Stronghold Crusader (PC Strategiespiel) Testbericht

ab 18,61
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

5 Sterne
(12)
4 Sterne
(10)
3 Sterne
(6)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Anne1987

Stronghold II oder ein teures Addon?

Pro:

Cooler Sound, langer Spielspaß

Kontra:

-------

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich über den Nachfolger des erfolgreichen Spielehits Stronghold berichten – Stronghold Crusader. Vor einem Jahr habe ich mir Stronghold gekauft und war sofort begeistert davon. Ich bin ein großer Strategiespiele Fan, da lag das Spiel genau auf meiner Wellenlänge. Man könnte behaupten, das Stronghold etwas von Age of Empires 2 angehaucht wurde, doch es hat einige Neuerrungenschaften, die ich bis jetzt in keinem anderen Spiel finden konnte. Das erste mal konnte ich richtige Burgen bauen und verwalten. Man bekommt Einblicke in das Leben auf einer Burg, was total spannend und interessant ist. Bei Stronghold geht es nicht mehr nur darum, den Gegner möglichst effizient fertig zu machen, sondern man muss neben dem Angriff auch noch ein Auge auf seine Burg haben. Das ist sehr abwechslungsreich und macht sehr viel Spaß.


Inhalt:

1. Handlung
2. Modi
3. Neues gegenüber dem Vorgänger
4. Grafik
5. Sound
6. Bedienung
7. Systemvorrausetzungen
8. Preis-Leistungsverhältnis
9. Eigene Meinung
10. Fazit


Handlung
In Stronghold Crusader kann man die Kreuzzüge nachspielen, man kann sich diese Kriege aus der Sicht der verschiedenen Parteien anschauen, einmal ist man der Kommandant einer einfallenden Kreuzritterarmee und dann ist man der Anführer der Araber Saladin und versucht die Kreuzritter zu vertreiben. Die Verschiedenen Handlungen sind der Geschichte nachempfunden, manchmal wurden jedoch kleine Veränderungen vorgenommen. Wenn man zum Beispiel den Kommandant der Kreuzritter spielt und dann die Schlacht gewinnt, obwohl sie in der Geschichte verloren wurde, ist das nicht mehr wirklich naturgetreu. Doch der Sinn des Spiels ist schließlich zu gewinnen.

Modi
In Crusader gibt es wie auch schon in Stronghold verschiedene Modi, es gibt Kreuzzüge, historische Kampagnen, Burgenbau, Mehrspieler und eigene Szenarien, sowie eine Lernkampagne.
Wenn man Kreuzzüge anwählt, kann man sich entweder ein eigenes Spiel erstellen, in dem man die Gegner, Karten etc. auswählen kann, oder man kämpft in vorgefertigten Kampagnen mit verschiedenen Verbündeten und Gegnern.
Historische Kampagnen sind wie schon in der Handlung beschrieben Episoden aus den Kreuzzügen, die man nachspielen kann, dadurch lernt man auch noch etwas Geschichte. Die Historischen Kampagnen sind in gewisser Weise auch Lernkampagnen, man lernt wie die neuen arabischen Einheiten gesteuert werden und wie man mit ihnen umgehen muss.
Burgenbau ist etwas für Leute, die sich gerne mit dem Aufbau ihrer Burg beschäftigen und nicht durch Kämpfe gestört werden wollen. Dort kann man auch die verschiedenen Wege der Güterproduktion erforschen oder einfach eine wunderschöne Burg aufbauen. Dazu gibt es verschiedene Karten, die verschiedene Merkmale aufweisen. Dadurch kann man sich auch auf die verschiedenen Situationen in Crusader einstellen, zum Beispiel Platz- Eisen- oder Nahrungsknappheit.
In der Multiplayerkampagne geht es, wie könnte es anders sein um Spiele im Netzwerk oder das Internet gegen menschliche Gegner. Ich spiele nicht so gern online, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Ich habe nur von einigen Freunden gehört, dass das zocken im Internet nicht sonderlich viel Spaß machen soll, da die Verbindungen ziemlich schlecht und die Server instabil sind. Da beziehe ich mich lieber auf meine Computergegner oder das Netzwerk.
Jetzt kommen wir zu den eigenen Szenarien, dort können nach Herzenslust verschiedene Karten für Multi- oder Singelplayer Partien erstellt werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, die Karte kann mit Mustern überzogen werden, oder man kann sogar ganze Länder „nachbauen“, es liegt ganz an Spieler.
Zu guter letzt will ich noch etwas über die Lernkampagne sagen. Dort lernt man das Spiel näher kennen und bekommt alle Handlungen erklärt. Sie ist leicht verständlich und man begreift eigentlich alles ziemlich schnell. Ich weis zwar schon von Stronghold, wie man alles macht, doch für diesen Bericht habe ich diese Kampagne durchgespielt und bin zu dem Urteil gekommen, dass sie leicht verständlich ist und den Anfängern gut weiterhilft.

Neues gegenüber dem Vorgänger
Crusader hat sich gegenüber dem Vorgänger Stronghold fast ausschließlich im Inhalt geändert. Die Umgebung wurde dem Thema Kreuzzüge angepasst, sprich die Gefechte finden in der Wüste statt und es gibt nur selten Oasen, diese werden jedoch sehr dringend für den Anbau von Obst und die Zucht von Rindern gebraucht. Durch diese Knappheit gibt es sehr oft Streit an der Oase, doch dass sollte jeder selbst herausfinden.
Passend zum Thema Kreuzzüge gibt es neue Einheiten, die in Söldnerposten gegen Geld angeworben werden können, sie bringen ihre eigenen Waffen mit, um sie zu bekommen braucht man nur ausreichend Gold und freie Bauern. Diese Krieger sind den europäischen ziemlich ähnlich, sie unterscheiden sich nur in der Rüstung und dem Aussehen. Sie sind aber zu Anfang jedes Spiels sehr nützlich, da nicht erst mühsam die Waffenproduktion angekurbelt werden muss. Das ist wichtig, da der Gegner immer sehr schnell zu Angriffen neigt, die Felder und Bewohner wollen verteidigt werden. Außerdem gibt es neue Gegner, aus Stronghold sind die Ratte, das Schwein, die Schlange und der Wolf bekannt, jetzt kommen der Kalif, der Sultan, Richard Löwenherz und der weise Saladin hinzu. Das sind ziemlich starke Gegner, außer vielleicht der Sultan, er ist ziemlich trottelig und kämpft nicht gern. Die anderen will ich aber nicht unbedingt zum Feind haben.

Grafik
Ich kann bei der Grafik eigentlich keine besonderen Veränderungen gegenüber dem Vorgänger entdecken. Das Spiel setzt vollkommen auf 2D-Grafik, das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Das PC-Magazin Gamestar schreibt „Die 2D-Burgen wirken recht detailreich, aber trotzdem grafisch nicht mehr zeitgemäß“ Das ist vielleicht richtig, aber ich könnte mir Stronghold gar nicht mehr anders vorstellen, die Grafik passt zu dem Spiel, wenn alles genau erkennbar wäre, müssten sich alle Fans einen neuen PC kaufen, da die Systemanforderungen dann wohl nicht mehr ausreichen würden.

Sound
Einfach klasse, man hört wenn der Feind angreift die Pfeile gegen die Burgmauern schlagen, die Schwerter krachen und das Kriegsgeschrei. Das ist total naturalistisch. Auch die Hintergrundmusik kann sich sehen lassen, je nach Anlass wird sie hektisch, wenn zum Beispiel der Feind angreift, oder sie ist ruhiger, wenn kein Angriff zu erwarten ist. Schon an der Musik ist hörbar, ob der Feind anrückt.

Bedienung
Die Bedienung erfolgt größtenteils mit der Maus, das ist sehr einfach und komfortabel, einzelne Sachen können aber auch mit der Tastatur gesteuert werden, so kann man sich mit den Pfeiltasten über die Karte bewegen oder mit einfachen Handgriffen schnell vom Bergfried zum Markt springen. Besonders in Multiplayerspielen ist diese Art der Fortbewegung von Vorteil, wenn man gegen Computergegner spielt, kann man es etwas ruhiger angehen lassen, aber nicht zu ruhig, das könnte der Gegner ausnützen.

Systemvorrausetzungen
Windows 98, ME, 2000, XP
300 MHz (550 + empfohlen)
64 MB Arbeitsspeicher (128 empfohlen)
850 MB freien Festplattenspeicher
DirectX 7.0 kompatible Grafikkarte mit mindestens 4 MB
DirectX 7.0 kompatible Soundkarte
56 k Modem für Internetspiel
8x CD Rom Laufwerk

Preis-Leistungsverhältnis
Ich habe beim TV Markt 2000 in Dachau 35,50 € gezahlt, das ist der niedrigste Preis, den ich für dieses Spiel gesehen habe, doch auch für 45 € hätte ich es gekauft. Das Spiel ist sein Geld wert, die vielen neuen Kampagnen und die neuen Gegner sind sehr abwechslungsreich und machen es zu einem sehr guten Spiel.

Eigene Meinung
Mir gefällt Stronghold Crusader eigentlich sehr gut, es sind Neuerrungenschaften dabei, aber sie weichen nicht zu sehr vom Vorgänger ab, so dass es Fans des Spiels sehr leicht haben werden, wieder in die Bedienung zu finden. Doch auch Neulinge auf dem Gebiet können sich getrost heranwagen. Die Grafik hätte verbessert werden können, doch ich bin auch so schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Fazit
Crusader bietet gegenüber dem Vorgänger nicht so viel neues, dass es ohne weiteres Stronghold II genannt werden kann, man könnte sagen, dass es ein teures Addon ist. Aber es baut nicht auf dem Vorgänger auf, jemand der Stronghold nicht daheim hat kann Crusader ohne weiteres Spielen. Es ist für alle Strategie Fans und die die es noch werden wollen zu empfehlen, auch wenn der Preis nicht der günstigste ist.


Ich hoffe ich konnte den Flair des Spiels einigermaßen gut rüberbringen. Ich freue mich sehr über eure Bewertungen und Kommentare.

7 Bewertungen