Pferdesport Sporen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von sfutterleib
Folterinstrumente ja oder nein ???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hy,
heute möchte ich mich mal wieder einem Thema widmen, was bei Tierfreunden und gerade in Reiterkreisen immer wieder wild diskutiert wird: den Sporen.
Sporen sind zur Verfeinerung der reiterlichen Hilfen gedacht und gehören nur an erfahrene, ruhige ( !!! ) Reiterbeine.
Und hier fangen die Probleme schon an. \" Sporen muss man sich verdienen \" - eine alte redewendung vieler Reitlehrer des alten Schlages, die ich unbedingt unterstütze. Ein korrekter, ausbalancierter Sitz und sehr ruhige Schenkel ( für Nichtreiter: Beine ) sind die Grundvoraussetzung für die Verwendung von Sporen, sowie theoretisches Hintergrundwissen über die Wirkungsweise.
Wenn man sich einmal auf einem ländlichen Reitturnier umschaut, dann wird man bemerken, dass fast jeder Reiter/in Sporen an den Stiefeln trägt.
Warum ist das so ? Auf der einen Seite finden viele Kids das reiten mit Sporen cool und bilden sich ein reiten zu können; auf der anderen Seite muss man den Reitlehrern einen Vorwurf machen, die oft ihre Reitschulkids mit Sporen aufs Pferd setzen, weil es ihre Arbeit vereinfacht. Das (Schul-)Pferd wird nicht Korrektur geritten, da es oft für kleien Reitbetriebe zu teuer ist und dann setzt man die Kids halt aufs Pferd und sagt ihnen \" Sei doch nicht so zimperlich - hau dem Bock die Sporen rein, dann läuft er schon... \" Solche Sprüche habe auch ich oft gehört und man befolgt die Anweisung des brüllenden Reitlehrers natürlich allein aus Angst och einmal angemeckert zu werden. Niemand ist dabei der einem das Antraben richtig erklärt - Sporen rein und das Pferd läuft schon... Ich habe einmal gelernt, dass man Körperspannung aufbauen soll und das Pferd trabt los - auf keinen Fall die Schenkel ( \"Füsse\" ) in die Rippen boxen !
Viele älteren Reiter/innen versuchen durch die Verwendung von Sporen reiterliches Unvermögen zu vertuschen. Wozu guten Reitunterricht nehmen wenn ein paar gezielte Sporenstiche doch Wunder ( ? ) bewirken ??? Gerade im Turniersport sollte man sich viele Pferde genau ansehen, man entdeckt nämlich ziemlich oft kahle Stellen oder sogar Narben die auf Misshandlungen hinweisen. Wozu ein Pferd gemäss der Ausbildungsskala ausbilden ? Wozu ein zeitaufwendiges Training um die Durchlässigkeit eines Pferdes zu gewährleisten ? Ein pferd muss doch auch Geld bringen und der Reiter muss sich ja profilieren können...
Ihr merkt, bei so etwas bekomme ich ne grosse Krise - doch es gibt ja auch ne Menge verantwortungsvoller Reiter/innen, die durchaus sehr gut mit Sporen umgehen können und sie korrekt einsetzen.
Vielleicht noch etwas zu den verschiedenen Sporen. Der Handel bietet mittlerweile eine beträchtliche Anzahl von verschiedenen Modellen von kleinen,stumpfen Sporen über Rädchensporen und Schwanenhalssporen. Es gibt natürlich auch Modelle, die etwas schärfer sind : Rädchensporen mit Zacken oder Sporen mit nach innen gebogenen spitzen Dorn.
Empfehlenswert sind die normalen Rädchensporen, die leider oft zu Unrecht als Quälerei verschrien sind. Man muss nur darauf achten, dass sich das Rädchen immer dreht, sonst können es wirklich Folterinstrumente werden. Stumpfe Dornsporen können bei brutaler Benutzung Blutergüsse unter der Haut verursachen.
Sporen gibt es in verschiedenen Längen und Ausführungen und man sollte sich mit seinem Reitlehrer über die Wahl des Modells beraten. Beliebt sind die sogenannten Anschnallsporen, was nichts anderes bedeutet, als das man die Sporen mit einem Riemen am Stiefel bzw. Reitschuh befestigt. Ich reite mit spanischen Stecksporen, die man einfach nur an den Stiefel stecken muss - doch Vorsicht: im Gelände sind diese Art der Sporen sehr unpraktisch da man sie schnell verlieren kann.
Erwerben kann man Sporen in Reitsportfachgeschäften oder über diverse Reitsportversandhandel und auch preislich ist für jeden etwas dabei. Angefangen bei billigen Kunststoffsporen ( nicht empfehlenswert ) bis in die hohen Preisklassen. Oft muss man die Sporenbänder zum befestigen zusätzlich kaufen...
Ich könnte mich noch lange über dieses Thema auslassen, doch würde euch das sicherlich langweilen. Bei korrekter Anwendung sind Sporen ein gutes Mittel zu Verfeinerung/Verdeutlichung der reiterlichen Hilfen und auch als Strafe kann man einen gezielten Sporenstich durchaus einsetzen. Ich reite einen Friesenwallach, der zugegebenermassen recht stur ist ( rassetypisch ) und manchmal einfach dicht macht. Dann sitzt man als kleine zierliche Frau auf so einem Pferd und es ignoriert einen plötzlich weil es keine Lust mehr hat. Freundliches Überreden hilft da oft nicht viel - da muss man ihn einmal aufwecken... Ich mache das ungern, doch verarschen lasse ich mich auch nicht.
Vielleicht kann man dem Missbrauch von Sporen ein wenig entgegenwirken, wenn man die Leute gezielt darauf anspricht und selber bei der Grundausbildung von Reitern andere Massstäbe setzt.
Haltet die Augen auf !!!
P.S. Ich vergebe *** Sterne aufgrund des hohen Missbrauchs - bei korrekter Anwendung wären es ***** Sterne.
heute möchte ich mich mal wieder einem Thema widmen, was bei Tierfreunden und gerade in Reiterkreisen immer wieder wild diskutiert wird: den Sporen.
Sporen sind zur Verfeinerung der reiterlichen Hilfen gedacht und gehören nur an erfahrene, ruhige ( !!! ) Reiterbeine.
Und hier fangen die Probleme schon an. \" Sporen muss man sich verdienen \" - eine alte redewendung vieler Reitlehrer des alten Schlages, die ich unbedingt unterstütze. Ein korrekter, ausbalancierter Sitz und sehr ruhige Schenkel ( für Nichtreiter: Beine ) sind die Grundvoraussetzung für die Verwendung von Sporen, sowie theoretisches Hintergrundwissen über die Wirkungsweise.
Wenn man sich einmal auf einem ländlichen Reitturnier umschaut, dann wird man bemerken, dass fast jeder Reiter/in Sporen an den Stiefeln trägt.
Warum ist das so ? Auf der einen Seite finden viele Kids das reiten mit Sporen cool und bilden sich ein reiten zu können; auf der anderen Seite muss man den Reitlehrern einen Vorwurf machen, die oft ihre Reitschulkids mit Sporen aufs Pferd setzen, weil es ihre Arbeit vereinfacht. Das (Schul-)Pferd wird nicht Korrektur geritten, da es oft für kleien Reitbetriebe zu teuer ist und dann setzt man die Kids halt aufs Pferd und sagt ihnen \" Sei doch nicht so zimperlich - hau dem Bock die Sporen rein, dann läuft er schon... \" Solche Sprüche habe auch ich oft gehört und man befolgt die Anweisung des brüllenden Reitlehrers natürlich allein aus Angst och einmal angemeckert zu werden. Niemand ist dabei der einem das Antraben richtig erklärt - Sporen rein und das Pferd läuft schon... Ich habe einmal gelernt, dass man Körperspannung aufbauen soll und das Pferd trabt los - auf keinen Fall die Schenkel ( \"Füsse\" ) in die Rippen boxen !
Viele älteren Reiter/innen versuchen durch die Verwendung von Sporen reiterliches Unvermögen zu vertuschen. Wozu guten Reitunterricht nehmen wenn ein paar gezielte Sporenstiche doch Wunder ( ? ) bewirken ??? Gerade im Turniersport sollte man sich viele Pferde genau ansehen, man entdeckt nämlich ziemlich oft kahle Stellen oder sogar Narben die auf Misshandlungen hinweisen. Wozu ein Pferd gemäss der Ausbildungsskala ausbilden ? Wozu ein zeitaufwendiges Training um die Durchlässigkeit eines Pferdes zu gewährleisten ? Ein pferd muss doch auch Geld bringen und der Reiter muss sich ja profilieren können...
Ihr merkt, bei so etwas bekomme ich ne grosse Krise - doch es gibt ja auch ne Menge verantwortungsvoller Reiter/innen, die durchaus sehr gut mit Sporen umgehen können und sie korrekt einsetzen.
Vielleicht noch etwas zu den verschiedenen Sporen. Der Handel bietet mittlerweile eine beträchtliche Anzahl von verschiedenen Modellen von kleinen,stumpfen Sporen über Rädchensporen und Schwanenhalssporen. Es gibt natürlich auch Modelle, die etwas schärfer sind : Rädchensporen mit Zacken oder Sporen mit nach innen gebogenen spitzen Dorn.
Empfehlenswert sind die normalen Rädchensporen, die leider oft zu Unrecht als Quälerei verschrien sind. Man muss nur darauf achten, dass sich das Rädchen immer dreht, sonst können es wirklich Folterinstrumente werden. Stumpfe Dornsporen können bei brutaler Benutzung Blutergüsse unter der Haut verursachen.
Sporen gibt es in verschiedenen Längen und Ausführungen und man sollte sich mit seinem Reitlehrer über die Wahl des Modells beraten. Beliebt sind die sogenannten Anschnallsporen, was nichts anderes bedeutet, als das man die Sporen mit einem Riemen am Stiefel bzw. Reitschuh befestigt. Ich reite mit spanischen Stecksporen, die man einfach nur an den Stiefel stecken muss - doch Vorsicht: im Gelände sind diese Art der Sporen sehr unpraktisch da man sie schnell verlieren kann.
Erwerben kann man Sporen in Reitsportfachgeschäften oder über diverse Reitsportversandhandel und auch preislich ist für jeden etwas dabei. Angefangen bei billigen Kunststoffsporen ( nicht empfehlenswert ) bis in die hohen Preisklassen. Oft muss man die Sporenbänder zum befestigen zusätzlich kaufen...
Ich könnte mich noch lange über dieses Thema auslassen, doch würde euch das sicherlich langweilen. Bei korrekter Anwendung sind Sporen ein gutes Mittel zu Verfeinerung/Verdeutlichung der reiterlichen Hilfen und auch als Strafe kann man einen gezielten Sporenstich durchaus einsetzen. Ich reite einen Friesenwallach, der zugegebenermassen recht stur ist ( rassetypisch ) und manchmal einfach dicht macht. Dann sitzt man als kleine zierliche Frau auf so einem Pferd und es ignoriert einen plötzlich weil es keine Lust mehr hat. Freundliches Überreden hilft da oft nicht viel - da muss man ihn einmal aufwecken... Ich mache das ungern, doch verarschen lasse ich mich auch nicht.
Vielleicht kann man dem Missbrauch von Sporen ein wenig entgegenwirken, wenn man die Leute gezielt darauf anspricht und selber bei der Grundausbildung von Reitern andere Massstäbe setzt.
Haltet die Augen auf !!!
P.S. Ich vergebe *** Sterne aufgrund des hohen Missbrauchs - bei korrekter Anwendung wären es ***** Sterne.
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