Sony SLV-SE700 Testbericht

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Erfahrungsbericht von DavidOb

zuverlässig

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Art und Weise, wie ich zu diesem Videorekorder kam, wirft schon kein gutes Licht auf ihn. Meine Großeltern hatten sich dieses Gerät gekauft, kamen aber mit der komplizierten Bedienung nicht klar, kauften sich ein einfacheres Modell und gaben mir den alten. So kam es, daß ich dieses relativ teure Gerät nun in meinem Zimmer zu stehen habe. Bei meinem vorherigen Videorekorder war es immer eine Art Glücksspiel, ob bei einer Programmierung das Gerät sich dann tatsächlich bequemte, etwas aufzunehmen. Diese Spannung entfällt bei dem Sony SLV-SE70.

Anschluss
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Das Anschließen eines technischen Geräts ist ja immer gleichzeitig auch eine Art Sympathietest. Gelingt es auf Anhieb, mag man das Gerät schon viel mehr, als wenn man sich erst einmal einige Stunden mit dem Aufbau befassen muß. Dieses Glücksmoment trat bei diesem Gerät auf. Videogerät ans Stromnetz, Fernseher und Antenne verbinden, alles kein Problem. Der Videorekorder erkannte auf Anhieb den Antennenanschluß und die Sendeprogrammierung konnte beginnen. Anders als bei meinem Vorgängergerät muß man dazu nicht mit einer Kugelschreibermine o.ä. am Gerät rumstochern, sondern einfach einen kleinen Knopf drücken. Zu kritisieren ist hierbei allerdings,
daß die Vorgehensweise zur Senderprogrammierung nur mangelhaft beschrieben ist und einfach auf die Fernseher-Bedienungsanleitung verwiesen wird. Nachdem ich jetzt den 3. Rekorder bei meinem Fernseher angeschloßen habe, weiß ich dies zwar inzwischen. Aber der Hersteller sollte nicht davon ausgehen, daß sich alle Käufer schon so eindringlich mit dieser Materie befaßt haben. Ein paar Worte mehr dazu in einer Bedienungsanleitung würde da sicher einigen helfen. Vom Vorteil ist beim Aufbau auch, wenn man über Antenne oder Kabel fernsieht, da ein Satellitenanschluß mit Receiver die ganze Sache noch weiter verkompliziert. Leider wird in der Bedienungsanleitung keinerlei Hilfestellung zu diesem Thema gegeben, obwohl ein beträchtlicher Prozentsatz an Haushalten über eine Satellitenschüssel verfügt.


Abspielen und Aufnehmen
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Nach dem Aufbau legte ich gleich eine Kassette ein. Das Bild und der Ton waren gut; bei Videoaufnahmen liegen ja Störungen im Bild oder beim Klang eher an dem Zustand der Kassette als am Abspielgerät. Eine Kassette mit guter Qualität wird von diesem Gerät auch gut abgespielt. Nun zur ersten Aufnahme: Am einfachsten ist die manuelle Aufnahme, indem man einfach das entsprechende Programm einstellt und auf den REC-Knopf drückt. Dabei muß man beachten, daß
man den entsprechenden Sender am Videogerät und nicht am Fernseher einstellen muß. Dabei vertut man sich relativ leicht und nimmt etwas vom falschen Sender auf; allerdings wird auf dieses Problem in der Anleitung hingewiesen. Das Ganze hat den Vorteil, daß man etwas aufnehmen und gleichzeitig ein anderes Programm anschauen kann. Auffällig bei diesem Gerät: Zwischen Drücken des REC-Knopfs und Start der Aufnahme vergehen etwa 10 Sekunden, was im Vergleich mit anderen Geräten sehr lange ist. Wenn man also gerade sieht, daß eine Sendung beginnt, die man aufnehmen will, muß man auf den Vorspann verzichten.
Auf zum nächsten Test: Die vorher programmierte Aufnahme. Beim Zurückspulen der Kassette fällt mir die vergleichsweise schnelle Spulgeschwindigkeit auf. Ein echtes Plus, da man ja durch die Long-Play-Funktion etwa 8 Stunden auf eine Kassette bekommt und dabei das Spulen sehr langwierig sein kann. Dazu muß man zunächst die Uhr richtig einstellen, was aufgrund der detaillierten Beschreibung nicht weiter schwer fällt. Bei der Programmierung kann man sich nun
zwischen der einfachen Showview oder der manuellen Programmierung entscheiden. Die Showview-Programmierung ist relativ einfach; dazu muß man einfach die Showviewnummer der gewünschten Sendung eingeben, die in den meisten Fernsehzeitschriften angegeben ist. Mit dieser Variante sollten eigentlich alle Benutzer klarkommen. Etwas komplizierter ist hingegen die manuelle Programmierung. Dazu müssen Datum, Uhrzeit und Programm von Hand eingegeben
werden. Zeit, sich die Fernbedienung etwas genauer anzusehen. Diese ist relativ groß und unhandlich,
verfügt aber über einen relativ gut in der Hand liegenden "Joystick", eine Fläche für den Daumen,
durch den man durch eine Daumenbewegung Spulen, Stoppen und Abspielen kann, ohne mit den Fingern auf kleinen Tasten herumzueiern. Mit dieser Fernbedienung kann man alle Angaben zur Programmierung vornehmen. Die Vorgehensweise zur manuellen Programmierung ist sehr gut beschrieben; allerdings sollte man z.B. nicht nur schreiben, wie man zwischen LP und SP oder
zwischen VPS/PDC Ein und Aus wechselt, sondern auch, was das bedeutet und welche Auswirkungen hat. Ein wohl allgemeines Manko von Bedienungsanleitungen, daß sich die Schreiber offenbar nicht in eine Person hineinversetzen können, die mit Technik nichts zu tun haben wollen, sondern einfach nur ab und zu einen Film aufnehmen wollen.
Bis jetzt wurden alle von mir programmierten Sendung pünktlich aufgenommen.

In der Bedienungsanleitung sind noch eine Extras beschrieben, die ich gleich alle ausprobiert habe und die auch alle tadellos funktioniert haben. Die Wiedergabe in doppelter Geschwindigkeit, in Zeitlupe und, wie im Daumenkino, Bild für Bild. Gerade für Fußballspiele o.ä. kann das sehr vom Nutzen sein. Ob der Spieler nun im Abseits war, ob das Wembleytor doch keins war, all das kann man mit diesem Gerät dadurch nachvollziehen, wenn man das Spiel aufgenommen hat. Auch wegen solcher Details ist das Gerät etwas teurer.


Abschalten
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Zunächst einmal ist genug getestet, gönnen wir dem Videorekorder seine wohlverdiente Ruhe. Also den AUS-Knopf gedrückt und die Stromversorgung an der Verteilersteckdose ausgeschaltet. Oder doch nicht? Muß der Videorekorder nicht immer auf Standby stehen, damit sich die Uhr nicht verstellt? Dies war so bei meinem Vorgänger; dieses Gerät verfügt aber offenbar über eine eingebaute Batterie; einige Tage Abstinenz vom Stromnetz führen nicht zum Verstellen der Uhr.
Eine sehr gute Eigenschaft, so kann man übers Jahr verteilt einiges an Strom sparen.


Fazit: Das Gerät ist zuverlässig, hat ein hohes Spultempo und eine Funktionsvielfalt. Die Beschreibung hat, wie die meisten, ihre Mängel, ist aber im Großen und Ganzen in Ordnung.

9 Bewertungen