Sacred (PC Rollenspiel) Testbericht

Sacred-pc-rollenspiel
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Erfahrungsbericht von SantaBallackCruz

Sacred Testbericht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Monster niedermetzeln, Quests lösen, eine große Fantasy-Welt erkunden
und ganz nebenbei die Welt retten, genau das dürft in dem Action-Rollenspiel Sacred machen.
Das alles hört sich zwar irgendwie ein bisschen nach Diablo an,
gemeint ist aber Ascarons neuer Titel Sacred,
der momentan in den Läden weg geht, wie warme Semmeln.

In dem wunderschönen, friedlichen Fantasy-Reich Ancaria lebt
der bis auf´s Blut böse Magier Shaddar.
Seine Gier nach Macht über das Leben und den Tod führte schließlich zu seiner Verbannung.
Doch statt der Todesstrafe auf dem Scheiterhaufen
erfährt Shaddar unter der Regentschaft Valorian I. die gnadenvolle Verbannung.
Danach wurde es still um den ruchlosen Magier.
Doch Gerüchte besagen, dass der Magier einen neuen Turm der Finsternis erschaffen hat.
In diesem Bollwerk des Bösen versucht sich Shaddar nun an der ultimativen Rache:
Er eröffnet die Pforten in das Reich der Toten, um einen Sakkara-Dämon zu beschwören
und dies gelingt auch noch. Fortan überziehen Untote, Dämonen und Co.
die einst so friedvolle Welt.

Aber neben dem Dämon gibt es noch eine ganze andere Bedrohung im Land
und zwar von einem heimtückischen Fürsten!
Jetzt braucht die Welt eines am Dringendsten,
nämlich einen Helden und der seid natürlich Ihr!

Mit einem von sechs unterschiedlichen Charakteren dürft
Ihr in den Kampf gegen den Dämon ziehen und die liebliche Welt retten.
Zur Auswahl stehen:

Gladiator: ein überaus starker und widerstandsfähiger Nahkämpfer
Dunkelelf: ein sehr guter Nahkämpfer mit Special-Moves, der Fallen stellen kann
Seraphim: eine ebenfalls gute Nahkämpferin mit göttlicher Magie
Waldelfin: eine Fernkämpferin, die mit allen möglichen Arten von Bögen
hantieren kann - mit Naturmagie
Kampfmagier:ein überaus starker Magier, der auch im Nahkampf nicht zu verachten ist
Vampirin: am Tage eine gute Nahkämpferin,
in der Nacht verwandelt sie sich in ein blutrünstige Vampirbestie.

Jeder Charakter verfügt dabei logischerweise über individuelle Vorteile,
Fähigkeiten und Spezialisierungen.
So ist der Gladiator die ultimative Nahkampf-Metzelmaschine,
während der Kampfmagier zwar auch gerne zum Schwert greift,
aber hauptsächlich auf effektvolle Zaubersprüche setzt.
Daher spielt sich Sacred mit jedem Charakter ein bisschen anders.

Das Kampfsystem von Sacred weist nennenswerte Anleihen zu Diablo 2 auf.
So gibt es einmal den normalen Angriff mit physischen Waffen
(Schwert, Morgenstern, Bogen, Armbrust, etc.) und Magie bzw. Spezialangriffe,
die eine gewisse Regenerationszeit zur erneuten Ausführung benötigen.
Mit der linken Maustaste führt Ihr daher einen normalen Angriff durch
(Maustaste kann auch gedrückt gehalten werden) und mit der rechten Taste
aktiviert Ihr Euren Special-Move bzw. einen Zauber.
Wie eben schon angesprochen, so gibt es bei Sacred keinen Magie-Pool,
stattdessen benötigten diese Special-Moves oder Zauber eine gewisse Zeit,
bis Ihr sie wieder einsetzen könnt. Insgesamt recht simpel, aber rundum gelungen.

Für das Umknüppeln eines jeden Gegners bekommt der Spieler
eine bestimmte Anzahl an Erfahrungspunkten verliehen,
die hin und wieder für ein Level-Up sorgen.
Wie es sich außerdem für einen guten RPG-Titel gehört,
wird unser Charakter mit jedem Eintritt in eine neue Stufe besser
im Umgang mit Waffen oder auch Zaubern und natürlich können sie
auch neue individuelle Spezialfähigkeiten
(Waffenkunde, Schwertkampf, bessere Regeneration) erlernen.
Schade ist nur, dass viele Charakter-Attribute(
Stärke, physische und mentale Regeneration) automatisch aufgewertet werden.

Aber nicht nur das Niederknüppeln von den zahlreichen Gegnern bringt Euch Erfahrungspunkte,
auch das erfolgreiche Abschließen von den Missionen, bzw. Quests
bringt Euch diese wertvollen Punkte und auch Schätze oder Geld.
Sacred bietet dem Spieler insgesamt rund 30 Hauptquests, welche die \"dürftige\"
Geschichte vorantreiben und mehr als 200 Nebenquests,
die je nach Lust und Laune gelöst werden können.
Diese Nebenquests haben absolut nichts mit dem Storygrundgerüst zu tun
und weisen leider kein großes Abwechslungsspektrum auf.
So müsst Ihr manchmal vermisster Personen suchen, bestimmte Gegner erschlagen,
NPCs begleiten oder Dienstbote spielen.
Weitaus umfangreicher gestalten sich glücklicherweise die Hauptquest,
die Euch kreuz und quer durch das große Land Ancaria führen.

Das Inventar ist dabei erfreulich groß geraten.
Während bei Diablo nach ein paar Gegenständen die Heimatstadt aufgesucht werden muss,
um diese zu verkaufen oder in der Schatzkiste auszulagern,
haben bei Sacred mindestens einige große Bögen oder Rüstungen locker Platz.
Auch die vorhandene Schatzkiste bietet noch einmal so viel Platz.

Transportmöglichkeiten gibt es bei Sacred auch genügend.
Zum einen wären da die Transportportale, die uns von Punkt A nach B bringen,
sofern wir dort die Portale vorher aktiviert haben.
Zum anderen gibt es noch Pferde, mit denen wir natürlich schneller als zu Fuß vorankommen.
Viele Waffen könnt Ihr übrigens auch vom hohen Ross aus einsetzen,
während einige Zauber oder Special-Moves nicht ausgeführt werden können.

Grafisch ist Sacred durchaus gelungen.
Die gemalte Umgebung ist schön detailliert
und auch die in 3D gestalteten Charaktere bzw. Gegner sehen gut aus.
Man erkennt auch sofort, wenn man eine neue Rüstung angelegt hat.
Hübsch anzusehen sind auch viele der Zaubersprüche,
die meiner Meinung nach, viel zu lange für die Ausführung benötigten.
Ihr aktiviert also den Zauber, danach folgt eine ein bis fünf Sekunden lange Animation,
währenddessen ihr angreifbar seid und dann geht erst der Zauber los.
Doch wieder zurück zur Grafik, die einen durch guten Gesamt-Eindruck hinterlässt,
obwohl einige Animationen recht mäßig ausfallen.

Wesentlich besser ist die Soundkulisse gelungen,
die mit vielen prominenten Stimmen bei der Sprachausgabe aufwartet
und auch die Sound-Effekte sind wirklich passend.
Toll ist ebenfalls die Musik, die für meinen Geschmack aber ruhig öfters
das Spielgeschehen untermalen könnte.

Ascaron hat mit Sacred einen würdigen Diablo 2-Konkurrenten erschaffen,
allerdings ohne dabei die Perfektion des Spiels von Blizzard heranzukommen.
Dazu fehlt vor allem der Feinschliff am Multiplayer-Modus.

Doch wer nicht oft über LAN oder Internet spielen will,
dem ist dieses Spiel auf jedenfall zu empfehlen!

12 Bewertungen