Spirit - Der wilde Mustang (VHS) Testbericht

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ab 7,03
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Erfahrungsbericht von RotTigerchen

Fantastische Reise ins Reich der Freundschaft

Pro:

mit erstaunlichen Effekten ein wirklich mitreißender Film für die ganze Familie

Kontra:

die FSK sollte nochmal überdacht werden (siehe Beitrag) KEIN DEUTSCHER SOUNDTRACK ERHÄLTLICH

Empfehlung:

Ja

Vorwort

Ich bin momentan kein Fan von Action-Filmen und tauche lieber in die Fantasie-Welt ab… Zeichentrick-Fantasie (für alle die jetzt gleich den Gedanken haben, daß Spiderman auch eine Fantasie-Geschichte ist).

Fantasie und Zeichentrick… ja, genau das ist es, wo Frau (und natürlich auch Mann) mal so richtig abschalten kann… sich entführen lassen kann .. hinein in eine heile Welt, zwar auch mit ihren Sorgen, aber mit garantiertem Happy-End.

Begeistert verfolgte ich bereits die Trailer für den neuen Zeichtrickfilm Spirit – Der wilde Mustang , aus dem Hause Dreamworks Pictures und konnte ihn mir nun auch endlich im Kino ansehen. Die wichtigsten Fakten und Hintergründe über diesen Film habe ich nun für Euch hier zusammengetragen.

Vielleicht gelingt es mir ja, Euch etwas von der Faszination zu vermitteln, die auch noch 1 Woche nach dem Ansehen des Filmes in mir wirkt.


Das besondere an diesem Film

Es ist gelungen einen Zeichentrick mit tierischen Charakteren auf die Leinwand zu bringen, wo die Hauptdarsteller – bis auf die Menschen – nur mit ihren Gedanken, dem Zuschauer die Geschichte erzählen. Kein Pferd spricht, wie es z.B. in Filmen wie König der Löwen, etc. praktiziert wurde.

Aufgrund der grandiosen Effekte, die den Film nicht gearde überladen, aber umso intensiver im richtigen Moment eingesetzt werden, ist es auch nicht weiter tragisch, daß teilweise die Animationen in nicht ganz so wichtigen Filmabschnitten etwas „billig“ wirken.

Alle wichtigen Parts, welche mit Aktion und Emotionen geladen sind und den Betrachter in ihren Bann ziehen sollen, sind dank moderner Computer-Animation mindestens genauso wertvoll, wie die aus dem Hause Disney.

Was mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, daß in diesem Film keine Gesangseinlagen der Akteure zum Einsatz kommen (was manchmal wirklich nicht unbedingt hörenswert ist, wenn es nicht im Original-Ton ist).


Die Charaktere des Films

  • Spirit
    Der Hauptdarsteller des Filmes, tapfer, willensstark mit Kampfgeist – manchmal etwas unvorsichtig aber denn noch ein typischer, liebevoller Zeichentrickheld, bei dem man in gefährlichen Situationen die Luft anhält und mitfiebert.

  • Colonel
    Spirits \"Feind\" und das strenge Oberhaupt der dort ansässigen Kavallerie der vereinigten Staaten, welcher von den Zeichnern erfolgreich mit den typischen Charaktereigenschaften eines Menschen dargestellt wird, die für zielstrebigen und rücksichtslosen Egoismus stehen und entsprechender Missachtung und fehlenden Respekts mitsichbringen.

    Gleich am Anfang hat er auf der Punkte-Skala für Antipathie von 1-10 eine glatte 10+.

  • Spirits Mutter
    Eine tapfere Stute, die mit viel Humor die anfänglichen Jungend-Sünden Spirits beäugt und belächelt. Tapfer ist sie außerdem, da sie für eine lange Zeit die Herdenführung übernehmen muß, während Spirit um seine Freiheit kämpfen muß.

  • Die Herde
    Ein bunter Haufen aus Mustangs, welcher liebevoll von Spirit und seiner Mutter umsorgt und beschützt werden. Tapfer fiebern auch diese Nebendarsteller beim Kampf gegen das Böse mit.

  • Little Creek
    Ein junger, ebenfalls wilder, aber dennoch sanfter und sehr tierlieber Indianer vom Stamm der Lakota, welcher zusammen mit Spirit ein besonders Band der Freundschaft entdeckt.

  • Rain
    Eine wunderschöne gefleckte Stute, die liebevoll von Little Creek gepflegt wird. Ihr loyaler Charakter ist es, welcher zwischen Spirit und Little Creek in der fortgeschrittenen Geschichte ein enges Freundschaftsband entstehen lässt.


Die Geschichte

Spirit, der Hauptdarsteller dieses Films, erblickt als kleines Fohlen einer Mustang-Herde in den späten Jahren um 1800 in den offenen Prärien des Amerikanischen Westens, daß Licht der Welt. Gleichzeitig wird dieses Land von den weißen Siedler erobert, welche emsig dabei sind, die in Anspruch genommenen Gebiete, mit dem Eisenbahnbau zu „kukltivieren“.

Spirit wächst in der Obhut der Herde heran und wird auf Grund seiner Rangfolge automatisch zum Leithengst der Herde. Mit vollem Stolz und Verantwortungsbewusstsein steht er seiner Herde in der unendlichen Prärie hilfreich und beschützend zur Seite und sorgt mit seinem selbstlosen Einsatz für ihren Fortbestand und Wohlbefinden. Selbst erzieherische Maßnahmen, wenn nötig, nimmer er war, wenn es darum geht, den Junghengsten die Regeln der Herde beizubringen…

Die Mustangherde lebt glücklich und zufrieden und streift durch die Prärie… bis zu dem Tag, als Spirit den ersten Kontakt mit den Menschen hat und das vorherige idyllische Leben in Freiheit sich dramatisch ändern sollte…

Neugierig wie Spirit ist, wagt er sich an ein Camp heran und begutachtet die merkwürdigen 2-Beiner, die dort ihr Nachtlager aufgebaut haben. Trotz der Warnungen der Pferde der Menschen, die angezäumt noch versuchen Spirit auf die Gefahr hinzuweisen, stöbert er im Camp herum. Klar, daß das nicht unbemerkt bleibt.

Eine Verfolgungsjagd bleibt unumgänglich – so ein stolzer Hengst, den muß man einfach einfangen…

Spirit, noch seines Sieges gewiss, wird schnell eines besseren belehrt und gerät durch einen Hinterhalt in die Hände der Menschen. Seiner geliebten Freiheit beraubt, trifft auf den Colonel, dem Anführer der Soldaten im nahegelegenem Fort, und dieser hat nichts besseres zu tun, als Spirits Willen zu brechen um ihn als Reitpferd für die Arme auszubilden und zu zähmen..

Der Colonel hat aber nicht mit dem eisernen und schier unbeugsamen Willen Spirits gerechnet. Auch die Versuche, Spirit in gleißender Hitze 3 Tage ohne Wasser und Futter an einem Pfahl angebunden leiden zu lassen, können seinen Willen nicht brechen – nicht wirklich.

Zeitgleich wird Little Creek gefangen genommen, als er erfolglos versuchte, sich über die Voräte der Soldaten herzumachen. Anfänglich beäugen sich beide kritisch, welches sich jedoch hinterher noch ändern soll…

wie die Geschichte nun weitergeht, möchte ich Euch nicht verraten, denn die Spannung und die Highlights des Filmes, dürft Ihr gerne selber entdecken.

Wenn Ihr spezielle Fragen zum Film habt, könnt Ihr sie natürlich gerne jederzeit bei mir loswerden .


Wissenswertes zum Film

Zu den klassischen Zeichentrickfilmen zählt dieser Film mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil, denn das Zeichentrickfilme aufwendig in ihrer Entstehung sind, weiß sicherlich jeder von uns.
Um so erstaunlicher ist die gleichzeitige Verwendung von 2D und 3D-Animationen, die in diesem neuesten Werk von Dreamworks wohl bahnbrechend sein dürften.

Pferde sind naturgemäß schwer zu zeichnen (wusstet Ihr, daß Pferde keinen Schmerzlaut ausstoßen können, weil sie einfach keinen haben, wie z.B. andere Tiere?). Es blieb den Machern des Films also nichts anderes übrig, das Augenmerk besonders auf die Musik und Darstellung der einzelnen Charaktere zu richten und fehlende „Effekte“ mit anderen auszugleichen. Erfolgreich, wie Ihr selbst feststellen werdet oder festgestellen konntet.

Da der Film wie bereits erwähnt, ohne gesprochenes Wort der Darsteller auskommt, wurde sehr viel Genauigkeit in die Mimik, Körpersprache und Laute (z.B. das Wiehern), gelegt um neben der Musik den Zuschauer mitzureißen. Auch die Abfolge verschiedenster Situationen, egal ob komisch oder traurig, tragisch oder spannend, alles wirkt sehr intensiv und eindrucksvoll.

Die Zeichner von Dreamworks haben lange Zeit die einzelnen Bewegungen und die damit verbundene Anatomie bei echtenPferden studiert, um sie naturgetreu wiedergeben zu können. Ebenfalls erfolgreich, ohne Frage.


Musik

Im Original „besingt“ Bryan Adams die musikalischen Parts – in der Deutschen Version ist es Hartmut Engler (beide Künstler brauche ich nicht weiter vorstellen, da die Namen für sich sprechen), der mit seiner emotionalen Stimmen-Palette ein Höchstmaß an Gefühl in die Lieder mit einbringt, die einem eine Gänsehaut bescheren.

Die Musik-Synchronisation ist diesmal so gut gelungen, daß ich den deutschen Soundtrack vor den Original-Soundtrack setzen möchte. Der Kauf des Soundtracks in Deutscher Version ist somit sehr empfehlenswert. Die Texte sind sehr tiefgreifend und passen nicht nur auf die Lebenssituation des Mustangs…


Kritische Betrachtung

Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings – zumindest in meinen Augen:
Und zwar ist es die Tatsache, daß der Film ohne Altersbeschränkung im deutschen Kino angelaufen ist.

Der Film weist zwar keine brutalen Szenen auf, aber suggeriert Schmerz und Leid in nicht unerheblichem Maße. In den USA ist er übrigens mit der Altersbeschränkung ab 6 Jahre angelaufen….

Auch ich bin der Meinung, daß in einem Film Szenen ohne Altersbeschränkung, Szenen wie Hunger, Verletzungen durch Schusswunden und Versuche Brandzeichen zu setzen (auch wenn diese humorvoll verpackt werden), absolut nichts in so einem Film zu suchen haben.


Film-Fakten

Regie: Kelly Asbury & Lorna Cook,
Erscheingungsjahr: USA 2002
Original-Titel: Spirit - Stallion of the Cimarron
Filmlänge: 83 Minuten
Alterbeschränkung: Keine
Start in deutschen Kinos: 20.06.2002
Musik: Hans Zimmer (Oscar-Preisträger \"Der König der Löwen\")
Songs: Original: Bryan Adams
Deutsche Version: Hartmut Engler
Drehbuch: John Fusco
Produzenten: Mireille Soria & Jeffrey Katzenberg


Mein Fazit

Spirit - Der wilde Mustang\" ist ein wunderschöner traditioneller Zeichentrickfilm, den man am besten, auf Grund der beeindruckenden Animationen, auf der großen Kinoleinwand sehen sollte.

Die Geschichte ist keineswegs langweilig und steht Disney weder musikalisch, effekttechnisch noch inhaltlich in etwas nach und die wunderbare Erzählung über das ungezähmte Wildpferd und seinen Kampf um Freiheit und das Entdecken einer ungewöhnlichen Freundschaft mit dem Indianer Little Creek, sollte sich keiner entgehen lassen.


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W I C H T I G F Ü R S O U N D T R A C K L I E B H A B E R
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Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, daß es keinen Deutschen Soundtrack gibt und wohl auch nicht geben wird... weitere Nachforschungen habe ich mal \"mitgebracht\":

Soundtrack zu \"Spirit\" nur in Original-Version
erhältlich


Liebe Fans,
im Gästebuch und per E-Mail erreichten uns sehr viele Anfragen nach dem deutschen Soundtrack zum Kino-Film
\"Spirit\".

Der Soundtrack ist nur in der Original-Version im Handel erhältlich. Da dies kein PUR-Projekt ist und Hartmut lediglich die ins Deutsche übersetzte Fassung der Bryan Adams-Songs interpretiert, haben wir auf die Veröffentlichung auch keinen Einfluss.
Wir hoffen, dass trotzdem noch sehr viele von euch diese tolle Zeichentrick-Produktion anschauen und genießen werden.

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Sehr sehr schade, wie ich finde...

In diesem Sinne
Ein freiheitsliebendes Wiehern vom
Rot-Tigerchen

28 Bewertungen