Super Size Me (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Trisa
Ein echt fetter Film!
Pro:
unterhaltsam, informativ, beeindruckende Darstellung
Kontra:
schlechte Synchronisation
Empfehlung:
Ja
Erste allgemeine Infos
Es handelt sich bei diesem Film, um eine Doku-Satire, also einer Mischung aus Dokumentation und Komödie, welche im Mai 2004 in die Kinos kam. Der Film war mehrere Wochen in den amerikanischen Top10.
Mittlerweile ist der Film auch auf DVD erhältlich, es handelt sich dabei um 2 DVD. Sie kostet aktuell 13,95€ bei amazon.
Die DVD
Das Cover ist dasselbe wie das Filmplakat und auch auf den DVD ist dasselbe Bild zu sehen: Morgan mit einer Menge Pommes im Mund und einem eindringlichem Blick. Man sieht es im Ciao-Produktbild. Auf den DVD ist er nur teilweise zu sehen, durch das Loch in der Mitte.
Auf der ersten DVD ist der Film (99 Minuten) und auf der zweiten befinden sich diverse Extras (85 Minuten Gesamtlänge).
Es gibt keine Altersbeschränkung.
In Deutschland gibt es den Film im Verleih bei PROKINO aus München.
Da wahrscheinlich niemand die DVD aufgrund dieser Dinge ansehen oder gar kaufen wird, kommen wir nun zum interessanteren Teil.
Die Entstehung des Film
Im Jahre 2002 wurde im Namen zweier Mädchen in New York Klage gegen den Fastfood-Riesen McDonalds erhoben. Eine 14jährige (mit 75 Kilo auf 147cm verteilt) und eine 19jährige (1,68m groß und 120 Kilo schwer) gaben McDonalds die Schuld an ihrem Gewicht und ihrem Gesundheitszustand, da der Konzern ihnen Essen verkauft habe, das nachweislich ungesund ist. Der Fall wurde von den Medien aufgegriffen und dementsprechend dargestellt.
Auch Morgan Spurlock, um den es in Super Size Me geht, erfuhr von der Klage und dachte erst „typisch Amerikaner“ und hielt allein den Versuch für ziemlich lächerlich. Doch je mehr er über den Fall und die Gründe der Mädchen erfuhr, umso mehr beschäftigte es ihn. Zudem begann er sich intensiver über McDonalds zu informieren.
McDonalds widersprach der Klage natürlich und u.a. wurde der Grund genannt, dass die Mädchen nicht nachweisen können, das McDonalds-Essen ungesund sei. Sollte das etwa bedeuten, dass das Essen gesund ist und zu keinerlei Beeinträchtigungen führt? Morgan wollte es herausfinden und dazu versuchen sich 30 Tage ausschließlich von dem zu ernähren, was die Speisekarte des Fastfood-Riesen zu bieten hat.
Morgan Spurlock
Die Idee zum Film stammt von Morgan Spurlock. Er ist Autor, Produzent und Regisseur in seiner eigenen Produktionsfirma. Er ist nicht nur Hauptdarsteller in der Dokumentation, sondern war auch maßgeblich an deren Entstehung beteiligt. Super Size Me ist sein erster Film. An der Kamera war ein guter Freund von ihm.
Morgan wuchs in West Virginia auf, dem drittfettesten Staat der USA. Seine Mutter allerdings sorgte für gesunde Ernährung und kochte immer selbst. Sehr selten aß Morgan außer Haus. Das wirkte sich auch auf seine Gesundheit und Kondition aus. Er ist normalgewichtig und recht sportlich.
Da Morgan selbst Amerikaner ist (mittlerweile lebt er in New York), wurde doch natürlich auch der Film gedreht. Während der Produktion wurden verschiedene Staaten bereist.
Morgan erzählt als Sprecher das meiste in der Ich-Form.
Warum gerade McDonalds?
Diese Frage stellten sich viele. Zum einem natürlich, weil die Klage gegen McDonalds ging. Außerdem sieht Morgan McDonalds, wie viele andere Menschen, als Sinnbild für Fastfood. Und es ist zudem die bekannteste, größte und einflussreichste Kette weltweit.
Trotzdem soll der Film kein Angriff gegen McDonalds sein, sondern Morgan kritisiert vielmehr die amerikanische Lebensweise (den Lifestyle), der immer mehr auf den Rest der Welt übergreift.
Auch wenn das Hauptaugenmerk auf McDonalds gerichtet ist, geht die Dokumentation trotzdem auf viele andere Fastfood-Aspekte ein und es werden auch immer wieder andere Ketten genannt.
Super Size
Super Size bedeutet nichts anderes als Super Groß. Super Size war damals der Name des größten Menüs bei McDonalds in den USA. Es war noch um einiges größer als die uns bekannten MaxiMenüs.
Mittlerweile gehört Super Size der Vergangenheit an. McDonalds bestreitet natürlich ab, dass der Film darauf einen Einfluss hatte.
Qualität
Es ist eine Dokumentation! Das soll heißen, dass man natürlich nicht die gleichen Qualitätsmaßstäbe ansetzen kann, wie bei einem Hollywood-Streifen. Zudem betrugen die Produktionskosten lediglich etwa 65.000 $. Da der Film aus den USA stammt ist er im original auf Englisch. Es gibt zwar eine deutsche Fassung, jedoch wurde nicht alles synchronisiert. Sowohl die Synchronisation, als auch die Untertitel sind teilweise ziemlich frei übersetzt. Es empfiehlt sich auf jeden Fall bei ausreichenden Englischkenntnissen Super Size Me in der Originalsprache anzuschauen.
Bild- und Tonqualität, sowie die Kameraführung empfinde ich als gelungen.
Die Dokumentation (DVD 1)
Diese gibt es in deutsch und englisch. Wie bereits erwähnt istt der Film nur teilweise synchronisiert. Wer also keine oder sehr wenige Englischkenntnisse hat, sollte auf jeden Fall den Untertitel einschalten. Ansonsten kann man das Englisch ziemlich gut verstehen.
Im Auswahlmenü (währenddessen läuft der Super Size Song, ein satirisches Lied im rockigen Stil im Hintergrund) kann man zum einen Untertitel wählen (deutsch/englisch), alle Szenen einzeln auswählen oder eben den Film starten.
Das Menü ist recht einfach und übersichtlich gestaltet.
Der Film beginnt mit einer großen Gruppe Kinder die „Rock´n´Roll McDonalds“ singen, ein witziger Kindersong, indem PizzaHut, KFC und McDonalds besungen (und mit passenden Handbewegungen dargestellt) werden.
Dann geht es auch gleich mit Hard Facts los:
Es folgt eine Sequenz über die USA, die fetteste Nation der Welt. Fast 100.000.000 der US-Amerikaner leiden an Übergewicht oder Fettleibigkeit, der zweithäufigsten vermeidbaren Todesursache.
Das Experiment
Hauptsächlich geht es in der Dokumentation um Morgans Selbstversuch: 30 Tage McDonalds-„Diät“.
Drei Mahlzeiten täglich, jedes Gericht der Speisekarte soll mindestens einmal verspeist werden und Super Size darf er nur bestellen, wenn es ihm angeboten wird. Außerdem bewegt er sich in der Zeit nur soviel wie der durchschnittliche Amerikaner.
Vorher und während seines Versuches wird er von drei Ärzten und einer Fitness- und Ernährungsberaterin untersucht, betreut und beobachtet. Seine Freundin Alex, die sich als Veganerin mit Ernährung auskennt beobachtet ebenfalls das Experiment. Sie ist es auch, die ihn nach der Zeit mit gesundem Essen wieder aufpäppelt.
Alles beginnt „normal“. Am ersten Tag fühlt sich Morgan noch wie ein kleiner Junge der sich einen großen Traum erfüllt. Als er am zweiten Tag in den Genuss seines ersten Super Size Menüs kommt, sieht die Sache schon anders aus. Er hat Probleme, die riesige Portion aufzuessen (auch das ist eine der Regeln), schafft es nur mit Mühe und das Essen bleibt nicht lange in seinem Magen.
Die nächsten Tage verlaufen allerdings ohne Zwischenfälle, schließlich schmeckt das Essen ja eigentlich (sonst hätte McDonalds wohl kaum soviel Zulauf).
Nach 12 Tagen hat er 10% seines ursprünglichen Körpergewichtes zugenommen, da er durchschnittlich doppelt so viele Kalorien zu sich nimmt, als (??) es notwendig wäre.
Seine Freundin Alex bemerkt hingegen auch Veränderungen, sie vermutet, die gesättigten Fette behindern die Blutzufuhr in seinem Penis. Morgan fühlt sich manchmal auch ein wenig erschöpft.
Kurze Zeit später nehmen seine gesundheitlichen Beschwerden zu. Er fühlt sich erschöpft, müde, niedergeschlagen, ist äußerst launisch, ist depressiv, hat Stimmungsschwankungen und kein Sexualleben mehr. Dazu kommen Kopfschmerzen, zwischen den Mahlzeiten, die nach einem McDonalds Menü wieder verschwinden. Lt. Seinen Ärzten ist dies ein eindeutiges Zeichen von Sucht.
Seine medizinischen Werte bestätigen seinen verschlechterten Allgemeinzustand. Er hat einen erhöhten Blutdruck, seine Leberwerte sind um das 10-fache gestiegen und sein Cholesterin-Wert steigt im Laufe des Versuches von 165 auf 225. Dies deutet auf eine Fettleber hin.
Bereits nach drei Wochen raten ihm sowohl seine Ärzte, als auch seine Ernährungsberaterin, seine Mutter und seine Freundin aufzuhören. Auch Morgan ist ein wenig besorgt, möchte jedoch unbedingt weitermachen. Also schleppt er sich auch durch die letzte Woche.
Während er seine letzte große McDonalds Party feiert, stellt seine Freundin bereits seinen Speiseplan für den nächsten Wochen zusammen: nahrhaftes veganes Essen, um ihn von Zucker, Koffein und zuviel Kohlenhydraten runter zu bringen, viel Wasser und Gemüsesäfte, frisches und entschlackendes Obst/Gemüse. Trotzdem braucht er insgesamt 14 Monate um endgültig wieder sein früheres Gewicht zu bekommen und zu halten (er hat bei den letzten Kilos einige Monate mit dem Jojo-Effekt zu kämpfen).
Während des Experiments stieg sein Gewicht von 84 auf 95 Kilo und sein Körperfett erhöhte sich von 11% auf 18%. Damit hat sich sein Risiko für einen Herzinfarkt fast verdoppelt. Er hat in einem Monat soviel bei McDonalds gegessen wie man lt. Ernährungsexperten in acht Jahren dort verspeisen soll.
Es dauert etwa sechs Wochen bis sich sein allgemeiner Zustand, seine Cholesterinwerte und sein Sexualleben wieder normalisiert haben.
Infos, Hintergründe, Fakten, Interviews
Neben der Dokumentation des Versuches werden viele Fakten zur amerikanischen Lebensweise gezeigt und es wird viel über die Amerikaner, ihre Gewohnheiten und Ernährung verdeutlicht. Zudem wurden viele Interviews mit den verschiedensten Leuten geführt, teilweise spontane Befragungen auf der Straße, aber auch mit Mitarbeitern in Schulkantinen,
Jared Vogel, der mal 193 Kilo wog und nun Normalgewicht hat und auf Infoveranstaltungen seine Geschichte erzählt, wird gezeigt.
Auch versuchte Morgan immer wieder einen Interviewtermin mit einem Verantwortlichen bei McDonalds zu bekommen. Bis zur Fertigstellung des Films hat er nichts konkretes von dem Konzern gehört. Am Telefon wurde er immer wieder vertröstet, per E-Mail bekam er keine Antwort.
Gerne möchte ich an dieser Stelle noch einige Eindrücke aus den verschiedenen Sequenzen des Films geben:
Die Gewichtszunahme bei amerikanischen Kindern und Jugendlichen, die sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt hat, hat später gesundheitliche Folgen: Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Gallenblasenkrankheiten, Arthritis, Schlafstörungen, Atembeschwerden, diverse Krebsarten, Stoffwechselkrankheiten, Asthma, Fettleber, Gicht, Hormon-Abnormitäten, Eierstockzysten, Unfruchtbarkeit, Altersdiabetes. 20% der übergewichtigen Kinder haben Leberfunktionsstörungen.
Bei einer Befragung von 100 Ernährungswissenschaftlern in ganz USA meinten 95%, dass Fast Food maßgeblich an der Fettsucht-Epidemie in Amerika beteiligt ist.
Und auch ein Sprecher vieler großer Soft-Drink und Junk-Food-Hersteller räumte ein „Wir sind Teil des Problems“.
McDonalds bezeichnet Konsumenten, die mindestens einmal in der Woche dort essen, als Heavy User, super heavy User sind mindestens dreimal pro Woche dort. 72% sind Heavy User und 22% Super Heavy User.
Es wird auch immer wieder deutlich wie sehr die Fastfood-Industrie Kinder beeinflusst. 10000 Werbungen sieht ein amerikanisches Kind pro Jahr, 95% davon für Süßigkeiten, Softdrinks, Cerealien und Fastfood.
Dadurch ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Kinder ihren Präsidenten, Jesus und andere bekannte Persönlichkeiten nicht erkennen, Ronald McDonalds allen aus der TV-Werbung oder als freundlicher McDonalds Mitarbeiter bekannt ist.
Im Rahmen der Dokumentation reisten Morgan und sein Team auch zu verschiedenen Schulen, um mehr über das Essen in Schulkantinen zu erfahren. Der Billiganbieter Sondexho z.B. versorgt über 400 Schulbezirke u.a. mit Schokotörtchen, Schokoriegeln und Gatorade.
Selbst bei einer staatlichen Essenversorgung durch die Regierung werden lediglich 6 von 36 Mahlzeiten gekocht, alles andere wird abgepackt geliefert.
Dabei zeigt das Beispiel einer anderen Schule sehr deutlich, dass sich Ernährung auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler auswirkt. An der Schule werden so genannte Problemkinder unterricht, die oft hyperaktiv sind oder aus problematischen Elternhäusern kommen. Nach der Umstellung auf gesundes Schulessen mit frischen Nahrungsmitteln, Vollkorn und ohne Zusatzstoffe arbeiteten die Schüler viel besser mit, waren ruhiger und konzentrierter. Und es kostet dasselbe wie anderes Schulessen. Allerdings wäre eine solche Umstellung in mehreren Schulen ein riesiger Verlust für die JunkFood- und SoftDrink-Hersteller. Nicht nur durch die fehlenden Einnahmen aus den Schulen, sondern auch, weil bei Schülern oft der Grundstein für ihre spätere Ernährung gelegt wird.
Zusammenschnitt
Es werden abwechselnd verschiedene Sequenzen gezeigt. Hauptsächlich geht es natürlich um das Experiment, aber alles andere kommt auch keineswegs zu kurz. Ich finde die verschiedensten Ausschnitte sehr interessant und informativ und den Film insgesamt gut zusammen geschnitten.
Extras (DVD 2)
Auf der zweiten DVD befinden sich diverse Extras, die im Kinofilm nicht zu sehen waren. Einige möchte ich an dieser Stelle kurz vorstellen.
Trailer
Zwei verschiedene Trailer sind zu sehen. Einen davon könnt ihr euch auf www.super-size-me.de anschauen, deshalb verzichte ich an dieser Stelle auf eine Beschreibung.
entfernte Szenen und zusätzliche Szenen
Hier findet man einige Szenen, die nicht in der Doku zu sehen waren. Z.B. eine Sequenz über Müll: McDonalds produziert täglich soviel Müll, dass man damit das Empire State Building füllen könnte.
Auch gibt es einen Ausschnitt einer Sitzung der Anonymen Esssüchtigen (die es übrigens auch bei uns in Deutschland gibt)
Es wird ein McDonalds-Fan-Ehepaar mit ihrer Sammlung (ein kleines Museum) vorgestellt. Die beiden haben in 20 Jahren geschätzte 30.000$ für McDonalds Fanartikel ausgegeben
Weiterhin findet man hier eine Interviewsequenz mit dem vielleicht größten Big Mäc-Fan, der bereits schon im Film kurz gezeigt wurde. Allein im ersten Monat nachdem er den Big Mäc für sich entdeckte hat er 265 Stück gegessen. Insgesamt waren es etwa 19.000 Big Mäcs! Bei McDonalds machte er seiner Verlobten einen Heiratsantrag.
McDonalds Project
Dieses Project wird vorgestellt. Es ist ein Zusammenschluss von Produktdesignern und Künstlerin, die gemeinnützige und soziale Aktionen für McDonalds und andere Fast-Food-Ketten vorschlagen, z.B. Decken (für Obdachlose) aus Cheeseburger-Verpackungen, kindgerechte Regenwaldinformationen auf Happy-Meals, FastFood-Entzugspräperate oder McDonalds Kondome, die gratis an Bedürftige verteilt werden könnten.
The Smoking Fry
Ein sehr interessanter Versuch. Es bleibt allerdings die Frage offen, warum McDonalds Pommes selbst nach 10 Wochen noch nicht anfangen zu schimmeln. Jeder solle sich selbst dazu Gedanken machen. Warum schimmeln diese verdammten Dinger nicht, während sich auf anderen Pommes und Burger interessante farbenprächtige Pelzlandschaften entwickelt haben, wie es bei Lebensmitteln üblich ist?!
Dann gibt es da noch einen Shop der alles mögliche (Kuchen, Schokoriegel, usw.) frittiert, sehr interessant anzusehen.
Interviews
** Eric Schlosser
Eric Schlosser ist der Autor von Fastfood Gesellschaft, einem sehr gutem Buch, dass sich ebenfalls mit dem Thema auseinander setzt.
Leider war er in der Dokumentation gar nicht zu sehen, dafür spricht er an dieser Stelle sehr lange mit Morgan über Fastfood und dessen Bedeutung für unsere Gesellschaft. Allein über dieses Interview könnte ich einen eigenen Bericht schreiben, ich würde am liebsten das ganze Interview hier zitieren und darauf eingehen, so gut und so richtig fand ich die dort gesagten Fakten, so spannend und interessant das ganze Interview. Doch zugleich ist es auch erschreckend so direkt zu hören, wo wir uns hin entwickeln.
„Laut dem Zentrum für Seuchenprävention und –bekämpfung besteht ein typischer Hamburger aus Teilen von mehreren tausenden Tieren. Es ist widerlich tausende von Tieren im Essen zu haben.“ Das erklärt meiner Meinung nach auch, warum die Gammelfleischskandale u.ä. immer größer werden. Durch diese Massenproduktionen ist schon lange nicht mehr nachvollziehbar, was genau von welchem Tier kommt.
** Alexandra
In dem knapp sechsminütigem Interview geht Morgans Freundin nicht nur auf die Dokumentation ein und spricht darüber, wie sie den Versuch erlebt hat, sondern redet auch über ihre eigene vegane Ernährung.
** Morgan
Ein von einer Europäerin geführtes Interview mit dem Produzent und Hauptdarsteller. Ich finde daraus geht vieles hervor und es werden offene Fragen aus der Doku beantwortet.
„Wenn uns unsere Gesundheit wichtig ist, dann sollten wir auch entsprechend handeln, gesundes Essen, Bewegung, Sport, Vorbild für unsere Kinder sein“. Morgan macht sowohl hier, als auch an anderen Stellen deutlich, dass nicht nur die FastFood-Konzerne schuld sind, sondern, dass wir alle verantwortlich für unsere Ernährung und Lebensweise sind.
Er kann sich auch heute noch für Begeisterung für gute Cheeseburger begeistern, jedoch nur aus einem guten Restaurant, wo alles frisch zubereitet wird.
Motivation
Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie ich auf den Film aufmerksam wurde. Als er 2004 im Kino lief, bekam ich nichts davon mit, sonst hätte ich ihn mir auf jeden Fall bereits damals angesehen.
Während bei meiner Erziehung nicht sonderlich auf gesunde Ernährung geachtet wurde (trotzdem gab es natürlich nicht nur Fastfood), beschäftige ich mich nun mehr mit Essen, deren Herkunft, Folgen und Einfluss. Außerdem beginne ich manche Dinge kritischer zu hinterfragen und mache mir dazu meine Gedanken.
Verstärkt interessieren mich Filme, sowie auch Bücher, die sich mit solchen und ähnlichen Themen auseinander setzen, z.B. auch We feed the World oder Fastfood-Gesellschaft.
Die Dokumentation habe ich bereits mehrmals gesehen, während ich die Extras auf der DVD erst kürzlich gesehen habe.
Was bewirkt(e) der Film?
Der Film war sehr erfolgreich, vor allem, wenn man bedenkt, dass es eine Low-Budget Produktion war, es keine bekannten Schauspieler gibt und keine großen Firmen dahinter stecken. Er erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: Best Director beim Sundance Film Festival 2004 und wurde 2005 sogar für den Oscar nominiert.
McDonalds verzichtete auf ein Interview im Film und mir ist auch nicht bekannt, dass es danach ein offizielles Statement des Konzerns gab. Kurz nach Erscheinen von Super Size Me wurden allerdings die Super Size Menüs aus dem Sortiment genommen, es wird jedoch abgestritten, dass der Film darauf Einfluss gehabt habe. McDonalds bietet seitdem verstärkt Salate und Fitnessprodukte an (die keinesfalls immer gesünder und kalorienärmer sind).
Mittlerweile haben mehrere Bundesstaaten in den USA Softdrinks an Schulen verboten.
Bei wie vielen Einzelpersonen der Film etwas verändert hat, lässt sich natürlich nicht ermitteln. Aber es gibt bestimmt den einen oder anderen der zumindest für einen Moment über seine Ernährung nachgedacht hat. Auch so entsteht langsam ein Umdenken.
Denn auch wenn die Konzerne und Medien durch Kapital viel Macht und Einfluss haben, liegt es doch in der Hand jedes Einzelnen kein Geld für sie auszugeben und sich ihnen zumindest ein Stück zu entziehen.
Meinungsmache ?! (kritische Stimmen)
Ich habe so manch kritische Äußerung über Super Size Me gelesen. Nicht selten wurden die medizinischen Werte, die Fachkompetenz der Ärzte und auch die Gewichtszunahme angezweifelt. Ob das denn wirklich alles so gewesen ist?! Keiner der Kritiker hat bisher einen Gegenbeweis gebracht und z.B. im Selbstversuch andere Ergebnisse präsentiert. Für mich sehe ich keinen Grund an der Glaubwürdigkeit zu zweifeln. Die Befragungen wurden an keiner Stelle als allgemeingültig dargestellt und es wurde auch nichts vorgetäuscht, dass man alles in ganz Amerika überprüft habe. Es ist klar zu erkennen, dass es spontane Straßeninterviews waren und einzelne Meinungen. Ich empfinde es als sehr realistisch. Zumal auch längst nicht nur Dicke Konsumenten gezeigt wurden, sowohl Passanten, als auch z.B. der Big Mäc Fan waren absolut normalgewichtig.
Morgan betonte mehrmals, dass es ihm nicht nur darum ginge McDonalds zu kritisieren, sondern vielmehr wolle er auch an die Entscheidungsgewalt des Einzelnen appellieren.
Auf mich wirkt das alles sehr authentisch.
Fazit
Zwar habe ich die Inhalte der DVD sehr sachlich wiedergegeben, aber trotzdem ist dort schon meine eigene Meinung eingeflossen. Zum einen habe ich die Sequenzen ausgewählt, die ich als wichtig empfand, zum anderen ist an einigen Stellen bereits meine eigene Meinung enthalten.
Ich kann den Film ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Er enthält manche neue Information und veranschaulicht anderes auf interessante Weise. Ein ernstes Thema wurde mit einer gehörigen Portion Humor zusammengefasst. Die Extras sind für mich mindestens genauso wichtig wie die Dokumentation und es empfiehlt sich auf jeden Fall auch dort mal reinzuschauen. Gerade das Gespräch zwischen Morgan und Eric Schlosser fand ich sehr gelungen.
16 Bewertungen, 6 Kommentare
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11.10.2006, 13:04 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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11.10.2006, 03:27 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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11.10.2006, 00:38 Uhr von rubyk
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöner, ausführlicher bericht. liebe grüße rubyk
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10.10.2006, 22:46 Uhr von stegi
Bewertung: sehr hilfreichsuper Bericht - LG Martin
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10.10.2006, 21:37 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichGruss aus http://maps.google.it/maps?oi=eu_map&q=Catania%20&hl=it
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10.10.2006, 21:09 Uhr von swissflyer
Bewertung: sehr hilfreich°°°° SH °°°° Liebe Grüsse aus der Schweiz, Patrik
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