Spirit - Der wilde Mustang (VHS) Testbericht

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ab 7,03
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Erfahrungsbericht von SunnySpaceRat

Freiheit, Freundschaft und Vertrauen...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Dreamworks’ Film „Spirit - Der wilde Mustang“ erzählt von Freiheit, Mut, Freundschaft und Vertrauen. Von einer heilen Welt, die durch Menschen gestört wird; aber auch von Menschen, die ihre eigenen Wünsche nicht über die anderer stellen und denen es wichtig ist, im Einklang mit der Natur zu leben.
Dieser Film ist eindrucksvoll und bewegend und appelliert an jeden einzelnen von uns.



Persönliche Beweggründe,diesen Film zu schauen

Ich hatte seit meinem Umzug von der Stadt auf’s Dorf vor ca. 5 Jahren mehrere Pflegepferde, denen ich meine ganze Freizeit gewidmet hatte (und das, obwohl ich aufgrund eines Reitunfalls nicht mehr reiten darf). Nachdem drei starben und auch die letzten beiden verkauft wurden, hörte ich auf am Stall... das war einfach zu viel für mich. In letzter Zeit merkte ich, wie sehr mir die wiehernden Vierbeiner fehlen... und sah den Trailer zu „Spirit“. Ehrlich gesagt, gefiel mir der Trailer nicht besonders gut...die kleinen Ausschnitte ließen mich eher an einen Film denken Marke „Wir müssen mal wieder was auf den Markt schmeißen, wieso nicht etwas mit Pferdchen für die kleinen pferdeverrückten Mädels“.
Irgendwie wollte ich ihn aber trotzdem sehen...was lag also näher, als meiner kleinen Schwester endlich ihren lange versprochenen Kino-Gutschein einzulösen?! ;-)



Allgemeines zum Film

Nach dem Drehbuch von John Fusco und unter der Regie von Kelly Asbury und Lorna Cook entstand ein Dreamworks Zeichentrickfilm, der die Geschichte eines wilden Pferdes in Nordamerika zur Zeit der ersten Eisenbahnstrecken erzählt (die genaue Zeit, wann das war, weiß ich leider nicht so genau...*g*).
Die Figuren sind recht einfach gezeichnet, nach traditionellem Schema (mit Bleistift und Papier); die Hintergründe sind computeranimiert und schaffen eine „endlose Weite“.
Anders als bei anderen Zeichentrickfilmen wurde bei „Spirit“ darauf verzichtet, Tiere sprechen zu lassen. „Das ist ja wohl total langweilig und blöd“ waren die ersten Reaktionen, die mir von den Leuten die den Film noch nicht sahen, entgegengeschleudert wurden. Meiner Meinung nach wäre der Film um einiges schlechter, würden die Tiere sich sprachlich mitteilen, da für mich der Reiz des Films in der sehr ausdrucksstarken, gut gelungenen Mimik und Gestik der Pferde steckt. Zu diesem Zweck schenkten die Zeichner den Pferden Augenbrauen (in der Realität haben Pferde so etwas natürlich nicht), da ein Großteil der Ausdrucksmöglichkeiten darüber ablaufen kann. Dadurch bekommen die Pferde einen menschlichen Touch, doch auch Menschen, die mit Pferden nichts zu tun haben, sollen ja erkennen können, in welcher Stimmung sich das Tier gerade befindet.
Im Endeffekt spricht Spirit doch eine ganze Menge: Er hat die Rolle des Erzählers (Originalstimme: Matt Damon; deutsch: Steffen Wink); außerdem sind auch die Lieder aus seiner Sicht gesungen (Original: Bryan Adams; in deutsch: Hartmut Engler von PUR). Egal wer Spirit seine Stimme gibt: Sie schaffen es, Sprit’s Charakter auszubauen und den Zuschauer mitzureißen. Insgesamt vier Lieder gibt es in dem Film...meinetwegen könnten es ruhig mehr sein, denn sie sind wirklich schön und wie ich finde, mit Bryan Adams und besonders PUR perfekt besetzt!



Story

Zu Beginn erzählt Spirit über den „Wilden Westen“ und die endlose Weite. Der Weißkopf-Seeadler fliegt über das Land und steht im ganzen Film immer wieder für die Freiheit in Spirit’s Heimat. Lebensfroh sieht man eine Herde Mustangs durch die Prärie galoppieren und wenig später die Palomino-Stute, während sie ihr Fohlen gebärt: Spirit. Der junge, tollpatschige Spirit sorgt immer wieder für Komik; so leckt er z.B. in einer Szene an einem Eiszapfen, bleibt mit der Zunge daran kleben und „rettet“ sich vor Spott, in dem er den Zapfen abbricht und stolz mit dem Zapfen im Maul weitertrabt... all diese Szenen sind sehr niedlich gezeichnet, so dass im Kinosaal regelmäßiges Lachen ausbrach (nicht nur bei den Kindern).

Spirit hebt sich vom Rest seiner Herde ab, da er sehr neugierig und mutig ist...jung, unerfahren und tollpatschig zuerst, entwickelt er sich bald zum Leithengst und beschützt seine Herde ohne Rücksicht auf sich selbst auch schon mal vor wilden Tieren. Seine Neugier wird ihm allerdings bald zum Verhängnis. In der Ferne sieht er ein Lagerfeuer. Dies will er sich aus der Nähe ansehen und bekommt somit den ersten Kontakt zu Menschen, welche ihn gefangen nehmen und in ein Fort bringen, wo er ein Kavallerie-Pferd werden soll...doch weder durch Schläge, noch durch Wasser- und Futterentzug kann Spirit’s Wille gebrochen werden.
Ein Indianer (Little Creek) wird ebenfalls gefangen genommen und von den Soldaten ähnlich behandelt wie Spirit. Das Pferd beginnt zu spüren, dass nicht alle Menschen gleich sind und ihm Schlechtes wollen, doch traut Little Creek noch nicht über den Weg. Spirit gelingt es, aus dem Fort zu fliehen. Little Creek rettet ihn vor dem Erschossenwerden, klammert sich an ihn und kann so, ebenfalls wie die Kavallerie-Pferde, aus dem Fort entkommen (Action!).

Draußen wartet schon Little Creeks Stute Rain, mit deren Hilfe er Spirit in sein Lager mitnimmt. Dort versucht er, auf die „weiche Tour“ Spirits Vertrauen zu gewinnen und ihn als Reitpferd zu behalten. Spirit kann die enge Bindung zwischen dem Indianer und Rain nicht verstehen. „Die hüpft um ihn herum wie eine verliebte Einjährige und behandelt ihn wie einen von uns!“ wundert er sich. Little Creek bindet die beiden Pferde zusammen, damit Rain dem wilden Mustang „ihre Welt“ zeigen kann. Mit der Zeit merkt der Indianer, dass Spirit nur eins will: Seine Freiheit. Diesen Wunsch erfüllt er ihm, obwohl sich zwischen den beiden sowie zwischen Spirit und Rain (Romantik!) eine Freundschaft entwickelt hat (oder gerade deswegen, je nach dem).

Während Spirit versucht, Rain zu überzeugen, mit ihm zu seiner Herde zu kommen, wird das Dorf von der Armee angegriffen. Rain eilt zu ihrem Reiter, um ihm zu helfen. Dabei wird sie angeschossen. Spirit sieht den Soldaten zum nächsten Schuss ansetzen und rennt ihn um. Damit rettet er Little Creek und Rain das Leben. Stute und Indianer fallen in den Fluss; Little Creek kann sich retten, Rain treibt immer weiter ab. Ohne nachzudenken springt Spirit hinterher und stürzt mit ihr zusammen einen Wasserfall hinunter. Wie durch ein Wunder (na ja, es ist ein Zeichentrickfilm...) überleben die beiden Pferde diesen Sturz, auch wenn es so aussieht, als ob Rain es nicht mehr lange schaffen wird. Am Ufer wacht Spirit über sie.

Leider ist es mit der Freiheit auch schon bald wieder vorbei. Soldaten finden die Pferde und nehmen Spirit mit sich. Rain lassen sie zurück, da sie der Stute keine Überlebenschance geben...Spirit’s Wille scheint gebrochen. Er gibt sich selbst auf und fügt sich in sein Schicksal. Rain’s nahender Tod trotz seinem beherzten Einsatz war zuviel für ihn.
Mit dem Zug wird er in ein Lager gebracht. Dort sollen er und andere Pferde einen Zug über den Berg ziehen, da dort noch keine Schienen gelegt sind. Klug wie Spirit nun einmal ist, erkennt er auf dem Berg den Zusammenhang zwischen seinem Land und der Eisenbahn: Die Menschen und der Zug werden seine Idylle zerstören!
Spirit’s Drang nach Freiheit erwacht wieder zum Leben – Er stellt sich tot.
Damit wird er losgebunden und kann dem Schicksal eine Wendung geben. Mit beherzten Tritten löst er die Ketten des Zuges, befreit die Zugpferde und lässt den Zug den Berg hinunterstürzen. Die Männer können den Zug nichtaufhalten, so dass es im Lager zu einer gewaltigen Explosion kommt (Action!).

Spirit flieht in die selbe Richtung wie der Zug und wird vom Feuer eingeschlossen.
Ob Rettung erfolgt und wie die Geschichte endet werde ich jetzt nicht verraten...ich möchte dem Film ja schließlich nicht jede Spannung nehmen. ;-)



Anmerkungen

Mir hat der Film sehr gut gefallen, ich fand ihn beeindruckend. Das lag wahrscheinlich an meiner Vorgeschichte (siehe Beweggründe)...mehr als einmal war ich zu nah am Wasser gebaut (und das ist eigentlich überhaupt nicht mein Stil!)
Jaja, lacht ruhig... ;-)
Beachten muss man natürlich, dass dieser Film ein Zeichentrickfilm auch für Kinder ist und nicht immer der Realität entspricht. Von der Handlung an sich ist vieles möglich, aber bei Verletzungen ist kein Blut zu sehen (selbst Rain’s Schusswunde ist nur schwach angedeutet).
Bei einigen Sprüngen Spirit’s hege ich auch starke Zweifel, ob dies im Bereich des möglichen liegt (das Wände-Hochgehen zum Beispiel), doch besonders ein sehr weiter Sprung (in manchen Trailern zu sehen). Bei so einem Aufprall müssten die Beine oder Fesselgelenke eigentlich gebrochen oder zertrümmert sein... doch in einem Film ohne Altersbeschränkung wäre dies wohl sehr unangebracht.
A propos Altersbeschränkung: Die meisten Menschen denken, „Spirit – Der wilde Mustang“ sei ein reiner Kinderfilm. Ich denke, dass dieser Film für jede Altersgruppe ist, denn auch wenn Spirit als ein Pferd dargestellt wird, steckt trotzdem eine gute Idee dahinter die größer ist als es den Anschein hat. Eben nicht Marke „Wir müssen mal wieder was auf den Markt schmeißen, wieso nicht etwas mit Pferdchen für die kleinen pferdeverrückten Mädels“.
Es geht um Freundschaft, Liebe, Mut und Selbstvertrauen...die letztendlich den Weg zur Freiheit ebnen.


In diesem Sinne: Ab in die nächste Viedeothek und warten auf das Video bzw. die DVD! :-)
(Auch wenn der Film im Kino natürlich besonders gut war...) *grins*

Liebe Grüße an euch alle von der sonnigen Weltraum-Ratte! :-)


P.s.: Wieso soll ich denn die \"Handhabung\" beurteilen? *lach*... :-D
Yopi oh Yopi...*g*

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