Dracula (Taschenbuch) / Bram Stoker Testbericht



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Erfahrungsbericht von margy
dracula
Pro:
siehe bericht
Kontra:
siehe bericht
Empfehlung:
Ja
Das 473seitige Taschenbuch erschien im Ullstein Verlag 2004. Unter der ISBN 978-3548258799 kostet es 8,95 €. Übersetzer aus dem Englischen: Ulrich Bossier, Nachwort: Elmar Schenkel.
Buchumschlag:
Grau umschattet, finster liegt die stolze Burg in der Dunkelheit der Nacht.
Autor:
Abraham „Bram“ Stoker (* 8. November 1847 in Marino Crescent in Clontarf bei Dublin; † 20. April 1912 in London) war ein irischer Schriftsteller. Er wurde hauptsächlich durch seinen Roman Dracula bekannt.
Klappentext:
Man muss sich einmal vorzustellen versuchen, wie dieser Urvater aller Blutsaugerromane 1897 auf ein Publikum gewirkt hat, das noch nie einen Vampirroman gelesen, noch nie einen Vampirfilm gesehen und nie gehört hatte von Untoten wie Dracula, Nosferatu oder Edward Cullen. »Keine Lektüre für Schwachnervige« kündigt die Werbung für die deutsche Übersetzung von 1908 an, und das ist nicht übertrieben. Das schaurige Geschehen entrollt sich wie ein Tatsachenbericht Stück für Stück in Tagebuchaufzeichnungen, Gesprächsnotizen, Briefen, Telegrammen und Zeitungsartikeln, und ganz allmählich erst kommt der Leser dahinter, welch fürchterliche Bedrohung sich hinter den rätselhaften Ereignissen verbirgt, deren Zeuge die Protagonisten werden. Die Handlung führt von Budapest durch die nächtlichen Karpaten nach Siebenbürgen (heute - dank dieses Romans - als Transsylvanien bekannt) auf das Schloss des Grafen Dracula, nach Whitby an der englischen Ostküste und nach London, bevor es nach einer langen Verfolgungsjagd wieder in der Nähe des Schlosses zum großen Showdown kommt. Nicht wenige der Beteiligten lassen unterwegs ihr Blut.
Aus dem Innenteil des Buches:
Wie diese Blätter entstanden sind, ergibt sich aus deren Lektüre. Alles Überflüssige ist ausgelassen worden, sodass sie, unabhängig von dem Glauben oder Nichtglauben späterer Geschlechter, als einfache historische Tatsachen dastehen. Sie sind durchaus keine Erzählungen vergangener Dinge, in denen das Gedächtnis sich irren kann, sondern alle Berichte sind sofort niedergeschrieben und spiegeln den Standpunkt und die Auffassung der betreffenden Schreiber genau wieder.
Leseprobe:
1. Kapitel
Jonathan Harkers Tagebuch
Bistritz, 3. Mai. München ab am 1. Mai 8:35 abends. Wien am frühen Morgen des nächsten Tages, sollte 6:46 ankommen, der Zug hatte aber eine Stunde Verspätung. Budapest scheint eine herrliche Stadt zu sein, soweit ich es aus dem Waggon und in der kurzen Zeit, die mir zu einem Spaziergang zur Verfügung stand, beurteilen konnte. Ich fürchtete nämlich, mich allzu weit vom Bahnhofe zu entfernen, da wir so spät angekommen waren und jedenfalls so pünktlich als möglich abfahren würden. Der Eindruck war der, dass man den Occident verlassen und den Orient betreten hatte; die westliche der prächtigen Brücken über die Donau, die hier eine beträchtliche Breite und Tiefe aufweist, versetzte einen jedenfalls mitten in die Zeit der Türkenherrschaft.
Inhalt.
Jonathan Harker ist ein Rechtsanwalt, der von Dracula beauftragt wurde, nach Siebenbürgen zu reisen. Dracula hatte sich in London ein Haus gekauft, Harker soll sich um den Kauf und die Überfahrt nach London kümmern.
Er kennt Dracula nicht persönlich und begibt sich auf die Fahrt mit dem Zug. Eine Frau gibt ihm einen Rosenkranz, damit er Schutz hat. Von Bistritz geht Harkers Fahrt weiter in einer Postkutsche bis zum Borgo-Pass. Der Kutscher Draculas erwartet Harper dort bereits und nimmt ihn mit zu seinem Herrn auf das Schloss.
Dort erhält der Anwalt Anweisungen, bestimmte Räume nicht zu betreten. Merkwürdig kommt es ihm vor. Er beobachtet seinen Klienten und wundert sich darüber, dass sein Gesicht im Spiegel nicht zu sehen ist. Als Dracula sich rasiert und dabei schneidet, etwas Blut aus der Haut tritt, bekommt er einen gierigen Gesichtsausdruck. Das ist dem Anwalt nicht geheuer.
Natürlich will Harker jetzt wissen, was es mit Dracula auf sich hat; er ist neugierig geworden. Deshalb bleibt er auch des nachts wach und beobachtet, wie Dracula das Schloss verlässt. Dazu klettert er an den Mauern herunter.
Der Rechtsanwalt bemerkt auch die seltsame äußere Erscheinung des Grafen. Seine Zähne sind spitz, lang, weiß und seine Lippen blutrot.
Harker geht in eins der ihm untersagten Zimmer, legt sich hin und schläft. Dort halten sich 3 Frauen auf, sehen den schlafenden Mann. Als eine der Frauen ihn beißen will, kommt Dracula dazu. Er verbietet das Vorhaben und gibt den Frauen einen Sack mit einem weinenden Kind. Darüber machen sie sich dann her.
Schrecklich ist das, was Harker miterleben musste und fürchtet sich sehr, so sehr, dass er um sein Leben bangt. Von dieser Zeit an traut Harker Dracula nicht mehr. Wölfe leben hier, die eine Frau zerfleischten. Harker denkt daran zu fliehen, muss jedoch einen passenden Moment abwarten.
Was Harker noch auffällt, ist, dass Dracula am Tag in einer Kiste in der Gruft des Schlosses schläft und noch andere 49 stehen da. Alle 50 Kisten kommen auf ein Schiff und nehmen Fahrt nach England auf.
Es dauert 4 Wochen, bis das Schiff in Whitby, England einläuft. Doch nichts ist normal. Der Kapitän ist tot, angebunden ans Steuer seines Schiffes. Seine Matrosen nicht auf dem Schiff. Auf seiner Fahrt führte der Kapitän ein Logbuch. In den Notizen finden sich Hinweise auf einen fremden Mann und das ein Matrose nach dem anderen verschwand.
Die Verlobte Harkers hält sich in Whitby auf. Sie lebt bei ihrer Freundin Lucy. Lucy wird krank und Mina sieht 2 Male an ihrem Hals, die wie Punkte aussehen. Ein Irrenarzt kümmefrt sich um die junge Frau, doch der muss einen Freund zu Rate ziehen, der sofort sieht, dass es sich bei diesen Malen nur um einen Biss durch einen Vampir handeln muss. Er spricht mit keinem darüber. Lucys Mutter hängt den Schutz über ihrem Bett weg, es handelt sich um aufgehängten Knoblauch. Wieder taucht der Vampir in der Nacht auf und bedient sich an Lucys Blut. Sie wird zu einer Untoten, die dann ihre Opfer sucht.
Harker musste während seiner Flucht aus dem Schloss für 3 Monate in ein Budapester Krankenhaus und heiratete Mina. Es gibt nach seiner Heimkehr 2 Todesfälle. Harker, der sich van Helsing anschließt, verbünden sich mit anderen, um den Vampir zu jagen.
Dracula greift weiter um sich, lässt auch Mina nicht aus. Durch das beherzte Eingreifen Harkers, der Dracula siegreich vernichtet, kann Mina gerettet werden.
Schreibstil:
interessant, spannend, gruselig, schaurig, eklig, brutal, grausam, bewegend, erschütternd
Meinung:
In diesem Roman befinden sich Einträge aus Tagebüchern und diktierte Texte, die niedergeschrieben wurden, Briefe sowie Zeitungsartikel und Notizen aus dem Logbuch des Kapitäns.
Für mich sah es so aus, als hätte Stoker alte Dokumente, Schriftstücke gelesen und durchwälzt, um daraus seinen Roman zu schreiben. Sehr vielschichtig strukturiert ist dann der Rahmen, sind die Handlungen, die Stoker ganz am Anfang seines Buches erst einmal einbaut. Das ergibt sich aus den Aufzeichnungen der Tagebücher und Briefe. Insgesamt handelt es sich um 5 verschiedene angefangene Handlungsabläufe. Eine hat mit der nächsten nichts zu tun. Sie werden jedoch zusammengeführt im Laufe des Lesens und das führt zu ungeheurer Spannung. Viele Figuren baut der Autor ein und auch verschiedene Schauplätze, die er mit Adjektiven ausmalt und detailgenau darstellt.
Die Hauptschauplätze dieses Romans sind London in England und Transsylvanien.
Die Zeit dieser Geschichte und der Handlung sind etwa 9 Monate, über die Stoker schreibt. Die Einträge der Tagebücher tragen ein Datum und deshalb kann ich das so genau sagen. Es ist das Ende des 19. Jahrhunderts.
Bram Stoker geht hin und lässt seine Figuren die Aufzeichnungen lesen, einer von einem anderen. So macht er es auch mit den Gedanken der einzelnen Personen. Er lässt den einen an den Gedanken des anderen teilhaben, indem er sie einweiht.
Erzählt wird immer aus der Perspektive der Person, von der die Notizen stammen. Der Roman ist deshalb auch eher eine Dokumentation, aus der sich die gesamte Geschichte und die Handlung entwickelt.
Enthalten sind Abenteuer und Reisen, die Liebe zwischen Mina und Jonathan. Dabei geht es sehr schaurig zu.
Stoker schrieb das Buch in der Epoche der Romantik und es handelt sich um einen Schauerroman.
Dracula lebt in einem alten Schloss, in dem es spukt, verstorbene Ahnen verströmen ihre Flüche und es geht um übernatürliche Erscheinungen.
Die Ausgabe des Originals erschien 1827 in englischer Sprache, die deutsche Ausgabe dann 1927.
Das Schloss Draculas liegt in den Karpaten. Der Graf selbst lebt ein zurückgezogenes Leben, die Menschen in seiner Umgebung meiden ihn.
Es geht um die Grenzen im Menschen selbst und um die Grenzüberschreitung. Wozu oder zu was ist der Mensch in der Lage, wenn er sich Extremsituationen ausgesetzt sieht? Harker ist hier ein gutes Beispiel. Er hat Angst vor Dracula, weiß nicht, was noch auf ihn zukommen kann, bliebe er länger in dem Schloss. Also klettert er die Mauer des Schlosses herunter. Das zum Beispiel ist auch ein Thema, das in der Klassik behandelt wurde und fließt bei diesem Roman in die Romantik mit ein.
Der Pfahl, der den Toten durch das Herz getrieben wird, erinnert an das Pfählen, eine Hinrichtungsmethode des Mittelalters. Außerdem soll es einen Pfähler gegeben haben. Dabei handelt es sich um Vlad III, der um 1431 in Schäßburg, Rumänien geboren wurde und 1476/77 in Bukarest starb.Er war der Woiwode des Fürstentums Walachei. Der Beiname Dracula heißt der Sohn des Drachen. Er kämpfte gegen die Türken und hatte den Beinamen Sohn des Teufels wegen seiner Greueltaten. Das - so nehme ich an - nahm sich Stoker als Vorbild für seine Draculafigur.
Hier noch die Personen und der Charakter:
Jonathan Harker ist noch sehr jung, etwa Mitte 20. Er lebt in London, ist ehrlich, treu und er liebt seine Frau Mina. Herker kämpft gegen Dracula und tötet ihn. Er ist sehr mutig. Harker setzt sich über Verbote hinweg.
Dracula lässt Harker zu sich kommen und hält ihn im Schloss fest. Er ist höflich und gebildet. Als Vampir ist er der Boss über die Untoten und gibt Befehle.
Mina Murray ist zuerst Verlobte, dann die Ehefrau Harkers. Sie ist ehrlich, hingebungsvoll, leicht verletzlich, sensibel.
Lucy Westenra ist eine sehr hübsche Frau, von Männern heiß begehrt. Lucy liegt im Halbschlaf durch den Biss des Vampirs.
Arthur Holmwood ist Lucys Vater. Er ist alt, gebildet, fleißig und der Gegner Draculas.
Dr. John Seward ist der Leiter einer Nervenheilanstalt und ehemaliger Schüler van Helsings.
19 Bewertungen, 8 Kommentare
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03.10.2013, 14:35 Uhr von Haustierhalterin
Bewertung: sehr hilfreichIch lese gegen - Du auch? :)
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08.09.2013, 19:37 Uhr von Gi22Fr
Bewertung: besonders wertvolltoll beschrieben
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08.09.2013, 15:05 Uhr von VWCorrado2012
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter Bericht... lg.
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08.09.2013, 14:20 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: besonders wertvollgut vorgestellt-bw
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08.09.2013, 13:23 Uhr von Little-Peach
Bewertung: besonders wertvollbw :)
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08.09.2013, 12:26 Uhr von eno011
Bewertung: sehr hilfreichLG Enrico
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08.09.2013, 10:28 Uhr von monagirl
Bewertung: sehr hilfreichMona lässt dir liebe Grüße da
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08.09.2013, 10:07 Uhr von mausi1972
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße Marion.
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