Stuart Little 2 (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Erfahrungsbericht von mima007
Kleine Maus kommt ganz groß raus
Pro:
unterhaltsam, spannend, witzig, umfangreiches Bonusmaterial bes. für Kinder
Kontra:
kein DTS-Sound, wenig Sprachen unterstützt
Empfehlung:
Ja
Der obercoole Mäuserich wird mobil und bewegt sich flink auf Skateboard, Autorädern und am Steuerknüppel eines Fliegers zwischen seinem Hexenhäuschen und dem großen weiten Park hin und her. Diesmal bricht eine betrügerische Vogeldame fast sein Herz. - Das zweite Little-Abenteuer richtet sich auch diesmal wieder an die Kleinsten, aber auch Erwachsene können ihren Spaß dabei haben.
Filminfos
O-Titel: Stuart Little 2 (USA 2002), DVD: 11.2.2003
FSK: ohne Beschränkung
Länge: ca. 74 Min.
Regisseur: Rob Minkoff
Drehbuch: Bruce Joel Rubin
Buch: E. B. White
Musik: Alan Silvestri
Darsteller: Geena Davis, Hugh Laurie, Jonathan Lipnicki u.a.
Sprecher: James Woods/Joachim Kerzel, Michael J. Fox, Melanie Griffith u.a.
Handlung
Bei Familie Little in New York City wohnt bekanntlich ein ganz besonderer Sohnemann: Stuart ist ein Mäuserich, der nicht nur sprechen kann, sondern sich auch durchweg menschlich verhält und kleidet (die Kostümdesignerin kann ein Lied davon singen!). Sein einziges Problem: Er ist >little<, also klein. Stu ist nicht das einzige Tier im Haus: Snowbell heißt sein griesgrämiger Freund - ein weißer Angorakater. Stu weiß, dass er auf ihn zählen kann, wenn\'s hart auf hart kommt. Und das tut es.
Eines schönen Tages rettet Stuart nämlich die Vogeldame Margalo davor, von einem finster aussehenden Falken (geniale deutsche Stimme: Joachim Kerzel, der Synchronsprecher u.a. von Dustin Hoffman) gepackt und verspeist zu werden. Froh darüber, mal jemand anderen in seiner Größe kennenzulernen, nimmt Stuart Margalo bei den Littles auf.
Doch Margalo ist ein falscher Fuffziger: Auf Drängen eben jenes Falken stibitzt die Vogeldame Mrs. Littles teuren und liebgewonnenen Ehering. Zunächst denkt Stuart, der Ring sei in den Küchenabfluss gefallen und lässt sich dorthin abseilen, leider ohne Ergebnis. Dann aber packt er die Sache etwas ernsthafter an und stürzt sich mit Kater Snowbell in den Großstadtdschungel. Eigentlich will er ja Margalos Unschuld beweisen, denn er kann nicht glauben, dass sie eine gemeine Diebin sein soll.
Allerdings hat er nicht mit der Gemeinheit und Boshaftigkeit des Falken gerechnet, der ihn zu einem Luftkampf über dem Central Park herausfordert: Stuart Little, das Flieger-Ass.
Mein Eindruck: der Film
Die Figuren und der Handlungsverlauf sind nach einem sehr einfachen Strickmuster entworfen worden. Der Held verliebt sich zum erstenmal, wird sogleich betrogen, doch wie sich zeigt, kann er seine Liebste den Klauen (buchstäblich) des Schurken entreißen. Boy gets girl. Dann fliegt er mit ihr wohl in den Sonnenuntergang.
Natürlich ist dies ein Märchen. Und wie so viele amerikanische Märchen handelt es von idealen Verhältnissen, die es zu verteidigen gilt. Die Littles sind eine derart ideale Familie, dass es bereits Jugendliche verwundert, wie so etwas zustandekommt. Sie leben in einem verwunschenen Hexenhäuschen, das seinen Platz an der Sonne gegen zwei Wolkenkratzer am Rand des Central Park, dem Great Outdoors, verteidigt. Und wie so viele Märchenhäuschen ist es innen größer als außen - das ist auch beim berühmtesten Märchenschiff, der \"Unicorn\", genauso. (Das Playstation-Spiel nützt diese Tatsache voll und ganz aus.)
Dass die Tiere in diesem Kinderfilm sprechen können, dürfte daher auch nicht sonderlich verwundern. Mehrere Disney-konditionierte Generationen kennen das Prinzip. Jedem Tier sind bestimmte Charaktermerkmale zugeordnet, die es zu den anderen in Beziehung setzen. So ist Stuart der ideale Junge von neben an, der sogar Skateboard fährt; nur hat er das kleine Problem, so little zu sein: Sein Trikot in der Fußballmanschaft trägt die Spielernummer 1/2 (bitte genau hinsehen). Stu wird optimal gesprochen von Michael J. Fox, und Marty McFly lässt schön grüßen.
Seine neue Flamme Margalo hingegen trägt Züge ihres Vorbilds Amelia Earhart, der berühmtesten Fliegerin Amerikas, die bis heute verschollen blieb. Nach dem Motto \"seid gut zu Vögeln\" nimmt Stuart sie ins Autokino mit - gezeigt wird ausgerechnet Hitchcocks \"Vertigo\"! - und füttert sie mit Popcorn. Margalo spricht im Original mit der Stimme von Melanie Griffith. Für die in die Jahre gekommene Schauspielerin, die Tochter der Hitchcock-Aktrice Tippi Hedren, war dies eine Premiere. (Schon wieder Hitchcock - was soll das denn?)
Dass selbst die hübschesten Girls auch Lockvögel sein können, muss auch Stuart erfahren, doch klammert er sich an seinen Traum von der perfekten Liebe und bekämpft den Falken, der Margalo erpresst. Der Falke spricht mit den Stimmen von James Woods (englisch) bzw. Joachim Kerzel, der deutschen Stimme von Jack Nicholson und Dustin Hoffman. Das ist eine geniale Wahl.
Doch \"love will find a way\": Als Stuart irgendwo auf dem Müllschiff erwacht, entfernt er sich weiter und weiter von seinem Traumgirl. Nur eine rettende Idee und natürlich Glück verhelfen ihm dazu, wieder ins Spiel zu kommen. Beim Showdown ist er zwar nicht Gary Cooper, aber der \"Rote Baron\" von Richthofen ist auch nicht weit, als er sich gegen den Falken im Luftkampf zur Wehr setzt, um Margalo zu retten. Hier gelangen den CGI-Künstlern etliche einfallsreiche Bildeinstellungen.
Die DVD
Technische Infos:
Bildformate: 16:9, 1:1,85
Tonformate: DD 5.1
Sprachen: D, Engl., Türkisch, Schweizerdeutsch
Untertitel: D, Engl.
Extras:
Kommentare der Filmemacher
Filmdokumentationen und Specials zu Effekten usw.
Hintergrundinfos zum Film sind interaktiv abrufbar, während der Film läuft
Filmografien: Schauspieler, Regisseur, Produzent, Autor
Making of, moderiert von Geena Davis
Musikvideo mit Celine Dion
Fotogalerie: Sieger des Malwettbewerbs zum deutschen Kinostart (Einsender ab 3,5 Jahren)
Verschiedene Trailer
Web-Link
Lesespaß mit Stuart Littles Großen Abenteuern
Spiel: Finde die Freunde von Stuart Little (Quiz)
Das Playstation-Spiel mit 7 Spielregionen
DVD-ROM: Lesespaß mit Stuart Littles Großen Abenteuern?
Mein Eindruck: die DVD
Wie man sieht, ist der Silberling vollgepackt mit Beiträgen, aber man muss als erwachsener Zuschauer die Spreu vom Weizen trennen. Die meisten Beiträge richten sich an Kinder von unter zehn Jahren. Lediglich drei oder vier Beiträge sind für den Filmfreund interessant.
Die Mutter der Nation
Dazu gehört an erster Stelle das Making-of, das für den Fernsehkanal HBO gedreht wurde. Geena Davis, die künftige Fernsehmutter der Nation, moderiert. Sie stellt die drei Hauptsprecher vor: Michael J. Fox (Stu), James Woods (Falcon) und Melanie Griffith (Margalo). Die Angorakatze Snowbell wird übrigens von Nathan Lane gesprochen, der passenderweise bereits in der Slapstick-Klamotte \"Mäusejagd\" zu sehen war. Natürlich geben sowohl die Sprecher als auch die ProduzentInnen und der Drehbuchautor zum besten, was sie sich bei der ganzen Sache gedacht haben und wie sie den \"Dreh\" empfanden. Abgeschlossen wird das 23,5 Minuten lange Making-of von Celine Dions Musikvideo \"I\'m alive\". Uns bleibt auch nichts erspart.
Leben auf der Überholspur
Übrigens kann man sich dieses lange Making-of sparen. Es gibt eine komprimierte Version, die fast alles im Schnelldurchlauf zeigt und die nur zwei Muniten dauert. Sie trägt den treffenden Titel \"Life in the fast lane\", also \"Leben auf der Überholspur\". Schließlich nutzt Stuart sowohl Skateboard und Auto als auch Flugzeug zur Fortbewegung. Im nächsten Teil wird er wohl versuchen, ein Handy in einem getauchten U-Boot zu benutzen.
Draculas Erben
Die Doku \"A touch of evil\" erläutert die Entstehung des Schurken Falcon. Er ist manipulativ, ironisch, hinterhältig und absolut skrupellos. Außerdem trägt er zu unserer Verblüffung Züge des Grafen Dracula, wie wir erfahren. Warum er auf der Spitze des erfundenen \"Pishkin-Buildings\" residiert, erfahren wir hingegen nicht. Dracula-Typen bevorzugen offenbar abgehobene, burgartige Behausungen.
Spider-Cam
Die dritte Doku zeigt uns, was die Spider-Cam kann. Dieses Wunderwerk der Technik erhielt seinen Spitznamen aufgrund der Tatsache, dass sich die Kamera an Kabeln von Haus zu Haus schwingen bzw. führen lässt, so etwa in den Flugszenen, in denen wir von vorn auf Stuarts Flugzeug blicken, während er im Tiefflug durch den Central Park donnert und die Nonnen scheucht.
Dreiklangdimensionen
In der Dokumentation der dreidimensionalen CGI-Animation erläutern uns die Festplatten-Jockeys, wie sie die Federn der zwei Vögel Margalo und Falcon möglichst realistisch hinbekommen haben, Stus Propellflieger zum Abheben brachten und Snowbell die optimalen Schnurrhaare verpassen. Das Infobit über die Zillionen von Kostümentwürfe war bereits im Making-of enthalten.
Recht angenehm wurden die Filmografien über Sprecher, macher und Autoren gestaltet: Man klickt das entsprechende Fenster in einem Wolkenkratzer an. Es gibt 13 Stück zu öffnen, und in jedem finden sich mindestens eine Texttafel mit Angaben zur Bio- und Filmografie des Mitwirkenden.
Die restlichen Beiträge wenden sich an Kinder und sind wirklich auch pädagogisch wertvoll. Das gilt besonders für das Lesespiel. Man kann sich Stus Abenteuer einmal mit und einmal ohne Erzählerstimme anhören bzw. ansehen. Die Szenenbilder sind mit Standfotos und musikalischer Untermalung versehen. Lesen lernen mit Stu? Warum nicht!
Das Quiz \"Ein Kreis voller Freunde\" testet das Erinnerungsvermögen des kleinen Zuschauers, der angeben muss, welcher Freund aus einer Auswahl der richtige ist.
Unterm Strich
\"Stuart Little 2\" ist ein recht unbeschwerter Spaß für die ganze Familie, vor allem aber für die Kleinsten, so etwa ab drei Jahren. Nicht nur die ausgefuchste Optik mit ihren nur im Computer möglichen Bildeinstellungen ist ein Fest für die Augen, sondern auch die Musik von Alan Silvestri, der schon den 1. Teil vertonte. Diesmal aber kopiert Silvestri recht schamlos von George Gershwin ab, als es um die Untermalung der New Yorker Gassen geht. Es sind deutliche Anklänge an die \"Rhapsody in Blue\" zu hören, die sozusagen die Nationalhymne von New York City geworden ist. Nennen wir es eine Hommage.
Die DVD scheint eine Überfülle an Material zu enthalten, doch für Erwachsene erweisen sich nur das Making-of, die Dokus und die Filmografien als nützlich. Der Rest ist für Kinder geeigneter.
Fazit: 100 Prozent Spaß am Film und eine umfangreiche Palette an Beiträgen für Kinder und Erwachsene rechtfertigen fünf von fünf Sternen.
Michael Matzer (c) 2003ff
Filminfos
O-Titel: Stuart Little 2 (USA 2002), DVD: 11.2.2003
FSK: ohne Beschränkung
Länge: ca. 74 Min.
Regisseur: Rob Minkoff
Drehbuch: Bruce Joel Rubin
Buch: E. B. White
Musik: Alan Silvestri
Darsteller: Geena Davis, Hugh Laurie, Jonathan Lipnicki u.a.
Sprecher: James Woods/Joachim Kerzel, Michael J. Fox, Melanie Griffith u.a.
Handlung
Bei Familie Little in New York City wohnt bekanntlich ein ganz besonderer Sohnemann: Stuart ist ein Mäuserich, der nicht nur sprechen kann, sondern sich auch durchweg menschlich verhält und kleidet (die Kostümdesignerin kann ein Lied davon singen!). Sein einziges Problem: Er ist >little<, also klein. Stu ist nicht das einzige Tier im Haus: Snowbell heißt sein griesgrämiger Freund - ein weißer Angorakater. Stu weiß, dass er auf ihn zählen kann, wenn\'s hart auf hart kommt. Und das tut es.
Eines schönen Tages rettet Stuart nämlich die Vogeldame Margalo davor, von einem finster aussehenden Falken (geniale deutsche Stimme: Joachim Kerzel, der Synchronsprecher u.a. von Dustin Hoffman) gepackt und verspeist zu werden. Froh darüber, mal jemand anderen in seiner Größe kennenzulernen, nimmt Stuart Margalo bei den Littles auf.
Doch Margalo ist ein falscher Fuffziger: Auf Drängen eben jenes Falken stibitzt die Vogeldame Mrs. Littles teuren und liebgewonnenen Ehering. Zunächst denkt Stuart, der Ring sei in den Küchenabfluss gefallen und lässt sich dorthin abseilen, leider ohne Ergebnis. Dann aber packt er die Sache etwas ernsthafter an und stürzt sich mit Kater Snowbell in den Großstadtdschungel. Eigentlich will er ja Margalos Unschuld beweisen, denn er kann nicht glauben, dass sie eine gemeine Diebin sein soll.
Allerdings hat er nicht mit der Gemeinheit und Boshaftigkeit des Falken gerechnet, der ihn zu einem Luftkampf über dem Central Park herausfordert: Stuart Little, das Flieger-Ass.
Mein Eindruck: der Film
Die Figuren und der Handlungsverlauf sind nach einem sehr einfachen Strickmuster entworfen worden. Der Held verliebt sich zum erstenmal, wird sogleich betrogen, doch wie sich zeigt, kann er seine Liebste den Klauen (buchstäblich) des Schurken entreißen. Boy gets girl. Dann fliegt er mit ihr wohl in den Sonnenuntergang.
Natürlich ist dies ein Märchen. Und wie so viele amerikanische Märchen handelt es von idealen Verhältnissen, die es zu verteidigen gilt. Die Littles sind eine derart ideale Familie, dass es bereits Jugendliche verwundert, wie so etwas zustandekommt. Sie leben in einem verwunschenen Hexenhäuschen, das seinen Platz an der Sonne gegen zwei Wolkenkratzer am Rand des Central Park, dem Great Outdoors, verteidigt. Und wie so viele Märchenhäuschen ist es innen größer als außen - das ist auch beim berühmtesten Märchenschiff, der \"Unicorn\", genauso. (Das Playstation-Spiel nützt diese Tatsache voll und ganz aus.)
Dass die Tiere in diesem Kinderfilm sprechen können, dürfte daher auch nicht sonderlich verwundern. Mehrere Disney-konditionierte Generationen kennen das Prinzip. Jedem Tier sind bestimmte Charaktermerkmale zugeordnet, die es zu den anderen in Beziehung setzen. So ist Stuart der ideale Junge von neben an, der sogar Skateboard fährt; nur hat er das kleine Problem, so little zu sein: Sein Trikot in der Fußballmanschaft trägt die Spielernummer 1/2 (bitte genau hinsehen). Stu wird optimal gesprochen von Michael J. Fox, und Marty McFly lässt schön grüßen.
Seine neue Flamme Margalo hingegen trägt Züge ihres Vorbilds Amelia Earhart, der berühmtesten Fliegerin Amerikas, die bis heute verschollen blieb. Nach dem Motto \"seid gut zu Vögeln\" nimmt Stuart sie ins Autokino mit - gezeigt wird ausgerechnet Hitchcocks \"Vertigo\"! - und füttert sie mit Popcorn. Margalo spricht im Original mit der Stimme von Melanie Griffith. Für die in die Jahre gekommene Schauspielerin, die Tochter der Hitchcock-Aktrice Tippi Hedren, war dies eine Premiere. (Schon wieder Hitchcock - was soll das denn?)
Dass selbst die hübschesten Girls auch Lockvögel sein können, muss auch Stuart erfahren, doch klammert er sich an seinen Traum von der perfekten Liebe und bekämpft den Falken, der Margalo erpresst. Der Falke spricht mit den Stimmen von James Woods (englisch) bzw. Joachim Kerzel, der deutschen Stimme von Jack Nicholson und Dustin Hoffman. Das ist eine geniale Wahl.
Doch \"love will find a way\": Als Stuart irgendwo auf dem Müllschiff erwacht, entfernt er sich weiter und weiter von seinem Traumgirl. Nur eine rettende Idee und natürlich Glück verhelfen ihm dazu, wieder ins Spiel zu kommen. Beim Showdown ist er zwar nicht Gary Cooper, aber der \"Rote Baron\" von Richthofen ist auch nicht weit, als er sich gegen den Falken im Luftkampf zur Wehr setzt, um Margalo zu retten. Hier gelangen den CGI-Künstlern etliche einfallsreiche Bildeinstellungen.
Die DVD
Technische Infos:
Bildformate: 16:9, 1:1,85
Tonformate: DD 5.1
Sprachen: D, Engl., Türkisch, Schweizerdeutsch
Untertitel: D, Engl.
Extras:
Kommentare der Filmemacher
Filmdokumentationen und Specials zu Effekten usw.
Hintergrundinfos zum Film sind interaktiv abrufbar, während der Film läuft
Filmografien: Schauspieler, Regisseur, Produzent, Autor
Making of, moderiert von Geena Davis
Musikvideo mit Celine Dion
Fotogalerie: Sieger des Malwettbewerbs zum deutschen Kinostart (Einsender ab 3,5 Jahren)
Verschiedene Trailer
Web-Link
Lesespaß mit Stuart Littles Großen Abenteuern
Spiel: Finde die Freunde von Stuart Little (Quiz)
Das Playstation-Spiel mit 7 Spielregionen
DVD-ROM: Lesespaß mit Stuart Littles Großen Abenteuern?
Mein Eindruck: die DVD
Wie man sieht, ist der Silberling vollgepackt mit Beiträgen, aber man muss als erwachsener Zuschauer die Spreu vom Weizen trennen. Die meisten Beiträge richten sich an Kinder von unter zehn Jahren. Lediglich drei oder vier Beiträge sind für den Filmfreund interessant.
Die Mutter der Nation
Dazu gehört an erster Stelle das Making-of, das für den Fernsehkanal HBO gedreht wurde. Geena Davis, die künftige Fernsehmutter der Nation, moderiert. Sie stellt die drei Hauptsprecher vor: Michael J. Fox (Stu), James Woods (Falcon) und Melanie Griffith (Margalo). Die Angorakatze Snowbell wird übrigens von Nathan Lane gesprochen, der passenderweise bereits in der Slapstick-Klamotte \"Mäusejagd\" zu sehen war. Natürlich geben sowohl die Sprecher als auch die ProduzentInnen und der Drehbuchautor zum besten, was sie sich bei der ganzen Sache gedacht haben und wie sie den \"Dreh\" empfanden. Abgeschlossen wird das 23,5 Minuten lange Making-of von Celine Dions Musikvideo \"I\'m alive\". Uns bleibt auch nichts erspart.
Leben auf der Überholspur
Übrigens kann man sich dieses lange Making-of sparen. Es gibt eine komprimierte Version, die fast alles im Schnelldurchlauf zeigt und die nur zwei Muniten dauert. Sie trägt den treffenden Titel \"Life in the fast lane\", also \"Leben auf der Überholspur\". Schließlich nutzt Stuart sowohl Skateboard und Auto als auch Flugzeug zur Fortbewegung. Im nächsten Teil wird er wohl versuchen, ein Handy in einem getauchten U-Boot zu benutzen.
Draculas Erben
Die Doku \"A touch of evil\" erläutert die Entstehung des Schurken Falcon. Er ist manipulativ, ironisch, hinterhältig und absolut skrupellos. Außerdem trägt er zu unserer Verblüffung Züge des Grafen Dracula, wie wir erfahren. Warum er auf der Spitze des erfundenen \"Pishkin-Buildings\" residiert, erfahren wir hingegen nicht. Dracula-Typen bevorzugen offenbar abgehobene, burgartige Behausungen.
Spider-Cam
Die dritte Doku zeigt uns, was die Spider-Cam kann. Dieses Wunderwerk der Technik erhielt seinen Spitznamen aufgrund der Tatsache, dass sich die Kamera an Kabeln von Haus zu Haus schwingen bzw. führen lässt, so etwa in den Flugszenen, in denen wir von vorn auf Stuarts Flugzeug blicken, während er im Tiefflug durch den Central Park donnert und die Nonnen scheucht.
Dreiklangdimensionen
In der Dokumentation der dreidimensionalen CGI-Animation erläutern uns die Festplatten-Jockeys, wie sie die Federn der zwei Vögel Margalo und Falcon möglichst realistisch hinbekommen haben, Stus Propellflieger zum Abheben brachten und Snowbell die optimalen Schnurrhaare verpassen. Das Infobit über die Zillionen von Kostümentwürfe war bereits im Making-of enthalten.
Recht angenehm wurden die Filmografien über Sprecher, macher und Autoren gestaltet: Man klickt das entsprechende Fenster in einem Wolkenkratzer an. Es gibt 13 Stück zu öffnen, und in jedem finden sich mindestens eine Texttafel mit Angaben zur Bio- und Filmografie des Mitwirkenden.
Die restlichen Beiträge wenden sich an Kinder und sind wirklich auch pädagogisch wertvoll. Das gilt besonders für das Lesespiel. Man kann sich Stus Abenteuer einmal mit und einmal ohne Erzählerstimme anhören bzw. ansehen. Die Szenenbilder sind mit Standfotos und musikalischer Untermalung versehen. Lesen lernen mit Stu? Warum nicht!
Das Quiz \"Ein Kreis voller Freunde\" testet das Erinnerungsvermögen des kleinen Zuschauers, der angeben muss, welcher Freund aus einer Auswahl der richtige ist.
Unterm Strich
\"Stuart Little 2\" ist ein recht unbeschwerter Spaß für die ganze Familie, vor allem aber für die Kleinsten, so etwa ab drei Jahren. Nicht nur die ausgefuchste Optik mit ihren nur im Computer möglichen Bildeinstellungen ist ein Fest für die Augen, sondern auch die Musik von Alan Silvestri, der schon den 1. Teil vertonte. Diesmal aber kopiert Silvestri recht schamlos von George Gershwin ab, als es um die Untermalung der New Yorker Gassen geht. Es sind deutliche Anklänge an die \"Rhapsody in Blue\" zu hören, die sozusagen die Nationalhymne von New York City geworden ist. Nennen wir es eine Hommage.
Die DVD scheint eine Überfülle an Material zu enthalten, doch für Erwachsene erweisen sich nur das Making-of, die Dokus und die Filmografien als nützlich. Der Rest ist für Kinder geeigneter.
Fazit: 100 Prozent Spaß am Film und eine umfangreiche Palette an Beiträgen für Kinder und Erwachsene rechtfertigen fünf von fünf Sternen.
Michael Matzer (c) 2003ff
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