SQUARE ENIX Final Fantasy X-2 (PS2 Spiel) Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 03/2011
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Summe aller Bewertungen
- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von Lenne
It all began when I saw this sphere of you...
Pro:
nicht-lineare Story; auch mehrmals Durchspielbar
Kontra:
PAL-Balken; nur für diejenigen, die auch Final Fantasy X gespielt haben
Empfehlung:
Ja
... und damit rutschte die inzwischen 19-jährige Yuna, die Hauptperson des Spiels, auch schon wieder in ein neues Abenteuer. Nach dem riesen Erfolg von Final Fantasy X erschien das Video \"Another Story\", das den Auftakt für eine Reihe von Traditionsbrechungen bei Final Fantasy darstellen sollte.
INHALT:
#1 VORGESCHICHTE:
Als die Platinum-Version von Final Fantasy X erschien, stellte man fest, dass diese ein zusätzliches Video enthält, welches auch schon im Internet zu finden war: Another Story, welches den Auftakt zu Final Fantasy X-2 darstellt und somit hier auch erwähnt werden sollte, obwohl es nicht (!) im Lieferumfang von Final Fantasy X-2 enthalten ist.
Das Video setzt ca. zwei Jahre nach Tidus\' spurlosem Verschwinden nach dem Kampf gegen das Monster Sin ein. Yuna lebt wieder mit Lulu und Wakka, die zusammen ein Baby erwarten, in ihrem Heimatdorf Besaid, als auf einmal Rikku, Yunas Kusine, auftaucht und ihr von einem Bild-Sphäroiden erzählt, der in den Bergen gefunden wurde und allen Anschein nach den verschwundenen Tidus in einer Gefängniszelle zeigt. Zusammen mit Rikku macht sich Yuna nun auf, um das Rätsel um Tidus\' Verschwinden zu lösen.
#2 STORY:
Zu diesem Zeitpunkt war Rikku bereits Mitglied der Sphäro-Hunter-Gruppe Möwenpack. Sphäro-Hunter sind Gruppen, die auf der gesamten Welt nach sogenannten Sphäroiden suchen, die durch ihre Bildaufzeichnungen die Geschichte der Welt Spira enthüllen sollen. Um bei ihrer Suche voranzukommen schließt sich auch Yuna dem Möwenpack an und gemeinsam bereisen sie die Welt Spira und suchen in den zahlreichen Missionen nach den Sphäroiden, beginnend in der Hafenstadt Luca, in der das Intro in das Spiel durch ein ausgezeichnetes Konzert einleitet.
Auf ihrer gesamten Reise wird Yuna auf zahlreiche alte Bekannte treffen, aber auch auf neue Personen, die ihr nicht alle freundlich gesinnt sind, wie z.B. die Sphäro-Hunter der Leblanc-Bande, mit denen man gleich zu Beginn des Spiels konfrontiert wird, die immer wieder versuchen, ihr das Leben schwer zu machen.
Hiermit hätten wir dann auch schon den ersten Traditionsbruch: Es ist die erste (und wahrscheinlich auch einzigste) direkte Fortsetzung zu einem Spiel der Final Fantasy-Serie.
#3 CHARAKTERE:
Yuna:
Yuna hat zusammen mit ihrem Äußeren auch ihren Charakter stark verändert. Sie ist jetzt viel selbstbewusster und kämpft sich mit zwei Pistolen durch die Monsterscharen. Da sie jetzt den Status des \"Hohen Mediums\" besitzt, wird sie von fast allen Bewohnern Spiras anerkannt und bewundert.
Rikku:
Yunas Kusine ist immer noch das quirlige Energiebündel, das sie in Final Fantasy X auch schon war. Sie ist schon von Anfang an beim Möwenpack dabei und versucht Yuna auf ihrer Suche immer so gut es geht zur Seite zu stehen. Ihre Waffe sind zwei Dolche.
Paine:
Paine ist eine etwas schweigsame und zurückhaltende Frau. Bevor sie aus ungeklärten Gründendem Möwenpack beitrat war sie Mitglied in einer militärischen Einheit namens \"Purpur-Brigade\". Mit ihren Schwert und ihrem Gothic-Outfit scheint sie oftmals sehr kalt.
Und der zweite Traditionsbruch folgt auch sogleich: Noch nie hat man gesehen, dass es bei einem Final Fantasy ausschließlich weibliche steuerbare Charaktere gegebn hätte.
#4 GRAFIK:
Im Prinzip könnte ich an dieser Stelle einfach auf meinen Bericht über Final Fantasy X verweisen und fertig. Denn geändert hat sich in dieser Kategorie im Gegensatz zum Vorgänger gar nichts, was aber nicht unbedingt negativ sein muss. Denn obwohl Final Fantasy X schon etwas älter ist, setzt seine Grafik-Engine, die für Final Fantasy X-2 komplett übernommen wurde, hohe Maßstäbe.
Allerdings wurde die Anzahl der gerenderten Sequenzen sehr stark gekürzt. Zum einen ist das zwar sehr schade, da gerade die Aufwändigkeit dieser Szenen ein Markenzeichen für Final Fantasy ist (3. Traditionsbruch). Auf der anderen Seite lässt sich das aber relativ gut verkraften, da man zusätzlich noch genug nicht gerenderte Sequenzen von äußerst hoher Qualität zu Gesicht bekommt.
#5 SOUND:
Auch im Bezug auf den Sound hat sich nicht sehr viel verändert. Wie gewohnt bekommt man für den jeweiligen Untergrund, auf dem man Yuna laufen lässt auch die passenden Geräusche, Möwen schreien am Meer und die Monster haben ihr Schreie auch nicht verlernt.
Und trotzdem findet man auch in dieser Kategorie einen Traditionsbruch, wahrscheinlich sogar einen der größten: Die Musik wurde erstmals nicht von Nobuo Uematsu komponiert. Die beiden neuen Künstler heißen Noriko Matsueda und Takahito Eguchi und bringen neuen Wind in das Spiel. Die beiden Verzichten größtenteils auf Orchester und setzen eher auf Techno-Klänge.
Und Traditionsbruch Nummer 5 finden wir, wenn wir uns die beiden Titelsongs \"real Emotion\" und \"1000 Words\", in der japanischen Version gesunden von Kumi Koda, in den anderen Versionen gesungen von Jade (Sweetbox). Allein die Tatsache, dass es zwei Titelsongs gibt, ist schon einmal ein große Neuerung. Aber dass diese dann auch im Spiel selbst von einer gewissen Person, die hier nicht verraten werden will, in einer Render-Sequenz gesungen werden, macht die Neuheit komplett.
#6 BEDIENUNG:
Die Steuerung ist wirklich kinderleicht. Man findet sich schnell zurecht, auch ohne die Anleitung vorher gelesen zu haben, da die Anordnung der Funktionen auf die einzelnen Knöpfe logisch erscheint und bei fast jedem Final Fantasy-Spiel die gleich ist.
Mit der X-Taste werden Personen angesprochen oder Auswahlen bestätigt, mit der Kreis-Taste kann man ein Menü verlassen oder Yuna über Felsen klettern und springen lassen, mit der Dreieck-Taste kommt man ins Menü und die Quadrat-Taste benötigt man für zwei Minispiele, die sich über das gesamte Spiel hinwegstrecken.
#7 KAMPFSYSTEM:
Im Kampfsystem hat sich einiges getan, jedoch ohne Traditionsbruch, da es das alles schon einmal in älteren Final Fantasy-Spielen gab.
Jeder Charakter hat einen Zeit-Balken, der sich in einer bestimmten Geschwindigkeit füllt. Ist dieser also nun voll, erscheint das Aktionsmenü und der Spieler kann auswählen, ob er nun eine spezielle Fähigkeit, ein Item, einen Zauber anwenden oder einfach nur mit der Waffe angreifen möchte. Oder aber man nutzt die Funktion der Kostümpaletten. Auf ganz Spira verteilt findet man sogenannte Kostüm-Sphäroiden, mit denen der Charakter dann im Kampf die Kleidung und somit auch die Fähigkeiten wechseln kann. Dadurch, dass es 14 plus je ein Spezial-Köstum für jeden Charakter, also insgesamt 17 Kostüm-Sphäroiden gibt und diese bei jedem der drei Mädels anders aussehen, kommt viel Abwechslung in die Kämpfe.
Außerdem laufen die Kämpfe jetzt viel dynamischer ab, da sowohl die Charaktere als auch die Monster nicht brav warten müssen, bis der, der zuerst an der Reihe ist, seine Aktion komplett ausgeführt hat, sondern sofort agieren. Dadurch wirken die Kämpfe nun realistischer und sehen schon mehr nach einer Schlacht aus, denn wenn man sich z.B. mit jemandem prügelt, wartet man auch nicht, bis der Gegner einem die rechte verpasst hat, bevor man zuschlägt, oder?
#8 SPHERE BREAK!
Und auch hier geht\'s mal ganz Traditionsgemäß zu: Sphere Break! ist ein Minispiel, das sich in der Hafenstadt Luca mit sehr vielen Leuten spielen lässt, ähnlich den Kartenspielen in Final Fantasy VIII und IX. Die Regeln hier zu erklären wäre leider zu Komplex. Es sei allerdings so viel gesagt, dass dieses Spiel mit Münzen gespielt wird, wobei der Gegenspieler eigentlich nur aus einem Sphäroiden besteht. Es geht darum, durch Kombos und ein bisschen Kopfrechnen ein bestimmtes Soll an Punkten zu erfüllen, wobei man aber für einen Spielzug meist nicht sehr viel Zeit hat - Schnelligkeit ist also angesagt. Sphere Break! wird auch unmittelbar in das Spiel integriert, denn früher oder später hat man die Möglichkeit an einem Turnier teilzunehmen und sein Könnenunter Beweis zu stellen.
#9 MEINE MEINUNG:
Wiedereinmal hat man mit Final Fantasy X-2 ein Meisterwerk vor Augen. Allerdings geht es eben leider nicht ohne kleine Mankos, die nicht versteckt bleiben wollen. So wurde zum Beispiel das Problem mit den hässlichen PAL-Balken nicht gelöst, wie es eigentlich von EA angekündigt wurde.
Die Sprachausgabe ist wieder in Englisch und stimmt leider manchmal mit den deutschen Untertiteln nicht überein, da diese aus dem japanischen Original übersetzt wurden.
Sehr positiv anzumerken ist allerdings, dass die Zufallskämpfe diesmal nicht so schnell nerven, wie in Final Fantasy X. Der Spieler kann selbst bestimmen, ob das Spiel anhalten soll, während er in Ruhe seine nächste Aktion aussucht, was gerade für Anfänger geeignet ist, oder ob die Zeitbalken weiter laufen sollen, sodass man schnell unter Zeitdruck geraten kann, denn gerade in den entscheidenden Boss-Kämpfen können diese verlorenen Sekunden entscheidend sein.
Und zu den teilweise negativen Traditionsbrüchen gesellt sich nun noch ein sechster, sehr positiver: Die Story ist nicht mehr so linear, wie bei den Vorgängern. Bereits zu Beginn kann man alle Orte Spiras bereisen und sich zwischen verschiedenen Missionen entscheiden. Das ist manchmal gar nicht so leicht, denn wenn man bestimmte Missionen erfüllt hat, verschwinden manche aus dem Menü. Der Fortschritt im Spiel wird gleichzeitig nich im Missionsbildschirm durch eine Prozentzahl ausgedrückt. Je nachdem, wie viel Prozent am Ende erfüllt wurden, sieht man eine von zwei verschiedenen Endsequenzen und hat man sogar 100%, gibt es am Ende noch einen zusätzliche Sequenz. Somit wird es auch nicht langweilig, das Spiel mehrmals zu spielen, ich selbst spiele es schon zum dritten Mal und habe immer noch Spaß dabei.
Hat man das Spiel nun durchgespielt, kann man nach dem Abspann sein Spiel abspeichern und das Spiel im progressiven Modus von vorne starten, bei dem alles bisher erreichte beibehalten wird, nur die Level der drei Damen werden zurückgesetzt.
Durch den Sound und die Grafik ist es dem Spieler sehr gut möglich, sich in das Spiel hineinzuversetzen und alles andere um sich herum zu vergessen. So kommt es schonmal vor, dass man zwei bis drei Stunden am Stück spielt, ohne dass es einem auffällt. Da wird ein geplanter Spieleabend auch schon einmal zu einer Spielenacht. Die Musik hat teilweise allerdings an Qualität verloren, jeder Nobuo Uematsu-Fan wird seine Meisterstücke wohl sehr vermissen und sich ein bisschen schwer damit tun, sich an die neuen Stücke zu gewöhnen, ich für meinen Teil habe die schönen Orchesterklänge sehr vermisst und kann aber trotzdem inzwischen sagen, dass ich die neue Musik nicht mehr so schlecht finde, wie am Anfang. Vielleicht ist das auch einfach nur die Gewohnheit, die Uematsu-Fans so abgeneigt gegenüber den beiden neuen Komponisten macht.
Und noch etwas gibt es, das ich schrecklich gerne wieder gehabt hätte und nicht bekommen habe: eine Bonus-DVD mit Interviews mit den Mitarbeitern und Synchronsprechern, auf der auch das Video \"Another Story\" enthalten wäre. Denn ich habe nur durch Zufall über das Internet davon erfahren und finde es aber sehr wichtig, dieses Video gesehen zu haben. Es ist leider nur in der Platinum Version von Final Fantasy X oder bei der Bonus-DVD des Spiels Unlimeted Saga unter dem Titel \"Eternal Calm\" zu erhalten.
#10 FAZIT:
Jeder, der Final Fantasy X gemocht hat, sollte sich auch dieses Spiel besorgen. Der Haken an der Sache ist aber eben, wie bei allen Fortsetzungen, dass man eben nur dann, wenn man den Vorgänger gemocht hat, auch hier zugreifen sollte. Man wird viele Zusammenhänge nicht verstehen können, wenn man Final Fantasy X nicht vorher schon gespielt hat. Hat man es aber doch, gibt es eigentlich keinen Grund, warum dieses Spiel nicht auch noch in der Spielesammlung stehen sollte. Da kann auch der Preis von 30-40 Euro nicht abschrecken.
INHALT:
- Vorgeschichte
- Story
- Charaktere
- Grafik
- Sound
- Bedienung
- Kampfsystem
- Sphere Break!
- Meine Meinung
- Fazit
#1 VORGESCHICHTE:
Als die Platinum-Version von Final Fantasy X erschien, stellte man fest, dass diese ein zusätzliches Video enthält, welches auch schon im Internet zu finden war: Another Story, welches den Auftakt zu Final Fantasy X-2 darstellt und somit hier auch erwähnt werden sollte, obwohl es nicht (!) im Lieferumfang von Final Fantasy X-2 enthalten ist.
Das Video setzt ca. zwei Jahre nach Tidus\' spurlosem Verschwinden nach dem Kampf gegen das Monster Sin ein. Yuna lebt wieder mit Lulu und Wakka, die zusammen ein Baby erwarten, in ihrem Heimatdorf Besaid, als auf einmal Rikku, Yunas Kusine, auftaucht und ihr von einem Bild-Sphäroiden erzählt, der in den Bergen gefunden wurde und allen Anschein nach den verschwundenen Tidus in einer Gefängniszelle zeigt. Zusammen mit Rikku macht sich Yuna nun auf, um das Rätsel um Tidus\' Verschwinden zu lösen.
#2 STORY:
Zu diesem Zeitpunkt war Rikku bereits Mitglied der Sphäro-Hunter-Gruppe Möwenpack. Sphäro-Hunter sind Gruppen, die auf der gesamten Welt nach sogenannten Sphäroiden suchen, die durch ihre Bildaufzeichnungen die Geschichte der Welt Spira enthüllen sollen. Um bei ihrer Suche voranzukommen schließt sich auch Yuna dem Möwenpack an und gemeinsam bereisen sie die Welt Spira und suchen in den zahlreichen Missionen nach den Sphäroiden, beginnend in der Hafenstadt Luca, in der das Intro in das Spiel durch ein ausgezeichnetes Konzert einleitet.
Auf ihrer gesamten Reise wird Yuna auf zahlreiche alte Bekannte treffen, aber auch auf neue Personen, die ihr nicht alle freundlich gesinnt sind, wie z.B. die Sphäro-Hunter der Leblanc-Bande, mit denen man gleich zu Beginn des Spiels konfrontiert wird, die immer wieder versuchen, ihr das Leben schwer zu machen.
Hiermit hätten wir dann auch schon den ersten Traditionsbruch: Es ist die erste (und wahrscheinlich auch einzigste) direkte Fortsetzung zu einem Spiel der Final Fantasy-Serie.
#3 CHARAKTERE:
Yuna:
Yuna hat zusammen mit ihrem Äußeren auch ihren Charakter stark verändert. Sie ist jetzt viel selbstbewusster und kämpft sich mit zwei Pistolen durch die Monsterscharen. Da sie jetzt den Status des \"Hohen Mediums\" besitzt, wird sie von fast allen Bewohnern Spiras anerkannt und bewundert.
Rikku:
Yunas Kusine ist immer noch das quirlige Energiebündel, das sie in Final Fantasy X auch schon war. Sie ist schon von Anfang an beim Möwenpack dabei und versucht Yuna auf ihrer Suche immer so gut es geht zur Seite zu stehen. Ihre Waffe sind zwei Dolche.
Paine:
Paine ist eine etwas schweigsame und zurückhaltende Frau. Bevor sie aus ungeklärten Gründendem Möwenpack beitrat war sie Mitglied in einer militärischen Einheit namens \"Purpur-Brigade\". Mit ihren Schwert und ihrem Gothic-Outfit scheint sie oftmals sehr kalt.
Und der zweite Traditionsbruch folgt auch sogleich: Noch nie hat man gesehen, dass es bei einem Final Fantasy ausschließlich weibliche steuerbare Charaktere gegebn hätte.
#4 GRAFIK:
Im Prinzip könnte ich an dieser Stelle einfach auf meinen Bericht über Final Fantasy X verweisen und fertig. Denn geändert hat sich in dieser Kategorie im Gegensatz zum Vorgänger gar nichts, was aber nicht unbedingt negativ sein muss. Denn obwohl Final Fantasy X schon etwas älter ist, setzt seine Grafik-Engine, die für Final Fantasy X-2 komplett übernommen wurde, hohe Maßstäbe.
Allerdings wurde die Anzahl der gerenderten Sequenzen sehr stark gekürzt. Zum einen ist das zwar sehr schade, da gerade die Aufwändigkeit dieser Szenen ein Markenzeichen für Final Fantasy ist (3. Traditionsbruch). Auf der anderen Seite lässt sich das aber relativ gut verkraften, da man zusätzlich noch genug nicht gerenderte Sequenzen von äußerst hoher Qualität zu Gesicht bekommt.
#5 SOUND:
Auch im Bezug auf den Sound hat sich nicht sehr viel verändert. Wie gewohnt bekommt man für den jeweiligen Untergrund, auf dem man Yuna laufen lässt auch die passenden Geräusche, Möwen schreien am Meer und die Monster haben ihr Schreie auch nicht verlernt.
Und trotzdem findet man auch in dieser Kategorie einen Traditionsbruch, wahrscheinlich sogar einen der größten: Die Musik wurde erstmals nicht von Nobuo Uematsu komponiert. Die beiden neuen Künstler heißen Noriko Matsueda und Takahito Eguchi und bringen neuen Wind in das Spiel. Die beiden Verzichten größtenteils auf Orchester und setzen eher auf Techno-Klänge.
Und Traditionsbruch Nummer 5 finden wir, wenn wir uns die beiden Titelsongs \"real Emotion\" und \"1000 Words\", in der japanischen Version gesunden von Kumi Koda, in den anderen Versionen gesungen von Jade (Sweetbox). Allein die Tatsache, dass es zwei Titelsongs gibt, ist schon einmal ein große Neuerung. Aber dass diese dann auch im Spiel selbst von einer gewissen Person, die hier nicht verraten werden will, in einer Render-Sequenz gesungen werden, macht die Neuheit komplett.
#6 BEDIENUNG:
Die Steuerung ist wirklich kinderleicht. Man findet sich schnell zurecht, auch ohne die Anleitung vorher gelesen zu haben, da die Anordnung der Funktionen auf die einzelnen Knöpfe logisch erscheint und bei fast jedem Final Fantasy-Spiel die gleich ist.
Mit der X-Taste werden Personen angesprochen oder Auswahlen bestätigt, mit der Kreis-Taste kann man ein Menü verlassen oder Yuna über Felsen klettern und springen lassen, mit der Dreieck-Taste kommt man ins Menü und die Quadrat-Taste benötigt man für zwei Minispiele, die sich über das gesamte Spiel hinwegstrecken.
#7 KAMPFSYSTEM:
Im Kampfsystem hat sich einiges getan, jedoch ohne Traditionsbruch, da es das alles schon einmal in älteren Final Fantasy-Spielen gab.
Jeder Charakter hat einen Zeit-Balken, der sich in einer bestimmten Geschwindigkeit füllt. Ist dieser also nun voll, erscheint das Aktionsmenü und der Spieler kann auswählen, ob er nun eine spezielle Fähigkeit, ein Item, einen Zauber anwenden oder einfach nur mit der Waffe angreifen möchte. Oder aber man nutzt die Funktion der Kostümpaletten. Auf ganz Spira verteilt findet man sogenannte Kostüm-Sphäroiden, mit denen der Charakter dann im Kampf die Kleidung und somit auch die Fähigkeiten wechseln kann. Dadurch, dass es 14 plus je ein Spezial-Köstum für jeden Charakter, also insgesamt 17 Kostüm-Sphäroiden gibt und diese bei jedem der drei Mädels anders aussehen, kommt viel Abwechslung in die Kämpfe.
Außerdem laufen die Kämpfe jetzt viel dynamischer ab, da sowohl die Charaktere als auch die Monster nicht brav warten müssen, bis der, der zuerst an der Reihe ist, seine Aktion komplett ausgeführt hat, sondern sofort agieren. Dadurch wirken die Kämpfe nun realistischer und sehen schon mehr nach einer Schlacht aus, denn wenn man sich z.B. mit jemandem prügelt, wartet man auch nicht, bis der Gegner einem die rechte verpasst hat, bevor man zuschlägt, oder?
#8 SPHERE BREAK!
Und auch hier geht\'s mal ganz Traditionsgemäß zu: Sphere Break! ist ein Minispiel, das sich in der Hafenstadt Luca mit sehr vielen Leuten spielen lässt, ähnlich den Kartenspielen in Final Fantasy VIII und IX. Die Regeln hier zu erklären wäre leider zu Komplex. Es sei allerdings so viel gesagt, dass dieses Spiel mit Münzen gespielt wird, wobei der Gegenspieler eigentlich nur aus einem Sphäroiden besteht. Es geht darum, durch Kombos und ein bisschen Kopfrechnen ein bestimmtes Soll an Punkten zu erfüllen, wobei man aber für einen Spielzug meist nicht sehr viel Zeit hat - Schnelligkeit ist also angesagt. Sphere Break! wird auch unmittelbar in das Spiel integriert, denn früher oder später hat man die Möglichkeit an einem Turnier teilzunehmen und sein Könnenunter Beweis zu stellen.
#9 MEINE MEINUNG:
Wiedereinmal hat man mit Final Fantasy X-2 ein Meisterwerk vor Augen. Allerdings geht es eben leider nicht ohne kleine Mankos, die nicht versteckt bleiben wollen. So wurde zum Beispiel das Problem mit den hässlichen PAL-Balken nicht gelöst, wie es eigentlich von EA angekündigt wurde.
Die Sprachausgabe ist wieder in Englisch und stimmt leider manchmal mit den deutschen Untertiteln nicht überein, da diese aus dem japanischen Original übersetzt wurden.
Sehr positiv anzumerken ist allerdings, dass die Zufallskämpfe diesmal nicht so schnell nerven, wie in Final Fantasy X. Der Spieler kann selbst bestimmen, ob das Spiel anhalten soll, während er in Ruhe seine nächste Aktion aussucht, was gerade für Anfänger geeignet ist, oder ob die Zeitbalken weiter laufen sollen, sodass man schnell unter Zeitdruck geraten kann, denn gerade in den entscheidenden Boss-Kämpfen können diese verlorenen Sekunden entscheidend sein.
Und zu den teilweise negativen Traditionsbrüchen gesellt sich nun noch ein sechster, sehr positiver: Die Story ist nicht mehr so linear, wie bei den Vorgängern. Bereits zu Beginn kann man alle Orte Spiras bereisen und sich zwischen verschiedenen Missionen entscheiden. Das ist manchmal gar nicht so leicht, denn wenn man bestimmte Missionen erfüllt hat, verschwinden manche aus dem Menü. Der Fortschritt im Spiel wird gleichzeitig nich im Missionsbildschirm durch eine Prozentzahl ausgedrückt. Je nachdem, wie viel Prozent am Ende erfüllt wurden, sieht man eine von zwei verschiedenen Endsequenzen und hat man sogar 100%, gibt es am Ende noch einen zusätzliche Sequenz. Somit wird es auch nicht langweilig, das Spiel mehrmals zu spielen, ich selbst spiele es schon zum dritten Mal und habe immer noch Spaß dabei.
Hat man das Spiel nun durchgespielt, kann man nach dem Abspann sein Spiel abspeichern und das Spiel im progressiven Modus von vorne starten, bei dem alles bisher erreichte beibehalten wird, nur die Level der drei Damen werden zurückgesetzt.
Durch den Sound und die Grafik ist es dem Spieler sehr gut möglich, sich in das Spiel hineinzuversetzen und alles andere um sich herum zu vergessen. So kommt es schonmal vor, dass man zwei bis drei Stunden am Stück spielt, ohne dass es einem auffällt. Da wird ein geplanter Spieleabend auch schon einmal zu einer Spielenacht. Die Musik hat teilweise allerdings an Qualität verloren, jeder Nobuo Uematsu-Fan wird seine Meisterstücke wohl sehr vermissen und sich ein bisschen schwer damit tun, sich an die neuen Stücke zu gewöhnen, ich für meinen Teil habe die schönen Orchesterklänge sehr vermisst und kann aber trotzdem inzwischen sagen, dass ich die neue Musik nicht mehr so schlecht finde, wie am Anfang. Vielleicht ist das auch einfach nur die Gewohnheit, die Uematsu-Fans so abgeneigt gegenüber den beiden neuen Komponisten macht.
Und noch etwas gibt es, das ich schrecklich gerne wieder gehabt hätte und nicht bekommen habe: eine Bonus-DVD mit Interviews mit den Mitarbeitern und Synchronsprechern, auf der auch das Video \"Another Story\" enthalten wäre. Denn ich habe nur durch Zufall über das Internet davon erfahren und finde es aber sehr wichtig, dieses Video gesehen zu haben. Es ist leider nur in der Platinum Version von Final Fantasy X oder bei der Bonus-DVD des Spiels Unlimeted Saga unter dem Titel \"Eternal Calm\" zu erhalten.
#10 FAZIT:
Jeder, der Final Fantasy X gemocht hat, sollte sich auch dieses Spiel besorgen. Der Haken an der Sache ist aber eben, wie bei allen Fortsetzungen, dass man eben nur dann, wenn man den Vorgänger gemocht hat, auch hier zugreifen sollte. Man wird viele Zusammenhänge nicht verstehen können, wenn man Final Fantasy X nicht vorher schon gespielt hat. Hat man es aber doch, gibt es eigentlich keinen Grund, warum dieses Spiel nicht auch noch in der Spielesammlung stehen sollte. Da kann auch der Preis von 30-40 Euro nicht abschrecken.
22 Bewertungen, 1 Kommentar
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03.01.2005, 09:28 Uhr von Monkey_D_Ruffy15
Bewertung: sehr hilfreichFind den Bericht Umfangreich und sehr ausführlich (besser als meiner *heul*) Naja mach weiter so!
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