Sony The Getaway (PS2 Spiel) Testbericht

Sony-the-getaway-ps2-spiel
ab 18,53
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  durchschnittlich
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von Patrick0162

London sehen und sterben? Oder lieber Augen zu und durch?

Pro:

Ales Super

Kontra:

---------------

Empfehlung:

Ja

Inhalt:
Tag fängt an wie im Albtraum. Während Mark Hammond noch selig in den Kissen schlummert, werden Frau und Kind des zum Guten bekehrten Ex-Bankräuber auf der Straße von unbekannten Gangstern angegriffen. Bei dem Versuch, Mrs. Hammond ihren Sohn zu entreißen, kommt es zu einen Handgemenge, in dessen Verlauf sich ein Schuss löst. Der knall reißt Markschlagartig aus dem Tiefschlaf. Er hetzt auf die Straße. Seine Frau liegt da. Sterbend. Den Sohn haben die Gangster entführt. Fast Blind vor Wut und Trauer haftet sich Mark an die Spur des roten Rovers, der den Schauplatz des Verbrechens mit quietschenden Reifen verlässt. Vor einen Lagerhaus im Industriegebiet findet er das Fluchtauto wieder. Vorsichtig erkundet er die Lagerhalle. Doch die Gangster haben schon auf ihn gewartet. Ein Schlag ins Genick, und Mark landet fürs erste im reich der Träume. Als er wieder aufwacht, sieht er einen lägst vergessenen Feind in die böse blitzenden Augen: Der berüchtigte Gangsterboss Charly Jolson hat anscheinend noch eine Rechnung mit Mark offen. Die “Schuld” darf der arme Tropf abarbeiten. Kurz: Mark muss alles machen, was der üble, alte Glatzkopf befielt - nur dann bekommt er seinen Sohn unversehrt zurück. Sollte er sich weigern einen Auftrag aufzuführen oder gar Mist bauen, dann steht es schlecht um seinen Filius.
Natürlich übernehmen Sie im Spiel “The Gataway” die Rolle des bemitleidenswerten Mark Hammond. Bewaffnet und voller Zorn - sprich: krimineller Energie - machen Sie sich daran, London nach allen Regeln auf zumischen. Mit dem Auto, versteht sich, unter Konsequenter Missachtung irgendwelcher Verkehrsregeln und daher stets mit der Polizei am Hacken.
Die ist aber noch gar nichts gegen Ihre Widersacher am Einsatz ort. Das sind schwere Jungs, die erst schießen und dann quatschen. Da hilft ihnen nur, sich geschickt hinter Wänden und Kisten anzuschleichen und erst im entscheidenden Moment aus der Deckung zu gehen, um den Gegner zu zeigen, was eine zielsichere Bleipuste ist. Mit der Zeit werden Ihre Aufträge immer schwieriger und komplexer. Eine Statue aus dem Keller einer Kunstausstellung stehlen? Hört sich Simpel an für einen kampferprobten Bank-Knacker. Leider wird die schau von Vertretern der Triaden bewacht. Das sind jene berüchtigten chinesischen Gangsterbanden, die Eiskalt über Leichen gehen. Und die harten Burschen werden das wertvolle Standbild gewiss nicht freiwillig rausrücken.
Nach und nach erkennt Mark in den teuflischen Aufträgen seines neuen “Arbeitgebers” ein Muster. Zu allen Überfluss hetzt Charlie ihm auch noch alle namhaften Gangs der Stadt auf den Hals. Und die Ordnungshüter haben ihn in Verdacht, seine Frau selbst umgebracht zu haben. Alle gegen einen also. Wer da heil rauskommt, ist richtig gut.

Bedienung:
Mit den Ministeuerknüppel steuern sie Mark durch die englische Metropole. Per “Dreieck”-Taste wird die Waffe gezogen, Mit R-1 das nächst gelegene Ziel anvisiert. Die “Viereck”-Taste löst den Schuss aus, Und per “X”-Taste postieren Sie Mark in bester Krimi-Manier neben Türöffnungen - aus dieser Position kann er am besten in den Raum feuern und dann blitzschnell wieder in Deckung gehen.

Urteil:
Ständig übersehen Sie Feinde, die wild auf sie schießen, oder laufen gleich direkt ins verderben. Und Mark, Ihr alter Ego, zielt dermaßen träge, das er meist durchlöchert am Boden liegt, bevor er einen Gegner auch nur im Fadenkreuz hat (wenn es denn eins gäbe). Das bedeutet Frust - und zwar nicht nur für Anfänger, denn der Schwierigkeitsgrad ist eh schon immens hoch. Es kann durchaus vorkommen, dass Sie einen Auftrag 20mal in Angriff nehmen müssen, um die Geschichte endlich voranzutreiben. Was nützen tolle Grafik und stimmige Atmosphäre, wenn sich die sache fast nicht Spielen lässt? Richtig, da geht man dann doch lieber ins Kino.
Fazit: London sehen und dabei verrückt werden. Das kann’s nicht seien. Und “befriedigend” ist eben richtig gut. Schade um den Gewaltigen Aufwand.

9 Bewertungen