Sony Ericsson T68i Testbericht

Sony-ericsson-t68i
ab 14,78
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Ausstattung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von AlterPlunder

Keine Qualität - das Handy für die Up'n Away Generation

2
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  durchschnittlich
  • Ausstattung:  gut

Pro:

Eingie zeitgemäße Features, MP3 Player & Cam anstöpselbar, mittlerweile günstig

Kontra:

Qualität, Empfang

Empfehlung:

Nein

Bei einem Schussel wie mir wiederholt sich das Ritual des Händy Aussuchens und neu / gebraucht kaufens alle paar Monate. Wenn ich gerade mein Handy nicht irgendwo verliere oder mir klauen lasse, geben die Dinger bei mir unverrichteter Dinge ihren Geist auf. Dabei verfolgt mich das Pech, dass ich stets aus den unterschiedlichsten Gründen nicht auf die Garantie zurückgreifen kann.
Schlau geworden aus diesen Erfahrungen schwor ich mir also, nur noch so wenig Geld wie möglich ins Handy zu stecken und kaufte vor etwa einem Jahr ein SonyEricsson T68i, welches es bei T-Mobile in Verbindung mit einem 24 monatigen Vertrag für 1 ? zu bekommen war. Einen tollen Start mit meinem supercoolen brandneuen Handy hatte ich insofern, dass ich damit erstmal zwei Wochen nicht telefonieren konnte. Dies lag aber nicht am Handyhersteller, vielmehr an der unbeschreiblichen, aber omnipräsenten Inkompetenz des rosa Telekomriesen.

Als meine Karte dann endlich freigeschalten war, sinnierte ich über die Kaufargumente, die für dieses Handy sprachen und probierte die für mich relevanten Features gleich in der Praxis aus.

Umgehend ersteigerte ich das für mich wichtigste Zubehör des Handys: den Ericsson MP3 Playe zum Aufstecken. Neben einem MP3 Player kann man auf dieses Handy übrigens auch eine Kamera aufstecken. Weil ich aber eine wunderschöne Digicam besitze, wollte ich für dieses Zubehör kein Geld ausgeben. Also blieb mir nur, meinen MP3 Player aufzustecken und erlebte sofort die erste Ernüchterung. Der MP3 Player funktionierte an sich recht gut, nur sprach die Steckverbindung erst nach mehrmaligem aufstecken und wieder abstecken an. Berührte man die Steckverbindung nur ganz leicht wurde diese sofort wieder unterbrochen. In der Praxis bedeutet dies: Fahrrad fahren und MP3's auf seinem SonyEricsson zu hören ist ein Ding der Unmöglichkeit. Zu Fuß gehen und MP3's auf seinem SonyEricsson zu hören ist möglich - wenn man so vorsichtig wie auf Eiern geht.

Anfangs hielt ich dies für einen Defekt. Doch ich wurde aufgeklärt, dass diese Steckverbindung bei SonyEricsson nunmal so eine Kinderkrankheit ist. Darin bestätigt wurde ich, als ich beim Besuch des Nordlichts auf der Insel Fehmarn mein T68i am Strand verlor. Meine liebe Kollegin in der Schweiz hatte just in diesen Tagen ihr T68i erstanden und nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub wegen "dieser idiotischen Menüführung" in die Ecke gepfeffert und sich ein Nokia Handy gekauft. Das verstoßene T68i überließ sie netterweise mir.
Mit dem Schweizer Modell war das hören von MP3 Files übrigens mit den gleichen Umständen verbunden.

Aber nochmal zurück zur Deutschen Ausführung: Bevor ich dieses auf Fehmarn verlor, urlaubte ich einige Tage in Ungarn auf einem Rockfestival. Bereits auf der Fahrt dorthin - kein halbes Jahr nach dem Kauf - machte mein T68i Zicken. Die Gespräche wurden immer wieder unterbrochen. Ein halbwegs verständliches Gespräch zu führen war nur möglich, indem man den Akku ganz fest auf das Gehäuse drückte. Welche technische Bewandtnis dies hatte, habe ich bis zum heutigen Tag nicht kapiert. Jedenfalls war mir klar, dass ich das Gerät nach der Rückkehr aus meinem Urlaub umtauschen werde (nur hab ich's ja auf dem zweiten Teil meiner Reise verloren).
Vorher gab's mit dem Gerät in Ungarn erstmal Ärger: Ungarns größter Mobilfunkbetreiber bot den Festivalbesuchern an, ihre Handies kostenlos aufzuladen. Nun war wirklich für jedes Modell eine Ladestation vorhanden. Nur für eins nicht: für ein SonyEricsson T68i. Obwohl dieses zu jenem Zeitpunkt schon recht lange auf dem Markt war. Ärgerlich war, dass das Personal sich weigerte, mein Gerät mit meinem Ladegerät an die ganz gewöhnliche Steckdose zu hängen. Noch ärgerlicher war, dass ich durch diesen Umstand eine Mitfahrerin nicht mit nach hause nehmen konnte, weil wir uns mangels Kommunikation verpasst haben.

Nun also... das Handy war kurz darauf endgültig verloren. Drum sinnieren wir mal über ein paar Features des Geräts:
Wichtig war für mich, dass das Handy Tri-Band fähig ist. Sprich: Der GSM Standard mit 900 und 1800 MHZ funktioniert auf dem Gerät ebenso wie der vor allem in Asien und Amerika Standard auf 1900 MHZ. Leider bin ich mit diesem Handy weder in die Vereinigten Staaten noch nach Asien gekommen.
Ernüchtert wurde ich aber bei beiden Geräten von der Empfangsqualität. Vor allem in Räumen, in denen mit meinem alten Panasonic Handy ein einwandfreies Gespräch möglich war, bekam das T68i gar kein Netz.
Selbstverständlich heutzutage auch bei diesem Handy sind: Ein Infrarot Schnittstelle, PC Schnittstelle und die dazugehörige Software, Vibrationsalarm, Organizer mit Weck- und Erinnerungsfunktion sowie Sprachsteuerung. Das Handy ist MMS und WAP Fähig und verfügt über eine Sprachsteuerung. Diese habe ich allerdings nie genutzt.
Mit seinen knapp 80 g und seinen bescheidenen Maßen liegt das Handy beinahe zu locker in der Hand. Die Tasten sind relativ klein und schwer zu drücken. Das Tippen von Kurzmitteilungen war trotz der T9 Software kein Vergnügen. Kein Wunder bei meinen Riesenbratzen.
Gar nicht mehr zeitgemäß ist das Farbdisplay, welches 256 Farben umfasst. Die optional erhältliche Kamera gedachte ich aber sowieso nicht anzuschliessen. So nutzte mir das Farbdisplay nur, um mich an farbigen Logos zu erfreuen.
Nervig empfand ich die Klingeltöne. Diese sind quietschig wie bei einem Urzeithandy. Von polyphonen Klingeltönen ist bei der Entwicklung des Geräts noch nichts bis ins schwedische Hinterland durchgedrungen. Schade!
Am meisten ärgerte mich allerdings die oben beschriebenen Probleme mit der Steckverbindung zu Peripheriegeräten. So habe ich schon in den letzten Wochen über den Verkauf des Handys nachgedacht....

...was sich allerdings nun erledigt hat.
Nachdem also eine liebe Kollegin mir ihr mit dem Vertrag just erworbenes SonyEricsson T68i schenkte, weil sie mit der Menüführung nicht klarkam, war meine mobile Erreichbarkeit wieder geregelt.
In puncto Menüführung konnte ich die Schwierigkeiten meiner Kollegin nicht ganz nachvollziehen. Mit einem kleinen Joystick saust man leicht verständlich durchs Menü. Zu leicht verständlich vielleicht sogar: Wer flotte Finger hat, dem hinkt die Software hinterher!
Lange Rede, kurzer Sinn: Bis auf die beschriebenen Macken funktionierte das Handy einwandfrei - sofern ich es alle 4 bis 5 Tage an die Steckdose hängte. Doch am letzten Sonntag Morgen funktionierte plötzlich die Tastatur des Handies nicht mehr. Warum und wieso? Keine Ahnung. Sie macht einfach keinen Mucks mehr, reagiert auf noch so verzweifeltes Drücken nicht mehr. Leider wurde das Gerät in der Schweiz gekauft, weshalb ich eine Reparatur auf Garantie erstmal vergessen kann.

Ich hatte zwei SonyEricsson T68i. Beide waren nach kurzer Zeit defekt. Sowas nervt natürlich. Mal wieder beobachte ich, dass ein unfertiges Produkt am Kunden getestet wurde. Doch in meinem persönlichen Erfahrungsschatz ist das nicht die Spitze des Eisbergs: Bevor vor ein paar Jahren mein Siemens SL 45 geklaut wurde, habe ich beinahe alle zwei Monate insgesamt vier (!!) Ersatzgeräte vom Hersteller erhalten.
Nichtsdestotrotz: Ich werde mir nun wieder mein gutes altes Panasonic GD 92 ersteigern. In weiser Voraussicht habe ich mir das Panasonic zwar behalten, allerdings habe ich es an einen Freund verliehen, dessen kaum gebrauchtes neues Nokia Handy auch seinen Geist aufgegeben hat. Von diesen neuen und empfindlichen Geräten reicht's mir erstmal.

Veröffentlicht wurde diese Haderei bei yopi.de und ciao.com. Dort von einem lasthardman, hinter dem im realen Leben die gleiche Person wie beim Alten Plunder steht.

11 Bewertungen, 2 Kommentare

  • babyzicke

    31.01.2010, 14:44 Uhr von babyzicke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht! Wünsch Dir noch einen schönen Sonntag!

  • LiFo

    21.03.2009, 12:02 Uhr von LiFo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Liebe Grüße, Lifo