Spirit - Der wilde Mustang (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von winterspiegel
Galoppierendes Trickfilmabenteuer
Pro:
Animation, Musik
Kontra:
Deutsche Gesangseinlagen, wenig innovative Handlung
Empfehlung:
Ja
Da dieses Zeichentrickabenteuer hauptsächlich aus der Sicht eines Mustangs erzählt wird, schaute ich gewohnheitsmäßig unter dem Stichwort Pferde in meiner elektronischen Ausgabe des „Brockhaus“ nach und erfuhr, zumindest für mich überraschendes:
Vor rund sechzig Millionen Jahren, also einer Zeit als die Dinos langsam ausstarben, entwickelten die heutigen Pferde sich aus einer fuchsgroßen Stammform in Amerika. Vor rund 2,5 Millionen Jahren wiederum gelangte ein Seitenzweig nach Asien, während in Amerika nach der Eiszeit alle Pferde vollständig ausstarben!
Erst mit den Spanischen Eroberern kamen die Pferde dann wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurück.
Da dieser etwas kurios wirkende Sachverhalt neu für mich war, wollte ich diese - vielleicht doch ganz interessante Information an den Anfang meines Berichtes stellen.
In meiner Beurteilung über „Dreamworks“ - „Der Weg nach El Dorado „ orakelte ich, dass Jeffrey Katzenberg der Chef der Animationsabteilung bei der Spielbergfirma, wohl die Finger von klassischem Zeichentrick lassen und sich mehr auf computergenerierter Bilder im Stil ihres großen Kassenerfolgs „Shrek“ konzentrieren würde.
Ich sollte sowohl recht als auch Unrecht haben, wie sich nach und nach herausstellen wird.
STORY
Der Mustang Spirit erinnert sich zurück an die gute alte Zeit, als das Gras der Prärie noch grün und saftig, und das Land noch frei und weit war.
In diese Idylle der Glückseeligkeit wird das kleine Fohlen Spirit hineingeboren. Rasch entwickelt er sich zu einem richtigen Rabauken, der nicht nur seiner Mutter, sondern der gesamten Herde auf die Nerven fällt. Doch mit der Zeit lernt er auch Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft zu übernehmen und wird so zu ihrem Leithengst.
Aber eines verhängnisvollen Tages macht er einen riesengroßen Fehler. Neugierig wie er nun mal ist, beginnt der Hengst den Lagerplatz von schlafenden Cowboys zu durchforsten. Aber der Lärm, den er dabei entwickelt reißt die Viehtreiber jäh aus ihren Träumen.
Mit sofort sich einstellendem Jagdfieber beginnen die Männer Spirit zu verfolgen und in einen Canyon zu treiben. Gerade als es so aussieht, als könnte der Mustang entkommen, beginnen sich Lassos unbarmherzig um seinen Hals und seine Beine zusammenzuziehen.
Im Fort, in dass man Spirit gebracht hat, versucht man ihn gefügig zu machen. Besonders der grausame Colonel versucht immer wieder seinen Willen zu brechen. Eines Tages fangen die Soldaten einen jungen Indianer ein und fesseln ihn in unmittelbarer Nähe, vom sich immer wieder stur zur Wehr setzendem Hengst.
Als es schließlich so scheint als wäre Spirit am Ende, bekommt er unerwarteten Beistand von Little Creek dem Indianer, der ihn kurzerhand als Fluchtmittel benutzt.
Im Lager der Indianer macht der Mustang Bekanntschaft mit der stolzen Stute Rain, die sich ihm gegenüber aber zuerst ziemlich reserviert verhält. Langsam bekommt der Mustang Heimweh nach seiner Herde, gleichzeitig fühlt er sich aber auch zu Little Creek und seinem Pferd Rain hingezogen, die sich doch noch langsam für ihn zu interessieren scheint.
Doch die Idylle trügt, völlig unerwartet bricht das Chaos los, als die Kavallerie aus dem Fort die Zeltstadt der Indianer dem Erdboden gleichmacht.
Die Stute Rain stürzt in dem durcheinander in die reißende Strömung eines Flusses, Spirit springt todesmutig hinterher.
Als die beiden Pferde völlig erschöpft endlich ans Ufer gelangen, bleibt Rain schwer verletzt liegen. Als die Soldaten sich ihnen nähern, stellt sich der mutige Mustang zwischen die Männer und die Stute.
Doch Spirit wird abermals gefangen und sieht einem ungewissen Schicksal entgegen, während Rain liegen bleibt und von den Soldaten einfachzurückgelassen wird...
KRITIK
In einer stimmungsvollen - der gigantischen Kulisse des Monument Valley entnommenen, spektakulären Kamerafahrt, beginnt dieses episch angehauchte Pferdeepos.
Ein maiestädtischer Weißkopfseeadler nimmt uns mit auf die Reise, und Spirit (im Original die Stimme von Matt Damon) erzählt aus dem Off in fast poetischer Manier, die bewegende Geschichte des Wilden Westens aus seiner Sichtweise.
So bekommen wir gleich anhand dieser überaus beeindruckenden Ouvertüre einen ausgezeichneten Eindruck der gezeichneten und computeranimierten Bilder, der sofort Lust auf mehr, dieser teils berauschenden Sequenzen machen dürfte.
Danach geht es erst mal relativ gemächlich weiter und in beschaulicher, zuckersüßer Atmosphäre erleben wir in Zeitraffer das heranwachsen von Spirit vom tollpatschigen Fohlen, zum Verantwortung übernehmenden Leithengst seiner Herde.
Wären da nicht die immer wieder fantastischen Szenen, die virtuos gezeichnet - durch den Rechner gejagt, und so mit einem eigenständigen, - sehr interessanten Look gestaltet wurden, könnte man fast von Eintönigkeit sprechen. Erst als dem Mustang der eigene Tatendrang zum Verhängnis wird, kommt die Story allmählich in die Actionorientierteren Gänge.
Im letzten Drittel des Films kommt dann die längst erwartete Dramatik zum Tragen, die hervorragend einen nervenaufreibenden Spannungsverlauf gewährleistet.
In diesen Abschnitten scheint mir auch die Verwebung von traditioneller Trickfilmkunst, die am Zeichentisch entstanden ist, und der am Computer generierten Bilder besonders gelungen. Denn ab und an fand ich schon, dass der Übergang der beiden Stile mitunter auch etwas zu hart ausfiel. Aber immerhin viel besser als noch im Vorgänger - „Der Weg nach El Dorado“, als diese Verbindung in den entsprechenden Szenen nicht so recht zusammenpassen wollte.
Zum Schluss noch ein Wermutstropfen, der - wenn man es klug anstellt, eigentlich schon gar keiner mehr ist (auf DVD zumindest.)
Hartmut Engler von der Pop-Gruppe „Pur“ singt den Part, den Bryan Adams so hervorragend im englischen Original darbietet ins deutsche übersetzt. Jetzt kann man zur Musik von besagter Band stehen wie man will, ändern an der geradezu grausamen Darbietung von Engler tut das wohl relativ wenig. Holprig, unmelodiös und stockend, sind wohl noch nicht ein Mal die schlimmsten Eigenschaften dieser abgelieferten Sangeskunst.
Aber zum Glück- und der modernen Technik sei Dank, gibt es die Möglichkeit während des laufenden Films - über das aufgerufene Menü, Bryan Adams rockige Reibeisenstimme zu den Stimmungsvollen Film-Bildern erklingen zu lassen und den johlenden Schwaben ohne viel Federlesens einfach rauszukicken.
FAZIT
Jeffrey Katzenberg lies sich nicht beirren, und anscheinend fernab von Marktspezifischen Gesichtspunkten, suchte er sich seinen Weg immer zwischen Zeichenstift und Computer-Tastatur, die dem Film ein unbestreitbar unverwechselbares Aussehen geben.
Auch wenn es schon offensichtlich sein dürfte, dass der Streifen in erster Linie für ein jüngeres Publikum geschaffen wurde, ist er aber auch für ältere Semester, die sich eine gewisse Märchenhaftigkeit und Westernliebe bewahrt haben ein durchaus faszinierendes Abenteuer.
Gut und Böse sind dementsprechend klar abgegrenzt und wenn es auch nicht immer so aussieht, steht doch von vornherein fest, dass am Ende – wie könnte es auch anders sein, ein versöhnliches Happy End einfach stehen muss.
INFORMATIONEN ZUR DVD – VERSION
Bild und Ton:
Der Film ist gut auf digitalen Datenträger umgesetzt worden. Bei Bild und Ton konnte ich keine gravierenden Schwachpunkte feststellen. Allenfalls könnte der Ton doch etwas mehr Dynamik, vor allem in dramatischen Situationen entwickeln. Auch die insgesamt keineswegs schlechten Bildeigenschaften, ließen es doch ein wenig am nötigen Kontrast fehlen.
ZUSATZMATERIAL
Audiokommentar:
Die Produzentin Mireille Soria und die Regisseure Kelly Asbury und Lorna Cook begleiten diesen Zeichentrickfilm. Man erfährt sehr viel wissenswertes über die Hintergründe, der über vier Jahre andauernden Produktion. Aber es werden auch hilfreiche Hinweise zum laufenden Film gegeben, auf die man nicht so ohne weiteres gekommen wäre.
Zeichne Spirit mit James Baxter:
Eine Anleitung vom Hauptanimateur von Spirit, wie man Pferdezeichnungen erstellt. Eine sehr interessante und ausführliche Schritt für Schritt Zeichenanleitung. Das Zeichnen sieht dennoch einfacher aus, als es dann schließlich ist.
Internationales Startalent:
Hier wird gezeigt wie die Stimmen und Lieder in die verschiedenen Landessprachen umgesetzt werden. Ein Teils ganz lustig anzusehender Bilder-Mix.
Storyboards:
In dieser Abteilung wird gezeigt, wie anhand der Storyboards verschiedene Sequenzen aufgebaut werden. Ein erklärender Kommentar ist auch vorhanden.
Die Animation bei Spirit:
Hier wird gezeigt, wie das komplizierte Zusammenspiel zwischen klassischer Zeichenkunst und Computeranimationen funktioniert und zu einer Einheit verschmolzen wurde.
Natürlich lässt sich der ehemalige Disney - Boss Katzenberg, der mit unterschiedlichem Erfolg versucht die Spielberg - Firma auf Vordermann zu bringen, nicht nehmen ein paar Anmerkungen zu machen.
Die Musik:
Bryan Adams und Hans Zimmer geben hier ihre Statements über ihre, ohne Zweifel gelungene Arbeit ab. Ein kurzer, aber guter Einblick in die Produktion einer Filmmusik.
Dreamworks Kids:
Hier sind noch allerlei multimediale Spiele untergebracht, allerdings alles sehr kindgerecht.
Insgesamt habe ich mir von den Extras ein wenig mehr versprochen, ein ausführlicheres Making Of hätte zumindest auf alle Fälle nicht geschadet. Aber das Glanzlicht ist wie ich finde ohnehin ganz eindeutig der hervorragende Audiokommentar, der mit viel Leidenschaft und Herz dargeboten wird.
FILMDATEN
Laufzeit: 80 Minuten
Bildformat: 2,35:1
Tonformat: Englisch / Deutsch / Türkisch / Griechisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch / Deutsch / Türkisch / Griechisch / Ägyptisch
(c) winterspiegel für Ciao&Yopi
Vor rund sechzig Millionen Jahren, also einer Zeit als die Dinos langsam ausstarben, entwickelten die heutigen Pferde sich aus einer fuchsgroßen Stammform in Amerika. Vor rund 2,5 Millionen Jahren wiederum gelangte ein Seitenzweig nach Asien, während in Amerika nach der Eiszeit alle Pferde vollständig ausstarben!
Erst mit den Spanischen Eroberern kamen die Pferde dann wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurück.
Da dieser etwas kurios wirkende Sachverhalt neu für mich war, wollte ich diese - vielleicht doch ganz interessante Information an den Anfang meines Berichtes stellen.
In meiner Beurteilung über „Dreamworks“ - „Der Weg nach El Dorado „ orakelte ich, dass Jeffrey Katzenberg der Chef der Animationsabteilung bei der Spielbergfirma, wohl die Finger von klassischem Zeichentrick lassen und sich mehr auf computergenerierter Bilder im Stil ihres großen Kassenerfolgs „Shrek“ konzentrieren würde.
Ich sollte sowohl recht als auch Unrecht haben, wie sich nach und nach herausstellen wird.
STORY
Der Mustang Spirit erinnert sich zurück an die gute alte Zeit, als das Gras der Prärie noch grün und saftig, und das Land noch frei und weit war.
In diese Idylle der Glückseeligkeit wird das kleine Fohlen Spirit hineingeboren. Rasch entwickelt er sich zu einem richtigen Rabauken, der nicht nur seiner Mutter, sondern der gesamten Herde auf die Nerven fällt. Doch mit der Zeit lernt er auch Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft zu übernehmen und wird so zu ihrem Leithengst.
Aber eines verhängnisvollen Tages macht er einen riesengroßen Fehler. Neugierig wie er nun mal ist, beginnt der Hengst den Lagerplatz von schlafenden Cowboys zu durchforsten. Aber der Lärm, den er dabei entwickelt reißt die Viehtreiber jäh aus ihren Träumen.
Mit sofort sich einstellendem Jagdfieber beginnen die Männer Spirit zu verfolgen und in einen Canyon zu treiben. Gerade als es so aussieht, als könnte der Mustang entkommen, beginnen sich Lassos unbarmherzig um seinen Hals und seine Beine zusammenzuziehen.
Im Fort, in dass man Spirit gebracht hat, versucht man ihn gefügig zu machen. Besonders der grausame Colonel versucht immer wieder seinen Willen zu brechen. Eines Tages fangen die Soldaten einen jungen Indianer ein und fesseln ihn in unmittelbarer Nähe, vom sich immer wieder stur zur Wehr setzendem Hengst.
Als es schließlich so scheint als wäre Spirit am Ende, bekommt er unerwarteten Beistand von Little Creek dem Indianer, der ihn kurzerhand als Fluchtmittel benutzt.
Im Lager der Indianer macht der Mustang Bekanntschaft mit der stolzen Stute Rain, die sich ihm gegenüber aber zuerst ziemlich reserviert verhält. Langsam bekommt der Mustang Heimweh nach seiner Herde, gleichzeitig fühlt er sich aber auch zu Little Creek und seinem Pferd Rain hingezogen, die sich doch noch langsam für ihn zu interessieren scheint.
Doch die Idylle trügt, völlig unerwartet bricht das Chaos los, als die Kavallerie aus dem Fort die Zeltstadt der Indianer dem Erdboden gleichmacht.
Die Stute Rain stürzt in dem durcheinander in die reißende Strömung eines Flusses, Spirit springt todesmutig hinterher.
Als die beiden Pferde völlig erschöpft endlich ans Ufer gelangen, bleibt Rain schwer verletzt liegen. Als die Soldaten sich ihnen nähern, stellt sich der mutige Mustang zwischen die Männer und die Stute.
Doch Spirit wird abermals gefangen und sieht einem ungewissen Schicksal entgegen, während Rain liegen bleibt und von den Soldaten einfachzurückgelassen wird...
KRITIK
In einer stimmungsvollen - der gigantischen Kulisse des Monument Valley entnommenen, spektakulären Kamerafahrt, beginnt dieses episch angehauchte Pferdeepos.
Ein maiestädtischer Weißkopfseeadler nimmt uns mit auf die Reise, und Spirit (im Original die Stimme von Matt Damon) erzählt aus dem Off in fast poetischer Manier, die bewegende Geschichte des Wilden Westens aus seiner Sichtweise.
So bekommen wir gleich anhand dieser überaus beeindruckenden Ouvertüre einen ausgezeichneten Eindruck der gezeichneten und computeranimierten Bilder, der sofort Lust auf mehr, dieser teils berauschenden Sequenzen machen dürfte.
Danach geht es erst mal relativ gemächlich weiter und in beschaulicher, zuckersüßer Atmosphäre erleben wir in Zeitraffer das heranwachsen von Spirit vom tollpatschigen Fohlen, zum Verantwortung übernehmenden Leithengst seiner Herde.
Wären da nicht die immer wieder fantastischen Szenen, die virtuos gezeichnet - durch den Rechner gejagt, und so mit einem eigenständigen, - sehr interessanten Look gestaltet wurden, könnte man fast von Eintönigkeit sprechen. Erst als dem Mustang der eigene Tatendrang zum Verhängnis wird, kommt die Story allmählich in die Actionorientierteren Gänge.
Im letzten Drittel des Films kommt dann die längst erwartete Dramatik zum Tragen, die hervorragend einen nervenaufreibenden Spannungsverlauf gewährleistet.
In diesen Abschnitten scheint mir auch die Verwebung von traditioneller Trickfilmkunst, die am Zeichentisch entstanden ist, und der am Computer generierten Bilder besonders gelungen. Denn ab und an fand ich schon, dass der Übergang der beiden Stile mitunter auch etwas zu hart ausfiel. Aber immerhin viel besser als noch im Vorgänger - „Der Weg nach El Dorado“, als diese Verbindung in den entsprechenden Szenen nicht so recht zusammenpassen wollte.
Zum Schluss noch ein Wermutstropfen, der - wenn man es klug anstellt, eigentlich schon gar keiner mehr ist (auf DVD zumindest.)
Hartmut Engler von der Pop-Gruppe „Pur“ singt den Part, den Bryan Adams so hervorragend im englischen Original darbietet ins deutsche übersetzt. Jetzt kann man zur Musik von besagter Band stehen wie man will, ändern an der geradezu grausamen Darbietung von Engler tut das wohl relativ wenig. Holprig, unmelodiös und stockend, sind wohl noch nicht ein Mal die schlimmsten Eigenschaften dieser abgelieferten Sangeskunst.
Aber zum Glück- und der modernen Technik sei Dank, gibt es die Möglichkeit während des laufenden Films - über das aufgerufene Menü, Bryan Adams rockige Reibeisenstimme zu den Stimmungsvollen Film-Bildern erklingen zu lassen und den johlenden Schwaben ohne viel Federlesens einfach rauszukicken.
FAZIT
Jeffrey Katzenberg lies sich nicht beirren, und anscheinend fernab von Marktspezifischen Gesichtspunkten, suchte er sich seinen Weg immer zwischen Zeichenstift und Computer-Tastatur, die dem Film ein unbestreitbar unverwechselbares Aussehen geben.
Auch wenn es schon offensichtlich sein dürfte, dass der Streifen in erster Linie für ein jüngeres Publikum geschaffen wurde, ist er aber auch für ältere Semester, die sich eine gewisse Märchenhaftigkeit und Westernliebe bewahrt haben ein durchaus faszinierendes Abenteuer.
Gut und Böse sind dementsprechend klar abgegrenzt und wenn es auch nicht immer so aussieht, steht doch von vornherein fest, dass am Ende – wie könnte es auch anders sein, ein versöhnliches Happy End einfach stehen muss.
INFORMATIONEN ZUR DVD – VERSION
Bild und Ton:
Der Film ist gut auf digitalen Datenträger umgesetzt worden. Bei Bild und Ton konnte ich keine gravierenden Schwachpunkte feststellen. Allenfalls könnte der Ton doch etwas mehr Dynamik, vor allem in dramatischen Situationen entwickeln. Auch die insgesamt keineswegs schlechten Bildeigenschaften, ließen es doch ein wenig am nötigen Kontrast fehlen.
ZUSATZMATERIAL
Audiokommentar:
Die Produzentin Mireille Soria und die Regisseure Kelly Asbury und Lorna Cook begleiten diesen Zeichentrickfilm. Man erfährt sehr viel wissenswertes über die Hintergründe, der über vier Jahre andauernden Produktion. Aber es werden auch hilfreiche Hinweise zum laufenden Film gegeben, auf die man nicht so ohne weiteres gekommen wäre.
Zeichne Spirit mit James Baxter:
Eine Anleitung vom Hauptanimateur von Spirit, wie man Pferdezeichnungen erstellt. Eine sehr interessante und ausführliche Schritt für Schritt Zeichenanleitung. Das Zeichnen sieht dennoch einfacher aus, als es dann schließlich ist.
Internationales Startalent:
Hier wird gezeigt wie die Stimmen und Lieder in die verschiedenen Landessprachen umgesetzt werden. Ein Teils ganz lustig anzusehender Bilder-Mix.
Storyboards:
In dieser Abteilung wird gezeigt, wie anhand der Storyboards verschiedene Sequenzen aufgebaut werden. Ein erklärender Kommentar ist auch vorhanden.
Die Animation bei Spirit:
Hier wird gezeigt, wie das komplizierte Zusammenspiel zwischen klassischer Zeichenkunst und Computeranimationen funktioniert und zu einer Einheit verschmolzen wurde.
Natürlich lässt sich der ehemalige Disney - Boss Katzenberg, der mit unterschiedlichem Erfolg versucht die Spielberg - Firma auf Vordermann zu bringen, nicht nehmen ein paar Anmerkungen zu machen.
Die Musik:
Bryan Adams und Hans Zimmer geben hier ihre Statements über ihre, ohne Zweifel gelungene Arbeit ab. Ein kurzer, aber guter Einblick in die Produktion einer Filmmusik.
Dreamworks Kids:
Hier sind noch allerlei multimediale Spiele untergebracht, allerdings alles sehr kindgerecht.
Insgesamt habe ich mir von den Extras ein wenig mehr versprochen, ein ausführlicheres Making Of hätte zumindest auf alle Fälle nicht geschadet. Aber das Glanzlicht ist wie ich finde ohnehin ganz eindeutig der hervorragende Audiokommentar, der mit viel Leidenschaft und Herz dargeboten wird.
FILMDATEN
Laufzeit: 80 Minuten
Bildformat: 2,35:1
Tonformat: Englisch / Deutsch / Türkisch / Griechisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch / Deutsch / Türkisch / Griechisch / Ägyptisch
(c) winterspiegel für Ciao&Yopi
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