Sony MDR-ED31 Testbericht

Sony-mdr-ed31
ab 30,95
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Summe aller Bewertungen
  • Klangqualität:  sehr gut
  • Tragekomfort:  gut
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Design:  gut
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von xlouk

Hifidelity experimentell erfahren...

4
  • Klangqualität:  gut
  • Tragekomfort:  gut
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Design:  gut
  • Zuverlässigkeit:  gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

Klang bei gedrehtem Hörer Aufbewahrbox Schnur

Kontra:

Preis Klang in normaler Stellung

Empfehlung:

Ja

Hab mir Testweise beim Ich bin doch nicht blöd Markt die Sony Ohrhörer MDR-ED31LP zu 35TEURO zugelegt zum Anschluss an einen MP3 Player Hypercolor II von Gatox.

Die Ohrhörer sind in einer Aufbewahrbox aufgewickelt, so dass man sie ordentlich aufbewahren kann. Im Gegensatz zum ED21LP der vom Treibsatz identisch sein dürfte, ist der ED31LP mit textilbespannten Schnüren ausgestattet, was der Lebensdauer zugute kommt. Die Schnur ist mit 1.2m lang genug. 1m hätten auch gereicht. Es wäre schön gewesen, wenn noch ein Nackenbügel dabei wäre, an dem man die Schnur befestigen könnte, so das der Tragekomfort sich verbessert. Aber das sucht man bei den meisten angebotenen Ohrhörer vergebens. Das Kabel ist asymmetrisch geführt und verläuft links am Kopf vorbei.
Sinnvoll ist eine Fixierung der Schnur an der Oberbekleidung als Zugentlastung und zum besseren Halt mit einer Miniklammer.

Der Knubbel am Hörer reicht ein Stückweit in den Gehörgang und sorgt für eine bessere Schallübertragung, besseren Sitz und bessere Abschirmung gegenüber Aussengeräuche. Er schließt aber nicht so gut ab, wie ein Plug Hörer (z.B. Sony MDR-EX71SL).

Wie klingt nun das gute Stück? Der Bass reicht sehr Tief, was bei den Ohrhörern selten anzutreffen ist, da man schlecht mit einer Membrane den Hub bei linearer Ansteuerung so gestallten kann, dass für den Bass mehr Volumen bewegt wird und für die übrigen Frequenzen weniger, damit es sich bei den schwierigen Verhältnissen im Bereich des Gehörgangs wieder linear anhört. Ob nun der Knubbel als Resonanzrohr wirkt oder die Verengung des Luftraums durch besseren Abschluss und damit weniger erforderlicher Membranenhub zum besseren Bass führt, sei mal dahingestellt. Der 31LP ist mit einer Bassanhebung ausgestattet so dass sich im unteren Frequenzbereich mehr Volumen und Druck entwickelt. Für meinen Geschmack leider zuviel des Guten, wenn man den Hörer abdichtend im Ohr platziert. Wie einige kritische Rezensenten bei Amazon richtig feststellen, klingt der Ohrhörer eher Dumpf und wenig Transparent. Das bessert sich etwas, wenn man den Hörer möglichst locker einhängt. Es müsste dann mehr Luftvolumen bewegt werden um den Druck im Tiefbass aufrecht zu erhalten, was dann nicht der Fall ist. Mitten und Höhen kommen besser zur Geltung. Aus dem Knubbel kommen mehr tiefe Frequenzen, die restlichen des Klangspektrums treten aus den zwei flachen abgedeckten Öffnungen aus und erreichen den Gehörgang bei normaler Platzierung kaum, weil sie von der Ohrwanddung abgedeckt werden. Richtig gut wird der Hörer aber erst, wenn man ihn so im Ohr positioniert, das die Schnüre nicht nach unten hängen sondern Waagerecht und etwas vom Kopf abstehend. Dann wird’s zur kleinsten tragbaren Spitzenhifi- Anlage, wenn man eine gute Tonquelle anschließt. Satte (aber nicht übertriebene), tiefe Bässe, sehr luftiger transparenter Klang mit Körper und Fundament. Achtung, Suchtgefahr!!!
Die ideale Position muss jeder selber herausfinden, da sie stark von der Ohrgeometrie abhängig sein dürfte.

Wer die üblichen eher zu hell klingenden Ohrhörer gewohnt ist, könnte noch auf folgendes Problem stoßen. Durch den erweiterten Frequenzbereich nach unten entstehen Verdeckungseffekte, die dafür sorgen, dass sich der Klang nicht mehr so Luftig und Transparent anhört. Das liegt aber nicht am Ohrhörer, sondern am physionomischen Klangempfinden. Der Effekt der Verdeckung wird übrigens bei MP3 und anderen Aufzeichnungsverfahren zur Datenreduktion eingesetzt.
Das Gehör hat leider noch eine unangenehme Eigenheit. Es empfindet hohe und tiefe Frequenzen bei geringerer Lautstärke weniger Laut als die Mittenfrequenzen. Um das zu korrigieren, benötigt man entweder eine Loudnessschaltung in Kombination mit dem Lautstärkeregler, einen einstellbaren Equilizer oder man hört sich die Musik in der richtigen Abhörlautstärke an. Wenn man Lautsprecher oder Kopfhörer beurteilen will, sollte man das berücksichtigen.

Hier muss man einfach fair vergleichen. Hell klingende Hörer lassen zwar mehr Details im Klang erkennen aber das entspricht eigentlich nicht dem Höreindruck wie er im Studio produziert wurde. Der 31LP klingt demnach wenn man Ihn locker einhängt schon eher nach einer guten Stereoanlage. Zudem gewinnt man im Klang an Fundament und tiefen Bässen, was ja nun auch nicht zu verachten ist. Wer einen Equilizer an seinem MP3 Player hat, kann zur Optimierung ganz leicht den Mitten und Hochtonbereich anheben und den Bass absenken. Leider sind die meisten Player bloß mit diesen Quark Presets á la Rock, Jazz, Pop usw. ausgestattet die zu nichts gut sind.
Aber um es noch mal zu verdeutlichen, je nachdem wie man den Hörer im Ohr positioniert, kann man den Frequenzumfang seinen vorlieben anpassen, so dass man nichts vermisst.

Diesen Hörer würde ich gegenüber einer Plug Variante vorziehen. Denn die Gummis oder Schaumstoffkegel verschleißen, sind sehr teuer zu beschaffen und der Bass ist bei denen ziemlich \"wummerig\". Ansonsten klingt der Sony luftig, dynamisch, transparent und bietet Fundament. Verwendet man ihn wie vorgesehen, sitzt er gut und bequem im Ohr und kann auch zum Joggen verwendet werden. Der Wirkungsgrad ist recht gut, so dass man mit weniger Lautstärke auskommt und die Batterie des MP3 Players schont.
Verwendet man ihn aber in einer anderen Stellung, ist er nicht in jedem fall komfortabel und die Nahtstelle des Gummis kann im Ohr drücken. Das ist sozusagen der Preis für den Super Klang.
Wer mit seinen normalen offenen Ohrhörer zuwenig Bass zu hören bekommt, kann den verbessern, in dem er den Raum um den Ohrhörer mit Schaumstoff oder was auch immer abschließt. Dadurch wird der Luftraum den der Bass treiben muss kleiner und Tiefe Töne werden stärker hörbar.

Fazit: Eigentlich kein perfekter Kopfhörer aber wer experimentieren möchte und den Dreh raus hat, kann seine helle Freude erleben. Satte abgrundtiefe trockene raumweitende Bässe, kristallklare prickelnde transparente Höhen, definierte Stimmen und Instrumente mit viel Körper gibt es zu hören.

xlouk

7 Bewertungen, 2 Kommentare

  • SKLGirl

    05.05.2005, 19:24 Uhr von SKLGirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht und auch aufschlussreich! Aber die Dinger hättest du auch günstiger haben können! LG Yvonne

  • trilli7

    05.05.2005, 19:15 Uhr von trilli7
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter bericht hat mir gefallen, jedoch solltest du beim nächsten mal merh absätze mit einbringen, dann liest sich das schneller und leicter. mfg trilli7