St. John the Divine Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von willibald-1
St. John The Divine
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die große Kathedrale in New York - ein Bau, der mich beim meinem Besuch in New York vielleicht noch mehr beeindruckt hat als die Twin Towers.
1998 war ich mit meiner Schwester in New York. Die Bilder sind teilweise noch heute sehr lebendig vor mir.
Auf einer Stadtrundfahrt kamen wir auch an der Kathedrale im Norden Manhattens vorbei. Natürlich stiegen wir zur Besichtigung aus.
Wir gingen durch die Straßen, und ich suchte die ganze Zeit nach einem Platz, von dem ich die Kathedrale in ihrer ganzen Größe (mit Weitwinkel) fotografieren könnte. Es gab keinen. So gibt es nur Detailansichten auf meinen Dias.
An der Kathedrale wurde seit über 100 Jahren schon gebaut. Und der rechte Turm war immer noch im Bau. Die größte Kirche der Welt sollte es werden. Und wenn man davor steht, glaubt man das sofort! - Inzwischen hat man beschlossen, die Gelder, die für das Fertigbauen erforderlich wären, in die Instandhaltung zu stecken, so daß der rechte Turm wohl für immer \"abgebrochen\" aussehen wird.
Im Innern lädt im Mittelschiff ein großer Raum ohne Bestuhlung dazu ein, zusammenzustehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es gibt Bilder von Versammlungen und Gottesdiensten, in denen dieser Raum bis auf den letzten Quadratmeter gefüllt ist! Viele Feiern über die Grenzen der Konfessionen und Religionen hinweg hat es in dieser Kirche schon gegeben. Eine wirklich nette Idee ist es, am Fest des Heiligen Franziskus (der, der mit den Tieren redete) auch Tiere in die Kirche einzuladen. Und so konnten wir Bilder sehen, auf denen sich die Esel und Hunde und Schafe mit den Menschen in der Kirche versammelten.
Rings um das Mittelschiff herum gab es viele Altäre, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind. An den von Keith Haring erinnere ich mcih fast noch am besten. - Darüber hinaus gibt es viele andere, bei denen man erkennen kann, wie die Menschen im Laufe der Jahrzehnte Kirche und Glauben erlebt und interpretiert haben. Es gibt z.B. auch einen, der von Kindern mit Zeichnungen gestaltet wurde. Ein anderer dient dem Gedenken an die Opfer der Kriege. - Ich kann sie gar nicht mehr alle aufzählen.
Dieses Gebäude hat mich gerade deshalb so beeindruckt, weil ich dort spüren konnte, wie Menschen diesen Ort immer wieder für sich gestaltet und mit Leben gefüllt haben. Diese Kirche war nicht ein toter Raum, sondern ein Raum, in dem man das Leben spürte. Menschen haben den Raum immer wieder neu gestaltet so wie es ihrem Erleben entspracht und wie sie dadurch ihren Glauben ausdrücken konnten. Und da sich die Ausdrucksweise - die sich in der Kunst widerspiegelt - im Laufe vieler Jahre immer wieder verändert hat, erscheint diese Kirche eben nicht in einem einheitlichen Stil sondern in einem bunten Mix.
Zur Kirche gehört auch die Kapelle, in der die Toten ihre letzte Ruhe fanden: ein Raum, in dem viele kleine Urnengräber in die Wand eingelassen sind.
Auf der linken Seite vom Mittelschiff aus gab es natürlich auch Souvenirläden. Ich kann mich ganz gut daran erinnern. Dort soll vor fast einem Jahr das Feuer ausgebrochen sein, das sich dann schnell ausbreitete. Vor dem Hintergrund des 11. September verblaßte damals die Meldung vom Brand in der größten Kathedrale der Welt etwas. Mich hat sie jedoch erschreckt. Man sprach zunächst von Brandstiftung und brachte das Feuer mit Terroranschlägen in Verbindung. Das hätte mich sehr traurig gemacht, denn das hätte bedeutet, daß ein Ort der Begegnung und des interkulturellen Austauschs mutwillig zerstört werden sollte. Diesen Gedanken fände ich wirklich unerträglich. Zum Glück jedoch stellte es sich heraus, daß es sich um ein \"normales Feuer\" handelte, dessen Schäden inzwischen auch wieder beseitigt sind.
Jedem New York-Besucher kann ich einen Besuch in der Kathedrale St. John the Divine unbedingt empfehlen. Die besondere Athmosphäre nimmt einen dort auf jeden Fall gefangen.
1998 war ich mit meiner Schwester in New York. Die Bilder sind teilweise noch heute sehr lebendig vor mir.
Auf einer Stadtrundfahrt kamen wir auch an der Kathedrale im Norden Manhattens vorbei. Natürlich stiegen wir zur Besichtigung aus.
Wir gingen durch die Straßen, und ich suchte die ganze Zeit nach einem Platz, von dem ich die Kathedrale in ihrer ganzen Größe (mit Weitwinkel) fotografieren könnte. Es gab keinen. So gibt es nur Detailansichten auf meinen Dias.
An der Kathedrale wurde seit über 100 Jahren schon gebaut. Und der rechte Turm war immer noch im Bau. Die größte Kirche der Welt sollte es werden. Und wenn man davor steht, glaubt man das sofort! - Inzwischen hat man beschlossen, die Gelder, die für das Fertigbauen erforderlich wären, in die Instandhaltung zu stecken, so daß der rechte Turm wohl für immer \"abgebrochen\" aussehen wird.
Im Innern lädt im Mittelschiff ein großer Raum ohne Bestuhlung dazu ein, zusammenzustehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es gibt Bilder von Versammlungen und Gottesdiensten, in denen dieser Raum bis auf den letzten Quadratmeter gefüllt ist! Viele Feiern über die Grenzen der Konfessionen und Religionen hinweg hat es in dieser Kirche schon gegeben. Eine wirklich nette Idee ist es, am Fest des Heiligen Franziskus (der, der mit den Tieren redete) auch Tiere in die Kirche einzuladen. Und so konnten wir Bilder sehen, auf denen sich die Esel und Hunde und Schafe mit den Menschen in der Kirche versammelten.
Rings um das Mittelschiff herum gab es viele Altäre, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind. An den von Keith Haring erinnere ich mcih fast noch am besten. - Darüber hinaus gibt es viele andere, bei denen man erkennen kann, wie die Menschen im Laufe der Jahrzehnte Kirche und Glauben erlebt und interpretiert haben. Es gibt z.B. auch einen, der von Kindern mit Zeichnungen gestaltet wurde. Ein anderer dient dem Gedenken an die Opfer der Kriege. - Ich kann sie gar nicht mehr alle aufzählen.
Dieses Gebäude hat mich gerade deshalb so beeindruckt, weil ich dort spüren konnte, wie Menschen diesen Ort immer wieder für sich gestaltet und mit Leben gefüllt haben. Diese Kirche war nicht ein toter Raum, sondern ein Raum, in dem man das Leben spürte. Menschen haben den Raum immer wieder neu gestaltet so wie es ihrem Erleben entspracht und wie sie dadurch ihren Glauben ausdrücken konnten. Und da sich die Ausdrucksweise - die sich in der Kunst widerspiegelt - im Laufe vieler Jahre immer wieder verändert hat, erscheint diese Kirche eben nicht in einem einheitlichen Stil sondern in einem bunten Mix.
Zur Kirche gehört auch die Kapelle, in der die Toten ihre letzte Ruhe fanden: ein Raum, in dem viele kleine Urnengräber in die Wand eingelassen sind.
Auf der linken Seite vom Mittelschiff aus gab es natürlich auch Souvenirläden. Ich kann mich ganz gut daran erinnern. Dort soll vor fast einem Jahr das Feuer ausgebrochen sein, das sich dann schnell ausbreitete. Vor dem Hintergrund des 11. September verblaßte damals die Meldung vom Brand in der größten Kathedrale der Welt etwas. Mich hat sie jedoch erschreckt. Man sprach zunächst von Brandstiftung und brachte das Feuer mit Terroranschlägen in Verbindung. Das hätte mich sehr traurig gemacht, denn das hätte bedeutet, daß ein Ort der Begegnung und des interkulturellen Austauschs mutwillig zerstört werden sollte. Diesen Gedanken fände ich wirklich unerträglich. Zum Glück jedoch stellte es sich heraus, daß es sich um ein \"normales Feuer\" handelte, dessen Schäden inzwischen auch wieder beseitigt sind.
Jedem New York-Besucher kann ich einen Besuch in der Kathedrale St. John the Divine unbedingt empfehlen. Die besondere Athmosphäre nimmt einen dort auf jeden Fall gefangen.
11 Bewertungen, 2 Kommentare
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20.06.2011, 21:05 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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17.01.2007, 20:12 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichsh & lg Sarah
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