Suzuki RF 600 R Testbericht

Suzuki-rf-600-r
Abbildung beispielhaft
ab 48,22
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Erfahrungsbericht von Deeenis

Warum wird dieses Modell nicht mehr gebaut?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie es nun leider wieder ist, gehen die Besten immer zuerst, die RF 600 R durfte aus der Produktpalette Suzukis für ein nicht erwähnenswertes Nachfolgemodell (kleiner Scherz) weichen.
Zunächst mal kurz dazu, wie man zufällig in den Besitz seines, wie sich später herausstellt, Traum-Motorrades kommt:
Den Führerschein kurz nach der erlangten Volljährigkeit in der Tasche, aber es fehlt natürlich das Kleingeld für ein eigenes Motorrad. So juckelt man zwei Jahre auf Vadders BMW durch die Lande und wünscht sich nichts sehnlicher als ein eigenes Mopped. Jau, dann in der Ausbildung verweist ein Kollege auf seinen Kumpel, der sein Moped aufgrund neuer beruflicher Verpflichtungen abgeben muss.
Dann, zwei Tage später steht sie vor mir, die
Suzuki RF 600R, deren Name und Gestalt mir bis zu dem Tag absolut unbekannt war. Eine knallrote Maschine mit 600(598) Kubikzentimetern auf 4 Zylinder verteilt, Direkt-Einspritzanlage mit 16 Ventilen, 98 PS (72 KW)bringt sie auf die Strasse, werde ich aufgeklärt. In den Tank passen 17 Liter, die einen so um die 200 bis 250 Kilometer(je nach Fahrweise ;-)) weit tragen.
Das Getriebe fasst 6 Gänge, das getankte Gewicht der RF liegt bei 218 Kilogramm.
Besonders gut gefällt mir auf Anhieb ihre Vollverkleidung, daran besonders die Luftschlitze in den Seitenverkleidungen, die stark an den
Lamborghini-Style erinnern. Von hinten prangt das mächtige Bremslicht der RF fasst über die gesamt Breite des Hecks, was ihr später aufgrund der Ähnlichkeit mit Star-Trek Flugmobilen den zärtlichen Namen Andromeda 1 einbringen soll.

Nun einiges zu den von mir erlebten Fahreindrücken:

Für mich als Neueinsteiger gestaltete sich der Umgang mit dem sehr hochtourigen Triebwerk anfangs doch etwas gewöhnungsbedürftig, beginnt doch der rote Bereich des Drehzahlmessers erst bei 13.500 Touren. Auch neu für mich die Tatsache, daß eine sportliche Fahrweise (zu welcher man sich auf der RF des öfteren hingerissen fühlen kann ;-)), sprich: ein zügiger Vortrieb, erst ab Rundenzahlen von 7000 bis 8000 Touren zu erreichen ist.
Allerdings gewöhnt man sich echt schnell an diese Gegebenheiten.
Die RF ist, wie bereits erwähnt, auf jeden Fall tauglich, sportlich über unsere Landstrassen zu bügeln, allerdings darf man keinen Supersportler erwarten, der auch schleifende Knie in Kurven zulässt. Gemütlichere Touren, sogar mit Sozius, lassen sich dafür ebenfalls
prima mit ihr bewältigen.

Kein Loblied ohne kleine Mängel:
Die RF freut sich aufgrund erwähnter Motorleistungen nicht dauerhaft über untertourige Fahrweise, welcher man mit teilweise echt nervigen Schaltorgien(grade im Stadtverkehr) aus dem Weg gehen kann.
Weiter hatte ich bisher nach jedem Winter Probleme mit den Zündkerzen, die so derbe verölt waren, dass nichts mehr lief. Dieses Problem lässt sich aber mit speziellen Bosch-Kerzen lösen.

Also, zusammenfassend:

Meine absolute Traummaschine, zahm, aber auf Kommando am rechten Grehdriff auch ziemlich bissig, tolle Fahreigenschaften, Benzinverbrauch(bei den heutigen Preisen ja auch nicht zu übersehen) bei normaler Fahrweise zwischen 6 und 7 Litern, (sonst auch mal bis 12...)also akzeptabel.

Soweit, weitere Auskünfte gebe ich gerne per Mail.
Grüsse Deeenis

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • da_sonix

    06.06.2002, 14:24 Uhr von da_sonix
    Bewertung: sehr hilfreich

    hach das klingt wieder nahc einem Traum...ich brauch endlich den Führerschein :(....mfg sonix