Strandflieder Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von maertens
Flieder der keiner ist
Pro:
verträgt volle Sonne und Trockenheit
Kontra:
kein
Empfehlung:
Ja
Während meines letzten Urlaubs auf der Kanareninsel La Palma bemerkte ich ein Pflänzchen in der Wildnis, welches mir aus dem Garten zu Hause wohl bekannt war- der Strandflieder. Sollte es etwa von hier stammen??? Meine Recherche ergab, dass die Wildform des Strandflieders auch in Deutschland vorkommt, vorrangig auf Salzwiesen an der Nordsee. Die Wildpflanze ist allerdings nicht so farbenfroh wie die Zuchtpflanze. Das alles wusste ich bis dahin noch nicht. Aber man lernt ja nicht aus.
Die Wildpflanze:
Die Wildpflanze kommt, wie schon bemerkt, auf den kanarischen Inseln, rund um das Mittelmeer die Küsten hinauf bis nach Dänemark vor. An der Ostsee ist er allerdings nur selten zu finden.
Vor allem auf salzigen Böden macht es der Pflanze Spaß, zu wachsen. Dort ist er deshalb auch am häufigsten zu finden: auf Salzwiesen, Halligen, Salzsümpfen, in der Gischtzone am Meer mit mittlerer Überflutungshäufigkeit. Mit dem über das Bodenwasser aufgenommenen Meersalz wird die Pflanze fertig, indem sie es über komplizierte Drüsen ausscheidet. Es wird sogar vermutet, dass die Überflutung der Pflanze mit Salzwasser vor Pilzkrankheiten schützt.
Die dunkelgrünen Blätter wachsen vom Erdboden rosettenförmig und laufen elliptisch an einer stachligen Spitze aus. Wegen der Blattform wird Strandflieder in den Niederlanden auch Lamsoor genannt, sehr passend, wie ich finde.
Der Blütenstand wird bei der Wildform 15 bis 50 cm hoch. Am Blütenstängel wächst einseitig eine Blütenrispe.
Wilder Strandflieder blüht ab Juli in den Farben rötlich bis blau-lila und zieht zahlreiche Insekten an. Leider wird die schöne Blüte häufig Beute von Touristen, welche dann Trockensträuße daraus basteln. Aber Vorsicht, Strandflieder steht unter Naturschutz!
Der Strandflieder wird auch Halligflieder, Echter Widerstoß, Statice, See-Lavendel oder Bonnestave oder lateinisch Limonium vulgare genannt. Komischerweise heißt die Übersetzung der lateinischen Bezeichnung „Gewöhnliche Wiesenblume“, obwohl der Strandflieder ja ziemlich selten ist und nur an salzigen Standorten vorkommt.
Früher wurde die Pflanze als Heilpflanze gegen Durchfall und Blutungen eingesetzt. Die Heilwirkung soll allerdings eher auf einen Placebo-Effekt zurück zu führen sein.
Die Kulturpflanze:
In erster Linie jedoch verstehen wir unter Strandflieder, wie ihn der Nicht-Nordseeküstenbewohner kennt, um eine Kulturpflanze. Am häufigsten ist Strandflieder eh’ in Trockensträußen zu sehen, denn sie Blüten, welche ich schon in weiß, blau, lila, rot und gelb gesehen habe, behalten sehr lange die leuchtenden Farben. Ca. 200 verschiedene Sorten soll es geben. Im Blumenladen bekommt man Strandflieder unter dem Namen Statice zu kaufen.
Im Garten:
Strandflieder ist eine dankbare Gartenpflanze, bei der man fast nichts falsch machen kann. Die Pflanze bevorzugt einen tiefgründigen, durchlässigen Boden, welcher möglichst sandig bis leicht lehmig ist. Strandflieder kann in die pralle Sonne gesetzt werden, dort fühlt er sich wohl. Im Schatten ist damit zu rechnen, dass sich auf die dunkelgrünen Blätter unschöne Pilzinfektionen breit machen. Die Devise lautet: Lieber trocken als überfeucht.
Man kann kleine Pflänzlinge in der Gärtnerei erwerben, oder den Samen direkt an den Standort aussähen. Eigentlich ist Strandflieder eine mehrjährige Staude, welche einige Jahrzehnte lebt. In unserem Garten pflanzen wir jedoch jedes Jahr neu, manchmal kommen verstreute Pflanzen auch durch über den Winter gekommene Samen auf.
Will man die Blütenstände als Trockenblume nutzen, sollte man sie in voller Blüte, jedoch nicht zu spät abschneiden.
Fazit:
Strandflieder ist als Wildpflanze eine wichtige unter Naturschutz stehende Gattung, im Garten ein pflegeleichter Zögling, welcher mit widrigsten Standorten auskommt. Die Blüten sehen im Steingarten aber auch getrocknet sehr schön und farbenfroh aus. Sie duften angenehm dienen einer Vielzahl von Insekten als Nahrung. Für mich gehört Strandflieder unbedingt in meinen Garten.
Die Wildpflanze:
Die Wildpflanze kommt, wie schon bemerkt, auf den kanarischen Inseln, rund um das Mittelmeer die Küsten hinauf bis nach Dänemark vor. An der Ostsee ist er allerdings nur selten zu finden.
Vor allem auf salzigen Böden macht es der Pflanze Spaß, zu wachsen. Dort ist er deshalb auch am häufigsten zu finden: auf Salzwiesen, Halligen, Salzsümpfen, in der Gischtzone am Meer mit mittlerer Überflutungshäufigkeit. Mit dem über das Bodenwasser aufgenommenen Meersalz wird die Pflanze fertig, indem sie es über komplizierte Drüsen ausscheidet. Es wird sogar vermutet, dass die Überflutung der Pflanze mit Salzwasser vor Pilzkrankheiten schützt.
Die dunkelgrünen Blätter wachsen vom Erdboden rosettenförmig und laufen elliptisch an einer stachligen Spitze aus. Wegen der Blattform wird Strandflieder in den Niederlanden auch Lamsoor genannt, sehr passend, wie ich finde.
Der Blütenstand wird bei der Wildform 15 bis 50 cm hoch. Am Blütenstängel wächst einseitig eine Blütenrispe.
Wilder Strandflieder blüht ab Juli in den Farben rötlich bis blau-lila und zieht zahlreiche Insekten an. Leider wird die schöne Blüte häufig Beute von Touristen, welche dann Trockensträuße daraus basteln. Aber Vorsicht, Strandflieder steht unter Naturschutz!
Der Strandflieder wird auch Halligflieder, Echter Widerstoß, Statice, See-Lavendel oder Bonnestave oder lateinisch Limonium vulgare genannt. Komischerweise heißt die Übersetzung der lateinischen Bezeichnung „Gewöhnliche Wiesenblume“, obwohl der Strandflieder ja ziemlich selten ist und nur an salzigen Standorten vorkommt.
Früher wurde die Pflanze als Heilpflanze gegen Durchfall und Blutungen eingesetzt. Die Heilwirkung soll allerdings eher auf einen Placebo-Effekt zurück zu führen sein.
Die Kulturpflanze:
In erster Linie jedoch verstehen wir unter Strandflieder, wie ihn der Nicht-Nordseeküstenbewohner kennt, um eine Kulturpflanze. Am häufigsten ist Strandflieder eh’ in Trockensträußen zu sehen, denn sie Blüten, welche ich schon in weiß, blau, lila, rot und gelb gesehen habe, behalten sehr lange die leuchtenden Farben. Ca. 200 verschiedene Sorten soll es geben. Im Blumenladen bekommt man Strandflieder unter dem Namen Statice zu kaufen.
Im Garten:
Strandflieder ist eine dankbare Gartenpflanze, bei der man fast nichts falsch machen kann. Die Pflanze bevorzugt einen tiefgründigen, durchlässigen Boden, welcher möglichst sandig bis leicht lehmig ist. Strandflieder kann in die pralle Sonne gesetzt werden, dort fühlt er sich wohl. Im Schatten ist damit zu rechnen, dass sich auf die dunkelgrünen Blätter unschöne Pilzinfektionen breit machen. Die Devise lautet: Lieber trocken als überfeucht.
Man kann kleine Pflänzlinge in der Gärtnerei erwerben, oder den Samen direkt an den Standort aussähen. Eigentlich ist Strandflieder eine mehrjährige Staude, welche einige Jahrzehnte lebt. In unserem Garten pflanzen wir jedoch jedes Jahr neu, manchmal kommen verstreute Pflanzen auch durch über den Winter gekommene Samen auf.
Will man die Blütenstände als Trockenblume nutzen, sollte man sie in voller Blüte, jedoch nicht zu spät abschneiden.
Fazit:
Strandflieder ist als Wildpflanze eine wichtige unter Naturschutz stehende Gattung, im Garten ein pflegeleichter Zögling, welcher mit widrigsten Standorten auskommt. Die Blüten sehen im Steingarten aber auch getrocknet sehr schön und farbenfroh aus. Sie duften angenehm dienen einer Vielzahl von Insekten als Nahrung. Für mich gehört Strandflieder unbedingt in meinen Garten.
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