Fach Spanisch Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:  schwer
  • Arbeitsaufwand:  durchschnittlich
  • Prüfungsanforderungen:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von aroza

Spanisch - in der Schule gelernt nützlicher als man vielleicht ahnt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Fremdsprachen zu erlernen nimmt in einer sich immer weiter globalisierenden Welt - egal ob uns das gefällt oder nicht - grundsätzlich eine immer bedeutendere Stellung ein. Dass es dabei ein paar gibt, die von überragender Bedeutung sind, das ist sicher einleuchtend und verständlich, allein schon angesichts der weiten Verbreitung der einen oder anderen Sprache. Und wo wir hier von Fremdsprachen sprechen, sollte natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass die Leute als erste Fremdsprache leider recht häufig erst einmal die deutsche Sprache erlernen sollten. So mancher, der hier von sich behauptet, dass das Deutsche seine Muttersprache sei, wirkt angesichts elementarer Defizite in allen Bereichen unserer Sprache eher komisch als glaubwürdig. Konntet Ihr darüber jetzt lachen? Ja toll, ich auch nicht.

An erster Stelle steht bei den Fremdsprachen die englische Sprache. Nicht nur dass sie in der ganzen Welt gesprochen ist, sie ist auch die Muttersprache vieler, die irgendwann einmal als Konsumenten oder Partner in Frage kommen könnten. Als Lengua franca, wiegesagt, ist sie unbestritten die Nummer eins.

Doch bereits an der Stelle, wo es um die Nummer zwei geht, scheiden sich die Geister. Ich würde ja fast meinen, dass das die spanische Sprache ist. Vor allem deshalb, weil es kaum eine Sprache gibt, die in so vielen Ländern Amts- und Umgangssprache ist, nur allzuoft auch die Muttersprache der Bevölkerung des betreffenden Landes ist. Der überwiegende Teil Südamerikas spricht spanisch, selbst in Nordamerika, speziell in den Vereinigten Staaten nimmt die Bedeutung der spanischen Sprache aufgrund von demografischen Entwicklungen und einer starken Zuwanderung aus dem Süden ständig zu. Ansonsten gibt es in der ganzen Welt immer einmal wieder ein paar Staaten, in denen die spanische Sprache eine gewisse Bedeutung hat. Für die Erwachsenen von morgen sind natürlich die Märkte von morgen interessant und gerade da sollte man Süd- und mIttelamerika nicht unterschätzen. Das ist also ein Punkt, der durchaus dafür spricht, sich mit der spanischen Sprache in der Schulzeit zu beschäftigen.


Einen weiteren, geradezu entscheidenden Punkt für eine solche Entscheidung würde ich aber in dem Umstand sehen wollen, dass die spanische Sprache relativ einfach zu erlernen ist. Klar, jede Sprache hat ihre Tücken - außer vielleicht Esperanto und HTML - aber im Vergleich zu den Schwierigkeiten, die sich beim Erlernen anderer Sprachen ergeben, ist das Spanische geradezu von einer harmlosen Sanftmütigkeit erfüllt. Es gibt nur wenige grammatische Ausnahmen, die Ortografie (schreibt man nach der neuen Rechtschreibung wirklich so) hält sich weitestgehend an die Phonetik, der Satzbau ist relativ frei wählbar und die Stilistik ist recht liberal. Außer vielleicht bei Anglizismen. Aber selbst da ist das Spanische keineswegs so faschistoid wie das Französische. Wer zuvor schon ein paar Jahre Englisch oder Französich, vor allem aber Latein mitgemacht hat, der wird kaum Problem haben. Etwas ungewöhnlich sind für die Deutschen eben bloß die Unterschiede zwischen Subjuntivo und Indikativo. Außerdem muss man doch ein paar Verbalperiphrasen lernen, für die es im deutschen keine direkte Entsprechung gibt.

Im großen und ganzen möchte ich aber festhalten, dass die Vorteile überwiegen und dass man - voruasgesetzt, am kommt mit den jeweiligen Lehrkräften klar - sich auf jeden Fall für spanisch als Fremdsprache, entscheiden sollte. Und auch im Grundkurs kann man bei dieser Sprache Grundlagen aufbauen, auf denen man später ganz gut aufbauen kann.

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