Sacred (PC Rollenspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2007
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Erfahrungsbericht von Arooza
Heiliger Dämon!
Pro:
Hübsch animiert, unterhaltsam, süchtigmachend!
Kontra:
Sehr viele Bugs!
Empfehlung:
Ja
Würde dieses Spiel unter dem Namen \"Diablo 3\" im Regal gutsortierter PC-Fachläden stehen, keiner hätte auf den ersten Blick etwas daran auszusetzen. Sacred führt das fort, was die Macher von \"Diablo\" vor mittlerweile 8 Jahren erfolgreich begonnen haben: Ein einfach zu bedienendes mystisches Rollenspiel mit abwechslungsreichen Helden und farbenfroher Grafik in dem es darum geht die Welt vor einer Flut von Dämonen und Monstern zu retten.
Und wieso Altbewährtes verändern, dachte sich auch Ascaron und baute in \"Sacred\" gleich soviele Diablo-Lookalike Features ein, daß man sich teilweise tatsächlich in Blizzards Oldschool-Rollenspiel wähnen könnte.
Das beginnt schon bei der Steuerung. Man bewegt sich mit der simplen Point-and-Click Methode durch die Welt und kann per Hotkey zahlreiche Funktionen aufrufen, wie zB Inventar, Questbuch oder das Fähigkeiten Menü.
Das Inventar gestaltet sich ebenfalls nach bekanntem Schema, d.h. jeder Gegenstand braucht eine gewisse Anzahl an \"Kästchen\" (Zaubertränke 1, Gürtel 2, etc.). Sind alle \"Kästchen\" belegt, beschwert sich der Held automatisch beim nächsten Versuch etwas aufzunehmen darüber, daß er nichts mehr tragen kann. Der einzige Unterschied ist: Das Inventar der \"Heiligen\" Helden ist etwas geräumiger.
Sollte der Platz aber dennoch irgendwann nicht mehr ausreichen findet sich in jeder Siedlung eine Truhe, in der man Gegenstände zwischenlagern kann. Ein ebenfalls bekanntes Feature.
Weitere Parallelen finden sich in der Story (\"Finde den einen großen bösen Dämon und mach ihn tot.\") garniert mit zahlreichen kleinen Nebenquests, den Waffen (Unique, Sets, gesockelt), der Zaubertrank- und der Portalfunktion und den Runen. Selbst manche Monster glaubt man schon einmal irgendwo gesehen zu haben.
Davon einmal abgesehen hat sich Ascaron allerdings auch die Mühe gemacht einige Neuerungen einzuführen. Als erstes fallen einem die Helden ins Auge. Neben dem nicht wegzudenkenden Barbaren (hier \"Gladiator\"), dem Zauberer (\"Kampfmagier\") und der Bogenschützin (\"Waldelfin\") stehen nun auch eine Seraphim, ein Dunkelelf und eine Vamipirin zur Auswahl. Alle sind ausgestattet mit einzigartigen Fähigkeiten (wie z.B. \"Vampirismus\" bei der Vampirin oder \"Klingenkampf\" beim Dunkelelf), die im Fähigkeiten Menü je nach Erfrahrungsstufe ausgebaut werden können.
Eine interessante neue Fähigkeit, die jeder Held besitzt, ist das \"Reiten\". Dabei kann je nach Stufe aus verschiedenen Pferdearten gewählt werden. Mit der untersten Stufe bekommt man z.B. vorerst nur einen \"Klepper\", der wenn man Pech hat nicht einmal Zaumzeug besitzt und einen kaum schneller ans Ziel bringt als die eigenen Füße. Baut man diese Fähigkeit allerdings aus, werden die Pferde schneller, robuster und teurer. (Das sollte einen aber nicht beunruhigen, denn mit Gold wird nicht sparsam umgegangen. Selbst ein einfacher Waldwolf verliert, wenn man ihn zur Strecke gebracht hat, dann und wann eine Handvoll Gold.) Vom Pferderücken aus kann man sogar kämpfen, allerdings macht jede Heldenklasse das unterschiedlich gut und auch die Wahl der Waffe ist dabei entscheidend.
Ebenfalls neu ist der \"Combo-Meister\", der gegen Aufpreis mehrere Kampf-Fähigkeiten zu einer zusammenfassen kann (zu einer, wie der Name schon sagt, \"Combo\"). Diese kann man dann auf einen der Hotkey-Fensterchen legen (Je nach Stufe bekommt man eins dazu) und kann diese dann im Bedarfsfall (wenn man vorher den Hotkey mit der linken Maustaste aktiviert hat) mit der rechten Maustaste \"loslassen\". Kann gegen stärkere Monster hilfreich sein, allerdings dauert das wieder Aufladen eine Ewigkeit. Für diesen Fall hilft eine der neuen Zaubertrankarten (\"Sog der Hölle\", \"Trank des Mentors\"), die \"Konzentration\", die alle Combos sofort wieder auflädt.
So wie es Zauber-Hotkeys gibt, gibt es auch Waffen-Hotkeys, die es einem erlauben während einem Kampf blitzschnell per Nummern-Taste auf eine andere Waffe zu wechseln ohne das Inventar geöffnet zu haben.
Hilfreich ist - neben der bekannten mit Tab einzublendenden Level-Karte - die mit M aufzurufende interaktive Weltkarte, auf der alles Nützliche, wie zB der aktuelle Standort, die Namen der Orte, Portale, Händler, Monster und Quests eingetragen ist.
Ein unterhaltsames Feature ist auch das Questbuch, das mit Seiten, die Monster ab und zu verlieren, aufgefüllt werden kann und nette Geschichten enthält.
Sehr nützlich ist auch der Kompass am unteren Bildschirmrand, der mit einem großen Pfeil die Richtung des Hauptquests anzeigt und mit kleinen Pfeilen das Finden von Nebenquests erleichtert. Das erspart einem manchmal den Blick auf die Weltkarte, aber leider nicht immer.
Auch wenn die Neuerungen den Spaßfaktor erhöhen gibt es doch ärgerliche Dinge, die man hätte vermeiden können.
Am nervigsten sind dabei die Bugs, die selbst durch die 3 bereits vorhandenen Updates noch nicht behoben werden konnten. So lassen sich einige Quests einfach nicht beenden, weil die NPCs nicht auf das angeklickt werden reagieren. Oder versprochenen Belohnungen tauchen einfach nicht auf.
Der Schwierigkeitsgrad ist außerdem, selbst im leichtesten \"Bronze\" Modus, teilweise unverhältnismäßig hoch und selbst mit schwerster Rüstung stirbt der/die HeldIn manchmal in einem Sekundenbruchteil weg. Kein Problem, könnte man meinen, es gibt ja Heiltränke. Der Punkt mag stimmen, nur einen Heiltrank zu finden ist nicht einfach. Wo Monster bei \"Diablo\" und \"Diablo 2\" alle Nas lang Heiltrankfläschchen fallen lassen kann man bei \"Sacred\" allenfalls einen \"Trank des Mentors\" oder \"Konzentration\" einsammeln. Um Heiltränke außerhalb von Siedlungen zu finden muß man buchstäblich jeden Stein umdrehen, und selbst dann ist die Chance einen zu finden sehr gering. Und wenn man dann mehr tot als lebendig endlich einen Händler findet kann man auch dort Pech haben. Selbst wenn dieser dann einen Heiltrank besitzt ist der zu Beginn des Spieles zu teuer um erworben zu werden (um die 1500 Goldmünzen).
Nervenraubend ist ebenfalls die teilweise einschlafend langsame Reaktion des Helden. Wird man von Monstern eingekreist ist nix mit mal eben aufs Pferd steigen und wegreiten. Ist der Held im \"Kampf-Modus\" (automatisch wenn sich Gegner nähern) dann muss man per pedes fliehen. Und Monster sind - wenn sie nicht gerade schneller sind - erstaunlich einfallsreich. So wird man per Lähmzauber gebunden, wird eingekreist und ist eine Sekunde später trotz Heiltrank tot. Zum Glück kann man immer und überall abspeichern und das sollte man auch tun will man nicht auf offenem Feld alle 20 Meter von vorne beginnen. Zumindest Gold, Erfahrung und Inventar bleiben auch nach der \"Wiederauferstehung\" erhalten und dank Autosave wird nach wichtigen Ereignissen automatisch abgespeichert.
Wenn eine Gruppe von Monstern anrückt sollte man aber unbedingt sofort vom Pferd steigen, da auch das Pferd das Zeitliche segnen kann und es ziemlich ärgerlich ist plötzlich einen Tagesritt vom nächsten Ort entfernt ohne Reittier dazustehen. Zwar gibt es Portale, die sind allerdings spärlich verteilt.
(Natürlich gibt es auch einen Multiplayer-Modus, der allerdings erst mit dem ersten Update überhaupt funktioniert. Ich habe ihn noch nicht ausprobiert und kann deswegen auch keine Meinung dazu abgeben.)
Lässt man negative Aspekte außer Acht macht dieses Spiel trotzdem tierisch Spaß, ist dank liebevoll animierter Grafik (jede Veränderung der Rüstung gibt dem Helden ein anderes Aussehen, Hasen, Rehe, Vögel bevölkern die Landschaft, Zauber sind farbenfroh gestaltet) hübsch anzusehen und fesselt einen stunden- oder sogar tagelang an den Bildschirm.
Vorsicht: Macht süchtig!
Und wieso Altbewährtes verändern, dachte sich auch Ascaron und baute in \"Sacred\" gleich soviele Diablo-Lookalike Features ein, daß man sich teilweise tatsächlich in Blizzards Oldschool-Rollenspiel wähnen könnte.
Das beginnt schon bei der Steuerung. Man bewegt sich mit der simplen Point-and-Click Methode durch die Welt und kann per Hotkey zahlreiche Funktionen aufrufen, wie zB Inventar, Questbuch oder das Fähigkeiten Menü.
Das Inventar gestaltet sich ebenfalls nach bekanntem Schema, d.h. jeder Gegenstand braucht eine gewisse Anzahl an \"Kästchen\" (Zaubertränke 1, Gürtel 2, etc.). Sind alle \"Kästchen\" belegt, beschwert sich der Held automatisch beim nächsten Versuch etwas aufzunehmen darüber, daß er nichts mehr tragen kann. Der einzige Unterschied ist: Das Inventar der \"Heiligen\" Helden ist etwas geräumiger.
Sollte der Platz aber dennoch irgendwann nicht mehr ausreichen findet sich in jeder Siedlung eine Truhe, in der man Gegenstände zwischenlagern kann. Ein ebenfalls bekanntes Feature.
Weitere Parallelen finden sich in der Story (\"Finde den einen großen bösen Dämon und mach ihn tot.\") garniert mit zahlreichen kleinen Nebenquests, den Waffen (Unique, Sets, gesockelt), der Zaubertrank- und der Portalfunktion und den Runen. Selbst manche Monster glaubt man schon einmal irgendwo gesehen zu haben.
Davon einmal abgesehen hat sich Ascaron allerdings auch die Mühe gemacht einige Neuerungen einzuführen. Als erstes fallen einem die Helden ins Auge. Neben dem nicht wegzudenkenden Barbaren (hier \"Gladiator\"), dem Zauberer (\"Kampfmagier\") und der Bogenschützin (\"Waldelfin\") stehen nun auch eine Seraphim, ein Dunkelelf und eine Vamipirin zur Auswahl. Alle sind ausgestattet mit einzigartigen Fähigkeiten (wie z.B. \"Vampirismus\" bei der Vampirin oder \"Klingenkampf\" beim Dunkelelf), die im Fähigkeiten Menü je nach Erfrahrungsstufe ausgebaut werden können.
Eine interessante neue Fähigkeit, die jeder Held besitzt, ist das \"Reiten\". Dabei kann je nach Stufe aus verschiedenen Pferdearten gewählt werden. Mit der untersten Stufe bekommt man z.B. vorerst nur einen \"Klepper\", der wenn man Pech hat nicht einmal Zaumzeug besitzt und einen kaum schneller ans Ziel bringt als die eigenen Füße. Baut man diese Fähigkeit allerdings aus, werden die Pferde schneller, robuster und teurer. (Das sollte einen aber nicht beunruhigen, denn mit Gold wird nicht sparsam umgegangen. Selbst ein einfacher Waldwolf verliert, wenn man ihn zur Strecke gebracht hat, dann und wann eine Handvoll Gold.) Vom Pferderücken aus kann man sogar kämpfen, allerdings macht jede Heldenklasse das unterschiedlich gut und auch die Wahl der Waffe ist dabei entscheidend.
Ebenfalls neu ist der \"Combo-Meister\", der gegen Aufpreis mehrere Kampf-Fähigkeiten zu einer zusammenfassen kann (zu einer, wie der Name schon sagt, \"Combo\"). Diese kann man dann auf einen der Hotkey-Fensterchen legen (Je nach Stufe bekommt man eins dazu) und kann diese dann im Bedarfsfall (wenn man vorher den Hotkey mit der linken Maustaste aktiviert hat) mit der rechten Maustaste \"loslassen\". Kann gegen stärkere Monster hilfreich sein, allerdings dauert das wieder Aufladen eine Ewigkeit. Für diesen Fall hilft eine der neuen Zaubertrankarten (\"Sog der Hölle\", \"Trank des Mentors\"), die \"Konzentration\", die alle Combos sofort wieder auflädt.
So wie es Zauber-Hotkeys gibt, gibt es auch Waffen-Hotkeys, die es einem erlauben während einem Kampf blitzschnell per Nummern-Taste auf eine andere Waffe zu wechseln ohne das Inventar geöffnet zu haben.
Hilfreich ist - neben der bekannten mit Tab einzublendenden Level-Karte - die mit M aufzurufende interaktive Weltkarte, auf der alles Nützliche, wie zB der aktuelle Standort, die Namen der Orte, Portale, Händler, Monster und Quests eingetragen ist.
Ein unterhaltsames Feature ist auch das Questbuch, das mit Seiten, die Monster ab und zu verlieren, aufgefüllt werden kann und nette Geschichten enthält.
Sehr nützlich ist auch der Kompass am unteren Bildschirmrand, der mit einem großen Pfeil die Richtung des Hauptquests anzeigt und mit kleinen Pfeilen das Finden von Nebenquests erleichtert. Das erspart einem manchmal den Blick auf die Weltkarte, aber leider nicht immer.
Auch wenn die Neuerungen den Spaßfaktor erhöhen gibt es doch ärgerliche Dinge, die man hätte vermeiden können.
Am nervigsten sind dabei die Bugs, die selbst durch die 3 bereits vorhandenen Updates noch nicht behoben werden konnten. So lassen sich einige Quests einfach nicht beenden, weil die NPCs nicht auf das angeklickt werden reagieren. Oder versprochenen Belohnungen tauchen einfach nicht auf.
Der Schwierigkeitsgrad ist außerdem, selbst im leichtesten \"Bronze\" Modus, teilweise unverhältnismäßig hoch und selbst mit schwerster Rüstung stirbt der/die HeldIn manchmal in einem Sekundenbruchteil weg. Kein Problem, könnte man meinen, es gibt ja Heiltränke. Der Punkt mag stimmen, nur einen Heiltrank zu finden ist nicht einfach. Wo Monster bei \"Diablo\" und \"Diablo 2\" alle Nas lang Heiltrankfläschchen fallen lassen kann man bei \"Sacred\" allenfalls einen \"Trank des Mentors\" oder \"Konzentration\" einsammeln. Um Heiltränke außerhalb von Siedlungen zu finden muß man buchstäblich jeden Stein umdrehen, und selbst dann ist die Chance einen zu finden sehr gering. Und wenn man dann mehr tot als lebendig endlich einen Händler findet kann man auch dort Pech haben. Selbst wenn dieser dann einen Heiltrank besitzt ist der zu Beginn des Spieles zu teuer um erworben zu werden (um die 1500 Goldmünzen).
Nervenraubend ist ebenfalls die teilweise einschlafend langsame Reaktion des Helden. Wird man von Monstern eingekreist ist nix mit mal eben aufs Pferd steigen und wegreiten. Ist der Held im \"Kampf-Modus\" (automatisch wenn sich Gegner nähern) dann muss man per pedes fliehen. Und Monster sind - wenn sie nicht gerade schneller sind - erstaunlich einfallsreich. So wird man per Lähmzauber gebunden, wird eingekreist und ist eine Sekunde später trotz Heiltrank tot. Zum Glück kann man immer und überall abspeichern und das sollte man auch tun will man nicht auf offenem Feld alle 20 Meter von vorne beginnen. Zumindest Gold, Erfahrung und Inventar bleiben auch nach der \"Wiederauferstehung\" erhalten und dank Autosave wird nach wichtigen Ereignissen automatisch abgespeichert.
Wenn eine Gruppe von Monstern anrückt sollte man aber unbedingt sofort vom Pferd steigen, da auch das Pferd das Zeitliche segnen kann und es ziemlich ärgerlich ist plötzlich einen Tagesritt vom nächsten Ort entfernt ohne Reittier dazustehen. Zwar gibt es Portale, die sind allerdings spärlich verteilt.
(Natürlich gibt es auch einen Multiplayer-Modus, der allerdings erst mit dem ersten Update überhaupt funktioniert. Ich habe ihn noch nicht ausprobiert und kann deswegen auch keine Meinung dazu abgeben.)
Lässt man negative Aspekte außer Acht macht dieses Spiel trotzdem tierisch Spaß, ist dank liebevoll animierter Grafik (jede Veränderung der Rüstung gibt dem Helden ein anderes Aussehen, Hasen, Rehe, Vögel bevölkern die Landschaft, Zauber sind farbenfroh gestaltet) hübsch anzusehen und fesselt einen stunden- oder sogar tagelang an den Bildschirm.
Vorsicht: Macht süchtig!
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