Star Wars - Jedi Knight 2: Jedi Outcast (PC Spiel Shooter) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von GrEnE
Ich bin Kyle Katarn und ein Jedi
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute schreibe ich mal wieder über ein Spiel, was mich die letzte Zeit schlaflose Nächte bereitet hat. Es handelt sich um Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast.
Es ist mittlerweile schon der vierte Teil, der Jedi Knight Ära. Ja hier habt richtig gelesen vierte, auch wenn es heisst Jedi Knight 2. Für alle, die den Namen des Spiels zum ersten Mal hören: Jedi Knight spielt im Star Wars-Universum. Hier noch mal ein kleiner Rückblick.
Star Wars Dark Forces: Tja, OK hier kann ich leider nicht soviel erzählen, weil es sehr sehr lange her ist. Noch die alten DOS-Zeiten.
Star Wars Jedi Knight: Dark Forces II: Kyle Katarn, Rebell von Beruf und von sehr maskulinem Bartwuchs geprägt, hetzt auf der Suche nach Jerec, einem \"Darc Jedi\", durch das Universum. Onkel Jerec mit den Tätowierungen am Mund ist auf der Suche nach dem Tal der Jedi, von dem er sich grenzenlose Macht erhofft.
Star Wars: Jedi Knight: Mysteries of the Sith: Seit den Ereignissen aus Jedi Knight sind 5 Jahre vergangen. Kyle bildet bereits selbst junge Jedi heran, darunter Mara Jade, ehemalige Gefolgin des Imperiums. Wie dem auch sei, mitten im fröhlichsten Lichtschwert-Gebrizzel wird plötzlich Alarm ausgelöst. Für Kyle gilt es nun, das Raumschiff zu verteidigen, das plötzlich von zwei imperialen Raumstationen angegriffen wird. Vorsicht Steinschlag: die Kreuzer sind als Asteroiden getarnt. Nach den ersten Aufwärmmissionen macht sich Kyle auf die Suche nach dem Tal der Sith. Damit wir nicht tatenlos zusehen müssen, schlüpfen wir in die Rolle Mara Jades\' und prügeln uns solange mit imperialem und sonstigem Geviech herum, bis wir zufällig wieder Kyle über die Füße stolpern.
Ja und nun kam der nächste Teil raus, den ich jetzt einwenig beschreiben werde.
Vorgeschichte:
Kyle Katarn hatte die Nase voll von dem ganzen Zirkus rund um die geheimnisvolle Macht. Schade, denn in Jedi Knight hat ihm die wunderbare Kraft erstklassige Dienste geleistet, als der den dunklen Jedi Jerec erledigen musste. Zusammen mit seiner Freundin Jan Ors verdingt er sich also als Söldner, bis er von der ehemaligen Rebellenführerin Mon Mothma mit einem Auftrag betraut wird, der sich im Laufe des Spiels nicht nur als sehr gefährlich erweist.
In den ersten Leveln ist er noch gänzlich ohne Macht-Kräfte unterwegs, denn nach seinem Erlebnis im Tal der Jedi wollte er mit dieser ganzen Sache einfach nichts mehr zu tun haben.
Spielverlauf:
Später im Spiel wird Jan von einem dunklen Jedi namens Desann gefangen genommen. Mit viel Wut im Bauch begibt sich Kyle prompt zur Jedi-Akademie auf Yavin 4, wo er sich sein Lichtschwert wieder verdienen will. Hier könnt ihr den jungen Jedis beim Training zuschauen und begegnet sogar den zwei Kollegen R2D2 und C3PO. Bevor Kyle seinen Lichtsäbel aber wieder einstecken kann, müsst ihr einige Logikrätsel lösen. Diese sind je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad entweder schwerer oder leichter. Sobald die gelöst sind, könnt ihr euch weiter auf die Jagd nach dem Entführer machen. Dabei besucht ihr viele Orte, unter anderem den Schmugglermond Na Shaadaa, auf dem ihr euch in einer Bar mit einigen Schmugglern unterhalten müsst.
Unterwegs findet ihr häufig Blasterpacks, Nachtsichtbrillen, Bacta-Tanks (sie liefern Sofort-Heilung auf Knopfdruck), Thermaldetonatoren (kleine Granaten) und Aufladestationen für Waffen-, und Schildenergie. Bei einem ganzen Pulk an Sturmtrupplern sind die Thermaldetonatoren sehr hilfreich, auch wenn ihr später im Spiel fast ausschließlich mit dem mächtigen Laserschwert kämpfen könnt. Je nach Distanz der Gegner wehrt es nämlich automatisch Laserfeuer ab. Der beleuchtete Nahkampf macht in Jedi Knight II definitiv mehr Spaß als im ersten Teil. Die Angriffsmöglichkeiten sind in Jedi Outcast wesentlich variabler. So kann man das Schwert als Laserbumerang einsetzen oder verschiedene Schläge durchführen. In der englischen Fassung könnt ihr den bösen Buben sogar Körperteile mit der Jedi-Leuchtlanze abtrennen. Ganz nebenbei: Es sieht durch Schwungeffekte auch wesentlich besser aus als im ersten Teil. Zusammen mit eleganten Sprungkombinationen und Salti wirken Kyle Katarns Schwertattacken mindestens eben so elegant wie die von Obi Wan in Episode 1. *g*
Grafik:
Die Q3-Grafikengine ist mittlerweile bereits zwei Jahre alt. Was die Herren bei Raven Software damit gezaubert haben, kann sich aber auf jeden Fall sehen lassen. Zwar sehen an einigen Stellen Gebäudegänge steril aus, das schiebe ich aber eher auf die Einfallslosigkeit der Imperiums-Innenarchitekten zurück. *g* Inmitten von Bäumen, einer Menge Schilf und starkem Regen müsst ihr auch noch Gegner erledigen. Nettes Feature: Regentropfen verdampfen, wenn sie auf das Lichtschwert plätschern.
3D-Support: Unterstützt wird OpenGL, da Raven Software wie auch bei Star Trek: Voyager Elite Force die Q3-Grafikengine eingesetzt hat. Die ist für Eingeweihte dank der Eingabekonsole sehr flexibel und lässt dank Konsolenbefehlen viele Spielereien zu.
Sound:
Die orchestrale Hintergrund-Musik ist bombastisch. Clint Bajakian hat hier Musik komponiert, die nicht bei jeder Note ein Deja-vú an Episode 4-6 hervorruft, auch wenn zusätzlich einige John-Williams-Stücke gespielt werden. Der subjektive Nutzen: Es klingt nach Star Wars, es klingt Klasse und es klingt nicht abgegriffen. Gemischt mit der gelungenen Synchronisierung (Film-Luke-Skywalker spricht Spiel-Luke-Skywalker), den passenden Soundeffekten der Waffen und vor allem des Laserschwerts wird eine akustische Welt erschaffen, die euch leicht in ihren Bann ziehen wird. Einziges Manko: Beim Wechsel zwischen Räumen mit unterschiedlichen Lärmquellen sind die Klangübergänge nicht fließend.
Steuerung:
LucasArts setzt auf ein frei programmierbares Interface, deren Standardeinstellungen für jeden Fan von Ego-Shootern fast schon obligatorisch ist. Das Blickfeld und das Fadenkreuz wird mit der Maus bewegt, während sich eine Hand an der Tastatur um die Körperbewegungen und das Inventar kümmert. Vorteilhaft für den Anfang: Ihr könnt das Optionsmenü besuchen, um anzuschauen, welche Funktionen auf welcher Taste liegen. Die Bewegung in der 3D-Welt geht sehr leicht von der Hand: Hier wird gesprungen, gerannt und im besten Falle gleichzeitig noch ein Sturmtruppler mit dem Laserschwert rasiert. Einfach, effektiv und programmierbar - was will man mehr?
Unterhaltung:
Was die Hintergrundhandlung angeht, so möchten ich hier nicht zu viel verraten: Nachdem Kyle Katarn seine Jedi-Kräfte wieder entdeckt hat, geht die Post ab. Die Handlung wird nicht wie bei Jedi Knight 1 mit vorberechneten Filmen erzählt, sondern greift auf die Grafikengine zurück. Die Detail-Animation steht dabei oft im Hintergrund. So ist es zwar verwunderlich, wenn Mon Mothma den Mund nicht bewegt, während sie redet, aber was verschmerzt man nicht alles für eine gute Story.
Herausforderung:
Jedi Knight II ist kein reiner Ego-Shooter und bereits auf dem normalen Jedi-Schwierigkeitsgrad oft eine harte Nuss. Einfach durch die Level zu rennen, hilft euch nicht weiter. Oft findet ihr nützliche Upgrades, Nachtsichtbrillen, Thermaldetonatoren oder Aufladestationen für eure Schildenergie nur abseits der linear gehaltenen Spielroute. Wer hier die Augen nicht offen hält, der wird schnell an seine und Kyles Grenzen stoßen. Mindestens ebenso wichtig ist aber auch Auffassungsgabe, denn so mancher Endgegner kann nur mit pfiffigen Ideen besiegt werden. Wie Yoda einst gesagt hat: \"Die dunkle Seite der Macht ist schneller, leichter, verführerischer!\" Die Konsequenz für die guten Jedi sind also Jump&Run-Einlagen und ein paar nicht minder knifflige Adventure-Elemente.
Spieltiefe:
Star Wars ist drin, und zwar eine ganze Menge. Jedi Outcast spielt sich wie ein erstklassiger Film, nur viel, viel länger. Jedi Outcast bietet je nach Hirnfitness und Mühe Spielspaß für 20 bis 40 Stunden, den Multiplayermodus natürlich nicht mitgerechnet. Umgeleitete Laserstrahlen bringen eine geschlossene Tür zum Schmelzen, ein entfernter Schalter wird lässig mit Hilfe der Macht gedrückt und eine Imperiums-Drohne mit vorgehaltener Waffe zur Kooperation gezwungen. Kurzum: Hier ist alles an Action drin, was ihr von Star Wars erwartet. Ihr dachtet, Obi Wan hätte mit seinem Lasersäbel in Episode 1 gut hantiert? Das kann Kyle mindestens eben so gut.
Spannung:
Durch drängende Musik, viele Gegner und wenig Munition steigt der Adrenalinpegel in Jedi Outcast sehr rasch. Wenn euch in einem Gang plötzlich von links ein Laserschwert am Kopf vorbeisaust oder wenn ihr plötzlich von einem Dutzend Sturmtrupplern umgeben seid, dann wird\'s richtig spannend. Quick-Save und Quick-Load sind an einigen hinterhältigen Stellen somit hilfreiche Kumpane.
Spielmodi:
Im Single-Player gibt es nur einen Spielmodus, den allerdings in vier Schwierigkeitsgraden.
Im Multiplayer können 16 Spieler per Internet oder 32 Spieler im Netzwerk spielen. Sieben Mehrspielermodi, darunter diverse Deathmatch-Varianten, das bekannte \"Capture the Flag\" und andere. In einem Modus gibt es nur ein Laserschwert. Wer es besitzt, kann punkten. Wer den Besitzer erledigt, der übernimmt das Schwert. Klingt einfach, macht einen Heidenspaß. Hinzu kommen noch sieben Exta-Machtkräfte wie zum Beispiel ein Macht-Schutzschild oder eine Fähigkeit, den Gegnern die Macht zu entziehen. Da wie in anderen Spielen das Mana auch mal ausgehen kann, bietet diese zusätzlichen Mächte eine große Abwechslung.
Zensur:
In der deutschen Version könnt ihr mit eurem Lichtsäbel keine Sturmtruppler mehr enthaupten. Das mag den einen oder anderen stören, besonders störend waren diese \"Einschränkung\" beim spielen allerdings nicht. Jedi Outcast ist eben eine blutfreie Actionorgie, egal ob nun Polygonköpfe rollen oder nicht.
Systemanforderungen:
Wenn ihr das Laserschwert möglichst galant führen wollt, dann sollte unter eurem PC-Gehäuse laut LucasArts mindestens ein Pentium II mit 350 MHz werkeln. 64 Mbyte Hauptspeicher sind Pflicht, darunter geht gar nichts. Unter Windows 2000/XP empfiehlt uns die Readme der CD sogar 128 Mbyte. Und nun zur Realität: Flüssig spielbar ist Jedi Outcast ab 800 MHz mit 128 Mbyte und einer Geforce2. Jede Geforce3/4 oder Radeon 8500 hat den Vorteil, dass sie noch Performancereserven besitzen und ihr durch das Trilineare Filtering oder die Kantenglättung die Bildqualität verbessern könnt. Grafikkarten mit weniger als 16 MB mag Jedi Outcast übrigens gar nicht.
Vergleich:
Aufgrund des gleichen Programmierteams drängt sich ein Vergleich zu Star Trek: Voyager Elite Force auf. Jedi Knight II hat allerdings einen wesentlich höheren Rätselanteil. Andere aktuelle Q3-Engine-Spiele heißen Return to Castle Wolfenstein oder Medal of Honor: Allied Assault und beschränken sich komplett auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Jedi Knight II ist das beste Sci-Fi-Actionspiel der letzten Jahre.
Fazit:
Spielerisch ist Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast einfach gelungen. Die Hintergrundgeschichte (die nach Episode 6 spielt) ist packend, die Grafik mehr als ansprechend, die Steuerung komplex aber einfach und die Hintergrundmusik erstklassig. Nebenbei trefft ihr auf viele bekannte Gesichter, etwa Jan Ors, Luke Skywalker oder Lando Calrissian.
Ein Pflichtkauf für jeden Star-Wars-Fan.
Möge die Macht mit euch sein.
Rene
Es ist mittlerweile schon der vierte Teil, der Jedi Knight Ära. Ja hier habt richtig gelesen vierte, auch wenn es heisst Jedi Knight 2. Für alle, die den Namen des Spiels zum ersten Mal hören: Jedi Knight spielt im Star Wars-Universum. Hier noch mal ein kleiner Rückblick.
Star Wars Dark Forces: Tja, OK hier kann ich leider nicht soviel erzählen, weil es sehr sehr lange her ist. Noch die alten DOS-Zeiten.
Star Wars Jedi Knight: Dark Forces II: Kyle Katarn, Rebell von Beruf und von sehr maskulinem Bartwuchs geprägt, hetzt auf der Suche nach Jerec, einem \"Darc Jedi\", durch das Universum. Onkel Jerec mit den Tätowierungen am Mund ist auf der Suche nach dem Tal der Jedi, von dem er sich grenzenlose Macht erhofft.
Star Wars: Jedi Knight: Mysteries of the Sith: Seit den Ereignissen aus Jedi Knight sind 5 Jahre vergangen. Kyle bildet bereits selbst junge Jedi heran, darunter Mara Jade, ehemalige Gefolgin des Imperiums. Wie dem auch sei, mitten im fröhlichsten Lichtschwert-Gebrizzel wird plötzlich Alarm ausgelöst. Für Kyle gilt es nun, das Raumschiff zu verteidigen, das plötzlich von zwei imperialen Raumstationen angegriffen wird. Vorsicht Steinschlag: die Kreuzer sind als Asteroiden getarnt. Nach den ersten Aufwärmmissionen macht sich Kyle auf die Suche nach dem Tal der Sith. Damit wir nicht tatenlos zusehen müssen, schlüpfen wir in die Rolle Mara Jades\' und prügeln uns solange mit imperialem und sonstigem Geviech herum, bis wir zufällig wieder Kyle über die Füße stolpern.
Ja und nun kam der nächste Teil raus, den ich jetzt einwenig beschreiben werde.
Vorgeschichte:
Kyle Katarn hatte die Nase voll von dem ganzen Zirkus rund um die geheimnisvolle Macht. Schade, denn in Jedi Knight hat ihm die wunderbare Kraft erstklassige Dienste geleistet, als der den dunklen Jedi Jerec erledigen musste. Zusammen mit seiner Freundin Jan Ors verdingt er sich also als Söldner, bis er von der ehemaligen Rebellenführerin Mon Mothma mit einem Auftrag betraut wird, der sich im Laufe des Spiels nicht nur als sehr gefährlich erweist.
In den ersten Leveln ist er noch gänzlich ohne Macht-Kräfte unterwegs, denn nach seinem Erlebnis im Tal der Jedi wollte er mit dieser ganzen Sache einfach nichts mehr zu tun haben.
Spielverlauf:
Später im Spiel wird Jan von einem dunklen Jedi namens Desann gefangen genommen. Mit viel Wut im Bauch begibt sich Kyle prompt zur Jedi-Akademie auf Yavin 4, wo er sich sein Lichtschwert wieder verdienen will. Hier könnt ihr den jungen Jedis beim Training zuschauen und begegnet sogar den zwei Kollegen R2D2 und C3PO. Bevor Kyle seinen Lichtsäbel aber wieder einstecken kann, müsst ihr einige Logikrätsel lösen. Diese sind je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad entweder schwerer oder leichter. Sobald die gelöst sind, könnt ihr euch weiter auf die Jagd nach dem Entführer machen. Dabei besucht ihr viele Orte, unter anderem den Schmugglermond Na Shaadaa, auf dem ihr euch in einer Bar mit einigen Schmugglern unterhalten müsst.
Unterwegs findet ihr häufig Blasterpacks, Nachtsichtbrillen, Bacta-Tanks (sie liefern Sofort-Heilung auf Knopfdruck), Thermaldetonatoren (kleine Granaten) und Aufladestationen für Waffen-, und Schildenergie. Bei einem ganzen Pulk an Sturmtrupplern sind die Thermaldetonatoren sehr hilfreich, auch wenn ihr später im Spiel fast ausschließlich mit dem mächtigen Laserschwert kämpfen könnt. Je nach Distanz der Gegner wehrt es nämlich automatisch Laserfeuer ab. Der beleuchtete Nahkampf macht in Jedi Knight II definitiv mehr Spaß als im ersten Teil. Die Angriffsmöglichkeiten sind in Jedi Outcast wesentlich variabler. So kann man das Schwert als Laserbumerang einsetzen oder verschiedene Schläge durchführen. In der englischen Fassung könnt ihr den bösen Buben sogar Körperteile mit der Jedi-Leuchtlanze abtrennen. Ganz nebenbei: Es sieht durch Schwungeffekte auch wesentlich besser aus als im ersten Teil. Zusammen mit eleganten Sprungkombinationen und Salti wirken Kyle Katarns Schwertattacken mindestens eben so elegant wie die von Obi Wan in Episode 1. *g*
Grafik:
Die Q3-Grafikengine ist mittlerweile bereits zwei Jahre alt. Was die Herren bei Raven Software damit gezaubert haben, kann sich aber auf jeden Fall sehen lassen. Zwar sehen an einigen Stellen Gebäudegänge steril aus, das schiebe ich aber eher auf die Einfallslosigkeit der Imperiums-Innenarchitekten zurück. *g* Inmitten von Bäumen, einer Menge Schilf und starkem Regen müsst ihr auch noch Gegner erledigen. Nettes Feature: Regentropfen verdampfen, wenn sie auf das Lichtschwert plätschern.
3D-Support: Unterstützt wird OpenGL, da Raven Software wie auch bei Star Trek: Voyager Elite Force die Q3-Grafikengine eingesetzt hat. Die ist für Eingeweihte dank der Eingabekonsole sehr flexibel und lässt dank Konsolenbefehlen viele Spielereien zu.
Sound:
Die orchestrale Hintergrund-Musik ist bombastisch. Clint Bajakian hat hier Musik komponiert, die nicht bei jeder Note ein Deja-vú an Episode 4-6 hervorruft, auch wenn zusätzlich einige John-Williams-Stücke gespielt werden. Der subjektive Nutzen: Es klingt nach Star Wars, es klingt Klasse und es klingt nicht abgegriffen. Gemischt mit der gelungenen Synchronisierung (Film-Luke-Skywalker spricht Spiel-Luke-Skywalker), den passenden Soundeffekten der Waffen und vor allem des Laserschwerts wird eine akustische Welt erschaffen, die euch leicht in ihren Bann ziehen wird. Einziges Manko: Beim Wechsel zwischen Räumen mit unterschiedlichen Lärmquellen sind die Klangübergänge nicht fließend.
Steuerung:
LucasArts setzt auf ein frei programmierbares Interface, deren Standardeinstellungen für jeden Fan von Ego-Shootern fast schon obligatorisch ist. Das Blickfeld und das Fadenkreuz wird mit der Maus bewegt, während sich eine Hand an der Tastatur um die Körperbewegungen und das Inventar kümmert. Vorteilhaft für den Anfang: Ihr könnt das Optionsmenü besuchen, um anzuschauen, welche Funktionen auf welcher Taste liegen. Die Bewegung in der 3D-Welt geht sehr leicht von der Hand: Hier wird gesprungen, gerannt und im besten Falle gleichzeitig noch ein Sturmtruppler mit dem Laserschwert rasiert. Einfach, effektiv und programmierbar - was will man mehr?
Unterhaltung:
Was die Hintergrundhandlung angeht, so möchten ich hier nicht zu viel verraten: Nachdem Kyle Katarn seine Jedi-Kräfte wieder entdeckt hat, geht die Post ab. Die Handlung wird nicht wie bei Jedi Knight 1 mit vorberechneten Filmen erzählt, sondern greift auf die Grafikengine zurück. Die Detail-Animation steht dabei oft im Hintergrund. So ist es zwar verwunderlich, wenn Mon Mothma den Mund nicht bewegt, während sie redet, aber was verschmerzt man nicht alles für eine gute Story.
Herausforderung:
Jedi Knight II ist kein reiner Ego-Shooter und bereits auf dem normalen Jedi-Schwierigkeitsgrad oft eine harte Nuss. Einfach durch die Level zu rennen, hilft euch nicht weiter. Oft findet ihr nützliche Upgrades, Nachtsichtbrillen, Thermaldetonatoren oder Aufladestationen für eure Schildenergie nur abseits der linear gehaltenen Spielroute. Wer hier die Augen nicht offen hält, der wird schnell an seine und Kyles Grenzen stoßen. Mindestens ebenso wichtig ist aber auch Auffassungsgabe, denn so mancher Endgegner kann nur mit pfiffigen Ideen besiegt werden. Wie Yoda einst gesagt hat: \"Die dunkle Seite der Macht ist schneller, leichter, verführerischer!\" Die Konsequenz für die guten Jedi sind also Jump&Run-Einlagen und ein paar nicht minder knifflige Adventure-Elemente.
Spieltiefe:
Star Wars ist drin, und zwar eine ganze Menge. Jedi Outcast spielt sich wie ein erstklassiger Film, nur viel, viel länger. Jedi Outcast bietet je nach Hirnfitness und Mühe Spielspaß für 20 bis 40 Stunden, den Multiplayermodus natürlich nicht mitgerechnet. Umgeleitete Laserstrahlen bringen eine geschlossene Tür zum Schmelzen, ein entfernter Schalter wird lässig mit Hilfe der Macht gedrückt und eine Imperiums-Drohne mit vorgehaltener Waffe zur Kooperation gezwungen. Kurzum: Hier ist alles an Action drin, was ihr von Star Wars erwartet. Ihr dachtet, Obi Wan hätte mit seinem Lasersäbel in Episode 1 gut hantiert? Das kann Kyle mindestens eben so gut.
Spannung:
Durch drängende Musik, viele Gegner und wenig Munition steigt der Adrenalinpegel in Jedi Outcast sehr rasch. Wenn euch in einem Gang plötzlich von links ein Laserschwert am Kopf vorbeisaust oder wenn ihr plötzlich von einem Dutzend Sturmtrupplern umgeben seid, dann wird\'s richtig spannend. Quick-Save und Quick-Load sind an einigen hinterhältigen Stellen somit hilfreiche Kumpane.
Spielmodi:
Im Single-Player gibt es nur einen Spielmodus, den allerdings in vier Schwierigkeitsgraden.
Im Multiplayer können 16 Spieler per Internet oder 32 Spieler im Netzwerk spielen. Sieben Mehrspielermodi, darunter diverse Deathmatch-Varianten, das bekannte \"Capture the Flag\" und andere. In einem Modus gibt es nur ein Laserschwert. Wer es besitzt, kann punkten. Wer den Besitzer erledigt, der übernimmt das Schwert. Klingt einfach, macht einen Heidenspaß. Hinzu kommen noch sieben Exta-Machtkräfte wie zum Beispiel ein Macht-Schutzschild oder eine Fähigkeit, den Gegnern die Macht zu entziehen. Da wie in anderen Spielen das Mana auch mal ausgehen kann, bietet diese zusätzlichen Mächte eine große Abwechslung.
Zensur:
In der deutschen Version könnt ihr mit eurem Lichtsäbel keine Sturmtruppler mehr enthaupten. Das mag den einen oder anderen stören, besonders störend waren diese \"Einschränkung\" beim spielen allerdings nicht. Jedi Outcast ist eben eine blutfreie Actionorgie, egal ob nun Polygonköpfe rollen oder nicht.
Systemanforderungen:
Wenn ihr das Laserschwert möglichst galant führen wollt, dann sollte unter eurem PC-Gehäuse laut LucasArts mindestens ein Pentium II mit 350 MHz werkeln. 64 Mbyte Hauptspeicher sind Pflicht, darunter geht gar nichts. Unter Windows 2000/XP empfiehlt uns die Readme der CD sogar 128 Mbyte. Und nun zur Realität: Flüssig spielbar ist Jedi Outcast ab 800 MHz mit 128 Mbyte und einer Geforce2. Jede Geforce3/4 oder Radeon 8500 hat den Vorteil, dass sie noch Performancereserven besitzen und ihr durch das Trilineare Filtering oder die Kantenglättung die Bildqualität verbessern könnt. Grafikkarten mit weniger als 16 MB mag Jedi Outcast übrigens gar nicht.
Vergleich:
Aufgrund des gleichen Programmierteams drängt sich ein Vergleich zu Star Trek: Voyager Elite Force auf. Jedi Knight II hat allerdings einen wesentlich höheren Rätselanteil. Andere aktuelle Q3-Engine-Spiele heißen Return to Castle Wolfenstein oder Medal of Honor: Allied Assault und beschränken sich komplett auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Jedi Knight II ist das beste Sci-Fi-Actionspiel der letzten Jahre.
Fazit:
Spielerisch ist Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast einfach gelungen. Die Hintergrundgeschichte (die nach Episode 6 spielt) ist packend, die Grafik mehr als ansprechend, die Steuerung komplex aber einfach und die Hintergrundmusik erstklassig. Nebenbei trefft ihr auf viele bekannte Gesichter, etwa Jan Ors, Luke Skywalker oder Lando Calrissian.
Ein Pflichtkauf für jeden Star-Wars-Fan.
Möge die Macht mit euch sein.
Rene
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