gespräch, 315h Standby

Das Telefon erreicht auch hier fast die volle Punktezahl. Abzug gibt’s lediglich für die Tatsache, dass der Dynamische Speicher nicht ganz so dynamisch ist, wie wünschenswert wäre, und leider per SD-Card o.dgl. nicht erweitert werden kann. Ansonsten ist die Ausstattung komplett, im täglichen Telefonalltag misst man nichts.

**** Bedienung 15/30 ****
Die Bedienung dieses Gerätes gestaltet sich kinderleicht, wenngleich an manchen Stellen im Menüsystem die Bedienung äußerst umständlich ist.
Auf die einzelnen Punkte des Menüs möchte ich hier nicht eingehen. Soviel sei gesagt:

Das Hauptmenü gliedert sich in folgende Punkte (12 Icons):
* Downloads
* T-Zones (bei t-mobile Anmeldung)
* Verknüpfungen
* Kamera (zum Fotos machen)
* Messages (MMS, SMS, eMail)
* Spiele & Fun
* Bilder & Sounds
* Telefonbuch
* Anrufinfo (Ruflisten, Datenzähler, SMS-Zähler usw.)
* Verbindungen
* Kalender
* Einstellungen

Viele Punkte hat SE gut gelöst. Drückt man den Joystick mittig, so wird das Menü geöffnet und der Cursor spring automatisch auf die Messages. Wird der Joystick nach links bewegt (immer vom Standbymodus ausgehend) so kann man eine neue SMS schreiben, ein Druck nach rechts öffnet ebenfalls das Menü und wird er nach oben bewegt, so gelangt man ins Internet (was mir unbegreiflich ist wozu das gut sein soll).
Im Standbymodus zeigt das Telefon unter dem linken Softkey \"Anrufe\", was Zugriff auf die Anruferliste bietet, der rechte Softkey ist mit \"mehr\" belegt, was bei meinem Gerät ein Menü mit verschiedenen Punkten wie \"Bluetooth ein\" oder \"Infrarot ein\" beinhaltet. Allerdings muss man hier anmerken, dass dieses Menü vom Netzbetreiber verändert werden kann, ich hier also nichts darüber schreiben möchte.

Generell ist das Bedienkonzept so aufgebaut, dass ein Druck auf den Joystick das jeweils ausgewählte bestätigt, mit oben/unten kann man durch die Menüs navigieren. Mit der \"Return\"-Taste kommt man wieder eine Menüebene zurück. Ich denke, diese Funktion hätte man auch auf \"joystick-links\" legen können so wie es Siemens macht.

Ein negativer Punkt ist z.B. dass, will man eine eben geschriebene SMS versenden man zunächst auf \"Fortfahr.\" klicken muss. Es folgt ein Dialog \"Rufnummer\". Um nun ins Telefonbuch zu gelangen klickt man auf \"Suchen\". Nun muss man auswählen ob man im Telefonbuch, in den Gruppen, den SIM-Einträgen oder den nicht gespeicherten Nummern suchen will. Weiter Klick auf Telefonbuch, nächster Dialog \"suchen\", hier die ersten Buchstaben eingeben oder auf \"ok\" klicken, die Liste geht auf. Nun muss man den Eintrag auswählen, und die gewünschte Nummer auswählen… Das ist viel zu umständlich. Man kann damit leben, und klar, man wird mit der Zeit auch sehr schnell beim Navigieren, aber hier hätte SE wirklich etwas besser arbeiten können!

Praktisch ist einerseits, dass per langem Druck auf die \"Return\"-Taste die Menüs komplett verlassen werden können, unpraktisch, dass einen das Telefon an allen Ecken und Enden ins Internet leiten will. Per rechter Seitentaste, per \"Joystick nach oben\", per Menüpunkten usw. Wer braucht denn das??

Ein weiterer negativer Punkt ist die Kurzwahl. Wo Siemens oder Nokia einfach einmal gesagt bekommen wollen, welche Nummer denn bei langem Tastendruck einer Zifferntaste gewählt werden soll, braucht das T610 hier eine Spezialbehandlung. Es muss nämlich zunächst der Speicher, besser gesagt die Speicherplätze, sortiert werden. Also z.B. die Nummer des Freundes auf Platz zwei speichern/umspeichern. Dann muss der Telefonspeicher mit der SIM-Karte abgeglichen werden (SIM wird gelöscht!) und erst dann, ist per Eingabe von \"2\" und gefolgt von einem Klick auf \"Anrufen\" der Kontakt hergestellt…. Wer bitte lässt sich denn so was einfallen??

**** Kamera 5/15 ****
Na, ja. Eingebaut ist eingebaut, aber 288x352 Pixel CIF-Auflösung, maximal, berauschen nicht gerade. Wären die Bilder dann zumindest Klar, dann wär’s ja OK, aber sie sind meist verrauscht, wenn nicht gerade strahlender Sonnenschein vorherrscht. Mit der Ansteckkamera meines Siemens S55 kann diese Cam leider nicht mithalten. Weder in der Bildqualität noch in der Auflösung. Andererseits reicht sie, um lustige MMS versenden zu können, und dafür verwende ich sie auch hauptsächlich. Deshalb ist die Wertung der Cam auch nur mit 15 Punkten gewichtet.

**** Kommunikation 40/40 ****
Die Gesprächsqualität ist 1a. Hier gibt’s nichts zu mäkeln. Klar und rauscharm, so mag ich das. Mit dem PC kommuniziert das Leichtgewicht sehr umfangreich. Einerseits kann es per mitgelieferter Software mit Outlook abgeglichen werden, andererseits versteht es sich von USB über Seriellen Anschluss auch noch auf Infrarot sowie Bluetooth. Ich persönlich nutze hauptsächlich den Blauzahn. Sowohl durch die PC Software kann über bluetooth auf das Gerät zugegriffen werden als auch über Windows; man kann dann Problemlos die Bilder und Sounds vom Gerät oder zum Gerät kopieren. Ärgerlich nur, dass man nicht Zugriff aufs Java-Verzeichnis erhält – so kann man leider selbst keine Spiele installieren sondern nur umständlich (und teuer) über WAP.
Alles in allem konnte ich glücklicherweise noch mit keinem Übertragungsstandard Probleme verzeichnen – alles funktioniert auf Anhieb problemlos! Hier hat SE ganze Arbeit geleistet!
Kein Einrichten des Telefons war notwendig um mit dem Notebook und GPRS online zu gehen. Allerdings surft man mit dem T610 subjektiv nicht ganz so flott, wie mit z.B. dem S55 von Siemens.

Der eingebaute eMail client ist zwar etwas mager (er stellt keine Attachments dar, und bietet auch keinen Zugriff auf solche), auch kann er nur drei Mailkonten verwalten, allerdings ist er recht einfach zu konfigurieren und kann auf Wunsch in festlegbaren Zeitintervallen die Mailbox prüfen. Wer eine GPRS-Flatrate sein Eigen nennt, hat hier viel Komfort beim Verwalten seiner E-Mails.

**** Features & Gimmicks 20/20 ****
Wodurch besticht das T610? Was macht es besser als die Konkurrenz? Nun, die meisten Features finden wir heute schon in sehr vielen Mobiltelefonen der neueren Generation. Das T610 sticht durch sein Design und die Superbe Verarbeitung hervor. Ebenso durch ein äußerst brillantes 65000 Farben Display (das bei ausgeschalteter Beleuchtung aufgrund der DST-Technik so gut wie unlesbar ist) und wirklich toll klingenden Serien-Klingeltönen. Das Telefon bietet weiters die Möglichkeit das gesamte Farbschema (Schriftfarben, Schatten, Hintergründe usw.) persönlich anzupassen, und über separat im Internet erhältliche Freeware kann man selbst sehr ansprechende Displayprofile generieren.

**** Organizer, Kalender & Co. 10/20 ****
Zwar bietet das T610 die Möglichkeit Termine aus Outlook zu übernehme, eine ToDo-List zu führen usw. allerdings ist dies doch stark beschränkt. Ich habe z.B. bis jetzt keine Möglichkeit gefunden, einen Termin wiederkehrend einzugeben. Wer bitteschön soll mich denn jetzt an meine Lieblingssendung Will & Grace am Samstag rechtzeitig erinnern???? So was aber auch. Na, ja. Vielleicht löst dies ja mal ein Software update.
Schwerwiegender ist das Fehlen der Möglichkeit, zu jedem Kontakt auch die Adresse zu speichern. Leider lassen sich nur Telefonnummern, eMail sowie Faxnummern speichern, nicht aber die Adresse. Damit ist natürlich eine Verwendung des Telefons als PDA Ersatz ausgeschlossen. Leider! Dies führt auch zum großen Punkteabzug in dieser Wertung.

**** Speicher & Akku 15/20 ****
Der Speicher dieses Telefons ist nicht sonderlich umfangreich und wurde von SE an vielen Ecken und Enden limitiert. So steht trotz angeblich dynamischen Speichers nur für ca. 50 SMS Speicherplatz zur Verfügung. Und der will penibel sauber gehalten werden, denn wenn das Telefon mal \"SMS-Speicher zu 80% voll\" anzeigt, kann man eigentlich schon mit dem nächsten Totalabsturz rechnen. Ja, dieses Telefon stürzt ab, und wie! Nichts geht mehr, man kann nur den Akkudeckel öffnen, die Spannungsversorgung kurz unterbrechen und dann wieder einschalten. Aber, wie gesagt, dieser Fehler trat bei mir immer nur bei vollem Speicher auf, speziell wenn viele SMS gesandt/empfangen worden waren.
Zum Akku kann ich derzeit noch nicht viel sagen, der er sich momentan noch in der Trainingsphase befindet (voll aufladen, komplett entladen). Momentan muss ich ca. alle zwei Tage an die Steckdose, wobei ich pro Tag sicher eine Stunde telefoniere und mich in den seltensten Fällen an Orten mit optimalem Empfang befinde. Ich halte die Akkustandzeit für durchaus gut. Lediglich etwas schneller könnte das Standardladegerät den Akku laden. Ist er komplett entleert, so kann’s schon mal drei bis vier Stunden dauern, bis er voll ist.
Ich werde allerdings demnächst einen richtigen Akkutest machen, dann wissen wir’s genau!

***** FAZIT *****
Mit dem T610 hat Sony-Ericsson ein bildhübsches, robustes und top-ausgestattetes Telefon geschaffen. Mit 49,50EUR die ich gezahlt habe, ist es auch ein wahres Schnäppchen, dem es an nichts fehlt. Die wenigen \"Fehler\" die mich stören, könnte SE im Handumdrehen per Softwareupdate ausbügeln.
Trotz des rechteckigen Designs ist das Telefon sehr ergonomisch geformt und fühlt sich beim Telefonieren angenehmer in der Hand und am Ohr an, als z.B. das Siemens S55. Ich würde mir das Telefon jederzeit nochmals kaufen, da für mich die positiven Aspekte haushoch den negativen überlegen sind.

*** Punkte Wertung ***
172 von 215 möglichen Punkten, das entspricht Schulnote 2. Ich gebe hier Note 1, da, wie gesagt, mir die negativen Punkte nicht so stark als solche auffallen.

Also, in diesem Sinne, allen die bis hier unten mit dem Lesen durchgehalten haben: Alle Achtung und ich hoffe, es hat gefallen!
Denen, die nur runtergescrollt haben: Auch danke fürs Bewerten ;-)
Und denen, die den Bericht klauen wollen: Möge euch ein Klavier auf den Kopf fallen

Ich wünsch’ euch was, bis die Tage, Holger

Ps: Mein Bericht über das Bluetooth Headset HBH-60 würde sehr gut im Anschluss an diesen passen… ;-)

20 Bewertungen